Panoramafotografie: HDR-Panoramen

HDR-Bilderserien in Photomatix produzieren

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Einen möglichen Workflow bei der Produktion von HDR-Panoramen bildet die Erstellung von 32-Bit-HDR-Dateien vor dem Stitching-Prozess. Das klappt sehr gut mit dem HDR-Programm Photomatix, das speziell für Panoramen die Bilder in einer Stapelverarbeitung abarbeiten kann.

Transkript

Mit den aus Lightroom exportierten 16 Bit TIFF Bildern, stehen uns nun eine ganze Reihe von Wegen offen, die ich kurz skizzieren möchte und die auch sich grundsätzlich unterscheiden. Die eine Möglichkeit und die sicher auch die beste und eleganteste ist es einfach die Nutzung von PTGui. Das Programm baut zunächst einmal die 3 Belichtungsstufen einer Richtung, eines Panoramabildes zu einem HDR-Bild zusammen und sticht diese dann zu einem Panorama. Das geht in einem Aufwasch, in einem Programm. Das ist relativ elegant und auch für die allermeisten Fälle das Mittel der Wahl und auch eine große Stärke von PTGui. Die andere Möglichkeit ist, wenn ich ein Panorama-Programm verwenden sollte, was zum Beispiel keine HDR-Funktionalitäten hat, dann muss ich diese Bilder vorher erst mal zu HDR-Bildern machen und dann auch weiter verarbeiten. Da gibt es eine ganze Reihe von Möglichkeiten, HDR-Programme gibt es relativ viele, mit sehr unterschiedlichen Leistungsumfang. Ich habe jetzt mal 3 rausgepickt: Photomatix Pro, Aurora HDR Pro und HDR Efix Pro. Photomatix ist ein bisschen Industriestandard, gibt es schon ewig lange und ist sehr leistungsfähig. Aurora ist relativ neu. Produziert mitunter ein paar ganz lustige Looks. Ist relativ günstig und noch sehr viel günstiger, weil gratis, ist HDR Efix Pro. Also früher aus der Nik Collection, jetzt von Google übernommen worden ist. Das ist frei zum Download verfügbar. Was uns aber besonders interessiert von diesen 3 Programmen, ist natürlich, wir haben eine Panoramaserie, das heißt wir haben eine Ganze Reihe von Bildern, die verarbeitet werden müssen. Und da fällt dann Aurora oder HDR-Efex darunter, um nur zwei Beispiele zu nennen. Die fallen da schon raus, weil das Problem ist, dass man da jedes Bild einzeln verarbeiten muss, und das dauert halt einfach. In unserem Fall wäre das, die 8 Bilder nach oben, 8 nach unten und 2 in Reserve für den Fußboden, sind 18 Bilder und das ist ein noch relativ harmloses Panorama. Gibt natürlich dann auch noch Sachen, die etwas mehr Daten produzieren und da steigen diese Programme eben aus, dass wenn man das mit Manuell machen muss, da wird man einfach relativ schnell von Langeweile gekillt. Und hier bei Photomatix gibt es die Möglichkeit, dass man das in einer Stapelverarbeitung abarbeiten kann. Und das werden wir jetzt mal versuchen. Hier werden wir dann fertige HDR-Bilder raus bekommen das heißt 32 Bit Dateien, die den gesamten Belichtungsumfang der Ursprungsdateien, in diesem Fall von drei 16 Bit TIFFs, beinhalten. Und das sind dann Dateien, die auch relativ heftig groß sind zum Teil, die aber eben den kompletten Belichtungsumfang, der vorher in der Dateien drin steckt, abbilden. Hier oben kann man das für einzelne Belichtungsreihen machen das heißt für jeweils ein 3er Paket hier würde man 3 von unseren Bildern auswählen und dann einfach weiterschauen. Was nun für die gesamte Panoramareihe interessiert, das ist eben hier dieser Batch Prozessor, also Batchprozessing ist das Gleiche, wie auf Deutsch die Stapelverarbeitung. Und wenn ich hier mal darauf klicke, dann bekomme ich ein Dialog, bei dem ich Photomatix zur Erstellung von HDR Bildern den ganzen Ordner vorwerfen kann und der frisst sich den dann sozusagen auf. Ich werde das mal tun. Das sind hier unsere generierten TIFFs, die wir haben. Und das sind hier die einzelnen Dateien, die aus Lightroom rauskommen. Ich sage einfach mal AUSWÄHLEN, dann wird dieser Ordner hier reingegeben. Und ich kann jetzt sagen, was ich damit machen möchte. Zunächt einmal möchte ich ein benutzerdefinierten Ordner, als Ausgangspunkt haben. Ich sag mal hier TIFF. Und ich möchte mir jetzt mal ein Dateiformat auswählen ich sage mal "Neuer Ordner" und da sage ich mal EXR. Und warum mache ich das, EXR ist ein HDR Format. Es gibt drei gängige HDR Formate, es gibt noch wesentlich mehr, Photoshop ist unter anderem auch eins. EXR ist allerdings relativ platzsparend, das heißt dort werden die 32 Bit Daten in einem speziellen Format abgelegt, was relativ klein ist. Der gängige Weg und der überall funktioniert ist das Dateiformat TIFF, das nämlich auch 32 Bit Dateien darstellen kann, die werden allerdings heftig groß. Und dann gibt es auch das Format HDR, das sogenannte Radiance Format. Und ich komme da gleich noch einmal drauf zurück, weil vorher muss ich noch ein paar andere Einstellungen vornehmen damit das überhaupt funktioniert. Beginnen wir mal hier links oben. Die Vorgabe "Standard" zeigt einfach hier, man sieht doch hier, das hat viel mit Looks zu tun, malerisch und so weiter. Das das - hier steht schon drin, wie dieses HDR Bild später wieder zu einer sichtbaren Datei oder zu einer darstellbaren Datei von 8 oder 16 Bit Farbtiefe umgewandelt wird. Und hier gibt es verschiedene Filter für die einzelnen Möglichkeiten, die Photomatix dafür hat. Also man sieht jetzt hier Details Enhancer, Contrast Optimizer, Tone Compressor. Das sind solche drei gängigen Algorithmen, die wir für HDR verwenden. Dann gibt es dann auch das Fusion, das habe ich noch nicht erwähnt. Das ist hier zum Beispiel das Gleiche, wie dieses EntfuseGUI. Das ist kein echtes HDR Format, sondern es arbeitet auf andere Art und Weise, da komme ich später auch noch darauf zurück. Jedenfalls habe ich hier eine Reihe von Möglichkeiten. Und hier geht es aber nur darum, dieses HDR Bild, was ich jetzt generiere, auch wirklich schon mal auszugeben, sodass man auch dort wirklich die Tiefen und Lichter erkennen kann, die kann ich nämlich auf einem 32 Bit Bild nicht gut erkennen. Ich muss dann immer rauf oder runter schieben, den Belichtungsumfang für die Betrachtung. Und... ich kann also hier aus den Einstellungen, die ich mit Photomatix generieren kann, kann ich also jene Auswahl treffen. Ich mache mal Standard, ganz gerade aus. Mir geht es nur darum, dass ich einfach was Sichtbares, was vernünftig Sichtbares rausbekomme. Man sieht auch hier überall gibt es kleine Fähnchen, die einem erklären, um was es geht. Die Ausgangsbilder ausrichten brauche ich nicht, weil diese Arbeiten sind vom Stativ entstanden. "Geisterbilder korrigieren", da hat sich niemand bewegt, das ist vor allen Dingen dann interessant, wenn wir zum Beispiel Passanten im Bild haben, ziehende Wolken dann kann man hier die Geisterbilder korrigieren. Dann sind unterbelichtete Aufnahmen mitunter etwas rauschig. Das kann man hier reduzieren. Lass mal alles mal weg, weil es ist in unserem Fall okay. Was uns interessiert: "Erzeuge ein unverarbeitetes 32-Bit-Bild". Und das möchte ich ganz gerne haben. Und hier kann ich jetzt sagen, keine HDR Verarbeitung Dann sieht man zum Beispiel, dass das JPEG hier hinten plötzlich verschwindet oder ausgegraut wird. Das JPEG ist nämlich dann wieder, also ohne das LDR Format, also Low Dynamic Range, während HDR für High Dynamic Range steht. Das heißt da wird dann praktisch alles zusammengedamft auf die Darstellbarkeit eines JPEGs. Und ich lasse das aber mal mitlaufen, ich werde nämlich dann ein JPEG bekommen und ein HDR Format. Hier kann ich auswählen, ob ich Radiance haben möchte oder OpenEXR. Und EXR ist am Platzsparendsten. Und da werden die 32 Bit Dateien abgelegt und parallel dazu gibt es dann immer noch ein JPEG. Und hier gibt es alle Dateien, jeweils in 3er Paketen. Hier steht auch drinnen 3 gleichzeitig verarbeiten, weil das der Normalfall ist, ich kann aber auch beliebige andere Anzahlen nehmen dafür. Und ich kann auch hier noch erweiterte Auswahlen treffen für etwas ungerade Geschichten, wie hier. Und die Reihen bestehen aus so und so viel bis so und so viel Bildern und so und so viel Zeit ist zwischen den Belichtungen vergangen. Also auch für so etwas ungerades Zeugs und...braucht man aber relativ selten das Ganze. Was jetzt passiert, wenn ich diesen Batchprozessor anstarte, diese Stapelverarbeitung ist, es wird aus je 3 TIFFs wird ein 32 Bit File, als EXR produziert. Gleichzeitig dazu gibt es ein verarbeitetes Bild, das sozusagen ein sogenanntes Tone Mapping schon hinter sich hat, also die Umwandlung der 32 Bit Tonwerte in 16 oder 8 Bit Tonwerte. Wie das im Detail funktioniert kommen wir auch noch darauf zurück, aber das hier ist ein Trick, schon mal eine Datei zu bekommen, die uns die Möglichkeit gibt, dass wir die schon stitchen können. Dieses 32 Bit Bild, mit dem haben ziemlich viele Stitcher Probleme, weil natürlich da einfach ein riesiger Tonwertumfang ist. Und das können die streckenweise nicht verarbeiten. Da gehört PTGui auch dazu, dann kann man aber einfach hergehen und sagen man nimmt das JPEG erst einmal zum stitchen und tauscht dann einfach die Dateien aus. Das ist ein relativ simpler Trick. Und für den wäre das hier zum Beispiel jetzt gemacht. Und wenn ich jetzt das hier starte, dann läuft hier eine Liste runter und was dabei rauskommt ist dann letzten Endes ein Ordner mit EXR Dateien. Ich starte das mal an und man sieht jetzt hier, wie in dieser Liste protokolliert wird, was da genau passiert. Das dauert jetzt ein Momentchen. So nun ist der Startbutton wieder aktiv und wenn man jetzt ganz nach unten scrollt, steht also hier, die Ergebnisse sind in diesem Ordner zu finden, und wenn ich dann mal darauf klicke, dann wird mir das im Finder geöffnet. Und ich spiele dann mal gerade das Fenster rüber. So und jetzt sieht man hier, wie das ausschaut. Und ich habe jetzt hier in diesem EXR Ordner jeweils immer Bilder bekommen mit einem identischen Dateinamen und hier sieht man jetzt jeweils ein pauschal HDR-verarbeitetes Bild sozusagen. Und dieses EXR Bild, man sieht jetzt hier da sind zum Beispiel viele Flächen ganz ganz dunkel. Und da haben einige Stitching-Programme ziemlich Probleme damit, das zu verarbeiten. Der Trick ist jetzt eigentlich nur, dass man nur die JPEGs auswählt und die zum Beispiel in ein Programm, wie PTGui reinschmeist, oder irgendein anderes, und dann letzten Endes jeweils die gleichnamigen Bilder einfach nur austauscht. Da PTGui eine PTS Datei produziert ist das relativ einfach, weil diese Dateien bestehen aus Text und ich mache einfach irgendein Texteditor auf, also TextWrangler am Mac oder den Windows Text Editor. Und tausche einfach nur die Endung .jpg gegen die Endung .exr aus und das ist das gleiche Panorama nur eben in 32 Bit, dann kann ich das ganz normal rendern. Und auf diese Art und Weise kann man das sozusagen umschiffen. Und einfach mit einer leichter zu stitchenden Version anfangen und dann später einfach die Dateien austauschen. Also das ist eine Möglichkeit, wie man mit diesem Batch Prozessor von Photomatix umgehen kann, dass ist im Prinzip eigentlich mehr oder weniger nur ein Hilfsprogramm. Das eigentliche Photomatix werden wir uns später darum kümmern. Aber das produziert im Prinzip einfach als Stapelverarbeitung solche HDR Bilder mit denen wir weiter tun können. Und vor allen Dingen man muss das nicht alles einzeln machen, das ist also ein großer Vorteil bei dieser Geschichte. Dass wir das hier sozusagen in der Stapelverarbeitung laufen lassen können und das hat jetzt gerade mal 2-3 Minuten gedauert. Und das auch für größere Panoramen, hält sich das im Rahmen, weil das Photomatix für diese Jobs eigentlich relativ flott unterwegs ist. Also das ist eine Möglichkeit, wo wir praktisch schon diesen Prozess der Erstellung eines HDRs dem Stitching noch vorlagern können.

Panoramafotografie: HDR-Panoramen

Lernen Sie, wie Sie HDR-Belichtungsreihen und die Panorama-Technik verbinden, um Rundumblicke mit besonders hohem Dynamikumfang zu erstellen.

4 Std. 3 min (40 Videos)
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Erscheinungsdatum:31.10.2016

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