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Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

HDR-Tonung ohne Ebenenverlust

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Ein spannender Filter ist HDR-Tonung, den Sie kurioserweise nicht unter den Filtern, sondern unter Bidlkorrekturen finden. Damit lassen sich die Mikrokontraste im Bild recht einfach erhöhen, wodurch Sie das Bild auf eine interessante Art und Weise stilisieren können. Der hat nur einen Nachteil. Er funktioniert nur auf einer Hintergrundebene. Wie Sie dieses Problem selbst bei hunderten Ebenen umgehen, ohne diese zu verlieren oder diese erst reduzieren zu müssen, das erfahren Sie in dieser Folge der Tipps am Donnerstag. Viel Spaß! Ich habe hier ein Bild, an dem ich bereits einige Korrekturen durchgeführt habe. Ich habe also zum Beispiel einmal den Hintergrund dupliziert und über den tiefen Lichterfilter hier die Tiefen etwas aufgehellt und die Lichter ein wenig abgedunkelt, so dass das ganze Bild schon etwas plastischer wirkt, und auch in diesem hinteren Bereich etwas mehr Zeichnung bekommt. Und ich habe dann hier das Rot noch umgefärbt in ein Magenta. Das hat mir einfach besser gefallen, sagen wir mal. Und jetzt möchte ich gerne hier die Mikrostrukturen im Hintergrund und in der Treppe und vielleicht hier in diesem schwarzen Tuch etwas verstärken. Und dazu habe ich mir gedacht, nehme ich doch einfach Bild Korrekturen HRD-Tonung. Und ja, wenn ich den Filter aufrufe, dann bekomme ich diese Warnmeldung: "HRD-Tonung reduziert das Dokument. Möchten Sie fortfahren?" Na gut, mache ich mal. Und dann kann ich hier ja effektiv den Radius einstellen, ich kann die Stärke bestimmen, ich kann das Bild flacher gestalten, indem ich den Gamma-Regler nach rechts ziehe, und ich kann vor allem auch die Details verstärken. Das ist ganz extrem. Dann sehen Sie, wie die hier gut herauskommen, an einigen Konturren sieht das Ganze aber schlecht aus, und dafür dient dann diese Option Kanten glätten, wodurch das an diesen Stellen manchmal etwas gefälliger aussieht. Ok, ja, prinzipiell könnte ich jetzt hier einfach das mal bestätigen und mir das in die Zwischenablage kopieren, indem ich cmd+A drücke, dann cmd+C und dann alles rückgängig mache. Also, hier über die Protokoll-Palette gehe ich wieder auf Öffnen, beziehungsweise auf den Schritt vor HDR-Tonung, also, bevor alles auf die Hintergrundebene reduziert wurde. Ich gehe dann hier rein und füge hier meinen Dokument ein, hänge eine Maske dran und kann dann hier das woanders einmaskieren. Aber, probieren Sie erstmal aus, wenn Sie nicht nur zwei Ebenen haben, sondern wirklich sehr, sehr viele, und da kann die Performance schon mal leiden, denn erst muss die ganze Datei zusammengefasst werden auf die Hintergrundebene, dann müssen Sie HDR-Tonung anwenden, und dann, wenn Sie es rückgängig machen, muss die Datei wieder aufgebaut werden. Das belastet alles den Arbeitsspeicher und kostet mitunter etwas Zeit und ich persönlich finde es am besten, wenn ich nur einen Klick für das Ganze bräuchte, und nicht das Ganze so umständig lösen muss, dass ich hier Schritten vor- und zurückgehe. Deshalb lassen Sie uns einfach mal eine Aktion aufzeichnen dafür, die auch nicht diese Vorwärts- und Rückwärtsschritte benutzt, sondern wir machen uns einen kleinen Trick zunutze, und zwar benutzen wir Smartobjekte, denn Smartobjekte können eine Ebene in eine eigene Datei quasi verschieben, und in der machen wir dann HDR-Tonung, schließen das Smartobjekt und sind dann wieder in der Originaldatei, wo wir hier weiterarbeiten können. Aber, ok. Eins nach dem anderen. Ich werde mal hier die Aktionpalette öffnen, und Sie sehen, ich habe hier schon so eine Aktion. Da könnte ich beispielsweise eine einzelne Ebene tonen, wenn ich jetzt hier schon eine Ebene hätte mit Pixeln, könnte ich die tonen, oder ich könnte alle Ebenen tonen. Diese Aktion, die werden wir jetzt mal erstellen, und die funktioniert dann so, dass ich hier drauf klicke, und dann der JavaScript-Code fehlt. Und das liegt daran, dass Sie diese Aktion für jede Photoshop-Version neu erstellen müssen. Wenn Sie also Photoshop CS6 haben, funktioniert eine Aktion, die Sie mit Photoshop CC aufgezeichnet haben nicht oder umgekehrt auch nicht, wenn Sie die mit CS6 aufgezeichnet haben, funktioniert die nicht in Photoshop CC oder CC 2014 und auch zwischen CC und CC 2014 wird das nicht funktionieren. Und der Grund ist, dass dieses Script für HDR-Tonung, also der Programmcode, der diesen Filter aufruft, dass der spezifisch im Photoshop-Programmordner liegt. Und ja, wenn Sie jetzt eine Aktion benutzen, die in einer anderen Programmversion aufgezeichnet wurde, dann stimmt natürlich der Pfad nicht mehr. Und das ist hier Scripten, Datei, da steht jetzt nichts drin, weil die Programmversion nicht stimmt. Also, lassen uns das mal neu machen. Ich gehe mal hier nach oben, und wir legen mal eine neue Aktion an. So, dann können wir gleich diese ganzen Einzelschritte durchgehen. Sie sehen, er hat trotzdem ein paar Ebenen angelegt. Die ersten Schritte sind vollzogen worden, aber die muss ich zunächst einmal löschen. So, und jetzt erstelle ich eine neue Aktion, und die nennen wir einfach mal "HDR Tonung", und am besten schreiben Sie sich die Version-Nummer dazu, "CC 2014". Dann wissen Sie, das funktioniert nur damit. Und dann klicke ich auf Aufzeichnen, und dann können wir auch schon loslegen mit dem Trick. Damit wir HDR-Tonung anwenden können, brauchen wir zunächst einmal eine Gesamtversion des Bildes auf einer neuen Ebene. Das geht mit dem Shortcut, den Sie bestimmt schon kennen, Shift+Alt+cmd+E, bzw. bei Windows wäre das Shift+Alt+Strg+E, aber in einigen Fällen funktioniert er nicht zuverlässig, zum Beispiel wenn Sie ein Smartobjekt aktiv haben oder eine Einstellungsebene, da kann das auch mal passieren. Deshalb würde ich Ihnen empfehlen, bei einer Aktion als ersten Schritt immer sicher zu stellen, dass Sie eine neue leere Eben anlegen. So, und jetzt können Sie den Shortcut aufrufen, Sie können einfach die Alt-Taste gedrückt halten, dann auf Ebene klicken, hier runter gehen und dann Sichtbare auf eine Ebene reduzieren wählen, also, wie gesagt, zusätzlich die Alt-Taste halten. So, dann haben wir jetzt diese neue Ebene, die müssen wir in ein Smartobjekt verwandeln, also Rechtsklick In Smartobjekt konvertieren und dann machen wir einen Doppelklick hier drauf, befinden uns jetzt in diesem Smartobjekt. Und, da sehen Sie, wir haben hier jetzt keine Hintegrundebene. Wir müssen also aus dieser Ebene eine Hintergrundebene erzeugen, denn wenn wir das nicht machen, dann kriegen Sie jedesmal, wenn Sie die Aktion ablaufen lassen, einen Warnhinweis. Wir haben keine Hintergrundebene, soll das Dokument reduziert werden, und das nervt natürlich. Und deshalb gehen wir auf Ebene Neu Hintergrund aus Ebene. So, und jetzt kann ich HDR-Tonung aufrufen, also Bild Korrekturen HDR-Tonung und hier schonmal Einstellungen vornehmen, die merkt sich die Aktion nicht. Also, das können Sie jedesmal neu machen oder am besten hier eine Vorlage speichern, wenn Sie mal was gefunden haben, was Ihnen gefällt. Ja, aber wir machen das mal jetzt so. Wir stimmen das mal ab mit einem etwas kleineren Radius, mit Gamma, das hier ein bisschen die Helligkeiten zusammenstaucht und einen etwas höheren Detailwert, so dass wir hier die Details schön im Hintergrund und in diesem Stoff sehen, und dann kann ich vielleicht mal schauen, wie ein anderer Radius wirkt. Sie sehen, damit können Sie das Ganze weicher zeichnen oder schärfer zeichnen. Also, ich möchte jetzt hier so eine Art, ja, tonal contrast, also den Kontrast zwischen diesen einzelnen Tonwerten hier verstärken. Ich denke mal, so passt das ganz gut. Wir können ja später noch mit der Deckkraft spielen. Kanten glätten, würde ich mal sagen, aktivieren wir hier mal, und dann wären wir im Prinzip auch schon da, die Tiefen, die Lichter könnte man alles noch verändern, aber das sparen wir uns mal, Verzeihung, das machen wir mal rückgängig, und klicken auf "OK". So, jetzt haben wir das getont. Jetzt brauche ich nur noch diese Datei speichern, cmd+S und das Smartobjekt schließen. Jetzt bin ich hier bei dem Smartobjekt und weil uns als Smartobjekt eh nicht mehr nützt, weil das ist hier kein Smartfilter, den wir jetzt angewendet haben, können wir diese Ebene auch gleich rastern, also, Ebene Rastern und umbennen, ein Doppelklick drauf "HDR-Tonung", Enter, und das war im Prinizip die Aktion. Wenn wir es ganz genau nehmen, dann passt der Effekt natürlich nicht überall, deshalb würde ich Ihnen auch gleichzeitig empfehlen, hier eine schwarze Maske dran zu hängen. Dann können Sie nämlich gleich loslegen und den Effekt nur dort einmalen, wo er auch wirklich passt. Also, Alt-Taste gedrückt halten und hier auf das Maskensymbol, dann ist der Effekt ausgeblendet, und jetzt können wir die Aktion beenden. Jetzt schauen wir mal bei Scripten. Da sehen Sie jetzt steht hier der entsprechende Pfad "Applications/Adobe Photoshop CC 2014", und dann ist es hier irgendwo "HDR-Toning" drin. Also, wenn es richtig wäre, wenn Adobe das richtig gemacht hätte, dann würde dieses Script nicht im programmspezifischen Ordner liegen und dann würde die Aktion auch mit jeder Photoshop-Version funktionieren. Aber gut, ist nun mal so. Aber Sie wissen jetzt Bescheid, woran es liegt, wenn das mal nicht funktionieren sollte. Ja, und jetzt lösche ich diese Ebene mal mit der Rückschritt-Taste, und wir probieren einfach mal diese Aktion jetzt aus. Also, jetzt hier einmal diese Aktion aktivieren und auf Play klicken. Ja, das sind wir schon. Sie sehen, das Ding hat sich nichts gemerkt, also, hier mal zunächst die Details auf Anschlag nach rechts, dann mit dem Radius einstellen, wie groß diese Details sein dürfen. Mit der Stärke können Sie den Effekt natürlich noch richtig krass gestalten. Ich würd sagen, wir machen das mal hier nur ein bisschen, so dass wir hier diese Leuchtenden Konturen, so nennt sich das, erhalten. Also, wenn ich das ganz ausschalte, dann fehlt dieser Effekt hier weg, und Sie haben nur noch so ein flaches Bild, das sieht also zu flach aus, sollten Sie immer ein wenig drin lassen. Und mit Gamma können wir die Helligkeitswerte etwas zur Mitte hin verschieben. Und dadurch wirkt das Bild natürlich zunächst etwas flacher. Kanten glätten, das müssen Sie immer mal ausprobieren. Mal funktioniert es ganz gut bei einigen Bildern, bei anderen nicht. Ich denke mal hier, neige ich etwas dazu, weil wir das vor allem im Hintergrund anwenden möchten, und hier im Bereich des Stoffes diese HDR-Tonung zweimal durchzuführen. Also hier vorne der Stoff gefällt mir besser ohne diese Kantenglättung, und der Hintergrund gefällt mir besser mit Kantenglättung. Wir machen es jetzt mal nur mit. Dann klicke ich auf OK, und dann habe ich hier meine HDR-Tonung, kann meine Aktionpalette minimieren und mir einen Pinsel nehmen mit weißer Farbe, und dann nehme ich mir eine weiche Pinselspitze mit einer geringen Deckkraft und male einfach mal hier drüber und kann mir jetzt so hier meine Effekte einmalen an den Stellen, wo ich die gerne hätte. So, dann muss ich aufpassen an Stellen, wo die Kanten hässlich waren. Also da sollten Sie nicht drüber malen oder beziehungsweise die dann später wieder ausmaskieren. Und so können Sie ganz schnell und wunderbar hier das Bild etwas mehr mit Tiefe versehen. Ja, hier sieht es dann nicht so gut aus, da würde ich dann das einfach wieder zurückmalen. Probieren Sie einfach aus, malen Sie über bestimmte Stellen. Und wenn Ihnen das so gefällt, und Sie vielleicht eine andere Stelle noch mehr betonen möchten, na, dann rufen Sie einfach die Aktion nochmal auf. Und dann läuft das durch, dann haben Sie eine zweite Ebene. Und da können Sie in verschiedenen Durchläufen diese einzelnen Bildbereiche optimieren. Ich würde jetzt hier zum Beispiel nur noch eine Vignette hinzufügen, also auch alle Ebenen auf eine neue reduzieren mit Shift+Alt+cmd+E, und dann würde ich der Einfachheit halber den Camera Raw-Filter benutzen und mir zum Beispiel eine Vignette hier hinzufügen, Weich und Weiche Kante und weiter in die Mitte hinein, und dann die Lichter aussparen und natürlich die Stärke nicht ganz so heftig. Vielleicht den Weißabgleich noch etwas verschieben. Und dann hätte man in Windeseile aus diesem Bild das Bild gemacht. Dank HDR-Tonung und dank einer Aktion für HDR-Tonung ist das dann gar kein Problem mehr. Alles klar. Dann wünsche ich Ihnen viel Spaß beim Anwenden dieses Filters.