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Beautyfotografie und Retusche

Hell und clean

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Calvin erklärt eines seiner Lieblings-Sets, das zu einer hellen, sauberen Bildwirkung führt. Die Zutaten sind eine große Lichtquelle als Hintergrund, eine weitere als Hauptlicht.

Transkript

Nun werden wir ein helleres Set wählen. Ein Set, das ich schon viele, viele Jahre nutze. Bei diesem Set braucht Ihr im Prinzip zwei Lichtquellen, ich möchte Euch zuerst einmal erklären, warum ich genau dieses Set gewählt habe, bzw. was für einen Sinn ich damit verfolge. Ich habe es schon angesprochen: Es soll ein sehr helles Set werden, es soll clean werden, sauber wirken und da ist halt die Farbe Weiß sehr vorteilhaft. Damit der Hintergrund jetzt z.B. auch wirklich ganz weiß ist, haben wir eine Lichtquelle als Hintergrund genommen. Im Hintergrund haben wir auch nochmal generell einen weißen Papierhintergrund. Das Problem ist nur, wenn man den Hintergrund komplett weiß bekommen will, dann braucht man oft zwei Blitze, einen von rechts und einen von links, der da voll reinknallt. Damit der auch wirklich weiß wird. D.h. zwei Lichtquellen für den Hintergrund und noch eine von vorne. So sind wir bei drei; hier haben wir wirklich nur zwei Lichtquellen. Der Nachteil ist jetzt hier; dadurch dass die Octabox nicht ganz so groß ist, ist ihre Bewegungsfreiheit natürlich eingeschränkt. Wenn man jetzt z.B. eine größere Softbox im Rücken hat, dann können Sie im Prinzip auch rumturnen. Aber da wir ja eh nur Beauty fotografieren und nicht Ganzkörper wollen, reicht so eine Octabox im Hintergrund aus. Also, bei einem anderen Set habt Ihr es gesehen, war es das Hauptlicht, und jetzt ist es quasi der Hintergrund. Von vorne habe ich jetzt einen Beauty Dish gewählt. Der Beauty Dish hat auch keine Wabe drin; es ist ein weißer Beauty Dish. Der kommt leicht von oben herab. Es ist jetzt nicht so ein ganz weicher Lichtformer. Jetzt könnte ich natürlich von vorne auch wieder mit einer Softbox kommen, dann wird das Bild relativ flach. Ich möchte also schon nach unten einen Lichtabfall haben. Der wird zwar später auch wieder dezent aufgehellt, aber der Beauty Dish ist einfach noch ein bisschen kerniger, ein bisschen knackiger; das Licht etwas kontrastreicher als eine Softbox. Vom Make-up hat sich nicht viel geändert. Wir haben ein bisschen mehr Farbe auf die Lippen gegeben bzw. die Jackie. Das kommt, denke ich, bei dieser reduzierten Aufnahme ganz gut. Also wenn sehr viele dunkle Tonwerte sind, sehr starke Kontraste im Bild, zwischen hell und dunkel, kann man auch einen roten Lippenstift nehmen, aber hier fand ich es ganz passend, weil alles schön weiß ist. Dann kommen die Lippen besonders schön raus, weil das eigentlich der einzige Anteil ist, wo die Farbe ist. Was da Oberteil angeht; viele scheuen sich davor weiße Oberteile zu nehmen. Gerade bei einem hellen Hintergrund liebe ich weiße Oberteile. Ihr werdet vielleicht später sehen, ich werde so viel Licht geben, dass es schon fast verschmilzt mit dem Hintergrund. Das gefällt mir einfach sehr gut, wenn alles hell gehalten ist, und es macht die ganze Aufnahme sehr clean, sauber. Also diesen Eindruck will ich eben auch erwecken beim Betrachter. Gut! Wie sind die Blitze jetzt verteilt von der Stärke? Wir machen es jetzt mal wie folgt: Ich habe jetzt nur den hinteren Blitz an, ich muss mal ganz kurz spicken, ja, der ist relativ niedrig eingestellt. Also Ihr könnt mal so anfangen, dass Ihr den hinteren Blitz niedrigste Stufe nehmt, und dann mal schaut, wie viel Licht kommt denn überhaupt von hinten? Die Kameraeinstellungen haben sich nicht geändert. Ich mache jetzt einfach mal ein Bild ohne Aufheller, ohne irgend etwas. "Ein bisschen mehr in die Mitte, genau!" Ich mache wieder Querformat. Jetzt seht Ihr das Bild eingeblendet. Der hintere Blitz; Ich glaube, wenn man jetzt mit einem Belichtungsmesser messen würde bei ihr, wie viel Licht von hinten kommt, dann würde der Belichtungsmesser wahrscheinlich sagen: Das ist ja viel zu hell! Also technisch gesehen ist es vielleicht zu hell, aber mir gefällt es! Wenn Ihr euch das Bild mal genau anschaut, schaut mal wie gleichmäßig das Licht von hinten kommt! Das ist unheimlich schwer zu erreichen, indem man den Hintergrund anblitzt. Meistens ist dann eine Seite stärker, die andere schwächer und man sieht jetzt auch schön an den Schultern, wie das Licht von hinten kommt. Da könnt ich jetzt echt so Story-Modus: Das Licht schlingt sich von hinten, umfasst sie...na ja, okay. Es ist ein sehr schönes Licht das von hinten kommt, das gefällt mir! Wenn jetzt das hintere Licht kaum zu sehen ist, bei Eurer ersten Auslösung, und wenn Ihr sagt: Ich habe diese Überstrahlung gar nicht, dann macht Ihr den Blitz einfach ein bisschen stärker. Wenn es zu viel ist; wir machen mal zu viel. Ich habe jetzt mal richtig hochgedreht. Dann werdet Ihr nämlich merken: Manchmal sieht das sogar gut aus! "So wir schauen mal, drei, zwei, eins." Gut ist es nicht; vielleicht an den Konturen, wenn man jetzt aber noch Blitz von vorne Licht dazu gibt, dann kann so eine krasse Überstrahlung gut aussehen. In dem Fall möchte ich noch nicht mit so einer heftigen Überstrahlung starten. Ich möchte langsam beginnen. Ich weiß gar nicht mehr wo er war, weil ich achte nie auf die Nummern, die hinten drauf stehen. Ich mache noch mal eine Aufnahme und schaue mal ob das in etwa so passt. "Drei, zwei, eins." Ja! Da ist immer noch viel Licht von hinten. Jetzt machen wir mal ganz kurz den hinteren Blitz aus. Das würde ich jetzt eigentlich nicht machen, weil ich weiß schon, wie die Verteilung ist. Aber ich möchte euch ja zeigen, wie die einzelnen Lichtquellen arbeiten. Deswegen, hinterer Blitz mal aus und nur der vordere an. Genau das empfehle ich euch, wenn Ihr noch nicht so fit seit mit der Studiofotografie, dass man jetzt einfach mal schaut; ich mache hier das Einstelllicht noch an. Jetzt schauen wir mal: Wie stark ist der vordere Blitz? Wenn der dann auch korrekt eingestellt ist, dann können wir beide Blitze gleichzeitig nehmen. Das passt! Ihr seht jetzt auch: Der Beauty Dish ist heftig! Da kommt die Haut, da kommt jedes Detail, man sieht auch kräftige Schatten unten drunter. Also der hat schon Knack! Der Hintergrund ist jetzt nichts; der ist aus. Aber von vorne ist korrekt belichtet! Wenn wir jetzt mal schauen: Die Haut kommt gut, die hat eine passende Helligkeit, das stimmt so alles! Jetzt schalte ich noch den hinteren Blitz dazu, und dann haben wir schon fast die fertige Aufnahme. Was dann noch kommt, ist die Jackie, die dann von unten ein bisschen aufhellt. Jetzt schauen wir erst mal! "Drei, zwei, eins, sehr schön!" Das ist jetzt von hinten fast schon zu viel Licht, aber: Ja, mir gefällt es! Also, wenn es auch zu viel ist von hinten, dann nehmt es zurück! Also ich überbelichte gerne von hinten! So, Jackie darf jetzt wieder kurz unterstützen. Das macht übrigens auch einen guten Make-up Artisten aus: Unterstützung am Set! Wir haben vorher mal kurz mit Weiß getestet. Das war die letzte Einstellung; wir nehmen mal Gold, die Goldseite, dass ein bisschen Farbton auch noch reinkommt! "Drei, zwei, eins." Ja! Jetzt seht Ihr mal das Bild eingeblendet. Ich denke das sieht ganz gut aus. Und jetzt müsste man natürlich ein bisschen so Variation schießen. Ich bin schon wirklich happy. Es ist überall Zeichnung drin; wenn Ihr jetzt z.B. nach unten raus ein bisschen weniger Licht wollt, "Halt noch mal kurz hoch." dann können wir auch jederzeit hier von der Position vom Reflektor, hoch und runter gehen. Und dann ändert auch so ein bisschen die Lichtverteilung unter ihr. Aber das sieht sehr gut aus. Ich mache jetzt noch zwei, drei Aufnahmen. Und dann zeige ich euch noch was... wo sie sich auszieht. Nicht ganz auszieht, aber da kommen wir gleich dazu. Machen wir erst noch mal ein paar normale. "Ein bisschen rüber noch, ja genau." "Okay, drei, zwei, eins, sehr gut!" "Genau, mit den Augen ein bisschen lachen!" "Drei, zwei, eins, so!" Was den Weißabgleich angeht, bin ich jetzt etwas ins Wärmere gegangen. Ich bin jetzt bei 5600 Kelvin, einfach, dass ich schon mal sehe, ich gehe sogar noch ein bisschen höher, ich gehe mal auf 5900, ich will einfach mal sehen ,wie es wirkt, wenn die Aufnahme etwas wärmer ist. Ich werde Euch da später in der Retusche noch etwas dazu zeigen. "Kopf ein bisschen senken, schön, drei, zwei, eins." Jawoll, Das ist so ein Bild wo ich sage: Funktioniert! So, und jetzt zieht sie sich aus! Aber nur in Euren Gedanken, weil es hat schon einen Grund warum sie dieses Oberteil anhat. Ich sage immer den Modellen: Nimm ein Oberteil, wo du die Schultern runter ziehen kannst. Also Akt, Nacktaufnahmen gibt es bei mir nie, sorry! "Aber zieh mal das Oberteil ein bisschen runter." Weil wenn ich es so schneide, dass die Schultern frei sind, dann hat der Betrachter natürlich seine eigene Geschichte. Der könnte ja denken: Vielleicht ist sie morgens gerade aufgestanden, oder wie auch immer. Das ist jedem dann sein eigenes Kopfkino. "Okay, machen wir noch mal; jetzt dreh dich aber seitlich ein bisschen, genau und Kopf zu mir; vielleicht ein bisschen kippen, den Kopf. Ja genau, das ist gut!" "Bleib mal so!" "Drei, zwei, eins." "Sehr schön!" "Genau, das sieht gut aus!" Es ist doof, ich habe jetzt eigentlich schon mein Bild, aber ich muss etwas weiter fotografieren. Wobei wir können mit dem Zopf ein bisschen aufpassen. Da sind jetzt die Haare am Nacken ein bisschen durchgekommen Das ist aber etwas wo ich später mit dem Pinsel, ganz schnell, mit weißer Farbe malen kann, aber klar, was man vor Ort abstellen kann, stellt man vor Ort ab, dann hat man es später nicht in der Retusche. Machen wir noch mal! "Sah gut aus, gleiches noch mal, leicht schräg drehen!" "Genau, den Kopf mal zu mir drehen und jetzt ganz leicht kippen." "Ein wenig wegdrehen kannst du ihn noch, ja genau, das ist gut!" "Das ist schön, bleib so, drei, zwei, eins, schön!" "Warte, ich gehe noch näher ran, drei, zwei, eins." "Klasse!" "Machen wir nochmal, ein bisschen schrägdrehen und die linke Schulter etwas hoch!" Ihr seht schon; da macht doch das Arbeiten Spass. Sagt das mal zum Nachbarschaftsmädel: Linke Schulter hoch... Also es zahlt sich aus! Okay, genug geschleimt. "Drei, zwei, eins, wunderbar!" "Nochmal, drei, zwei, eins, klasse!" "Schönes Bild!" Okay, der Vollständigkeit halber, noch ein Hochformatbild! Vielleicht sagt jemand: Hey Calvin, du brauchst auf jeden Fall ein Hochformatbild. "Machen wir ein wenig frontal das Ganze!" "Nimm den Kopf ein wenig schräg." "Drei, zwei, eins, so!" Haben wir auch ein Hochformatbild. Also ganz ehrlich, die Querformatbilder; jetzt am Ende wo sie sich so ein wenig weg...also ich kann´s gar nicht nachmachen, haben mir am besten gefallen! Eins meiner Lieblingssets; Beauty Dish von vorn, es geht auch ein anderer kleiner Lichtformer, probiert´s mal aus! Von hinten eine Lichtquelle, Schönüberstrahlung, gerne auch mal ein bisschen mehr Licht von hinten, und von vorne auf jeden Falle eine Jackie, die aufhellt, oder jemand anderes der aufhellt. Um so ein bisschen die Tiefen rauszukriegen, dass sie nicht ganz so dunkel sind Das ist eins meiner Lieblingssets.

Beautyfotografie und Retusche

Hier bekommen Sie alles, was Sie brauchen, um den Einstieg in die Beauty-Fotografie zu meistern, dazu Tipps und Techniken, die auch erfahrene Beauty-Fotografen weiterbringen.

2 Std. 45 min (23 Videos)
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