Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Hintergründe einbauen

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Mit einer kleinen Fotomontage werten Sie viele alte Fotos auf. Der Trainer zeigt Ihnen, wie Sie gekonnt einen neuen Hintergrund in ein altes Foto integrieren.
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Transkript

Mit einer kleinen Fotomontage werten Sie viele alte Fotos auf; ich zeige Ihnen, wie Sie einen neuen Hintergrund in ein altes Foto integrieren. Das ist das Soldaten-Foto, das hier wohl vor einer weißen oder grauen Wand damals aufgenommen wurde. Ich habe hier mal den Landschaftshintergrund dieser Postkarte ausgesucht. Wie das Ganze hier letztendlich aussieht, das habe ich Ihnen schon einmal vorbereitet. Das Ganze ist also auch entsättigt, und der neue Hintergrund dieses Ortes ist hier eingebaut. Wie bekommen wir also jetzt zunächst diese Ebene hier rüber, damit wir die hier herüberkopieren können? Sie können das natürlich über "copy & paste", wie Sie das vielleicht aus Office-Anwendungen kennen, machen. In Photoshop können Sie sich hier diese ganzen Fenster aber auch anordnen, zum Beispiel hier alle nebeneinander, alle übereinander. Ich nehme jetzt hier mal zwei nebeneinander. Ich habe ja nur diese zwei Dateien. Alles, was Sie dann tun müssen, ist diese Ebene zu aktivieren und das Verschieben-Werkzeug, das ist die Taste "V" hier oder der Pfeil hier oben, und dann können Sie hier diese Ebene einfach herüberziehen. Wenn Sie dann loslassen, dann sehen Sie schon, die taucht jetzt hier oben in dem Ebenenstapel auf und kann hier munter verschoben werden. Die Hintergrundebene, bzw. diese Hintergrunddatei, diese Landschaft, die brauchen Sie jetzt nicht mehr, das haben Sie hier alles jetzt schon mit inkludiert. Nichtsdestotrotz müssen wir diese Ebene hier leider auch schon wieder ausblenden, denn wir müssen die Person erstmal freistellen. Die Landschaft, die soll ja hinter dem Mann hier auftauchen, also brauchen wir erstmal ein Werkzeug zur Freistellung. Ich nutze hier immer ganz gerne das Schnellauswahl-Werkzeug und verfeinere das dann noch mit einer Lasso-Technik, die ich Ihnen gleich zeige. Also, ich ziehe hier einfach mal drüber. Aber ich sehe gerade, ich bin hier auf der verkehrten Ebene. Hier macht Photoshop natürlich gerade was es will. Ich muss schon diese Ebene hier anwählen. Dann erkennt es mir diese Form eigentlich ganz gut. Wenn hier doch mal etwas passiert, dass mal hier aus den Ecken herauskommt, oder hier oben es nicht so richtig hingehört, weil der Kontrast hier einfach vom Kopf zum Hintergrund zu gering ist, dann können Sie hier oben einfach umschalten auf das Minus-Symbol, das heißt, von dieser Auswahl hier wieder abziehen. Oder sie drücken einfach die ALT-Taste. Wenn Sie nach oben schauen, dann springt das Werkzeug hier auch auf die Minus-Funktion um. Dann kann ich hier einmal drum herum ziehen, dann sollte sich das im Idealfall eigentlich so anlegen. Das hat jetzt nicht überall ideal funktioniert, vor allem hier oben nicht, wo der Kontrast einfach nicht mehr stark genug war. Da muss ich jetzt noch manuell nachbessern. Ich nehme mir hierzu ganz gerne das Lasso-Werkzeug, mit einer weichen Kannte und ziehe hier dann einfach mal ganz gemütlich und vorsichtig hier herum. Und wenn ich loslasse, schließt Photoshop diese Auswahl dann wieder. So kann ich mich hier eigentlich Stück für Stück ganz gut hier drum herum arbeiten; braucht ein bisschen Zeit und Fingerspitzengefühl, aber das funktioniert eigentlich immer ganz hervorragend. Hier kann man das Ohr leider nur noch erahnen. Der Vorteil ist, man wird es dann vielleicht auch nicht merken, wenn ich die Form nicht zu 100 Prozent getroffen habe. Und hier am Hals hat es auch nicht mehr funktioniert, hier muss ich wieder die Alt-Taste gedrückt halten, um hier die Kontur herauszunehmen. Ich denke, das passt ganz gut. Hier bei der Schulterklappe hat Photoshop das nicht mehr erkannt, da unten interessiert mich das Ganze schon gar nicht mehr, weil mir geht es ja nur um den Bereich des Kopfes; da muss ich hin, da muss ich also was tun. Hier oben musste ich noch ein Stückchen rausnehmen; am Ohr sieht es ganz gut aus, hier auch; da wurde die Spitze hier vergessen, und hier kann ich vielleicht auch noch ein klein wenig von diesem Schatten mitnehmen, damit das später nicht so unrealistisch wird. Das war es im Prinzip schon mit dieser Auswahl. Und das Ganze kann ich mir jetzt über Steuerung+J bzw. Apfel-J auf eine leere Ebene geben. Und ich finde die Freistellung, die sieht hier schon mal ganz professionell aus. Diese hintere Kopie-Ebene, die brauche ich eigentlich gar nicht, ich arbeite hier sowieso schon mit diesem ausgeschnittenen Teil auf der anderen Ebene. Jetzt kann ich mir hier meine neue Hintergrund-Ebene einblenden, ich lege die einfach mal gleich hier darunter, wo sie auch hingehört und werde die jetzt mal über das Verschieben-Werkzeug so positionieren, wie ich denke, dass das Ganze gut aussieht. Jetzt habe ich hier aber ein Problem: Ich kriege hier oben einen weißen Rand, aber habe hier unten noch die Lücke zu füllen, die ja ungefähr bis hier reicht. Also habe ich keine andere Möglichkeit das Ganze hier über "Frei transformieren" etwas zu skalieren. "Frei transformieren" wäre auch der Shortcut Command-T beziehungsweise Apfel-T. Damit können Sie jetzt hier das Foto vergrößern, so groß wie Sie es eben gerade hierfür brauchen. Ich denke mal, so in etwa wirkt das ganz gut, vielleicht noch etwas mehr nach links, damit man das Haus hier vorne ganz sieht, so gefällt mir das. Dann bestätige ich das Ganze mit OK und schau mir jetzt erstmal die Qualität meines Freistellers nochmal an. Ich sehe ja, ich hab hier oben schon noch seltsame Ränder am Hut und da gehe ich hier einfach nochmal mit meinem Lasso hier rüber und schneide hier nochmal an den Rändern etwas weg. Ich markiere es einfach nur ganz leicht mit dem Lasso, die ist die weiche Kante von fünf Pixeln, und drücke dann einfach die Löschen-Taste. Die Auswahl hebe ich mit "Command-T" bzw. "Apfel-T" wieder auf. Und dann sieht das Ganze hier schon wieder sehr viel sauberer aus. Also so werde ich diesen unschönen Saum hier los. Da ist noch ein kleines Stückchen. Da kann ich mich jetzt schließlich rundherum arbeiten, um mein Model hier-- da sieht es auch noch etwas zu scharfkantig aus. Da gehe ich auch nochmal etwas rein hier und nehme auch diese Kannte noch weg. Dann sieht es schon viel, homogener aus. So, denke ich, kann man es stehenlassen. Jetzt habe ich nur noch das Problem, mein Vordergrund ist unschärfer als der Hintergrund. Da ich den Vordergrund - das Model hier, den Soldaten - aber nicht sehr viel schärfer zeichnen kann, ohne dass das hier zu sehr nach Fotomontage aussieht, gehe ich hier einfach auf den Hintergrund und wandle den erstmal um in ein Smartobjekt. Wenn ich eine Ebene in ein Smartobjekt umwandle, dann kann ich jederzeit nachträglich auf die ganzen Einstellungen, die ich hier vorgenommen habe, wieder zurückgreifen. Ich ziehe jetzt einfach hier mal den Radius des Gaußschen Weichzeichners sehr hoch -jedenfalls für das Foto sehr hoch hier, und man kann zwar erkennen, dahinter liegt wohl irgendetwas, aber es sieht zu sehr nach Fotomontage aus. Also dieses Schärfe- und Unschärfe-Verhältnis, dieser beiden Ebenen, das passt noch lange nicht zusammen. Das ist jetzt eben der Vorteil, wenn ich hier mit einem Smartobjekt nicht destruktiv arbeite. Ich kann jederzeit durch einen Doppelklick auf das Smartobjekt hier in den Weichzeichner zurück bin, und schaue mir das ganze jetzt einfach mal bei 7 Pixeln an. Wirkt schon besser, aber ich denke, ich muss noch viel weiter zurück. Ich muss hier auf den Gaußschen Weichzeichners, und dann kann ich mir hier das so einstellen, dass das relativ realistisch aussieht. Da die Dateien hier sehr klein sind, brauche ich da wahrscheinlich nicht wirklich viel. Ich denke mal, so um die 2, 3, 4 Pixel. Sehr viel mehr, 3,6, wird es hier nicht brauchen. Und dann sieht es eigentlich ganz gut aus, finde ich. Jetzt habe ich noch das Problem, dass ich hier eine unterschiedliche Tonalität vorliegen habe. Die Tonwerte und das Kontrastverhältnis, wenn ich mir das hinten hier bei dem Haus anschaue, das ist schon fast schwarz, und hier vorne ist aber alles ausgegraut. Das passt auch noch nicht zusammen. Da mache ich mir jetzt einen Trick der Ebenen-Modi zunutze. Ich schaue einfach mal ob hier nicht zufälligerweise irgendetwas passen würde, wo ich das Ganze hier praktisch wie auf Pergament durchdrücken kann. Wenn ich das Ganze in den Modus "Ineinander gruppieren" stelle, wird das hier  sehr farbstichig, also das sieht nicht gut aus. Wenn ich das Ganze in den Modus "Weißes Licht" setze, dann habe ich zwar hier ein fahles Ergebnis, aber es ist auch nicht wirklich das Wahre. Setze ich das Ganze auf "Negativ multiplizieren", wird es viel zu hell. Einmal Modus "Multiplizieren": Da denke ich mir so zum ersten Mal: "Hoppla, das könnte funktionieren, wenn ich hier vielleicht die Deckkraft noch etwas runterregle, da komme ich so auf ein Verhältnis, das sieht schon mal ganz gut aus." Jetzt habe ich zwar noch unterschiedliche Farben hier, aber auch die kann ich später noch beseitigen. Also im Modus multiplizieren - bei verringerter Deckkraft - da sieht das Ganze gar nicht mal so schlecht aus. Ich gehe vielleicht mal so auf 60 Prozent und jetzt bekommt das auch so dieses ausgeblichene Flair da hinten. Und so, denke ich, kann man das ganz gut stehen lassen. Was mich jetzt hier aber noch stört ist, dass sich das Ganze ja auch auf den Rand hier auswirkt. Normalerweise sollte der so "clean" sein, wie hier unten. Also lege ich mir jetzt am besten einfach eine Ebenenmaske an, und auf dieser Ebenenmaske, da werde ich mir jetzt hier mit dem richtigen Auswahl-Werkzeug diesen Rahmen hier so aufziehen, so breit, wie er nun mal hier ist, und dann fülle ich das Ganze hier über "Bearbeiten - Fläche füllen" oder den Shortcut Umschalttaste+F5, mit schwarzer Farbe. Dann tandelt mich hier dieser Rahmen, aus der Maske praktisch herausgelöscht. Das mache ich jetzt einmal so um das Foto herum, und dann kommt quasi mein alter Rahmen hier wieder zum Vorschein. Umschalttaste+F5, mit schwarz füllen, 100 Prozent, wunderbar. Jetzt muss ich das nur noch einmal hier oben machen, und dann habe ich hier meinen schwarzen Rahmen hier praktisch in der Maske. Die können Sie sich hier auch bei gedrückter ALT-Taste jederzeit anzeigen lassen. Das ist das, was wir jetzt praktisch in die Maske eingefüllt haben. Und damit haben wir den alten Rahmen hier wieder sichtbar gemacht. Natürlich können Sie auch jederzeit jetzt noch durch eine Einstellungsebene, zum Beispiel Tonwerkorrektur, hier die Qualität hier hinten und die Helligkeit ändern. Das bietet sich hier auf jeden Fall noch an. Das funktioniert auch genauso schön mit einer Gradationskurve oder mit einer Belichtungskorrektur. Da haben Sie jetzt immer noch sehr, sehr viele Anpassungsmöglichkeiten. Aber nach wie vor können Sie jederzeit immer wieder in den Gaußschen Weichzeichner zurück und können hier im Hintergrund noch Änderungen vornehmen. Das ist das Schöne an einer nicht-destruktiven Arbeitsweise. Ganz zum Schluss, um auch wirklich diese Farbunterschiede hier ausschließen zu können, würde ich Ihnen noch empfehlen, stellen Sie eine Schwarz-Weiß-Einstellungsebene - da müssen Sie eigentlich gar nichts Großartiges mehr dran drehen - alles wirkt an sich schon stimmig. Und wenn Sie es noch ein bisschen wieder im alten Flair haben möchten, nehmen Sie hier am besten die Einstellungsebene in den Korrekturen mit dem Namen "Fotofilter". Da gibt es einen schönen Sepia-Ton, und den können Sie jetzt hier prozentuell über das alte Foto legen -  50 / 60 Prozent in etwa - das sieht eigentlich ganz gut aus. Dann schauen wir uns mal das Vorher/Nachher an. So sah das Bild vorher aus, so sieht es nachher aus. Ich finde es um einiges spannender. Ich denke, wir haben das Bild auf jeden Fall aufgewertet, und Sie sehen, das alles ist keine große Hexerei. Sie müssen letztendlich zuerst die beiden Bilder irgendwie ineinander bringen. Entweder Sie schalten hier oben bei den Fenstern die Ansicht auf "Nebeneinander" oder "Untereinander", oder Sie kopieren das einfach über "copy & paste" und fügen das anschließend wieder ein. Wichtig ist nur, dass Sie die richtige Reihenfolge hier im Ebenenstapel beachten. Also zuerst brauchen Sie die alte Datei, beziehungsweise die Originaldatei, wo Sie den Hintergrund einfügen möchten. Dann als nächstes brauchen Sie die neue Hintergrunddatei, den eingefügten Hintergrund, und darüber sollte dann Ihr Freisteller liegen. Dazwischen haben Sie jederzeit die Möglichkeit über Tonwertkorrekturen, Farbbalance, Schwarz-Weiß-Einstellungsebenen-- Alles, was das komplette Korrekturenpanel hier oben bietet, das können Sie hier jetzt nutzen. Achten Sie beim Freisteller immer darauf, dass Sie eher unschöne Säume und Ränder vermeiden. Die können Sie jederzeit entweder durch eine Maske kaschieren oder aber auch, indem Sie die Ränder einfach leicht mit dem Lasso markieren und dann aus dem Bild quasi rauslöschen. Und zum Schluss - wenn Sie das Ganze hier noch etwas verfeinern möchten und wieder zu diesem alten Charakter zurückkommen - dann erstellen Sie eine Einstellungsebene vom Typ "Fotofilter" in der Option "Sepia" und darunter sollte in der Regel nochmal eine Schwarz-Weiß-Ebene liegen, damit Sie auch wirklich auf einer homogenen Basis arbeiten.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

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5 Std. 3 min (47 Videos)
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