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Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Himmel optimieren

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Ein Himmel, der wirklich gut aussieht ist meistens nicht ganz leicht "herzustellen". Wie Sie zum gewünschten Ergebnis kommen, verrät dieser Film.

Transkript

In diesem Video befassen wir uns neben der natürlichen Darstellung von Hauttönen und dem Kreieren von Stimmungen und Gefühlen mit einer ganz anderen Aufgabe, die in der Farbkorrektur auch sehr häufig vorkommt: Der Himmel. Das größte Problem am Himmel ist, dass er zum einen oft eine sehr große Fläche im Bild einnimmt und zum anderen, dass er auch ständig seine Farbe und sein Aussehen über den Tag hinweg und sogar innerhalb derselben Einstellung verändern kann. Es gibt hier also einiges zu beachten. Ich habe hier drei Einstellungen mit viel Himmel, Strand und Wasser und wie Sie sehen können, hat diese Einstellung sehr wenig Kontrast oder auch einen sehr flachen Kontrast und der Himmel brennt an einigen Stellen sogar schon aus. Es wäre also gut, wenn wir den Kontrast erhöhen und auch etwas mehr Sättigung in das Bild bringen und obwohl der Himmel an diesem Tag nicht sonderlich blau war, können wir trotzdem ein wenig herumspielen und schauen, was wir daraus machen können. Wir starten also wie üblich mit den Schwarz und Weiß-Werten und versuchen ein ausgewogenes Kontrastverhältnis zu erreichen. Dann schauen wir in der RGB-Parade nach, ob wir einen Farbstich haben oder nicht. Ich glaube, das passt schon relativ gut. Vielleicht geben wir noch etwas Blau in den Schatten und den Lichtern hinzu. Dazu gehe ich mal schnell in meine Farbräder und gebe in den Lichtern ein bisschen blau hinzu, so... und auch in den Schatten, nicht viel, ein bisschen nur, so. Dann schauen wir auf dem Vectorscope nach, wie es mit den Farben aussieht. Ja, ein wenig mehr Sättigung könnte nicht schaden, weil wir auf den Himmel schauen zeigt das Vectorscope deutlich in diese Richtung der Hautton-Linie, das ist auch richtig so, von dem her setzen wir die Sättigung mal nach oben, gehen wir mal ein bisschen mehr rein, bzw. nicht hier, sondern hier, über das ganze Bild und hier nochmal die Mittelton-Sättigung etwas anziehen. Der Dynamikregler entspricht mehr oder weniger der Mittelton-Sättigung und im Gegensatz zur normalen Sättigung hier, die auf alle Helligkeitswerte angewendet wird, greift der Dynamikregler nur auf den mittleren Helligkeitsbereich. Da steckt ein ausgeklügelter Algorithmus dahinter und wer zum Beispiel Lightroom oder Photoshop kennt, der kennt sicher diese beiden Regler hier: Klarheit und Dynamik. Der Klarheit-Regler erhöht den Kontrast in den mittleren Helligkeitsbereichen, das kann man hier oben schön sehen, an dem Histogramm und der Dynamik-Regler regelt im gleichen Bereich die Sättigung, das bedeutet, dass die dunklen und die hellen Bereiche, also die Schatten und die Lichter, nicht so stark von diesen Reglern beeinflusst werden wie die Mitteltöne, im Gegensatz zu der Sättigung, die sowohl auf die dunklen, die hellen und auch die Mitteltöne wirkt. In Premiere hingegen heißt der Klarheit-Regler leider etwas anders und zwar Scharfzeichner, diesen hier, aber im Prinzip macht der Scharfzeichner genau das gleiche wie der Klarheit-Regler in Photoshop und Lightroom. Dynamik, wie gesagt, ist dasselbe. Beide Regler ermöglichen es sehr schnell und einfach den Gesamteindruck des Bildes maßgeblich zu verbessern. Jetzt kann ich noch in die "Farbtonsättigung Kurve" gehen, zum Beispiel könnte ich jetzt hier Blau auswählen und einfach mal den Himmel deutlich blauer ziehen, wobei ich merke, dass er hier gar nicht richtig reagiert, ja, es wird schon besser, wo ist er denn, machen wir es mal so. Wo ist er denn, wo ist denn, da kommt er langsam mit rein. Das heißt also, in diesem Bereich gar nicht so stark. Gut, diesen Bereich müssen wir verstärken und dann sehen wir, dass das durchaus funktioniert. Also entweder so, auf diese Art oder wir machen das Gleiche über eine sekundäre Farbkorrektur, indem wir den Himmel selektieren, und mal schauen, wie weit wir da kommen. Wir bauen also eine Maske, die diesen Bereich umfasst. Ein bisschen weicher Übergang, so. Ein bisschen weichzeichnen, ok. Und jetzt haben wir die Möglichkeit, das Ganze nochmal etwas anzupassen, was durchaus auch seinen Reiz haben kann. Entweder Global, Helligkeit und im Farbton oder getrennt in den Mitteltönen, den Glanzlichtern und den dunklen Bereichen. Auch hier ist es wieder wichtig, nicht zu stark zu übertreiben. Man kann das oft im Fernsehen beobachten, dass da ein bisschen zu viel verbessert wurde und das sieht dann relativ schnell sehr künstlich aus. Also bitte da vorsichtig arbeiten. Gucken wir uns mal das Vorher/Nachher Bild an. Einmal komplett, einmal ohne sekundäre Farbkorrektur, und hier mit der sekundären Farbkorrektur. perfekt, gehen wir zur nächsten Einstellung. Hier gehen wir grundsätzlich genauso vor wie in der ersten, das bedeutet, wir schauen auf unsere Y-Waveform, machen entweder über die Gradationskurven unsere Anpassungen oder wir machen das über die einfache Korrektur. Dann schauen wir in der RGB-Parade nach, wie es mit dem Farbstich ausschaut. Dann schauen wir in Vectorscope nach, wie es mit der Farbe aussieht. Dann werden wir auf jeden Fall schon mal die Sättigung erhöhen und hier die Sättigung in den Mitten. So, das ist schon gar nicht so schlecht. Jetzt kann ich das Ganze noch mit einer Maske kombinieren, das heißt, ich lege einen weiteren Effekt auf den Clip, dann ziehe ich mir eine Maske auf und zwar hier vorne über den Strand, das Ganze schön mit einer weichen Kante. Jetzt kann ich hergehen und kann zum Beispiel die Dynamik nochmals anziehen und damit habe ich jetzt einen extra Bereich, den ich isoliert voneinander bearbeiten kann. Also Sie sehen, das ist eine ganz tolle Technik und wenn ich das jetzt mit Vorher/Nachher vergleiche, schauen wir mal, ja, da kann man doch noch einiges rausholen. Diese Masken kann man auch animieren, also wenn ich möchte, könnte ich z. B. auch einfach Keyframes setzen von hier und hier und diese Maske dann entsprechend von a nach b schieben und dann haben wir sozusagen eine Farbkorrektur, die sich mitbewegt, simpel gesagt. Wie Sie sehen, ermöglicht die Kombination von den Masken und einer sekundären Farbkorrektur auch einzelne Bereiche zu isolieren und bietet damit nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, wenn es darum geht, den Himmel in den Bildern zu verbessern. Eine dritte und auch sehr spannende Methode ist der Einsatz von Ebenen-Misch-Modi, die Sie vielleicht bereits aus der Fotografie kennen, wenn nicht, dann kann ich nur empfehlen sich mit ihnen intensiver zu befassen, denn sie bieten eine tolle Möglichkeit, extrem spannende und einzigartige Looks zu erzeugen. Das Schöne hier ist, dass ich damit alle Looks, die ich zum Beispiel in Photoshop auf einem Standbild erzeugen kann, nun auch auf Videos und Bewegtbild anwenden kann und das funktioniert folgendermaßen: Ich brauche eine zweite Ebene, das heißt, ich kopiere mir diesen Clip mit der gedrückten ALT-Taste übereinander und dann gehe ich hier in die Deckkraft und in der Deckkraft habe ich hier den "Überblenden"-Modus. Das sind die Ebenen-Misch-Modi aus der Fotografie und was ich jetzt tun kann, ist z. B. das Ganze mal multiplizieren und Sie sehen, dass der Himmel alleine unglaublich kontrastreich und schön aussieht. Damit werden die beiden Ebenen miteinander verrechnet, damit ich jetzt hier vorne nicht so dunkel werde, muss ich natürlich diesen Effekt schön mit einer Maske anpassen. Wenn ich jetzt die Maske von oben reinfahre, sehen Sie, das sieht ziemlich interessant aus und vor allem, es geht auch ziemlich schnell. Es gibt hier unterschiedliche Modi, die je nachdem stärker oder weniger stark reagieren. Hier ist vielleicht etwas zuviel Sättigung drin, kann ich dann wieder mit der Sättigung dagegen arbeiten oder sogar dafür und nun sieht es fast schon aus wie eine HDR-Aufnahme, obwohl ich eigentlich nur ein normales Bild zweimal ineinandergerechnet habe. So, das waren jetzt ein paar gute Beispiele, wie Sie den Himmel in den Einstellungen korrigieren und verbessern können und ich kann Sie nur ermutigen, sekundäre Farbkorrekturen, Masken und Ebenen-Misch-Modi miteinander zu kombinieren, um damit einzigartige Stimmungen und Looks zu kreieren.

Grundlagen der Video-Farbkorrektur

Sehen Sie, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Farbe im Film korrigieren oder stimmungsvolle Looks gestalten.

2 Std. 21 min (18 Videos)
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