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Windows Server 2012 R2: Hochverfügbarkeit von Infrastrukturservern

Hyper-V-Replikation vorbereiten

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Neben dem Verschieben von virtuellen Servern auf einen anderen Hyper-V-Host haben Sie die Möglichkeit, Ihre Infrastrukturserver auf einen zweiten Hyper-V-Host zu replizieren und bei Ausfall eines Hyper-V-Hosts die replizierten Versionen zu aktivieren.
07:31

Transkript

Sie haben die Möglichkeit, mit der Livemigration ohne Cluster in Windows Server 2012 R2 Ihre virtuellen Server von einem Hyper-V-Host auf den anderen zu verschieben, wenn Sie zum Beispiel auf einem Hyper-V-Host Wartungsarbeiten durchführen wollen. Es gibt aber noch die Möglichkeit, Ihre Infrastrukturserver, zum Beispiel auch Ihre Domainencontroller, auf einen zweiten Hyper-V-Host zu replizieren und bei Ausfall eines Hyper-V-Hosts diese replizierten Versionen zu aktivieren. Das hat den Vorteil, dass Sie in kleinen Unternehmen relativ einfach für eine gewisse Hochverfügbarkeit sorgen können, da Sie einfach Ihre einzelnen virtuellen Server, die Sie im Netzwerk betreiben, auf einem Stand-by-Hyper-V-Host replizieren können und bei Notfall, das heißt, wenn Ihr Hyper-V-Host nicht mehr zur Verfügung steht, auf dem replizierten Server zu aktivieren. Das Ganze funktioniert auch mit Domainecontrollern, allerdings nur dann, wenn Sie auf Hyper-V eine Replikation setzen und auf Domainencontroller mit Windows Server 2012 R2. In diesem Video zeige ich Ihnen, wie Sie speziell für Domainencontroller diese Konfiguration durchführen. Ich verwende dazu den Domainencontroller dc2, der hier als virtueller Server auf dem Server S1 zur Verfügung gestellt wird. Mein zweiter Hyper-V-Host mit der Bezeichnung S2 hostet derzeit den Infrastrukturserver infr01. Die beiden Server im Netzwerk stellen also die verschiedenen Server zur Verfügung, die ich benötige. Wenn ich jetzt sicherstellen möchte, dass sich beide Server bezüglich des Ausfalls gegenseitig absichern, würde ich einfach hier den Server infr01 auf den Server S1 replizieren, und umgekehrt meinen Domainencontroller dc2 auf den Server S2. Das hat den Vorteil, dass bei Ausfall des Servers S2, alle virtuellen Server auf S1 aktiv geschalten werden und umgekehrt, bei Ausfall des Servers S1 alle virtuellen Server auf S2 aktiviert werden. Auf diesem Weg kann ich also schnell und einfach für eine gewisse Hochverfügbarkeit für meine Infrastrukturserver sorgen. Das erste, was ich dazu machen muss, ist, auf den einzelnen virtuellen Servern die Firewall zu konfigurieren. Ich bin jetzt hier mit dem Server S1 verbunden und kann jetzt hier über die Eingabe von wf.msc die erweiterte Konfiguration der Firewall aktivieren. Wichtig sind hier die eingehenden Regeln. Hier gibt es die Regel: Hyper-V-Replikat, ich suche diese hier mal raus. Http-Listener und Https-Listener. Ich aktiviere beide Regeln. Das heißt: Auf diesem Server werden jetzt Hyper-V-Replikate erlaubt. Die SSL-Konfiguration ist etwas komplizierter, denn dazu benötigen Sie spezielle Zertifikate. Sie können in kleinen Netzwerken oder auch in mittelständischen Netzwerken für die Replikation aber auch problemlos den Http-Listener verwenden. Wenn Sie die Konfiguration vorgenommen haben, können Sie diese jederzeit in Https ändern. Ich verbinde mich mal mit dem Remote Deskop meines zweiten Hyper-V-Hosts S2. Auch hier rufe ich die erweiterte Konfiguration der Firewall auf mit wf.msc. Auch hier überprüfe ich die eingehende Regel für die Hyper-V-Replikation und aktiviere hier an dieser Stelle beide Regeln, sodass sich diese beiden Server gegenseitig ergänzen können. Danach habe ich jetzt die Möglichkeit, die Hyper-V-Replikation zu konfigurieren. Dazu muss ich auf den beiden Hyper-V-Hosts, also hier auf den Servern S1 und S2, mir die Hyper-V-Einstellungen betrachten. Wichtig für die Hochverfügbarkeit ist hier die Replikations-Konfiguration. Denn hier lege ich zunächst fest: Lasse ich die Replikation zu, das heißt, darf dieser Hyper-V-Host Replikate entgegennehmen? Das erlaube ich jetzt hier. Und ich habe die Möglichkeit festzulegen: Verwende ich eine zertifikatbasierte Authentifizierung oder verwende ich Kerberos? In einfachen Umgebungen so wie hier kann ich auch einfach Http verwenden, später kann ich in produktiven Umgebungen jederzeit auf Https wechseln. Wichtig ist, von welchem Server ich die Replikation zulasse. Ich lasse sie hier jetzt einmal von jedem authentifizierten Server zu. So können Sie in relativ kleinen Umgebungen recht schnell für eine Hochverfügbarkeit sorgen. Hier geht es ja hauptsächlich um die Hochverfügbarkeit . Sie können aber natürlich jederzeit hier festlegen, von welchen Servern Sie die Replikation zulassen wollen. Nachdem Sie diese Konfiguration vorgenommen haben, also hier die generelle Aktivierung: die Konfiguration des Authentifizierungs- protokolles und der Zielserver, bestätige ich die Änderung. Ich werde jetzt hier darauf hingewiesen, dass ich auch die Firewall konfiguriere, das habe ich bereits gemacht, das heißt, der Http-Listener ist aktiviert und Hyper-V-Replika ist jetzt auf dem Server S2 aktiv. Genauso kann ich jetzt auf dem Server S1 ebenfalls über die Hyper-V Einstellungen die Replikations-Konfiguration vornehmen. Ich lasse auch hier die Replikation zu, lege Kerberos als Ziel fest und lasse auch hier von jedem authentifizierten Server die generelle Replikation zu. Bestätige auch hier die Meldung, dass ich die Einstellungen in der Firewall vorgenommen habe. Das waren eigentlich schon die Vorbereitungen, die ich durchführen muss, um die Hyper-V-Replikation zu verwenden. Microsoft hat in Hyper-V-Server 2012 R2, also in der kostenlosen Hyper-V-Version von Windows Server 2012 R2 aber auch in Windows 2012 R2 selbst, Wert darauf gelegt, dass die Konfiguration der Hochverfügbarkeit sehr einfach ist, sodass auch kleine und mittelständische Unternehmen sehr schnell zu einem Ergebnis kommen und ihre Infrastrukturserver hochverfügbar im Netzwerk zur Verfügung stellen können. Ich fasse noch einmal zusammen: Sie haben die Möglichkeit, in Hyper-V und Windows Server 2012 R2, Ihre virtuellen Server im laufenden Betrieb auf einen anderen Hyper-V-Host im Netzwerk zu replizieren, ohne dass Sie einen Cluster aufbauen müssen, und haben die Möglichkeit, dass bei Ausfall eines Hyper-V-Hosts der replizierte Server die aktive Aufgabe seines Zielservers übernimmt. Das funktioniert nicht nur für normale Server wie z.B. hier sql oder exchange, sondern Sie können hier auch durchaus Domainecontroller als Replikatserver verwenden. Die Replikation wird über Schnappschüsse, Snapshots oder Prüfpunkte durchgeführt. Das heißt, bei den Prüfpunkten werden die internen Datenbanken, auch die Domainencontroller, berücksichtigt und können in die Replikation miteingebunden werden.

Windows Server 2012 R2: Hochverfügbarkeit von Infrastrukturservern

Betreiben Sie Ihre Domänencontroller, DNS- und DHCP-Server mit hoher Zuverlässigkeit.

3 Std. 18 min (24 Videos)
Sehr gutes Training
ITServices

Super Training, zeigt sehr gute und günstige Alternative für KMU's, um eine Hochverfügbarkeit zu erreichen. Vielen Dank

 

Die meisten Vorgänge in diesem Training funktionieren auch mit Windows Server 2008 R2 und Windows Server 2012, wurden aber für Windows Server 2012 R2 erstellt.

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