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Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

Hautbearbeitung

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Wie weit darf Hautbearbeitung gehen? Was ist typ- oder auftragsgerecht? Sie bekommen Techniken an die Hand, die Sie universal einsetzen können.
06:45

Transkript

Wie weit darf Hautbearbeitung heutzutage gehen? Im Speziellen die Hautweichzeichnung. Was ist typ- oder auftragsgerecht? Ich gebe Ihnen hier die Möglichkeiten zur Hand, die Sie universell einsetzen können. Hautweichzeichnung wird heutzutage leider noch immer etwas übertrieben. Ich gehe jetzt hier einmal auf 100 Prozent ran, und man sieht in diversen Fotoforen im Internet immer noch sehr viele Bilder, die hier so aussehen. Da wird hier einfach mit dem Weichzeichnungsfilter "Matter machen", die Hautstruktur komplett geglättet, und das wird dann wiederum über eine invertierte Maske mit dem Pinsel bei 100 Prozent auf die Haut aufgetragen. Die Augen werden schön ausgespart, damit der Unterschied von dieser Matschhaut zum Rest des Bildes auch deutlich sichtbar ist. Oft wird hier auch noch mal über die Wimpern drüber gegangen, dann sind auch die noch etwas weichgezeichnet. Hand, hier oben auch, und der Haaransatz, der wird immer ganz gerne vergessen, da hat man hier dann eine harte Kante. Hand - die Nase. Und ich zeige Ihnen jetzt einfach nur erst mal in diesem Bereich, und schauen Sie sich mal das vorher-nachher von der linken zur rechten Gesichtshälfte an: Das hat eigentlich nichts mehr mit Haut zu tun, das ist nur noch ein glatter Brei, der eigentlich mehr einer Schaufensterpuppe ähnelt, aber in dem Sinne nichts mehr mit Haut zu tun hat. Hautweichzeichnung heißt für mich immer, dass die Poren sichtbar bleiben, dass allerdings Störungen oder Verfärbungen der Haut beseitigt werden. Die Struktur der Haut der Person hier, die soll aber immer noch erkennbar sein. Die Haut soll sauber aussehen und gesund und einfach etwas abgesoftet. Und dazu möchte ich Ihnen jetzt zwei Möglichkeiten zeigen, die Sie auch ganz gut anpassen können. Ich lösche jetzt diese Ebene gleich mal wieder raus. Und dann mache ich mir hier zwei Ebenenkopien. Eine benenne ich um in "Aufhellen", die andere wird umbenannt in "Abdunkeln". Beide Ebenen werden in ein Smartobjekt umgewandelt. "In ein Smartobjekt konvertieren". Ebenso die obere Ebene. Jetzt setzte ich noch hier den Ebenenmodus entsprechend, wie ich diese beiden Ebenen benannt habe, auf "Aufhellen" und "Abdunkeln". Jetzt haben Sie hier die Lichter und die Tiefen im Bild separat. Photoshop kennt jetzt hier nur noch die hellen Bildbestandteile, und auf der "Abdunkeln"-Ebene nur noch die dunklen Bildbestandteile. D. h., ich kann jetzt hier die Lichter und die Tiefen getrennt voneinander weichzeichnen. Und das ist sehr praktisch, wie Sie gleich sehen werden. Ich nutze jetzt hier ebenfalls den Weichzeichnungsfilter "Matter machen". Ich nehme auch die gleiche Einstellung, wie ich es sie gerade vorher destruktiv auf der Ebenenkopie angewendet habe, zweimal die Gleiche. Die Haut sieht jetzt vielleicht sogar noch schlimmer aus. Aber ich habe hier jetzt die Möglichkeit mir die Deckkraft dieser beiden Ebenen zu regeln. Und ich stelle jetzt mal die beiden auf 50 Prozent, das ist immer ein guter Anfangswert. Und dann sehen Sie schon, dass die Hautstruktur hier wieder zum Vorschein kommt. Ich bin hier bei einer Ansicht von 200 Prozent. Bei 100 Prozent sieht das Ganze so aus. Schauen wir uns das "Vorher-Nachher" mal an: Die Hautstruktur, die ist zwar nach wie vor noch da, aber das Ganze wird "abgesoftet". Was ich natürlich noch machen muss, ist einmal, eine Maske hier pinseln und das auf die Haut auftragen. Mit der Methode haben Sie eine sehr schöne Kontrollmöglichkeit. Denn Sie können ja hier jederzeit auf den Filter "Matter machen" im Smartobjekt zurückgreifen, und können noch etwas vom Schwellenwert oder vom Radius verändern, und so die Weichheit der Haut jetzt ganz individuell in den Lichtern und in den Tiefen einstellen. Meistens muss man hier noch etwas zurückregeln. Dann kann man sehr gut erkennen, wie die Hautstruktur hier im Bild immer mehr wieder auftaucht. So sieht das für mich schon mal um einiges besser aus. Eine andere Methode, die sich mittlerweile in der Bildbearbeitungsszene ganz gut etabliert hat, ist das sogenannte Abpudern der Haut. Dazu duplizieren Sie sich hier die Hintergrundebene, invertieren die Ebene über Command+E bzw. Apfel+E, dann sieht das Ganze so aus. Sie haben dann also das Bildnegativ. Dieses wiederum setzen Sie in den Modus "Weiches Licht", verwandeln die Ebene in ein Smart-Object, damit Sie auch hier wieder die volle Kontrolle über die Filter haben, und dann nutzen Sie hier unter "Sonstige Filter" den "Hochpassfilter", und da können Sie dann schon sehen, wie die Haut hier abgepudert wird. Das können Sie sich dann individuell regeln, so wie wiech Sie das ganz gerne hätten. So bleiben die Strukturen durch den Hochpassfilter erhalten. Nur die Weichheit bzw. der Pudergehalt – wenn man das so sagen kann – der wird hiermit reguliert. Es ist auch eine sehr schöne, nicht destruktive Methode. Sie haben jederzeit Zugriff auf den Hochpassfilter, und können hier diese Einstellungen noch ändern. Alles was Sie dann noch machen müssen, ist das Ganze über die gedrückte Alt-Taste hier aus dem Bild zu nehmen, und dann über den Pinsel in der Maske auf die Haut bei 100 Prozent aufzutragen. Das sieht auf jeden Fall sehr, sehr viel natürlicher aus, als wenn Sie das einfach über einen Filter matter machen, auf eine Ebenen-Kopie oder mit anderen destruktiven Methoden bearbeiten. Sie müssen natürlich trotzdem noch die Haut reinigen. Sie müssen die Störungen noch entfernen. Aber wenn man sich das Vorher-Nachher nochmal anschaut, ich zoome auf 200 Prozent, dann ist das eine sehr schöne Lösung, die auch die Helligkeitsunterschiede der Haut etwas ausgleicht. Damit habe ich eine sehr gute Basis geschaffen, um hier ein wirklich schönes Hautbild zu bekommen. Diese zwei Methoden können Sie natürlich auch gern kombinieren. Schalten Sie die Ebenen einfach wieder an. Dann müssen Sie allerdings mit der Deckkraft sehr, sehr aufpassen, damit Sie nicht zu viel des Guten tun. Aber auch das kann in Extremfällen sehr nützlich sein. Sie haben also gesehen: Achten Sie darauf, dass Sie nicht destruktiv arbeiten, und dass Sie eine große Anpassungsmöglichkeit der Haut haben. Mit diesen zwei Techniken sind Sie in der Lage, den Grad der Weichheit individuell anzupassen.

Photoshop CS6: Retusche & Restaurierung

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5 Std. 3 min (47 Videos)
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