Cloud Computing lernen: Anwendungs-Migration

Hybride Clouds

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Nach den öffentlichen und privaten Clouds geht es um einen dritten Typ, eine Kombination aus den beiden erläuterten: hybride Clouds. Was in bestimmten Fällen für diesen Ansatz spricht und wie er genau funktioniert, erfahren Sie in diesem Video. 
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Transkript

Wir haben uns also öffentliche Clouds angesehen, dann private Clouds. Jetzt reden wir über hybride Clouds, eine Kombination aus den beiden anderen. Ein beliebter Ansatz für eine Zielplattform sieht so aus, dass beide Cloud-Plattformen kombiniert werden, also sowohl öffentliche als auch private Cloud. Für diesen Ansatz spricht, dass einige Workloads in der privaten Cloud ausgeführt werden können, während andere in die öffentliche Cloud wandern. Allerdings wird die öffentliche Cloud stärker genutzt. Viele hybride Architekturen, die wir heutzutage sehen, stützen sich stärker auf die öffentliche Cloud. Im Fall von AWS können wir ein herkömmliches System verwenden, das an eine öffentliche Cloud angebunden ist; anstelle einer privaten Cloud können wir also eine herkömmliche Umgebung, ein herkömmliches Rechenzentrum einsetzen. Solche hybriden Architekturen entwickeln sich in unterschiedliche Richtungen. Wir können eine herkömmliche hybride Architektur nutzen, bei der eine private mit einer öffentlichen Cloud kombiniert wird. Oder wir bauen eine sogenannte pragmatische hybride Architektur auf, bei der es sich um ein herkömmliches System handelt, das mit einer öffentlichen Cloud kombiniert wird. Wiederum gilt, dass wir ausgehend von unseren Anforderungen einen passenden Cloud-Anbieter auswählen müssen, nicht umgekehrt. Vor einigen Jahren gab es bei der privaten Cloud die Tendenz, dass viele Unternehmen zu einer hybriden Cloud übergehen wollten. Dabei wurde hauptsächlich die private Cloud genutzt, weil die Unternehmen ihre Anwendungen dort ausführen wollten, wo sie am besten kontrolliert werden konnten. Das ist in der Regel sehr komplex, denn wenn wir Anwendungen in eine solche Umgebung verschieben, müssen wir sie für die jeweilige Plattform lokalisieren. Auch wenn wir die Wahl zwischen zwei Plattformen haben, werden wir normalerweise Änderungen an der Anwendung vornehmen. Daher ist die Migration von einer privaten in eine öffentliche Cloud und umgekehrt von einer öffentlichen in eine private Cloud nicht ganz einfach. Hybride Clouds laufen also teils intern im Unternehmen und teils in der öffentlichen Cloud. Sie greifen sowohl auf eine private Cloud als auch eine öffentliche Cloud zurück. Aber wie gesagt: Es gibt neuere Entwicklungen bei der Architektur von hybriden Clouds, bei denen wir pragmatischer handeln und öffentliche Clouds mit herkömmlichen Systemen koppeln. Die herkömmlichen Systeme implementieren dabei üblicherweise keine private Cloud, können aber auf öffentliche Clouds zugreifen, meist über deren APIs, ihre Schnittstellen, Integrationspunkte und dergleichen. Das gilt als das flexibelste Modell. Wie schon gesagt, war es vor einigen Jahren üblich, dass Unternehmen diesen Ansatz nutzen wollten. Auf diese Weise hofften sie, sich alle Möglichkeiten offen zu halten. Wer eine hybride Cloud hat, verfügt über eine private Cloud und eine öffentliche Cloud; er kann dann nach Belieben jede der Plattform nutzen. Das hat sich inzwischen etwas geändert. Heutzutage wird die öffentliche Cloud stärker genutzt. Dennoch ist der hybride Ansatz auch heute noch im Einsatz, und er wird als das flexibelste Modell betrachtet. Die Vorteile bei der hybriden Cloud: Erst einmal halten Sie sich damit alle Möglichkeiten offen. Sie können grundsätzlich jede Art von Workload ausführen. Das kann auf den internen Systemen sein, wenn Sie bestimmte Sicherheits- und Compliance-Standards einhalten müssen. Oder es kann draußen in der öffentlichen Cloud sein, dann profitieren Sie von geringeren Kosten, höherer Flexibilität und einfacher Skalierbarkeit. Was die Kosten betrifft, muss ich sagen, dass eine hybride Cloud aufgrund ihrer Komplexität teurer ist. Das Unternehmen braucht Leute mit Fachkenntnissen in beiden Gebieten, sowohl Spezialisten für die öffentliche Cloud als auch Spezialisten für die private Cloud. Außerdem wird Personal gebraucht, um die Systeme zu warten und die Verbindungen zwischen den öffentlicher und privater Cloud herzustellen. Wo die Architektur auf den ersten Blick sehr nützlich aussieht, weil wir uns damit alle Möglichkeiten offen halten, stellt sich bei näherer Betrachtung heraus, dass wir damit nichts wirklich gut machen. Wir nutzen die private Cloud nicht optimal, wir nutzen die öffentliche Cloud nicht optimal, und das verursacht Kosten. Dennoch ist die hybride Cloud für bestimmte Fälle optimal geeignet. Zum Beispiel, wenn wir einige Workloads haben, die unbedingt außerhalb des Unternehmens laufen müssen, und andere Workloads, die unbedingt innerhalb des Unternehmens laufen müssen. Oder wenn wir hohe Skalierbarkeit in Form von Cloud-Bursting brauchen, das heißt, dass wir die öffentliche Cloud immer nur recht kurz nutzen, um Lastspitzen zu bewältigen.

Cloud Computing lernen: Anwendungs-Migration

Lernen Sie die Grundlagen der Anwendungsmigration in die Cloud.

1 Std. 43 min (23 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2018

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