Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Calvinize V

Haut abpudern

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Mit der hier vorgestellten Technik können Sie Hautstellen bereinigen und Glanzstellen abmildern. Die Technik dahinter sind invertierte Ebenen und Filter. Wie das funktioniert, zeigt Ihnen Calvin Hollywood in diesem Video.

Transkript

Hinter dem Begriff Haut abpudern versteckt sich eine Technik, mit der man die Haut etwas bereinigen kann. Man kann quasi Glanzstellen abmildern. Man kann Flecken etwas aufhellen, dunkle Poren etwas bereinigen. Und daher habe ich diese Technik vor einigen Jahren mal als Haut abpudern bezeichnet. Und wie das Ganze funktioniert, das möchte ich euch jetzt in diesem Film zeigen. Zuerst einmal braucht ihr ein Pixelbild. Das bedeutet, wenn ihr schon ein Pixelbild habt, könnt ihr das einfach nur duplizieren oder eben ihr fasst die Ebenen zusammen, das spielt keine Rolle. Und auf diesem Ebenenduplikat, da werden wir jetzt quasi arbeiten. Ich nenne das Ganze mal Haut abpudern. Die Technik basiert darauf, dass man eigentlich Weichzeichnungsfilter nimmt, mit denen man dann die Poren wiedergewinnt, und Scharfzeichnungsfilter, um die Haut weicher zu machen. Ihr merkt schon, das klingt erstmal total verwirrend. Also ich kann ja jetzt die Haut ganz normal weichzeichnen zum Beispiel mit dem Gaußschen Weichzeichner oder mit Helligkeit interpolieren. Das sind Techniken, die kennt fast jeder. Doch ich habe mir dann irgendwann gedacht, ich invertiere das Bild einfach, also ich kehre es um, über Bild Korrekturen Umkehren. Und dadurch wird so ein Negativ draus. Und jetzt kann man auch die Scharfzeichnungsfilter nehmen, um die Haut weicher zu machen. Denn manche Scharfzeichnungsfilter haben mehr Regler als ein Weichzeichnungsfilter. So irgendwie kam ich damals auf diese Technik. Das heißt, wenn ich jetzt die Füllmethode hier auf zum Beispiel Strahlendes Licht setze, dann kann ich jetzt die Haut mit dem Hochpass-Filter weichzeichnen. Ich werde mal die Ebene wieder zurück invertieren, nur dass ihr mal seht, was sich dahinter verbirgt. So sieht es normal aus. So mit strahlendem Licht. Und wenn ich jetzt zum Beispiel den Hochpass-Filter nehme, dann bekomme ich ein sehr detailliertes Bild. Das ist so weit sehr spannend und so habe ich auch lange Zeit gearbeitet. Und, wie gesagt, ich habe mir dann irgendwann gedacht, lasst uns doch einfach mal diese Ebene hier invertieren, über Command+I oder Strg+I, und dann nochmal den Hochpass-Filter anwenden. Dann müsste ja das Gegenteil passieren. Und so war es dann auch wirklich. Man hat auf einmal eine viel weichere Haut bekommen. Ja, und 15 Pixel, das ist auch hier schonmal ein guter Wert. Ich habe dann später auch mit ein paar Tipps von Natalia Taffarel; die übrigens diese Technik dann auch angenommen hat, und sie hat sie noch ein bisschen verfeinert, hat gesagt so einen Drittelwert, oder einen Wert hier wählen, den man durch 3 teilen kann. Den nehme ich dann auch in der letzten Zeit immer an in meinen Tutorials. Jetzt nehmen wir hier mal 15 Pixel. Wichtig ist, dass jetzt die Haut weich ist. Das ist erstmal das primäre Ziel. Und so habe ich auch lange Zeit gearbeitet, mit diesen Werten. Das Problem war nur, die Poren sind weg. Wenn man näher heranzoomt, man sieht hier noch was, aber das sind keine Poren. Dann habe ich mir überlegt, wie kommt man jetzt wieder an die Poren? Und auf einem Fotografenstammtisch, ich glaube es war sogar in Karlsruhe, hat dann mal irgendwann ein Fotograf gesagt, er nimmt für die Hautretusche den Gaußschen Weichzeichner. Dann hat ein anderer gemeint, damit macht man doch die Poren kaputt, du willst doch das Gegenteil erreichen. Und das war für mich das Stichwort, jetzt den Gaußschen Weichzeichner zu testen, denn der macht die Poren eigentlich kaputt, aber da wir uns ja im umgekehrten Modus befinden, müsste genau das Gegenteil passieren. Das heißt, bei 0 Pixel sehen wir noch nichts, aber je höher wir jetzt mit dem Wert gehen, umso besser kommen diese Poren wieder zurück. Und ich nehme mal jetzt einen Drittelwert von den 15 Pixeln. Und jetzt schaut euch mal diese perfekte Haut an. Das ist doch der absolute Wahnsinn. Ich zoome da mal etwas näher heran, dass ihr das sehen könnt. Und jetzt schaut mal auf den Vorher/nachher-Vergleich, vorher, nachher, vorher, nachher. Ich zoome mal etwas näher heran. Vorher, nachher. Ihr seht, Flecken werden entfernt, aber die Poren bleiben eins zu eins erhalten. Und wenn das einem noch nicht genug ist, dann könnt ihr von Strahlendes Licht auf Lineares Licht wechseln. Und dann wird es noch besser. Vorher, nachher. Vorher, nachher. Ihr bekommt eine makellose Haut, eine perfekte Haut, und das geht sogar bei einer richtig schwierigen Haut. Mit dieser Technik bekommt ihr eine sehr, sehr schöne Haut. Und was ihr nicht tun solltet: Ihr solltet diesen Effekt auf keinen Fall zu 100 Prozent anwenden. Aber das zeige ich euch jetzt gleich, wie das Ganze dann in der Praxis angewandt wird. So, jetzt will ich das Ganze noch anwenden. Dieser Effekt ist natürlich zu stark. Wir brauchen diesen Effekt ja auch nicht unbedingt über den Augen. Deswegen würde ich vorschlagen, dass ihr euch den kompletten Effekt erst einmal mit gedrückter Alt-Taste und mit einem Klick auf dieses Maskensymbol erstmal komplett ausblendet. Das heißt, ihr bekommt eine schwarze Maske, der Effekt ist nicht zu sehen. Und jetzt malt ihr euch an den Stellen den Effekt zurück, wo ihr ihn haben wollt. Ich nehme mir also einen Pinsel, ich fange hier mal an mit 30 Prozent Deckkraft. Und was vielleicht ganz wichtig ist. Wenn ihr mal in die Pinseleinstellungen geht, schaut, dass ihr hier alles deaktiviert habt. Ihr könnt natürlich auch mit Druck arbeiten, das empfehle ich hier aber nicht. Wenn ich jetzt mit Druck arbeiten würde und male dann hier mit 30 Prozent, und ich verschieden stark drücke, dann kann es sein, dass die Haut fleckig erscheint. Genauso würde ich nicht mit Fluss arbeiten, weil ich ja nie weiß, wie oft ich über dieselbe Stelle male. Und dann kann es sein, dass es da auch fleckig wird. Ich empfehle Fluss 100 Prozent, eine Deckkraft von 30 Prozent. Und jetzt müsst ihr aufpassen. Ich werde jetzt hier mal eine Härte von etwa 20, 30 Prozent nehmen. Und male jetzt mal nur über die Stirn, mit weißer Farbe. Ich setze den Pinsel nicht ab, das ist ganz wichtig, und merke mir jetzt auch, wo ich gemalt habe. Also ich bin wirklich bis Augenbrauenhöhe gegangen, habe mir den ganzen oberen Bereich vorgenommen, und setze jetzt erst ab. Jetzt weiß ich, ich habe nur die Stirn bearbeitet. Und jetzt muss ich hier auch wieder ansetzen. Es ist ganz wichtig für mich, dass ich nicht doppelt über die gleiche Stelle male. Und so kann ich mir dann etwa merken, wo ich schon gewesen bin. Jetzt gehen wir etwas unter Nasenhöhe. Und dann gehe ich mit dem Bild weiter nach unten, und setze jetzt quasi da nochmal an, wo ich nochmal drübergehen möchte. Wenn ich zu oft hier über die Lippen fahre, dann seht ihr schon, wird es schwammig. Das kann ich natürlich wieder zurücknehmen, indem ich mit schwarzer Pinselfarbe wieder hier ein bisschen über die Konturen male. Also ich würde mir hier bei Anbringung schon etwas mehr Mühe geben. Und da, wo ihr den Effekt verstärken wollt, jetzt vielleicht gerade mal in diesem Bereich hier, da ist so ein sehr harter Übergang, da malt ihr einfach öfter drüber, indem ihr immer wieder absetzt und nochmal über dieselbe Stelle drübermalt. Also sucht euch die Bereiche raus, wo ihr sagt, "Mensch, das ist noch nicht schön". Und da könnt ihr dann nochmal drübermalen. Ich empfehle bei der Retusche generell, eher mit, normal, Reparatur-Pinsel und so weiter zu arbeiten, sich da sehr viel Mühe zu geben, und diese Technik nur für die Notfälle anzubringen, beziehungsweise da, wo halt sehr fleckige Übergänge sind, wie vielleicht hier oben, dass man das ein bisschen angleichen kann. Generell, übers ganze Bild pauschal, na ja. Also versucht, diese Technik Haut abpudern nur dann einzusetzen, wenn es wirklich notwendig ist. Denkt auch immer dran, je weiter man herauszoomt, um so glatter wird die Haut auch, also definitiv nicht übertreiben. Tue ich mal aus dem Bild herauszoomen, es von weit her betrachten, dann wieder etwas näher heranzoomen; und dann findet ihr da schon so eine passende Dosis. Ist natürlich auch immer so eine Frage des Geschmacks. Und passt auch immer mit den Konturen auf, dass da keine Säume entstehen, immer vorsichtig mit dem Pinsel malen. Und auf keinen Fall zu oft klicken. Also nicht Klick, Klick, Klick, sondern eher über einem Bereich absetzen, und bei Bedarf nochmal drüber. Und dann sollte das mit dem Hautabpudern zukünftig keine großen Probleme mehr bereiten.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!