Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Helligkeitssäume auf Ebenen splitten

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Direkte Kontrolle über die Helligkeitssäume einer Schärfung bietet Ihnen das Aufteilen dieser Säume auf verschiedene Ebenen.
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Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen zum einen einen Grunge-Effekt. Und zum anderen zeige ich Ihnen eine Quick-and-dirty-Methode, Ihre Bilder schnell zu schärfen und dabei die hellen und die dunklen Säume aufeinander abzustimmen. Sie kennen das ja, beim selektiven Scharfzeichner haben Sie die Möglichkeit, die dunklen und die hellen Säume selektiv auszublenden beziehungsweise abzuschwächen. Das ist alles gut und schön. Aber es ist manchmal auch etwas kompliziert. Deshalb zeige ich Ihnen hier einen einfacheren Weg. Und zwar möchte ich diese Datei kräftig schärfen. Dabei möchte ich die Kontrolle über die hellen und die dunklen Säume behalten. Dazu dupliziere ich zuerst die Ebene mit Command+J und wende auf diese Ebene einen Scharfzeichner an. Ich kann dafür den Unscharf-maskieren-Filter verwenden oder den Selektiven Scharfzeichner. Ich nehme hier den Selektiven Scharfzeichner, nehme hier einen hohen Wert, ich nehme einen ganzen Pixel für die Schärfung, und die maximale Stärke. Hier können Sie bereits abstimmen, wie stark diese Säume ausfallen sollen. Wenn ich die Vorschau vergrößere, sehen Sie das deutlich. Wir haben hier einen Saum und wir haben hier einen dunklen Saum. Dann haben wir noch einen hellen. Das ist vorher, das ist nachher. Die Schärfung ist kräftig. Und ich kann hier die hellen Säume ein wenig ausblenden. Aber selbst wenn ich zum Beispiel die Lichter hier auf ein Maximum setze, bleiben hier Reste dieser hellen Säume vorhanden. Und um diese auch zu entfernen, müsste ich hier die Tonbreite für die Tiefen auf 100 Prozent setzen und dann auch diese verblassen. Dann bin ich die Schärfung wieder los. Das will ich aber nicht. Ich möchte ja die Schärfung so haben, dass ich diesen Bereich so behalte und dass ich dafür diese Säume hier etwas schwächer habe. Also werde ich zuerst hier die Verblassen-Option so einstellen, dass diese Kante zumindest ein wenig abgeschwächt ist, und zwar nicht über den gesamten Tonwertbereich, sondern nur in den hellsten Bereichen. Hier sehen Sie auch, dass wir einige Farbverschiebungen haben, aber darum kümmern wir uns später, weil, wie gesagt, das hier soll ja eine Quick-and-dirty-Methode sein. Also, mit diesen extremen Einstellungen klicke ich auf OK. Jetzt muss ich natürlich erstmal diese weißen Säume loswerden. Das geht ganz einfach, indem Sie die Ebene in eine andere Füllmethode versetzen, und zwar Abdunkeln. Jetzt haben Sie so eine Art Grunge-Effekt hier, also eine Art illustrativen Effekt, weil wirklich nur die dunklen Säume zum Tragen kommen. Achten Sie hier auf das Gesicht, auf die bildlinke Gesichtshälfte, oder hier auf das Kleid oder die Haarspitzen. Die erhalten so wie mit Ausziehtusche nachgezogene Linien. Wenn Ihnen das allein so gefällt, können Sie das schon so lassen. Hier fällt auch kaum auf, dass es wirklich unangenehme Säume sind. Das fällt erst auf, wenn ich die Ebene dupliziere mit Command+J und diese in die Füllmethode Aufhellen versetze. Denn dann haben wir sofort die hellen Säume wieder. Das Schöne ist jetzt: Sie können auf dieser Ebene und auf der darunter liegenden Ebene beide Säume getrennt voneinander über die Ebenendeckkraft miteinander vermischen. Ich werde hier zuerst diese Ebenen umbenennen, damit wir wissen, was welche Ebene macht. Also diese hellt auf und die nächste Ebene dunkelt ab. Da oben habe ich mich vertippt. Das darf natürlich nicht so bleiben in diesem Video, also ist das auch noch schnell korrigiert. Damit haben wir die Voraussetzung geschaffen, diese beiden Säume abzustimmen. Ich würde zum Beispiel die aufhellenden Säume nicht ganz rausnehmen, sondern die zum Beispiel auf 30 Prozent setzen. Dazu aktiviere ich das Verschieben-Werkzeug und drücke dann die Taste 3. Und Sie sehen, hier haben wir jetzt 30 Prozent. Und wir haben einen subtilen aufhellenden Effekt. Das sieht ganz gut aus. Die Abdunkeln-Ebene würde ich fast bei 100 Prozent lassen. Da würde ich vielleicht auf 80 bis 90 Prozent gehen. Nehmen wir mal 85. Also markiere ich diese Ebene und drücke 8, 5. Ich habe dann hier meine 85 Prozent Deckkraft und habe hier meine Schärfung. Vergleichen wir mal, das ist vorher und das ist nachher. Ich finde, das ist deutlich prägnanter. Jetzt könnte man hier natürlich noch den ganzen Hintergrund maskieren, der nicht mitgeschärft werden soll, vielleicht auch die Gräser und so weiter, also eine selektive Schärfung durchführen. Das spare ich mir, denn Sie wissen wie das geht. Sie hängen hier einfach eine Ebene dran. Wir haben nur ein Problem noch. Und zwar wenn wir hier genau reinzoomen und dann ganz pedantisch sind, sehen wir, dass wir hier diese Farbsäume noch haben. Also hier ist etwas Grün auf der Haut gelandet. Hier haben wir ebenfalls einige Säume, die in die Umgebung strahlen. Hier haben wir leichtes Magenta. Und wenn uns das nicht gefällt, können wir hier für diese beiden Ebenen leider nicht die Füllmethode ändern. Denn die haben ja bereits eine Füllmethode. Wenn ich versuchen würde, diese beiden Ebenen in eine Gruppe zu stecken und die Gruppe dann mit der Füllmethode Luminanz zu versetzen, würde das auch nicht funktionieren, weil die beiden Ebenen dann nur miteinander verrechnet werden würden. Was wir also machen müssen, ist, hier mit einer Schnittmaske zu arbeiten beispielsweise. Das können Sie machen mit einer Hintergrundkopie, die Sie dann in die Füllmethode Luminanz versetzen. Oder Sie erzeugen einfach eine Einstellungsebene. Dann nehme ich hier eine Gradationskurve, da brauchen wir auch nichts dran zu ändern. Hier ändere ich die Füllmethode in Luminanz. Dann werde ich hier eine Schnittmaske erstellen und hier eine Schnittmaske, indem ich mit gehaltener Alt-Taste draufklicke. Jetzt kann ich hier nach wie vor die Säume noch einzeln verändern. Aber ich habe auch meine Farbsäume entfernt. Hier ist dieses Grün verschwunden, hier ist ebenfalls diese Komplementärfarbe verschwunden. Das heißt, wir haben keine Farbsäume mehr, sondern wirklich nur noch diese Helligkeitssäume, die wir jetzt fein abstimmen können. Also, so geht das. Wenn Sie die Aufhellen-Ebene einfach weglassen, haben Sie diesen Grunge-Effekt. Sie haben also einzelne Details abdunkelnd verstärkt. Und mit der Aufhellen-Ebene haben Sie eine schöne Schärfung. Die Stärke für beide Ebenen können Sie auch reduzieren, indem Sie beispielsweise mit der Deckkraft für die Einstellungsebene arbeiten. Ich finde, das geht recht schnell und ist recht übersichtlich, auch hier in der Ebenen-Palette, und dadurch können Sie sehr bequem eine fein abgestimmte Schärfung durchführen. Noch ein Tipp vielleicht: Diese Füllmethoden für Aufhellen und Abdunkeln können Sie auch direkt per Tastatur eingeben. Das heißt, wenn ich das hier anlege, bräuchte ich im Prinzip gar nicht die Maus zu benutzen, sondern kann das direkt alles über Shortcuts machen. Und zwar wenn Sie das Verschieben-Werkzeug aktiv haben, können Sie eine Ebene anklicken und dann mit gehaltener Shift+Alt einen Buchstaben eingeben. Und mit diesem Buchstaben ändern Sie dann die Füllmethode. Das ist beispielsweise für Abdunkeln der Buchstabe K. Sie können es sich einfach merken, AbdunKeln, vielleicht als Eselsbrücke. Und für Aufhellen ist es der Buchstabe G. Also, Sie würden einfach drücken Command+J, Ebene duplizieren, dann den Filter anwenden, dann mit Shift+Alt+K abdunkeln, dann nochmal duplizieren mit Command+J, mit Shift+Alt+G Aufhellen einstellen. Dann sind Sie im Prinzip schon fertig mit der Schärfung. Also so können Sie Ihre Säume auf verschiedene Ebenen aufsplitten.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
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