Nachtfotografie: Light Painting und Wanderlicht

Handhabung und Abänderung am Blitz

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Hier verrät Blitzlicht-Fan Uwe Statz, wie er mit seinen Blitzgeräten umgeht, um Farbtemperatur, Leuchtkraft, Blitzrichtung oder Strahlbreite optimal in Einklang zu bringen.
05:55

Transkript

Ich bin überzeugter Blitzer seit 2004, und das ist im digitalen Zeitalter schon eine ganze Weile. Als ich damit begonnen habe, gab es sehr wenige Möglichkeiten, auf das System Blitzlicht einzuwirken. Der Markt hat sich erst in den letzten Jahren rasant entwickelt. Zuvor waren die Möglichkeiten den Studiofotografen vorbehalten, also musste man sich die Möglichkeiten selbst schaffen und eigens Hand anlegen. Am wichtigsten ist mir die Erkenntnis, dass wir unser Licht oft verändern, ja reduzieren, lenken, erweichen, richten, vergrößern müssen, um ein Motiv nach unseren Vorstellungen auszuleuchten. Und das kann mit einer "gelben Sacklösung" genauso funktionieren, wie mit einem kommerziellen Produkt. Vielleicht fangen Sie ja mit einer Selbstbauweise an, um Erfahrungen zu sammeln, und irgendwann kaufen Sie sich vielleicht ein stabileres Produkt, welches sich praktikabler und dauerhafter einsetzen lässt. Um das in die Breite strahlende Blitzlicht, punktueller scheinen zu lassen, muss die Strahlkraft beeinträchtigt werden. Das erreiche ich, indem ich dem Blitz eine Richtung vorgebe und ihn zwinge, seine Leuchtkraft zu bündeln. Hierzu können wir [unverständlich] eine Milchtüte oder eine Weichspülerflasche benutzen. Und das hier ist so eine Weichspülerflasche, die jetzt schon ja mehrere Updates erfahren hat. Sie war genau wie diese Flasche durchsichtig. Die habe ich dann erst mal mit solchem Tape beklebt, dass eben kein Licht durchkommt, weil sonst wäre es relativ sinnlos und habe die ein bisschen zugeschnitten, so, dass die eben wunderbar auf den Blitz passt, und dadurch, man sieht es auch, dass Licht eine Richtung bekommt und sehr gebündelt erscheint. Und dann habe ich noch ein anderes Band außenrum geklebt, einfach nur, dass sie schöner aussieht und noch dichter ist. Und wenn man jetzt... Also immer noch einen Tipp: Niemals diese, dieser Verschluss, wegwerfen, weil da kann man auch noch ein kleines Loch einbohren, und dieses Loch bewirkt, dass sich das Licht noch mehr bündelt. So kann ich mit dem Blitz vielleicht noch kleinere Akzente setzen. Vielleicht im Makrobereich oder jetzt auch mit dem magischen Licht, wann der Blitz einfach, je nachdem, wie groß das Loch ist, feineres Licht dosiert. Und eigentlich ganz egal, was Sie benutzen, wichtig ist die Funktion der Lichtkontrolle und nicht das Aussehen. Wichtig dabei zu beachten ist, dass die Kamera das Licht von dem Blitz nicht sehen darf, weil sonst die Lichtquelle ja selbst im Bild ist. Diesen häufigsten Fehler, gilt es einfach zu vermeiden. Der Blitz gibt sein Licht in der Farbe des Tageslichts ab. Das heißt, wenn Sie bei Tageslicht den Blitz einsetzen, sieht das Licht neutral aus. Möchten Sie den Blitz aber als Wanderlicht, ja Wanderblitz verwenden, also Ihr Motiv mit einzelnen, manuell ausgelösten Blitzfolgen ausleuchten, dann können Sie auch Einfluss auf die Farbe des Blitzlichts nehmen. Und das ist, klingt sehr kompliziert, ist es aber überhaupt nicht. Es sind einfach nur kleine Folien, die man vor dem Blitz befestigt, Das kann mit einem Tape sein. Es gibt auch Blitzhalter. Ich würde hier ein Tape bevorzugen. Und das Licht des Blitzes muss sich jetzt hier durchzwängen, und schon nimmt es die Farbe an. Also hier sind es Effektfolien. Die gibt es meistens als Packungen zu kaufen. Die Rot und Blau eher, Effektfolien. Hier in der Mitte ist eine orangene Folie, die eher eine Korrekturfolie ist, die man eigentlich beim Blitz einsetzt, um das Licht wie eine Glühbirne scheinen zu lassen, um in einer Mischlichtsituation, mit Glühbirne sozusagen das anzupassen. Und diese Folie kann ich wunderbar beim Wanderlicht einsetzen, Wanderblitz, indem ich so was, wie in Sonnenuntergangslicht, ein sehr warmes Licht quasi dem Blitz mitgebe. Und ich finde, dass sich der Wanderblitzeinsatz hauptsächlich für die Ausleuchtung größerer Motive eignet. Auch hier begibt man sich in das Sichtfeld der Kamera und leuchtet das Objekt nach seinen Vorstellungen aus, indem man den Blitz händisch per Druck auf eine meist farbig unterlegte Taste auslöst. Die Leuchtkraft lässt sich im manuellen Modus von dem 128. bis volle Leistung am Blitz selbst einstellen. Die Vorgehensweise ist fast gleich, wie bei der Arbeit mit einer Taschenlampe, aber es gibt einen großen Unterschied. Mit Blitz wird mein Objekt immer nur für sehr kurze Zeit angeleuchtet. Und deshalb kann ich die Ausleuchtung kaum sehen, kaum spüren. Ansonsten aber verhält es sich ähnlich wie mit einer Taschenlampe. Sie belichten für eine gewünschte Dauer und gehen mit dem Blitz ins Bild. Dann lösen Sie an beliebigen Stellen aus, um das Licht dahin zu bekommen, wo Sie es gerne haben wollen.

Nachtfotografie: Light Painting und Wanderlicht

Erschaffen Sie außergewöhnliche Fotografien dank Langzeitbelichtung und der richtigen Technik. Lernen Sie, Szenen effektvoll zu beleuchten und mit Licht zu malen.

2 Std. 18 min (27 Videos)
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