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Foodfotografie: Grundlagen

Hunger wecken

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In der Food-Photography stehen drei verschiedene Szenarien zur Auswahl, um Hunger bei einem Betrachter zu wecken. Dabei erfordern die einzelnen Varianten unterschiedlichen Arbeitsaufwand.
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Transkript

Wenn wir in unseren Fotos Hunger schaffen wollen, dann gibt es drei mögliche Szenarien: Manchmal darf man wirklich schönes Essen fotografieren. Eine Cupcake, eine aufgeschnittene Feige, irgendwelches farbenfrohes Gemüse. Da hat man relativ wenig Arbeit, weil das Produkt an sich schon sehr schön ist. Dann muss man dieses nur noch richtig in Szene setzen, mit entsprechender Beleuchtung, richtigen Kameraeinstellungen, Perspektive und Blickwinkel ein schönes Foto zu machen. Manches Mal gibt es aber Produkte, die etwas mehr von uns verlangen. Wenn man z. B. einen Apfel in Szene setzt, dann gibt es mehrere Möglichkeiten dafür. Man könnte steril einen Apfel vor einem weißen Hintergrund fotografieren, aber das wird sicher den Hunger bei den meisten Betrachtern nicht auslösen. Da muss man sich also etwas mehr überlegen. Was für Möglichkeiten hat man? Man muss schauen, wie man mit Set, Kulisse und Kontrastelementen das Foto interessant gestaltet, damit der Betrachter auch wirklich stehen bleibt und das Foto genauer ansieht. Hier hat man eine Menge an Möglichkeiten. Man kann mit Farben arbeiten, indem man Komplementärfarben verwendet, um das Objekt stärker hervorstechen zu lassen. Es hat viel mit der Lichtsetzung zu tun: Wo führe ich das Auge des Betrachters hin? Man arbeitet mit Strukturen und Oberflächen. Man verwendet vielleicht eine Schieferplatte als Kontrast zur Frucht, und muss sich ein bisschen überlegen, wie man das Ganze anrichtet. Einfach den Apfel hinstellen, ist nicht die spannendste Möglichkeit. Wenn man ihn spannend anschneidet und anrichtet und eine kleine Figur daraus schnitzt oder sonst was, eine Version schafft von einem Apfel, die man nicht alltäglich sieht, dann ist es natürlich wieder so, dass der Betrachter stehen bleibt und sich ein bisschen länger mit dem Foto beschäftigt. Und genau das wollen wir ja erreichen. Dann gibt es die sogenannten Wort-Case-Szenarien, und da muss sich wirklich etwas überlegen. Es gibt gewisse Essen, die schauen einfach nicht gut aus. Wenn man sich z. B. an den Grießbrei von der Großmutter erinnert, der war lecker, der schmeckt traumhaft aber an sich ist das eine klebrige Masse, die nicht wirklich schön in Szene zu setzen ist. D. h., hier muss man mit mehr arbeiten. Man muss eine Geschichte darum erzählen und Emotionen im Betrachter wecken. D. h., wenn ich den Grießbrei so anrichte, wie er früher bei Oma serviert worden ist, mit Emaille-Topf, mit der alten Küche im Hintergrund, mit entsprechendem gedimmten warmen Licht, dann erzeuge ich Emotionen im Betrachter. Die werden sich dieses Bild anschauen und in Gedanken versinken bzw. Erinnerungen. Genau das wollen wir in dem Fall erreichen. Wir wollen nicht vom Essen ablenken, sondern wir wollen das Essen und das Ambiente dazu nutzen, um Erinnerungen und Gefühle im Betrachter zu erwecken. Genau so wäre es, wenn man z. B. einen Flammkuchen fotografieren muss. Das ist an sich nicht ein wunderschönes Produkt, wo ich sagen kann, das Foto an sich ist super und freut mich, sondern da muss ich auch wieder mit ein bisschen drumherum arbeiten, mit Inszenierung. Wenn ich den Flammkuchen so anrichte, dass er mich an das Bistro in Nizza erinnert, wo wir damals den Flammkuchen hatten, dann bin ich sofort wieder bei den schönen Erinnerungen im Urlaub und denke zurück, wie toll der schmeckte. Das ist genau das, was wir mit unseren Fotos erreichen wollen, nämlich, dass wir den Betrachter länger fesseln und mit Emotionen und Erinnerungen verbinden, damit er sich genau unser Produkt merkt und sich am besten überlegt, das mache ich heute Abend zum Essen.

Foodfotografie: Grundlagen

Lernen Sie, wie Sie Essen gekonnt in Szene setzen und fotografieren, sodass dem Betrachter das Wasser im Mund zusammenläuft.

1 Std. 19 min (31 Videos)
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