Premiere Pro CS6 Grundkurs

Hardware- und Software-Voraussetzungen

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Welche Hard- und Software braucht man und was sind die Voraussetzungen für die Mercury Playback Engine von Premiere Pro?
10:40

Transkript

Wenn ich ein neues Premiere Projekt anlegen möchte, werde ich ja zunächst gefragt, was für einen Renderer ich benutzen möchte. Die Mercury Playback Engine mit der GPU Beschleunigung oder die Mercury Playback Engine im Software Modus. Gute Frage,was man hier nehmen soll. Im nächsten Schritt wird es nicht einfacher denn wir müssen uns für ein Format entscheiden. Legen wir dafür erst mal ein Projekt an, legen es auf den Desktop nennen es Performance, das wird mein neuer Ordner. Das Projekt nennen wir ebenfalls Performance und bestätigen mit OK. Jetzt kommt die zweite Übersicht und ich muss mich für eines der vielen Materialien entschieden. In der Regel, als Tipp, nimmt man das, was ich mit der Kamera aufgezeichnet habe. Aber vielleicht wollen wir hier erst mal eine Übersicht erzeugen, was es alles gibt an Materialien und was für Voraussetzungen man dafür vielleicht mitbringen muss, hardwareseitig und softwareseitig. Das Gute ist, das man beides jederzeit umstellen kann Ich kann sowohl in die Projekt- einstellungen gehen, auf Allgemein, und kann hier den Renderer umschalten zwischen GPU Beschleunigung und dem Software Modus und ich kann auch jederzeit eine neue Sequenz anlegen, und lande dann noch mal in dem Dialog, wo ich mich für ein anderes Format entscheiden kann. Was brauche ich denn für Hardware- und Software Voraussetzungen für die entsprechenden Formate? Ich hab da mal so eine kleine Übersicht über die Formate erstellt, die mir Premiere zur Verfügung stellt. Das reicht von ARRI bis DSLR, DV, XDCAM-EX AVC-Intra, RED, HDV und viele mehr. Das sind alles Aufzeichnungsformate von verschiedenen Kameras. Und je nachdem, welches Format ich verwende, brauche ich vielleicht auch andere Hardware, die es mir ermöglicht, mit diesem Format vernünftig zu arbeiten. Das sehen wir uns im nächsten Slide an. Ich hab die Formate hier nach Performance in Bezug auf Prozessor oder Grafikkarte aufgelistet. Prozessor, das ist der Software-Modus, also die Mercury Engine im Software-Modus wird komplett über den Prozessor bearbeitet. Und wenn ich DV oder DCVPRO-50 Material bearbeite, ist das keine großer Herausforderung für den Prozessor. Das schafft man mittlerweile mit jedem Laptop wenn es nicht das allerletzte Modell von vor 10 Jahren ist. Aber größere Dinge wie Canon XF, DSLR, AVC-Intra oder auch AVCHD diese Materialien sind so stark komprimiert, dass der Computer alleine so viel rechnen müsste, dass oft die Bilder anfangen zu ruckeln. Hier kann sich Premiere dann von einer entsprechenden Grafikkarte helfen lassen. Diese Grafikkarte ist dann in der Lage, z.B. Effekte, Kompositionen, Schnitte, Blenden und ähnliches zu berechnen, so dass der Prozessor sich ganz darauf fokussieren kann, das Material zu decodieren oder wieder zu codieren und teilweise hilft sogar dabei die Grafikkarte. Auf der Grafikkarte sitzt ein Chip, dort spricht man von der GPU der Grafics Processing Unit. Deswegen steht da oft irgend etwas von einer GPU, das bezieht sich dann auf die Grafikkarte. D.h., benutze ich jetzt letzteres, wie AVCHD, XDCAM-HD, AVC-Intra dann brauche ich wirklich High-End Systeme. Um das mal in aktuellen Prozessoren auszudrücken: Die ersten auf der linken Seite kann ich ohne Probleme mit einem DualCore Prozessor bearbeiten, für die weiter rechts müsste es schon eher Richtung QuadCore gehen. Da brauche ich einfach ein bisschen mehr Power und auch ein bisschen mehr Arbeitsspeicher denn mehr Prozessoren brauchen auch mehr Arbeitsspeicher. D.h. ganz auf der linken Seite kommt man mit 2-4 GB Arbeitsspeicher manchmal sogar einem Laptop und einer langsamen Grafikkarte aus. Auf der rechten Seite die Materialien, brauche ich eher den QuadCore Prozessor und, wenn es geht, zwischen 12 und 16 GB Arbeitsspeicher wenn ich nur mit Premiere arbeite. Und wenn man noch weitere Programme hinzunimmt kann das auch gerne etwas mehr sein. Also schauen Sie, bevor Sie die Kamera kaufen: Was ist das eigentlich für ein Gerät, das Sie da haben? Was ist das für ein Computer? Welches Material kann der noch flüssig bearbeiten? Oder umgekehrt: Sie schauen, was für einen Computer Sie haben entscheiden dann nach der Kamera oder kaufen den Computer entsprechend nach der Kamera. Je nachdem, was zuerst schon mal da ist. Jetzt sieht es aber aus Sicht des Speichers schon mal ganz anders aus. Und das wollen wir jetzt mal gegenüberstellen. Wenn wir uns mal den Speicherplatz der verschiedenen Formate anschauen, dann sehen wir, das die, die eben noch sehr aufwändig zu berechnen waren jetzt eher auf die linke Seite gerückt sind, so etwas wie AVCHD oder XDCAM-EX. Das sind Formate, die stark komprimiert werden und dadurch auf niedrigen Speicherplatz passen. Aber die brauchen um so mehr Prozessor-Power oder Grafikkarten-Power, damit der Computer dieses Format beim Abspielen wieder entpacken kann. Insofern hier eine Liste vom Speicherplatz Man kann grundsätzlich sagen, dass HD manchmal ein bisschen mehr benötigt als SD Varianten, aber das stimmt auch nicht immer, weil so etwas wie DVDPRO-50 z.B. nimmt mit 50 Mbit auf, ist aber eigentlich kein HD Material während XDCAM-EX stark komprimiert sind, oder AVCHD, und wesentlich weniger Speicherplatz in Anspruch nimmt. Und natürlich ganz rechts auf der Seite die wahnsinnig wenig komprimierten Materialien, die auch wenig Prozessor-Power brauchen, die brauchen die Grafikkarten-Power weil es einfach riesengroße Bilder sind, brauchen aber enorm viel Speicherplatz. Da sind manchmal, mehrere hundert MB pro Minute angebracht, während die anderen, DV und HDV weiss ich noch von früher, da waren es pro Stunde Videomaterial etwa 13 GB. Bei den höherwertigen Formaten wie AVC-Intra, XDCAM-HD422 oder so, da komme ich schon auf etliche Terrabyte für eine ähnliche Länge. Also insofern auch schauen: Welches Material habe ich? Was für Anforderungen an Prozessor und Grafikkarte hat dieses Material und wie viel Speicherplatz brauche ich, damit ich genug von diesem Material auf dem Computer ablegen kann. Die eben gesehenen Werte sind eher Richtlinien. Ich will jetzt nicht genau sagen, dass AVCHD bzw. AVC-Intra soundsoviel Megabyte mehr verbraucht, als XDCAM-HD, so ganz genau habe ich das nie gemessen, aber es sind in etwa gute Richtlinien. Was empfiehlt Adobe jetzt? Wir können ja mal kurz auf die Webseite schauen. Wenn ich die Grafikkarte mit hinzu schalten möchte, also wenn nicht nur der Prozessor alleine rechnen soll, sondern auch die Grafikkarte, dann muss ich hier ganz bestimmte Grafikkarten einsetzen. Und welche das sind, finde ich hier unter Technische Daten. Hier sieht man: OK, ein Intel Core 2 Duo reicht aus. Auf jeden Fall muss man dazu sagen, dass der Computer 64 Bit Unterstützung braucht. Ein älteres Windows XP mit 32 Bit läuft nicht mehr mit Premiere Pro. Also 64 Bit ist das absolute Minimum. Und 4 GB RAM, auch hier 8 GB empfohlen. Das sind Mindestwerte. Es kommt darauf an, wenn jetzt wirklich DV oder HDV bearbeitet kommt man damit aus, Aber wir haben eben schon gesehen bei den verschiedenen HD Varianten, je aufwändiger der Codec dann ist, umso mehr Power kann ich hier gebrauchen. Gehen wir mal weiter runter, hier einmal für Windows und Mac, das ist soweit klar. Aber hier kommt der interessante Part: die GPU Beschleunigung. Im Prinzip sind es nur bestimmte Grafikkarten, die Premiere nutzt, um diese GPU Beschleunigung freizuschalten. D.h. damit dieser Schalter beim Erstellen eines Projektes sich überhaupt vom Software-Modus auf den GPU, den CUDA Modus umschalten lässt, muss ich eine dieser Grafikkarten haben. Also eine GeForce GTX 285 oder eine Quadro FX 3800 oder am Mac System eine Quadro FX 4800, die läuft unter Windows und Mac. Es gibt tatsächlich Grafikkarten, die können Sie selber freischalten. Da kann ich hingehen und durch einen CUDA Hack sozusagen meine Grafikkarte, so es denn eine NVIDIA Grafikkarte ist, für Premiere freischalten. Aber das wird natürlich weder von mir, noch von Video2Brain, noch von Adobe noch von sonst irgend jemandem auf dieser Welt supported. D.h. diesen CUDA Hack, wie er genannt wird kann man durchführen, allerdings kann es funktionieren, muss aber nicht. Man schadet seinem System in der Regel damit auch nicht. Man kann es einfach ausprobieren und hoffen, dass sich danach beim nächsten Start von Premiere, trotzdem dieses Häkchen setzen lässt. Es gibt auf der Mac Plattform aktuell einige Computer mit einer AMD Grafikkarte, und das betrifft einige MacBook Modelle und einige iMacs. Die haben mittlerweile auch eine GPU Beschleunigung auf der Mac Seite. Ich habe von vielen Anwendern gehört, dass sie nicht mit der Leistung der CUDA Grafikkarte unter Windows, den NVIDA Grafikkarten mithalten können. Das liegt weder an AMD, sondern an der Unterstützung innerhalb von Premiere. Schauen wir noch mal ganz schnell, wo man Informationen dazu findet, wie man seine Grafikkarte freischalten lässt. Wir nennen das hier mal Premiere Pro Hacking CUDA. Und hier findet man jetzt diverse Artikel wie das im Einzelnen vonstatten geht. Wir suchen uns mal hier einen aus. Haben wir jetzt hier Glück? Das war jetzt gleich einer der nicht... ...den ersten hier... OK Hier gibt es eine Software, die das dann alles freischalten wird. Und hier ist dann die tatsächliche Anleitung dazu. Es sind ein paar Schritte, dann ist man in der Lage, auch mit einer nicht zertifizierten Grafikkarte, so sie denn von NVIDIA kommt und genug Speicher und Power hat, hier dieses Häkchen in Premiere Pro unter Projekt, Projekteinstellungen Allgemein vom Software-Modus auf den GPU Modus umzustellen. Aber wie gesagt, weder ich noch sonst irgend jemand würde dafür Support geben. Deswegen gibt es die zertifizierten Grafikkarten. Die sind von Adobe getestet und ich lege Ihnen auf jeden Fall nahe, eine davon einzusetzen.

Premiere Pro CS6 Grundkurs

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11 Std. 48 min (91 Videos)
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