Porträt- und Beautyretusche

Haut "abpudern"

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Wer weichere Hautzeichnung erreichen will, ohne die Poren zu zerstören, sollte diese Technik kennen.

Transkript

Es gibt mit Sicherheit genügend Bilder, Motive, bei denen wir die Haut etwas weicher haben wollen, allerdings ohne die Poren zu zerstören. und hier kommt die Technik Haut abpudern Wie das funktioniert, haben bestimmt einige Kenner meiner vergangenen Videotrainings schon gesehen. In diesem Film werde ich jetzt die aktuellste Version von dieser Technik vorstellen. Und mit dieser Technik ist man wunderbar in der Lage, eine Haut viel angenehmer, viel weicher, viel schöner zu gestalten, ohne das man auch nur eine Pore zerstört. Man bekommt also ein relativ natürliches Ergebnis. Wie das Ganze jetzt funktioniert? Es wird auf den ersten Blick etwas kompliziert. Das Tolle ist, dass man auch jetzt die folgenden Schritte alle automatisieren kann, und später sich die Grundlage mit nur einer Taste schaffen kann, indem man eine Aktion z. B. abspielt. Wir werden das Ganze jetzt langsam, Schritt für Schritt gemeinsam durchführen, und ich werde jedes Detail erklären. Zuerst einmal brauchen wir eine Kopie. Dazu dupliziere ich diese Ebene, indem ich sie entweder nach unten ziehe oder mit "Strg" + "J", bzw. "Command" + "J". Und diese Ebene ist meine Haut abpudern-Ebene. Das Ganze funktioniert jetzt wie folgt. Was wir nicht machen wollen ist den Gaußschen Weichzeichner hier blank anwenden. Denn das Ziel einer Hautbearbeitung sollte meiner Meinung nach niemals darin liegen, eine Haut unscharf zu gestalten, verschwommen wirken zu lassen. Natürlich sorgt das auch für einen etwas weicheren Eindruck, aber ich finde es besser wir konzentrieren uns darauf, helle und dunkle Bildpixel anzugleichen. Und da sehen wir hier, dass hier einfach noch genügend Unterschiede vorhanden sind zwischen hellen und dunklen Bildinformationen. Wir haben die Ebene dupliziert, und als nächstes kehren wir diese Ebene um. Wir invertieren sie, und das Ganze könne wir über Bild/Korrekturen/Umkehren machen. Hier hinten dran sieht man auch nochmal den Shortcut. Und jetzt haben wir ein Negativ. Das sieht erstmal etwas gewöhnungsbedürftig aus, aber wenn das Ganze so aussieht, dann sind wir auf dem richtigen Weg. Warum wird die Ebene invertiert? Ist eigentlich ganz einfach und simple. Es gibt ein paar Retusche-Werkzeuge, bzw. ein paar Filter, die hervorragende Einstellungsmöglichkeiten bieten, doch diese Filter sind Scharfzeichnungsfilter, oder Filter die man eigentlich nutzt um Details zu gewinnen, wie z. B. der Hochpassfilter. Wenn wir aber eine Ebene invertieren, sind wir in der Lage, so ziemlich jeden Filter in Photoshop genau in die Gegenrichtung einzusetzen, und das kann unter vielen Voraussetzungen ein sehr großer Vorteil sein. Und das möchten wir hier jetzt machen. Ich möchte jetzt gleich den Hochpassfilter anwenden. Doch bevor ich den anwende, muss ich noch eine Vorbereitung treffen. Denn wenn ich ihn blank anwende, habe ich keine gute Sichtkontrolle, und die Haut sieht alles andere als weich aus. Daher ist die nächste Vorbereitung, dass wir hier auf die Füllmethode Strahlendes Licht wechseln. Es ist auch ganz wichtig, dass man hier zuerst Strahlendes Licht wählt. Wir werden zwar später noch auf Lineares Licht wechseln, doch bei Strahlendes Licht haben wir gleich eine wunderbare Sichtkontrolle. Nachdem wir jetzt die Füllmethode gewechselt haben, wende ich den Filter an Hochpass und kann jetzt wunderbar sehen, wie weich die Haut denn ist. Nehmen wir zuerst z. B. einmal 4 Pixel, dann sieht man, so ganz weich ist die Haut noch nicht, man kann hier einfach noch sehr viele Differenzen sehen, helle, dunkle Bildpixel, deswegen gehen wir einfach mal höher, gehen wir mal auf 40 Pixel. Das sieht schon viel besser aus, aber wirkt mir jetzt hier an den Konturen noch etwas zu schwammig. Wir gehen hier mal auf 16 Pixel, und das sieht jetzt schon ganz gut aus. Die Haut ist total glatt, und keine Pore ist vorhanden. Ich wähle hier einen Wert von 16, dieser Wert ist jetzt durch vier teilbar. Warum ich genau 16 wähle, und der auch teilbar sein sollte, dazu gleich mehr. Ich bestätige hier mal bei einem Wert von 16 Pixel. Und jetzt geht es natürlich darum, die Poren wiederzuholen. Und wenn man die Poren jetzt wiederholen möchte, muss man einfach nach einem Filter suchen, der eigentlich die Poren zerstören würde. Warum muss man so suchen? Vielleicht erinnert ihr euch noch? Wir haben die Ebene ja invertiert, und alles was wir jetzt machen, wirkt sich in die entgegengesetzte Richtung aus. Also welcher Filter kommt jetzt wohl in Frage, der eigentlich alles matschig macht, oder eigentlich Poren zerstört. Genau, der Gaußsche Weichzeichner. Das ist ein Filter davon. Wählen wir jetzt über Weichzeichnungsfilter den Gaußschen Weichzeichner aus, und jetzt kommt der Wert "16" zum Tragen. Ich möchte jetzt hier in diesem Dialog ein Viertel an Wert wählen von "16". In dem Fall ist das relativ einfach und wir nehmen den Wert "4". und tragen den jetzt hier in diesem Dialog ein und dann kommen wir zu einem relativ guten Verhältnis. Und jetzt kann man gut erkennen, wie weich die Haut geworden ist. Und wir können das Ganze auch noch steigern, indem wir von Strahlendes Licht auf Lineares Licht gehen. Und jetzt schaut euch mal bitte den Vorher/Nachher-Vergleich an. Achtung. Vorher. Nachher. Vorher. Nachher. Die Haut ist schön weich, alle Flecken wurden entfernt. aber die Poren, achtet hier mal drauf, die bleiben alle eins zu eins erhalten. Und das ist das Tolle an dieser Technik. Alles was wir jetzt noch tun müssen, weil so können wir es nicht lassen, ausmaskieren, d. h. wir erstellen uns eine Maske und malen dann an der Stelle den Effekt zurück, wo wir ihn denn im Bild brauchen. Für die Photoshop-Profis empfehle ich noch, dass man, bevor man einen Filter anwendet, auch noch die Ebene als Smart-Objekt umwandeln kann, dann kann man die Einstellung jederzeit korrigieren, und ich empfehle definitiv die Automatisierung dieser Ebene, weil man dann später einfach Zeit sparen kann, mit einem Knopfdruck die Aktion abrufen, und dann geht's direkt schon los mit dem Übertragen der weichen Haut. Ich erstelle mir jetzt eine schwarze Maske mit gedrückter "Alt"-Taste, blende somit den kompletten Effekt aus, und male mir jetzt vorsichtig diese Veränderung zurück ins Bild. Ich nehme meinen Pinsel und ich empfehle hier erstmal vielleicht mit 30 Prozent vorzugehen, und male hier jetzt, oder nennen wir es einmal, wir pudern jetzt hier die Haut ab. und alles wird sanfter und angenehmer. Aufpassen. Gehe ich über den selben Bereich nochmal, wird die Wirkung verstärkt. Und wie bei allem, sollte man auch hier sich konzentrieren und mit Gefühl arbeiten. Hier haben wir z. B. ein Bereich, wo wir ein bisschen drüber malen können Ich würde auch sagen, dass das Modell es nicht nötig hat, dass wir das machen, die Haut sieht schon ganz gut aus, aber gerade hier oben am Haar-Rand sieht man das nochmal sehr gut. Ich werde nochmal etwas übertreiben, damit man das besser sieht, ich jetzt hier drüber gehe, da oben bin ich jetzt fast ein wenig zu weit rangegangen, und jetzt schauen wir hier mal, Vorher, Nachher, Vorher, Nachher. Ganz wichtig ist auch, dass man hier bei dieser Technik definitiv nicht übertreibt. Sucht euch einfach die Stellen heraus, wo ihr sagt, da sieht man es schon ganz gut, hier sind noch Differenzen vorhanden, also male ich hier jetzt mit weniger Deckkraft drüber und wenn es noch zu wenig ist, einfach nochmal. Und dann hat man diese Bereiche super angepasst, hell und dunkel verschmilzt und es sieht dann wesentlich angenehmer aus. Das ist die Technik Haut abpudern. Man sieht, es sind ein paar Schritte, und es ist mit Sicherheit nciht ganz so einfach beim ersten Mal. Aber geht das einfach ganz in Ruhe durch, und festigt diesen Workflow, indem ihr es fünf, sechs, sieben, acht mal in Folge macht, dann vergesst ihr das auch nicht mehr. Die Technik ist es locker wert, Sie wird wirklich für ein sehr natürliches Hautbild sorgen, und ich kann diese Technik wirklich nur wärmstens empfehlen. Viel Spaß damit.

Porträt- und Beautyretusche

Profitieren Sie von Calvin Hollywoods langjähriger Erfahrung als Fotograf und lassen Sie sich detailliert die State-of-the-Art-Techniken zur Porträt- und Beautyretusche erklären.

6 Std. 20 min (66 Videos)
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