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Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Hyper-V-Einstellungen

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Die Verwaltung von Hyper-V erfolgt über einen speziell hierfür entwickelten Manager. Vor der ersten Virtualisierung eines Computers sollten unbedingt die Hyper-V-Einstellungen überprüft werden.
09:45

Transkript

Sobald Sie Hyper-V auf einem Server installiert haben, erstellt der Server-Manager auch eine neue Gruppe Hyper-V. Hier sehen Sie zum einen die angebundenen Server. Sie sollten hier - auch immer generell bei allen Servern mit Windows Server 2012 und 2012R2 - über das Kontextmenü die Leistungsindikatoren für die aktive Server-Überwachung starten. Dann kann Ihnen auch der Server-Manager auf den verschiedenen Servern und den Verwaltungs-Arbeitsstationen mit Windows 8.1 den Zustand des Servers anzeigen. Sie sehen im unteren Bereich die aktuellen Ereignisse, die mit Hyper-V zu tun haben. Direkt in dieser selbst sehen Sie den Zustand des Hyper-V-Servers. Wenn Sie weitere Server verwalten wollen, können Sie diese über "Verwalten Server" hinzufügen, dem Server-Manager hinzufügen. Ich kann hier z.B. die verschiedenen Server hinzufügen, auf denen ich Hyper-V installiert habe. Interessant für die Verwaltung ist  allerdings nicht der Server-Manager, denn Microsoft hat die Verwaltung von Hyper-V nicht in den Server-Manager integriert, sondern weiterhin in den Hyper-V Manager. Diesen starten Sie über die Startseite einfach indem Sie nach "Hyper" suchen. Über das Kontext-Menü können Sie das Tool zum einen an Start anheften, dann haben Sie es direkt auf der Startseite. Sie können es aber auch über das Kontext-Menü an die Task-Leiste anheften, und wenn Sie möchten, zusätzlich noch - das funktioniert mit allen Verknüpfungen in Windows-Server 2012 A2 und Windows 8.1 - den Speicherort öffnen. Dann öffnet sich automatisch ein Explorer-Fenster mit den Verknüpfungen der Verwaltungstools. Hier können Sie diese einfach über das Kontext-Menü auf den Desktop-- und per Doppelklick starten Sie jetzt die Verwaltung von Hyper-V. Wenn der Server die Inflation erfolgreich abgeschlossen hat, wird der Server auch hier hinzugefügt, und Sie erhalten keine Fehlermeldung, d.h. der Hyper-V Manager kann sich mit einem Server verbinden. Bevor Sie Server virtualisieren, sollten Sie in Hyper-V zunächst über die Hyper-V-Einstellungen die verschiedenen Einstellungen überprüfen, ob diese Ihren Bedürfnissen entsprechen. Zunächst können Sie hier im oberen Bereich festlegen, wo die virtuellen Festplatten der virtuellen Server und wo die virtuellen Computer standardmäßig gespeichert werden sollen. Sie können das Verzeichnis jederzeit ändern beim Erstellen von virtuellen Computern. Hierbei handelt es sich lediglich um das vorgeschlagene Verzeichnis. Wichtig im Bereich "physische GPOs" ist die Anzeige der Grafikkarten im Server. Dazu müssen im Hyper-V-Host die Grafikkartentreiber und die Grafikkarten RemoteFX unterstützen. RemoteFX ist eine Funktion für Remote Desktop Server, mit denen Sie, wenn Sie virtuelle Computer erstellen für die Anwender, also virtuelle Arbeitsstationen, die Grafikkarten auch 3-D-Funktionen übernehmen können. Dazu brauchen Sie RemoteFX, und RemoteFX benötigt wiederum spezielle Grafikkarten und aktivierte Treiber dazu. Für Hyper-V spielt das aber keine Rolle. Wichtig ist noch die Aufteilung von NUMA, die sie standardmäßig aktiviert. NUMA steht für "Non uniform memory access". Dabei handelt es sich sozusagen um eine spezielle Aufteilung des Arbeitsspeichers für jeden einzelnen Prozessor im Server. Sinn soll sein, dass diesen Speicherbereich kein anderer Prozessor benutzen darf, der physische Prozessor jedoch kann diesen Speicherbereich anderen Prozessoren von sich aus zur Verfügung stellen. In diesem Fall heißt es dann "distributed shared memory". Der Vorteil ist einfach, dass dadurch die Live Migration und die Berechnung von verschiedenen Aufgaben deutlich schneller ablaufen kann. D.h. die physischen Prozessoren im Server arbeiten besser miteinander zusammen, wenn Sie Server virtualisieren. In Windows Server 2012 A2 ist die Funktion standardmäßig immer aktiviert.Wenn Sie diese Option hier aktivieren, dann dürfen die einzelnen VMs  nur noch Speicher- und Prozessorkerne nutzen, die Sie wirklich dediziert diesem einzelnen virtuellen Server zugewiesen haben. D.h. auf performanten Hyper-V-Hosts sollten Sie diese Funktion immer aktiviert lassen. Wichtig ist noch der Bereich Live Migration. Mit Live Migration können Sie in einem Hyper-V Cluster steuern, ob die virtuellen Computer zwischen den Cluster-Knoten hin und her verschoben werden können. Der Vorteil dabei ist, dass die Anwender, die mit Serverdiensten auf den virtuellen Servern arbeiten, z.B. mit Exchange, von den Servern nicht getrennt werden. D.h. die Netzwerkfunktionalität des Servers ist bis auf wenige Sekunden oder Millisekunden vorhanden. In Windows Server 2012 R2 hat Microsoft die Live Migration deutlich beschleunigt, d.h. die einzelnen Knoten im Cluster können sogar den Inhalt des Arbeitsspeichers und des Prozessorspeichers miteinander austauschen. Die Daten bei der Live Migration werden komprimiert, d.h. es geht alles deutlich schneller. Sie können hier also feststellen, ob der entsprechende Knoten im Cluster die Live Migration zulässt, wie viele gleichzeitige Server übertragen werden dürfen und von welchen IP-Adressen, wenn Sie einen Cluster mit mehreren Knoten haben, zugelassen sind. Bei den erweiterten Features können Sie mehrere Einstellungen vornehmen. Die erweiterten Features sehen Sie in Hyper-V auch z.B. in virtuellen Servern unterhalb des Festplatten-Controllers bzw. unterhalb der Grafikkarte. Hier können Sie einfach Einstellungen vornehmen, die über die Standard-Einstellungen hinausgehen. Sie legen z.B. fest, dass bei der Authentifizierung der Cluster-Knoten entweder die Security Support Provider verwendet werden oder Kerberos. Hier müssen Sie dann verschiedene Einstellungen vornehmen, um die Authentifizierung über Active Directory zu erlauben. Außerdem legen Sie hier fest, ob der Speicher der virtuellen Computer komprimiert wird und mit welcher Verbindung Sie die Replikation durchführen wollen. Sie können hier entweder das Server Message Protocol verwenden, TCP IP, oder die neue Funktion im Windows Server 2012 R2, die Komprimierung. Das sollten Sie hier auch entsprechend  belassen. Die Speichermigration ist im Endeffekt ähnlich zur Live Migration, besteht aber darin, dass sie im laufenden Betrieb den Speicherort von virtuellen Servern und ihren virtuellen Festplatten ändern können. D.h. wenn Sie eine neue Festplatte im Server einbauen, also im Hyper-V Host, können Sie die einzelnen virtuellen Computer im laufenden Betrieb auf diese neue virtuelle Festplatte verschieben. Auch hier stellen Sie ein, wie viele gleichzeitige Verschiebevorgänge Sie starten können. Im Bereich "Richtlinien für den erweiterten Sitzungsmodus" aktivieren Sie eine neue Funktion in Windows 2012 R2, nämlich den erweiterten Sitzungsmodus. Wenn Sie einen virtuellen Server verwalten, verwenden Sie standardmäßig VM-Connect. Das funktioniert seit Windows Server 2008 in Hyper-V schon so. Nachteil von VM-Connect ist, dass die Sitzung gerade über langsame Netzwerke langsam ist, dass Sie keine USB-Laufwerke von dem lokalen Rechner in die virtuelle Maschine durchschleifen können, z.B. für die Installation von Anwendungen und das Drag and Drop nicht funktioniert. In den erweiterten Sitzungen der virtuellen Server wird das RDP-Protokoll verwendet, also Sie müssen dazu auf dem virtuellen Server nicht RDP aktivieren, sondern das RDP-Protokoll wird automatisch durch diese Option hier aktiviert. Und Sie können dann auch Drag and Drop verwenden, und USB-Laufwerke durchschleifen, genauso wie bei Remote Desktop-Verbindungen. Wenn Sie diese Funktion hier aktivieren, können Sie anschließend für die einzelnen virtuellen Server, die Sie erstellen, diesen Sitzungsmodus ebenfalls verwenden. Interessant ist noch der Bereich "Replikationskonfiguration". Hier können Sie aktivieren, dass Sie bei Hyper-V Servern, die nicht in einem Cluster sind, virtuelle Server untereinander synchronisieren lassen. Vorteil dabei ist, dass auch kleine Firmen eine Hochverfügbarkeits-Umgebung erreichen, indem die einzelnen virtuellen Server auf andere Hyper-V Hosts im Netzwerk synchronisiert werden und bei Bedarf die entsprechenden synchronisierten Server aktiv geschaltet werden. D.h. die Benutzer werden unter Umständen einige Sekunden vom Server getrennt, danach funktioniert die Verbindung aber wieder. Sie können dann festlegen, wie Sie die Replikation durchführen wollen: Entweder über die zertifikatsbasierte Authentifizierung, das ist sicherer, oder über die Kerberos-Authentifizierung, das ist einfacher. Sie legen auch generell fest, wo die Daten der virtuellen Server dann gespeichert werden sollen und Sie legen fest, von welchen anderen Servern Sie Replikate entgegennehmen. Die Funktion ist bereits in Windows Server 2012 enthalten, allerdings können Sie hier nur die virtuellen Server zwischen zwei Hyper-V Hosts replizieren. In Windows Server 2012 R2 können Sie die Replikation auf 3 Server erweitern. Und Sie können hier nicht nur von einem Quell-Server auf 2 Ziel-Server replizieren, sondern Sie können auch eine Kette machen, d.h. Sie können virtuelle Server von Server A nach B und von Server B nach C replizieren. Diese Einstellungen sind für virtuelle Server mit die wichtigsten. Hier gibt es natürlich jetzt noch den Bereich "Tastatur". Hier können Sie einstellen, wie sich Tastaturkombinationen verhalten sollen. Auch die Freigabetaste für die Maus, wenn Sie die Maus in einer virtuellen Maschine gefangen haben. Den erweiterten Sitzungsmodus haben Sie hier bereits kennen gelernt und aktiviert, und Sie können hier verschiedene Kontrollkästchen zurücksetzen, wenn Sie verschiedene Einstellungen geändert haben. Sie haben in diesem Video gesehen, wie Sie einen Hyper-V-Host nach der Installation entsprechend anpassen können und wie Sie Einstellungen ändern können. Wenn Sie so wie hier entsprechende Änderungen vorgenommen haben und müssen noch Einstellungen ändern wie für die Replikation, erhalten Sie hier noch eine entsprechende Information und im Hintergrund öffnet sich Fenster und Sie können festlegen, wie Sie die entsprechende Funktion einrichten. Ich aktiviere hier jetzt noch mal den Replikat-Server, lasse die Änderungen entsprechend speichern und mein Hyper-V-Host steht jetzt für die Virtualisierung zur Verfügung.

Windows Server 2012 R2: Hyper-V

Lernen Sie, wie Sie in Hyper-V ganz praktisch mit virtuellen Servern, virtuellen Festplatten, virtuellen Switches, virtuellen Domänencontrollern usw. in der Praxis umgehen.

5 Std. 52 min (55 Videos)
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