Porträt- und Beautyretusche

Hautretusche in Camera Raw

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Fehlt die Zeit für aufwändige Photoshop-Retusche, kann, wie auch in Spezialfällen, die Raw-Retusche für besseres Hautbild sorgen. So geht's!

Transkript

Als nächstes möchte ich euch eine Technik zeigen, die ich selbst tagtäglich benutze, und zwar immer dann, wenn die Haut etwas schwieriger ist und wenn einfach die Zeit fehlt für eine ausgiebige Retusche oder auch bei Männerportraits. Auch da findet diese Technik super Verwendung. Wie sieht diese Technik aus? Diese Technik basiert auf einem Skript, das Russell Brown entwickelt hat. Dieses Skript ist kostenlos und man muss es sich in Photoshop hineininstallieren und das ist relativ einfach. Ich habe es eben gerade selbst durchgeführt und bevor ich euch das Skript zeige, wo ihr dieses findet, möchte ich erst einmal vermitteln, was man damit überhaupt machen kann. Stellen wir uns vor, wir haben hier mehrere Ebenen und mit diesem Skript ist man in der Lage, eine beliebige Ebene im Camera-Raw-Dialog zu öffnen. Das ist der entscheidende Vorteil. Das geht in etwa auch mit Lightroom. Mit diesem Skript hat man eben die Möglichkeit, immer wieder eine Ebene in Camera Raw zu öffnen, wieder in Photoshop zu gehen, wieder in Camera Raw, wieder in Photoshop. Wo liegen hier die entscheidenden Vorteile? Das zeige ich in wenigen Minuten. Zuerst einmal, wo findet man dieses Skript? Wie installiert man es sich? Hier seht ihr die Website "russellbrow.com". Da gibt es eine Sektion "Skripts" und hier findet ihr das Skript "Edit Layers in ACR". Es gibt da noch ein kleines Tutorial dazu, das alles beschreibt. Die Vorteile des Skripts, wie man es installiert. und alles was ihr tun müsst, ist, das Skript herunterladen, doppelklicken, bestätigen. Es installiert sich alles von ganz alleine. Es gibt noch eine kleine Voreinstellung, die man tätigen muss, Dazu geht man in "Photoshop", in "Voreinstellungen", in "Camera Raw" und man setzt ganz hier unten bei den TIFF-Dateien das Häkchen bei "Alle unterstützten TIFF-Dateien automatisch öffnen". Was kann dieses tolle Skript denn jetzt überhaupt? Das möchte ich jetzt zeigen. Und zwar möchte ich eine Haut-Retusche durchführen mittels des RAW-Converters. Dazu wähle ich jetzt dieses Skript an, ich gehe auf "Datei", "Skripten", "Dr. Brown's Edit Layer in ACR". Da sind wir auch schon Wo kann man jetzt am besten eine Haut-Retusche durchführen hier in Camera Raw? Es gibt den Klarheit-Regler, den viele nutzen für eine weichere Haut. Meiner Meinung nach sieht es nicht schlecht aus, aber gut ist definitiv etwas anderes. Wir bedienen uns hier einer anderen Funktion, und zwar gehen wir hier in die "Details". Hier lässt sich die Aufnahme wunderbar schärfen, aber mittels einer "Rauschreduzierung", nehmen wir einmal an, diese ganzen Poren hier wären "Rauschen", können wir die Haut sehr glatt bekommen. Und zwar erhöhen wir die "Luminanz" soweit es geht und reduzieren die "Luminanzdetails" soweit es geht. Und jetzt bekommen wir eine sehr, sehr glatte Haut, allerdings auch eine sehr, sehr porenfreie Haut. Und die Poren wollen wir ja jetzt nicht unbedingt zerstören. Leider gibt es keine Möglichkeit in Camera Raw die Poren jetzt perfekt zu schützen, doch wie erwähnt ist diese Technik eher was für den Härtefall. Gehen wir davon aus, die Haut sieht wirklich sehr schlimm aus und wir müssen eine neue Haut erstellen. Dafür bietet sich jetzt diese Technik an. Denn jetzt können wir noch eine Textur hier einfügen, die in etwa aussieht wie Hautporen. Und dazu gehen wir hier in dieses "fx", in diesen "Effekte"-Dialog und hier haben wir die Möglichkeit, ein Rauschen hinzuzufügen beziehungsweise eine Körnung. Das mache ich jetzt mal. Jetzt müssen wir uns das mal anschauen und überlegen: Sehen so Poren aus? Meine nicht. Deswegen sollten wir hier definitiv etwas experimentieren. Und ich werde hier jetzt definitiv noch ein paar Einstellungen vornehmen mittels der "Unregelmäßigkeit". Mit dieser "Unregelmäßigkeit", wenn wir da sehr hoch gehen, wird alles sehr unscharf und hier unten bekommen wir das etwas schärfer. So gefällt mir das eigentlich schon ganz gut. Jetzt wollen noch die "Größe". Es dürfen durchaus größere Poren sein. Und hier die "Stärke", die nehmen wir auch noch ein klein wenig zurück. Was ich jetzt im Hinterkopf habe, ist die Tatsache, dass ich diesen Effekt vielleicht mit nur 60 Prozent in das Bild bringe. Das heißt, man wird zu 40 Prozent auch wieder die "alte" Haut sehen und dadurch wird das Ganze auch wieder etwas abgeschwächt. Ich drücke einfach mal "Okay" und werde mir jetzt die komplette Ebene ausblenden. Mit gedrückter Alt-Taste drücke ich hier auf das Maskensymbol und jetzt kann ich diesen Effekt quasi wieder zurückmalen. Ich nehme hier wirklich mal 60 Prozent. Das ist etwas viel, aber wie bereits erwähnt, ist das eine Technik für eine extremere Haut-Retusche, für einen schwierigeren Fall. Okay, jetzt male ich hier mal drüber. Ich möchte übrigens nicht sagen, dass diese Dame ein schwieriger Fall wäre, sie wird jetzt einfach nur mal als Beispiel genutzt. Und so werde ich jetzt meine Haut wirklich schön weich zeichnen. Und dadurch, dass eben noch diese Körnung mit in der Haut integriert ist, denkt der Betrachter in der Tat noch, es handelt sich um Poren beziehungsweise das Ergebnis ist nicht ganz so unnatürlich. Malen wir mal hier noch etwas weiter, gehen dann mal weiter hier nach oben. Jetzt nehmen wir mal noch die Stirn etwas mit. Malen hier noch etwas drüber. Und dann schauen wir uns mal den Vorher-Nachher-Vergleich an, gerade in diesem Bereich. Und der sieht meiner Meinung nach schon ganz gut aus. Was mir jetzt noch nicht so gefällt, dass die neuen Poren so unscharf wirken. Mit einem Doppelklick komme ich wieder in meinen Dialog. Ich zoome mir mal etwas näher ran und ändere einfach hier die "Unregelmäßigkeit" ein wenig. Dann wirkt das Ganze etwas rauer, und es wird automatisch aktualisiert. Und so hat man die Möglichkeit, wirklich sehr, sehr schnell das Hautbild etwas gleichmäßiger zu bekommen. Ich nutze das wirklich sehr, sehr oft, weil es eben so schnell geht. Und jetzt kommt eigentlich dieser Supervorteil: Wenn man jetzt nochmal in RAW geht, hat man die Möglichkeit, in diesem vorletzten Dialog bei den "Vorgaben" gewissen Vorgaben zu speichern. Ich klicke jetzt mal hier auf das Dropdown-Menü und sage jetzt, dass ich diese Einstellungen speichern möchte, und zwar mit allen Einstellungen. Da kann man dann auch welche deaktivieren, die man nicht braucht. Dann klicke ich hier auf "Speichern" und nenne das jetzt einfach mal "Hautbearbeitung" und klicke auf "Sichern". Und dann habe ich hier meine Hautbearbeitung. Das heißt, wenn das nächste mal ein Bild geöffnet wird und ich eine nahezu perfekte Haut brauche, dann ist das nur ein Klick hier drauf. Die Haut ist perfekt und alles, was ich tun muss, ist, noch etwas ausmaskieren. Ich spiele definitiv auch noch ein bisschen mit diesem Regler hier oben, mit der "Stärke" und auch mit dem "Größe"-Regler, um hier die perfekten Einstellungen zu finden. Und selbst wenn ihr mit den presetter dann arbeitet, seid euch nicht zu bequem hier trotzdem nochmal ganz kurz in die Körnung zu gehen, um das Ganze zu optimieren. Denn es kann sein, anderes Bild, anderer Hauttyp, dass man da noch kein klein wenig variieren muss. Eine sehr schnelle Variante und ich wünsche viel, viel Spaß damit.

Porträt- und Beautyretusche

Profitieren Sie von Calvin Hollywoods langjähriger Erfahrung als Fotograf und lassen Sie sich detailliert die State-of-the-Art-Techniken zur Porträt- und Beautyretusche erklären.

6 Std. 20 min (66 Videos)
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