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Windows Server 2016: Neue Funktionen

Hyper-V-Neuerungen im Schnelldurchgang

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Microsoft hat bei Windows Server 2016 eine Reihe von Verbesserung und Neuerungen in Hyper-V integriert. Verschaffen Sie sich in diesem Video einen schnellen Überblick beispielsweise über sogenannte Shielded VMs oder die Möglichkeit, Netzwerkkarten zu VMs im laufenden Betrieb hinzuzufügen.
12:45

Transkript

In diesem Video gebe ich Ihnen einen Überblick über die Neuerungen in Hyper-V, die Microsoft im Windows Server 2016 integriert hat. Die generelle Verwaltung von Hyper-V nehmen Sie auf Servern immer noch mit dem Hyper-V-Manager vor und hier sehen Sie zum einen den verbundenen Host, Sie sehen die installierten VMs und eben die Prüfpunkte bzw. die Konfiguration. Ein wichtiger neuer Punkt ist die neue Konfigurationsversion von VMs. In Windows Server 2016 gibt es die Version 8. Ab Version 8 nutzen VMs andere Konfigurationsdateien. Ich zeige Ihnen diese Dateien. Diese Dateien sind nicht mehr auf XML basiert, sondern es handelt sich jetzt hierbei um Binärdateien. Und diese Binärdateien sind ähnlich wie die VHDX-Dateien, die virtuellen Festplatten vor Defekt geschützt. Wenn Sie sich die Konfigurationsdateien anzeigen lassen, sehen Sie, dass diese die Endung VMCX haben beziehungsweise die Laufzeitdatei, VMRS. Die Dateien können nicht mehr mit einem normalen Editor angepasst werden, da es sich jetzt hierbei um Binärdateien handelt. Diese Binärdateien werden aber nur dann angelegt, wenn Sie die neue Version 8.0 nutzen. Wenn Sie zum Beispiel die Hyper-V Replikation oder die Live-Migration nutzen, um virtuelle Maschinen von Windows Server 2012 R2 zu Windows Server 2016 zu migrieren, bleibt die alte Konfigurationsversion erhalten, Sie können die Version aber in der PowerShell aktualisieren. In der Version 8.0 haben Sie darüber hinaus weitere Einstellungsmöglichkeiten. Ich rufe dazu die Einstellungen dieser ausgeschalteten VM auf. Hier finden Sie jetzt im unteren Bereich den Bereich "Prüfpunkte". Diesen gibt es bereits in Windows Server 2012 R2, neu ist aber hier der Bereich der Produktionsprüfpunkte. Produktionsprüfpunkte schließen nicht nur die Konfiguration und die virtuellen Festplatten von Servern mit ein, sondern auch den Volumenschattenkopie-Dienst von Windows Servern, beziehungsweise den System Puffer von Linux Servern. Dadurch bekommt die VM und die installierten Anwendungen in der VM also mit, dass ein Snapshot erstellt wird und bei der Wiederherstellung werden diese Snapshots ebenfalls mit berücksichtigt Das heißt, Sie können jetzt leichter Snapshots von Datenbanken machen wie Active Directory, SQL Server oder Exchange, da der virtuelle Exchange Server bzw. der virtuelle Datenbank-Server das mitbekommt und der Volumenschattenkopie-Dienst des virtuelle Betriebssystems mit einbezogen wird. Diese Produktionsprüfpunkte müssen Sie nicht gesondert aktivieren, sie sind auf VMs mit der Version 8.0, also VMs, die Sie in Windows Server 2016 installiert haben, automatisch aktiv. Bei VMs, die noch die älteren Versionen nutzen, sind hier die Standardprüfpunkte aktiviert. Sie können natürlich problemlos auch die Standardprüfpunkte für neue VMs aktivieren. Das ist schlussendlich Geschmackssache, beziehungsweise welche Optionen Sie nutzen möchten. Generell ist es sinnvoll, dass Sie für neue VMs auch idealerweise die Produktionsprüfpunkte aktivieren. Ob Sie die Produktionprüfpunkte hier nutzen oder die Standardprüfpunkte, spielt bei der Erstellung von Prüfpunkten keine Rolle, diese erstellen Sie immer noch über das Kontextmenü der jeweiligen VM und die Verwaltung der Produktionsprüfpunkte ist im Grunde genommen auch identisch mit den Vorgängerversionen. System Center Virtual Machine Manager 2016 unterstützt natürlich die Produktionsprüfpunkte auch. Das heißt, Sie können diese genauso konsistent nutzen, wie die Standardprüfpunkte. Die Version Ihrer VMs sehen Sie am einfachsten, wenn Sie "get-vm" eingeben in der PowerShell. Hier sehen Sie die Version auf der rechten Seite. Wenn Sie hier noch die ältere Version von Windows Server 2012 R2 nutzen, können Sie das Commandlet "update-vmversion" nutzen. Zusätzlich müssen Sie hier noch den VM-Namen angeben. Wenn Sie, so wie ich hier, den VM-Namen nicht angeben, können Sie ihn auch direkt hier innerhalb des Befehls eingeben. Ich lasse jetzt hier nur eine VM konvertieren, diese befindet sich bereits in der Version 8. Das heißt, natürlich wird hier nicht was angepasst, sondern, nur wenn diese VM mit einer älteren Version konfiguriert wäre, würde jetzt hier eine Aktion durchgeführt werden, aber für ältere VMs sieht das im Grunde genommen genauso aus, wie jetzt hier für diese aktuelle Version. Sie überprüfen die Version, Sie können direkt mit dem Befehl "update-vmversion" nacheinander die einzelnen VMs aktualisieren, danach erhalten Sie eine Information, was durchgeführt wurde, hier wurde jetzt keine Aktualisierung durchgeführt, denn diese VM hier ist bereits mit der Version 8 konfiguriert. Sie müssen darauf achten, dass wenn Sie zum Beispiel eine Aktualisierung von Windows-Clustern vornehmen, Sie mit Windows Server 2016 in bestehende Cluster mit Windows Server 2012 R2 Knoten mit Windows Server 2016 installieren können. Sie können auch die VMs mit der Live-Migration problemlos von den Servern mit Windows Server 2012 R2 zu Windows Server 2016 migrieren, dabei bleibt die alte VM-Version und die alte Konfiguration der Snapshots erhalten. Sie müssen als auch hier eine Aktualisierung der VMs vornehmen, beziehungsweise des ganzen Clusters, wenn Sie die neuen Funktionen nutzen möchten. Mit Hyper-V in Windows Server 2016 können Sie auch leichter Linux Server virtualisieren. Sie können Linux Server jetzt problemlos auch als Generation 2-VMs konfigurieren und Sie können bei Generation 2-VMs jetzt mehr Hardware hinzufügen. Sie können z. B. ich rufe hier mal die Einstellung dieses virtuellen Nano Servers auf, im laufendem Betrieb den Arbeitsspeicher ändern, auch dann, wenn Sie nicht den dynamischen Arbeitsspeicher konfiguriert haben. Ich verwende jetzt hier auf diesem virtuellen Nano Server einen statisch angegebenen Arbeitsspeicher und kann jetzt hier im laufenden Betrieb der VM diesen auf z. B. zwei Gigabyte erhöhen, das Ganze wird jetzt hier entsprechend angepasst. Zusätzlich kann ich in Windows Server 2016 mehr Hardware hinzufügen. Das heißt, wenn ich zusätzliche Hardware hinzufügen möchte, kann ich jetzt hier zum Beispiel auch im laufenden Betrieb Netzwerkkarten etc. hinzufügen. Microsoft geht also auch mit Windows Server 2016 weiter den Weg, dass die VMs gestartet bleiben können, während ich Konfigurationsaufgaben vornehme. Natürlich muss ich diese Konfigurationsaufgaben nicht im laufenden Betrieb vornehmen, sondern kann sie auch natürlich weiterhin durchführen, wenn die VMs ausgeschaltet sind. Aber vor allem die Anpassung des Arbeitsspeichers ist eine durchaus sinnvolle Aufgabe, die Sie auch vornehmen können, wenn Sie einen Server entsprechend im laufenden Betrieb anpassen. Generell ist es dennoch sinnvoll, zum Beispiel für die jeweilig installierten Anwendungen auf den Servern, zum Beispiel Exchange oder SQL-Server, dass sie nach der Anpassung irgendwann mal den Server neu starten, damit auch diese Serverdienste das mitbekommen. Grundsätzlich notwendig ist das aber nicht, Sie müssen aber darauf achten, dass die Anpassung des Arbeitsspeichers, auch die Verwendung des dynamischen Arbeitsspeichers in Windows Server 2016 zwischen dem Betriebssystem, das damit problemlos umgehen kann und den virtuellen Server-Anwendungen unterscheidet. Nicht jede Server-Anwendung, vor allem auch nicht jede Server-Anwendung von Microsoft, ist kompatibel damit im laufenden Betrieb den Arbeitsspeicher zu ändern. Bezüglich der Standard Funktionen von Hyper-V gibt es in Windows Server 2016 im Grunde genommen keine größeren Änderungen. Die Grenzwerte wurden von Microsoft erhöht. Sie können jetzt für die Hosts bis zu 512 CPUs nutzen. In Windows Server 2012 R2 waren das lediglich 320. Außerdem können Sie auf dem Host 24 Terabyte Arbeitsspeicher einsetzen. In Windows Server 2012 R2 waren das noch vier Terabyte und Sie können als Arbeitsspeicher für die VM 16 Terabyte nutzen und 240 virtuelle CPUs Ihren VMs zuweisen. Die generelle Verwaltung von Hyper-V entspricht auch in Windows Server 2016 noch den Vorgängen in Windows Server 2012 R2. Sie sehen also hier den Hyper-V Manager. Ich habe jetzt hier für einen virtuellen Domänen-Controller auf Basis eines Core Servers die Replikation aktiviert, also ich kann auch weiterhin drei Ziele verwenden, beziehungsweise insgesamt drei Server, auf denen ich einen virtuellen Server replizieren kann. Das hier ist jetzt der Ziel-Server, das heißt, die VM ist jetzt hier ausgeschaltet. Ich kann jetzt hier mit dem Replikationsstatus anzeigen, d. h. überprüfen, wie wird denn dieser virtuelle Core-Domänen-Controller von den anderen Servern repliziert. Das Ganze wird jetzt hier ausgelesen. Ich erhalte jetzt hier den Zustand, wie die Replikation funktioniert, ob die Replikation erfolgreich war. Ich sehe, hier gibt es jetzt kritische Fehler. Das heißt, die generelle Vorgehensweise zur Verwaltung entspricht in Windows Server 2016 noch die Möglichkeiten von Windows Server 2012 R2. Administratoren müssen sich also nicht großartig umdenken, wenn sie Hyper-V verwalten wollen. Die Neuerungen befinden sich vor allem im Detail, das heißt, es gibt mehr Möglichkeiten für die Authentifizierung in Hyper-V, Sie können im laufenden Betrieb mehr Aktionen durchführen und Sie können einfach größere Grenzwerte verwenden. Mit den neuen Produktions-Snapshots, den Produktionsprüfpunkten, können Sie darüber hinaus wesentlich bessere Snapshots durchführen und mit der Möglichkeit auch für Linux Generation 2-VMs effizient verwenden zu können, haben jetzt auch Linux-Server die Möglichkeit mit UEFI zu booten. Die Neuerungen in Windows Server 2016 gelten natürlich auch für den kostenlos verfügbaren Hyper-V Server 2016, denn dieser verfügt über alle Funktionen der Enterprise-Version, bzw. der Datacenter-Version in Windows Server 2016 und erlaubt auch den Aufbau eines Clusters. Eine weitere Neuerung in Hyper-V ist der sog. Shielded VM-Modus. Wenn Sie sich die Einstellungen einer VM ansehen, gibt es hier die Möglichkeit, den sicheren Systemstart für eine VM zu verwenden. Die Shielded VMs sind sog. abgeschottete VMs, die von den anderen VMs des Hosts und des Netzwerks so getrennt sind, dass weder die Ressourcen der VM angegriffen werden können, noch ein Virus unter Umständen sich in die VM einschleichen kann, oder dass Daten ausgelesen werden können, denn Shielded VMs lassen sich auch mit Bitlocker verschlüsseln. Dazu gibt es hier ein virtuelles Trusted-Platform-Modul, das Sie aktivieren können und zusammen mit dem Serverdienst des Host Guarded Services, also HGS, können Sie in Ihrer Hyper-V Umgebung Hyper-V VMs abschotten. Das Ganze funktioniert allerdings nicht für alleinstehende Hyper-V Hosts so wie hier, hier stehen zwar die Optionen zur Verfügung, sind aber hier deaktiviert. Sie benötigen dafür einen eigenständigen Server, einen HGS-Server, der schließlich die VMs im Netzwerk verwaltet und anschließend können Sie problemlos für Ihre einzelnen VMs den Shielded-Modus aktivieren. Shielded VMs verwenden Sie normalerweise für VMs, die besonders heikle Daten speichern, zum Beispiel Personaldaten, Kundendaten oder andere wichtige Daten, die unter keinen Umständen in fremde Hände gelangen dürfen und deren Inhalte bzw. auch deren virtuelle Festplatten verschlüsselt werden. Ich fasse noch einmal zusammen. Microsoft hat in Windows Server 2016 einige Verbesserungen in Hyper-V integriert. Administratoren kommen aber auch in der neuen Version sehr schnell mit den Funktionen in Hyper-V zurecht und können sich nach und nach in die neuen Funktionen einarbeiten, zum Beispiel eben die Shielded VMs, oder der Möglichkeit, VMs im laufenden Betrieb Netzwerkadapter hinzuzufügen bzw. den Arbeitsspeicher anzupassen.

Windows Server 2016: Neue Funktionen

Lernen Sie die die neuen Funktionen von Windows Server 2016 anhand praktischer Beispiele kennen.

2 Std. 40 min (19 Videos)
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