Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

High Key

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High-Key-Bilder haben ihren eigenen, leicht entfremdeten Charme. Dieser Film zeigt, wie Sie im Bild leichte, gleißende Helligkeit erzeugen – ohne Gefahr zu laufen, kritische Überbelichtungen zu schaffen.
05:40

Transkript

Ein High-key-Bild ist ein Bild, in dem die Lichter überwiegen und so hell sind, dass sie an die Grenzen der Überbelichtung gehen. Natürlich sollte man dann darauf achten, dass man diese Grenzen nicht überschreitet. Und ich möchte Ihnen hier zeigen, wie Sie genau das im Blick behalten können. Ich starte bei dem Bild mal mit den Grundeinstellungen und wie bei jedem normalen Bild konzentriere ich mich hier ganz besonders auf die Lichter und Tiefen, also auf das Schwarz und Weiß, denn bevor ich die gesamten Mitteltöne deutlich heller machen werde, sorge ich dafür, dass die äußersten Töne, also das ganz Dunkle und das ganz Helle, fixiert ist. Ich versuche, das Schwarz und das Weiß zu erzeugen. Sie haben ja im Histogramm diese kleinen Dreiecke, die Ihnen zeigen, wann ein absolutes Schwarz oder ein absolutes Weiß erreicht ist. Mit Alt-Taste können Sie das einfacher im Bild nachvollziehen und Sie sehen jetzt, dass ich hier in dieser Jacke links unten das erste Mal schwarze Pixel erzeugt habe, also ein absolutes Schwarz. Dem Weiß geht es genauso. Ich gehe mal nach oben und hier habe ich jetzt meine ersten Pixelchen, die rein weiß werden. Das ist der Reflex auf der Nase hier, da sehe ich direkt ein Licht und das ist auch in Ordnung, dass das dann weiß ist. So, damit habe ich im Prinzip nur Weiß und Schwarz fixiert und jetzt gehe ich gleich in die Mitteltöne. Diesmal aber nicht über die Tonwertregler, sondern gleich in die Gradationskurve, denn in der Gradationskurve kann ich einen größeren Bereich der Tonwerte auf einmal bearbeiten. Ich greife in der Gradationskurve in die Punktkurve ein. Sie sehen hier unten das Histogramm und da zeigen sich hier auch schon die meisten Tonwerte in der oberen Hälfte der Tonwerte. Damit ich aber noch mal genau sehe, wo ich anfasse, bewege ich mich mit dem Mauszeiger und diesem kleinen Werkzeug, das zu den Gradationskurven gehört, halt direkt über die nicht nur hellen, sondern auch mittleren Hauttöne, denn die sollen wirklich nach oben gearbeitet werden. Ich klicke und ziehe mit gedrückter Maustaste nach oben. Sie sehen dadurch meinen Mauszeiger leider nicht, aber Sie glauben mir sicherlich und sehen das Ergebnis. Ich ziehe die Mitteltöne extrem nach oben, und zwar so stark, dass es fast so aussieht, als wenn der ganz helle, weiße Bereich ausfrisst. Das tut er aber nicht, solange sich hier noch eine Kurve ergibt. Wenn ich das übertreibe und sich die Gradationskurve hier oben so ein bisschen die Nase stößt oder den Kopf stößt, dann ist es so, dass auch andere Töne zum Weiß geworden sind. Das sehen Sie auch hier im Histogramm, dass da ganz viele Töne jetzt ins reine Weiß resultieren. So macht man ein High-key-Bild auf jeden Fall nicht, weil das vielleicht auf dem Bildschirm noch ganz lustig aussieht, aber niemals vernünftig wiedergegeben oder gedruckt werden kann. Ein High-key-Bild versucht immer mit möglichst viel hellen Tönen auch in den Spitzlichtern oben noch eine Modulation zu behalten und nur die vorher ausgearbeiteten reinen Weißtöne beizubehalten. Diese Kurve kann ich noch ein wenig steiler machen, wenn ich mal ganz unten in den Tiefen ansetze. Das mache ich jetzt unabhängig vom Bild und hier ein Punkt ganz vorsichtig nach unten ziehe. Was ich hiermit erreichen möchte, ist, dass die Tiefen so ein bisschen Gegengewicht gegen die ganz hellen Bereiche erzeugen, und dann kann ich die Kurve nämlich noch weiter hochziehen und noch heller werden. Achtung: Nicht den Kopf stoßen da oben. Sie sehen schon, das ist eine ziemliche Gratwanderung, aber trotzdem hier die Tiefen noch beibehalten. Schauen wir uns das mal an, ich glaube, das ist eindeutig, was diese Kurve mit diesem Bild macht. Die Mitteltöne gehen richtig in die strahlende, weiße, gleißende Richtung und ich kann das noch unterstützen, indem ich die Klarheit noch ein bisschen hochziehe und jetzt etwas ganz Besonderes mache oder etwas, was vielleicht nicht ganz naheliegend ist: Ich gehe in den Effekte-Bereich. Dort befindet sich in Lightroom CC der Dunst entfernen-Regler. Mit dem Dunst entfernen-Regler kann ich mehr Kontrast erzeugen, also mehr Schwarz, aber auch, wenn ich in die andere Richtung gehe, kann ich dunstiger werden und mehr Weißtöne erzeugen. Das wird dadurch natürlich auch ein bisschen matschig, das macht aber soweit nichts. Ich gehe da ganz vorsichtig ran -- das ist der Nullwert -- und ziehe halt nur so ein bisschen da rein, damit in die ganz hellen Töne ein bisschen mehr Weiß, ein bisschen mehr etwas Milchiges hereingearbeitet wird. Und auch das kann ich einfach wieder mit den Grundeinstellungen über den Klarheitsregler wieder ein bisschen auspendeln. Den können Sie auch gerne übertreiben für eine solche Umsetzung. Schauen wir uns das Ergebnis mal an. Mit der Y-Taste komme ich in dei Vergleichsansicht und ich glaube, es ist eindeutig, was wir hier gemacht haben. Wir haben das Ganze wirklich so stark in die helle Richtung gebracht, dass alle weißen Bereiche hier quasi strahlen, kurz vor der Überstrahlung sind. Dass es das aber nicht ist, dafür haben wir gesorgt, indem wir mit dem Weißregler gearbeitet haben und die Gradationskurve nur so weit angehoben haben, dass hier keine weiteren ausgefressenen Lichter entstehen können. Eine zusätzliche Bearbeitung durch den Dunst entfernen-Regler hat diese leichte weißliche, nebelige Überlagerung erzeugt, mit der wir dieses High-key-Bild noch in der Wirkung unterstützen können.

Lightroom Classic CC 2015: Porträt-Workflow

Lernen Sie, wie Sie Lightroom für Ihren Workflow als Porträtfotograf optimal nutzen – von der Organisation über die Retusche bis hin zur Entwicklung von Looks.

2 Std. 17 min (27 Videos)
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Erscheinungsdatum:10.08.2017

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