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Calvinize V

Hautfarbe korrigieren über Kamerakalibrierung

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Der Grund für eine Korrektur der Hautfarbe kann vielfältig sein und ist meist auf die Aufnahme oder Sättigungsanpassung zurückzuführen. Wie Sie eine magento-lastige Haut korrigieren und in einen schönen Braunton umwandeln, zeigt der folgende Film.

Transkript

In diesem Film geht es um das Thema Hautfarbe und dazu habe ich mir mal dieses Bild geöffnet. Na ja, und wenn ich mir das Bild so anschaue, ist eigentlich größtenteils alles okay. Was mir nicht so gut gefällt, die Dame beinhaltet noch etwas viel Magenta in der Haut. Und das werde ich jetzt gleich zeigen, wie man das korrigiert, beziehungsweise wie man ihr generell ein bisschen mehr eine gebräunte Hautfarbe verpassen kann. Das ist etwas, was ich bei vielen Bildern mache. Bevor wir aber in die Praxis gehen, ein bisschen was zur Theorie. Warum wirkt denn eine Haut meistens nicht so optimal oder nicht so toll? Das kann mehrere Gründe haben. Ein Grund könnte zum Beispiel sein, dass der Weißabgleich verhauen wurde. Das heißt, man hat mit einer nicht optimalen Farbtemperatur fotografiert. Und dadurch wirkt die Haut dann vielleicht etwas kühl oder vielleicht etwas zu warm. Dann kann es sein, dass man das Bild zu stark gesättigt hat. Wenn ich jetzt hier die Sättigung erhöhe, dann werden überwiegend die Rottöne sehr stark gesättigt und das kann auch dazu führen, dass dann die Haut sehr schnell etwas unnatürlich wirkt. Und dann gibt es natürlich noch den Fall, dass das Modell nervös ist und dadurch die Haut etwas fleckig wird. Und was dann Fakt ist, ist, dass zu viel Magenta in der Haut ist. Ich selbst bevorzuge in der Haut mehr die Orangetöne und weniger die Magentatöne. Bei einer deutschen Haut oder bei dem natürlichen europäischen Typ sieht es meiner Meinung nach nicht gut aus, wenn zu viel Magenta in der Haut drin ist. Und da kann man jetzt natürlich in die Selektive Farbkorrektur gehen und dann in den Magentatönen versuchen hier zu arbeiten, aber so richtig gute Ergebnisse habe ich da nie bekommen. Deswegen zeige ich euch im praktischen Teil zwei Wege, wie ich arbeite, um die Haut etwas brauner zu machen, beziehungsweise eine Magenta-lastige Haut etwas zu korrigieren. Ja, ihr könnt es euch sicherlich denken, dass es in der Praxis mehrere Wege gibt. Wir fangen mal mit dem Weg an, den ich nutze, wenn ich jetzt die Hautfarbe etwas korrigieren muss, wenn ich jetzt einfach etwas Magenta aus der Haut herausnehmen möchte. Dazu gibt es jetzt den Weg in der aktuellen Photoshop-Version, dass ihr einfach über den Filter Camera Raw-Filter diese Datei wieder in Camera Raw öffnet. Denn dort gibt es einen Regler, der dafür wunderbar geeignet ist. Habt ihr diesen Regler jetzt nicht oder diese aktuellste Photoshop-Version nicht, dann könnt ihr auch Folgendes machen: Ihr geht auf Datei Öffnen, wählt dann das JPEG aus, um das es geht, und wählt dann einfach hier unten bei Format, wenn ihr das JPEG einmal angeklickt habt, dann sagt ihr dem JPEG einfach, du bist jetzt ein Raw. Und das JPEG wird euch glauben und wird dann denken, es ist ein Raw und geht dann in Camera Raw auf. Sollte ihr eine Raw-Datei haben, dann öffnet ihr diese Datei sowieso in Raw und könnt diese Korrektur jetzt direkt am Anfang machen. Fakt ist, dass es eben in Camera Raw beziehungsweise in Lightroom einen perfekten Regler dafür gibt, um eine Magenta-lastige Haut zu korrigieren. Diesen Regler haben wir in Photoshop nicht. Und der Regler ist hier auch sehr versteckt. Dazu geht man in die Kamerakalibrierung. Und dort gibt es einen Dialog Primärwerte Rot. Dieser Regler ist jetzt perfekt für den Hautton, denn wir können Magenta umwandeln in Orange. Und Orange ist meistens der etwas natürlichere Hautton. Ich übertreibe mal ein klein wenig. Oft gibt es Menschen, die haben so eine Birne. Also da ist der Kopf schon sehr rot oder sehr Magenta-lastig. Und dann nehmt ihr diesen Regler, man darf da aber auf keinen Fall übertreiben, bringt den nur ein klein wenig nach rechts, und dann wird dieser Hautton oft ein bisschen natürlicher. Das sieht man jetzt auch ganz gut hier im Bild. Wenn ich das jetzt zu extrem mache, dann wirkt es schon fast wieder zu gelblich oder zu grünlich. Deswegen nur ein klein wenig, vielleicht +10, +12, +13. Und dann seht ihr am Vorher/nachher-Vergleich, na ja, es ist eher gering, man sieht es an den Wangen. Ihr könnt natürlich auch hier gern ein bisschen Gas geben und dann später auch noch die Bereiche ausmaskieren. Vor allen Dingen würde ich euch empfehlen, diesen Regler anzuschauen. Da kann man auch dann mal ganz leicht noch entsättigen, und dann bekommt man da oftmals einen natürlicheren Hautton hin. Ich gehe nochmal ganz kurz zurück und werde nochmal die Datei ganz normal als JPEG öffnen, und werde da nochmal über den Dialog gehen, dass ihr das auch nochmal ganz kurz gesehen habt, über den Camera Raw-Filter. Da kann man vorher auch die Ebene in ein Smartobjekt umwandeln, dann kann man immer vor und zurück gehen. Und hier nochmal in der Kamerakalibrierung vielleicht noch ein bisschen entsättigen. Dann wirkt die Haut auch ein bisschen blasser. Gefällt mir persönlich besser. Und wenn ich jetzt eine Haut etwas brauner machen will, dann nehme ich eine Füllebene. Eine Farbfläche. Setze die in die Füllmethode Weiches Licht. Das bedeutet, dass die Mitteltöne stärker eingefärbt werden wie die Lichter und wie die Schatten. Genau das möchte ich haben. Und jetzt suche ich mir hier unten meistens so einen Orange-/Braunton aus, den ich dann komplett übers Bild übertrage. In diesem Fall habe ich jetzt einen einfarbigen Hintergrund, einen weißen Hintergrund. Das heißt, diese Farbfläche kommt auf dem weißen Hintergrund eigentlich kaum zur Geltung, nur ganz dezent, was in dem Fall eigentlich ganz gut aussieht. Solltet ihr einen grauen Hintergrund haben, dann müsst ihr eben jetzt einfach maskieren, indem ihr zum Beispiel die Ebene invertiert und dann auf die Haut das Ganze übertragt und zurückmalt. So, ich reduziere hier mal die Deckkraft. Und jetzt schauen wir mal den Vorher/nachher-Vergleich an. So sah das vorher aus, so nachher. Vorher, nachher. Auf diesem Farbfeld könnt ihr von links nach rechts die Sättigung steuern, von unten nach oben die Helligkeit, und gegebenenfalls, wenn da ein bisschen Kontrast verloren geht, könnt ihr den dann später noch über eine ganz normale Tonwertkorrektur ein bisschen reinbringen. Und so korrigiere ich meistens meine Haut. Ich gehe sehr viel nach Gefühl. Ich überlege immer, was passt zum Menschen. In dem Fall steht ihr die braune Haut ganz gut. Sie hat eine braune Augenfarbe. Und ich mag die Farbe sowieso. Und daher habe ich mich jetzt für diese Korrektur entschlossen. Wenn ihr eine etwas blassere Haut wollt, könnt ihr hier auch auf dieser Farbfläche gern mal ein bisschen ins Kühlere gehen, ins Entsättigte. Das kommt manchmal auch ganz gut, vielleicht sogar hier ein bisschen nach oben. Das ist auch ein bisschen Geschmackssache, experimentiert da definitiv ein klein wenig. Nun kennt ihr meinen Weg.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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