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Calvinize V

Hintergrund reinigen

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Der verschmutzte Hintergrund tritt häufig in der Studiofotografie auf. Lernen Sie hier einfache Techniken kennen, den Hintergrund zu reinigen.

Transkript

Ein Problem, das sehr häufig auftaucht, wenn man im Studio fotografiert, ist der verschmutzte Hintergrund. Ja, diese Probleme habe ich auch ab und zu mal. Und dann muss ich natürlich diesen Hintergrund bereinigen. Das ist übrigens auch eine Frage, die man mir oft stellt. Calvin, wie bekommt man einen Hintergrund sauber? Und ich will euch jetzt mal zwei Möglichkeiten aufzeigen. Beziehungsweise wir starten mal mit einer ganz primitiven und einfachen Möglichkeit, die aber auch funktioniert. Wir duplizieren uns einfach die Ebene und werden jetzt einfach mal hier mit dem Reparatur-Pinsel mühselig das Ganze retuschieren. Wie gesagt, das dauert seine Zeit und das will ich keinem zumuten. Vorher würde ich mir da lieber einen neuen Hintergrund kaufen, oder sogar, das habe ich auch relativ spät erfahren, dass man Hintergründe sogar umdrehen kann. Gut, wie funktioniert das Ganze jetzt aber mit Photoshop? Was wir ja nicht haben wollen, sind quasi Differenzen in der Helligkeitsinformation. Das heißt, wir sollten uns einen Filter suchen, der das Ganze mehr oder weniger verschmilzt. Wenn wir jetzt mal in den Filter gehen Gaußscher Weichzeichner, dann werden wir sehen, dass das eigentlich schonmal ganz gut aussieht. Wir können ja mal versuchen, im Wert runterzugehen, also wir müssen da schon hochgehen, sodass die Schatten ein bisschen erhalten bleiben. Na ja, aber die Konturen sind nicht sauber. Das heißt, wir werden später Probleme bekommen. Wenn wir jetzt das Ganze über eine Maske zurückmalen wollen mit den Konturen hier, weil die ja verschwommen sind. Und dann suchen wir mal weiter, was es noch so für Filter gibt. Es gibt zum Beispiel einen Rauschfilter Der ist wesentlich besser. Ihr seht jetzt schon, der Boden sieht sauberer aus. Die Schatten sind noch zu sehen. Vielleicht können wir hier sogar noch ein bisschen runtergehen. Und die Konturen sind definitiv schärfer. Also der könnte schonmal besser funktionieren. Und dann gibt es noch die Möglichkeit, dass man diese Datei im Raw Converter öffnet. Entweder ihr speichert euch das separat als JPEG ab, macht darauf die Korrektur und fügt dann das korrigierte JPEG wieder hier in diese Datei ein. Oder ihr arbeitet mit der aktuellsten Photoshop-Version. Hier kann man in den Camera Raw-Filter gehen. Es gibt auch noch ein Skript, das man sich dazuladen kann, wenn man eine ältere Photoshop-Version hat. Dieses Skript heißt Edit Layer in Raw und findet man auf der Website von www.russellbrown.com. So, wenn ich jetzt in den Camera Raw-Filter gehe, da habe ich auch einige Funktionen wie zum Beispiel die Rauschreduzierung, mit der ich ebenfalls das Bild hier sehr glatt machen kann. Und wenn man jetzt mal die Konturen anschaut, dann sehen wir, das sieht fast noch besser aus als der Helligkeit-interpolieren-Filter. Und daher werden wir uns wahrscheinlich für diese Variante entscheiden. Es kommt natürlich immer drauf an, mit welcher Photoshop-Version ihr arbeitet. Ich arbeite stets mit der aktuellsten und zeige euch daher auch meine aktuellste Technik. Und das ist die Technik mit Camera Raw. Und wie das in der Praxis aussieht, das zeige ich euch jetzt. Dann würde ich sagen, legen wir jetzt los. Entscheidet euch gern auch für den Filter wenn ihr jetzt zum Beispiel keinen Camera Raw-Filter habt. Es geht hier eher um die praktische Anwendung und weniger um die Technik. Ich werde jetzt hier diese Ebene duplizieren, werde mir daraus erstmal ein Smartobjekt machen über Filter Und wende dann den Camera Raw-Filter an. Der funktioniert nämlich auch in Kombination mit einem Smartobjekt. Und jetzt zoome ich mal hier etwas näher in den Bereich, und werde jetzt einfach mal mit der Rauschreduzierung beginnen. Denn das, was wir hier sehen, das sind jetzt quasi Störungen. Es ist vielleicht kein Rauschen, aber ist ähnlich. Deswegen werde ich jetzt mal die Luminanz komplett erhöhen. Und die Luminanzdetails; jetzt kommt es natürlich auf Boden an. Wie schmutzig ist dieser? Manchmal reicht es aus, wenn ihr noch ein paar Luminanzdetails, also ein paar Helligkeitsinformationen im Bild lasst. In diesem Fall haben wir dann doch schon einen sehr schmutzigen Boden, also bringen wir die Luminanzdetails hier nach links. Wenn der Boden jetzt immer noch nicht ganz sauber sein sollte. Also ich habe hier immer noch ein paar Flecken. Wobei ich die ehrlich gesagt dann später vielleicht mit der Retusche in Photoshop erledigen würde. Dann kann man sich diesen Filter gern auch später nochmal anwenden, das heißt einfach noch ein zweites Mal. Für mich ist das jetzt aber völlig ausreichend. Der Hintergrund sieht wirklich schön clean aus. Sogar der Sensorfleck hier, den wir an der Seite hatten; hier haben wir einen Fleck und hier, ich weiß nicht, ob man das im Screencapture sehen kann. Sogar diese sind komplett verschwunden. Also wir haben einen wunderbar schönen Hintergrund, keine Tonwertabrisse, zumindest jetzt im originalen Screencapture. Hier unten ist es noch ein bisschen fleckig. Da werden wir vielleicht später was mit Aufhellen/Abdunkeln machen. Wobei, da ist ja auch ein bisschen Schatten im Spiel. Das Wichtigste ist gemacht. Und alles, was ich jetzt tue: Ich werde mir jetzt entweder auf dieser Ebene eine Maske erstellen und quasi den Effekt zurückmalen, oder ich kann jetzt einfach nur auf diese Maske gehen von diesem Camera Raw-Filter. Das funktioniert aus dem Grunde, weil die Ebene vorher in ein Smartobjekt umgewandelt wurde. Und dann kann ich einfach auf der Maske malen und genau da festlegen, hier soll dieser Filter nicht zum Tragen kommen. Das heißt, ich nehme eine schwarze Vordergrundfarbe, schaue, dass die Pinselhärte so bei 20 Prozent liegt, also nicht ganz so weich. Und fange jetzt an, quasi hier über die Kontur zu malen. Später kann ich den kompletten Effekt vielleicht sogar noch ein bisschen in der Deckkraft reduzieren. Vielleicht ist der gar nicht mit 100 Prozent nötig. Aber man sieht, das sieht schon ganz gut aus. Wir haben auch keine Spuren an den Rändern und können jetzt problemlos hier über das Bild malen. Vielleicht hätten wir die Dame auch mit dem Schnellauswahl-Werkzeug freistellen können, vielleicht wäre das ein klein wenig schneller gegangen. Und das ist der große Vorteil: Hättet ihr jetzt; ich gehe mal hier gröber ran. Und ihr seht schon, das funktioniert ganz gut. Jetzt haben wir, wenn man etwas näher ranzoomt, hier noch so einen leichten Übergang. Ob man das später sieht, ist fraglich. Hätten wir den Gaußschen Weichzeichner genommen für diese Technik, dann wäre das nicht so einfach möglich gewesen. Denn die Ränder sind ja dann verschwommen. Und dann hätte man quasi solche unsauberen, verschwommenen Ränder gehabt und das wollen wir ja nicht. So, und dann male ich jetzt mal hier übers Kleid. Ja, und so ist eine Sache vielleicht von 5 Minuten. Und dann hat man den Hintergrund schön bereinigt. Wenn der Hintergrund nur an gewissen Stellen schmutzig ist, dann hättet ihr euch die Maske auch einfach nur umkehren können und hättet einfach nur den Hintergrund an der Stelle, wo es notwendig gewesen wäre. Ich würde empfehlen, dass ihr ihn komplett bereinigt den Hintergrund. Und dann vielleicht lieber auf dem Boden oder an der Wand, lieber da ein bisschen zurücknehmen. Aber wenn ihr da so "hier mal was weg, da ein bisschen mehr", dann wird es auch wieder fleckig am Ende und sieht nicht gut aus. Ja, jetzt schauen wir uns mal den Vorher/nachher-Vergleich an. Und ich muss sagen, das sieht wirklich gut aus. Es ging verdammt schnell. Man hat auch nicht immer einen Boden im Spiel. Der Boden ist ja meistens besonders schmutzig. Manchmal ist es auch nur der Hintergrund. Und hier sehen wir auch, dass diese Technik wunderbar funktioniert und den Hintergrund bereinigt. Probiert es einfach mal aus. Das ist die Technik, die ich seit Neustem nutze. Und wenn ihr eben den Camera Raw-Filter nicht nutzen könnt, aus welchen Gründen auch immer, dann nehmt auf jeden Fall den Filter Helligkeit interpolieren. Kleiner Nachbrenner noch: Wenn ihr jetzt mal die Maske anschaut, dann werdet ihr sehen, dass ich manche Bereiche hier vergessen habe. Um das zu kontrollieren, haltet ihr einfach Shift+Alt gedrückt und klickt auf diese Maske. Weil dann könnt ihr wunderbar sehen, wo ihr noch malen müsst. Und so stellt ihr sicher, dass ihr innen drin, im inneren Bereich definitiv nichts vergessen habt. Und da haben wir sogar ein bisschen drüber hinaus gemalt. Da könnte ich jetzt die Vorder- und Hintergrundfarbe umkehren und das Ganze noch etwas korrigieren. Also mit Shift+Alt, Klick auf die Maske könnt ihr das Ganze jederzeit korrigieren. Wenn ihr fertig seid, klickt ihr wieder auf das normale Bild, und dann seht ihr den Vorher/nachher-Vergleich. Ja, und so viel zur Technik Hintergrund bereinigen.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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