Media Encoder CC Grundkurs

H.264-Grundlagen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Dieses Video bietet einen Überblick über die Grundlagen des H.264-Formats. Dieses verfügt im Media Encoder über die meisten zur Verfügung stehenden Kodierungsvorlagen, welche für unterschiedliche Versionen einzelner Geräte verwendet werden können.
12:20

Transkript

Es kommt nicht von irgendwo her, dass wenn ich einen Clip lade, in das H.264-Format gehe. Dass ich hier von allen Formaten am meisten Presets, also am meisten Vorgaben finde. Die Liste zum Herunterscrollen ist ewig lang. Da ist es schon eine bessere Herangehensweise, hier zum Beispiel direkt zu sagen, ich möchte "Geräte", denn das ist besser sortiert. Ich kann sagen, ich möchte Geräte von Apple, von Android, also Geräte mit Android-Betriebssystem, Ich möchte hier nur Tabletcomputer angezeigt haben, oder auch spezielle Geräte, wie Nook-Tablets oder auch Mobiltelefone. Tatsächlich benutze ich auch hier H.264, aber auch im Bereich "Webvideo", wo ich sage "Youtube". Diese ganzen Profile werden hier in H.264 einfach zusammengemischt, Wenn ich jetzt hier reingehe, habe ich einfach alles. Und da stellt man sich schon die Frage: Warum ist ein Format so vielseitig? Und die Antwort ist eigentlich ganz einfach. Probieren Sie mal ein Video mit einem IPhone 4s aufzunehmen und das auf einem IPhone 3G abzuspielen. Da werden Sie kein Ergebnis bekommen. Und das ist nur eins von vielen Beispielen. Das Problem bei H.264 ist, dass es Video abspielt, hier zum Beispiel im "3GP"-Format, mit 220 mal 176 Pixeln und 15 Frames pro Sekunde. Und wer sich noch dran erinnert, das waren so Videoclips, die von den ersten, ich nenne sie jetzt mal Feature-Phones aufgenommen worden sind, die noch nicht so richtig smart waren, aber schon ein bisschen mehr konnten. Zumindest Video im Daumennagelkino-Format. Und mittlerweile können ja auch Mobiltelefone hier schon volle HD-Auflösung abspielen. Und auch, wenn ich weiter runter scrolle, kann ich ja hier volle HD-Auflösung beispielsweise auf Youtube oder Vimeo stellen. Sehen wir hier jetzt entsprechend. Ich kann aber H.264 auch in der Blu-ray-Variante, natürlich nur mit HD-Varianten, dann in den Profilen abspielen. Das heißt, ich habe einen Videocodec, der anscheinend alles kann. Worauf muss ich dann jetzt also achten? Und dazu machen wir mal ein kurzes Experiment. Wir gehen mal in den Browser und wollen einfach mal rausfinden, wie H.264 auf dem IPhone ankommt. Und dann sagen wir hier einfach mal, wir suchen mal nach "h264 profile iphone". Und schauen mal hier, ob wir möglichst einfach zu den technischen Spezifikationen kommen. Zur Not sage ich hier nochmal "specifikation". Und da bin ich richtig gelandet. Hier auf der Apple-Seite, alle technische Daten zum IPhone 5. Und wenn ich jetzt hier mal runterscrolle, Klar, wir sehen hier die verschiedenen Farben, aber mich interessieren natürlich hier die TV- und Videoeigenschaften. Da wird mir gesagt, H.264-Video wird unterstützt, mit bis zu 1080p, 30 Bildern pro Sekunde. Und dann kommen hier zwei ganz entscheidende Informationen: High Profile und Level 4.1. Wer aufgepasst hat, dem ist das auch schon in dem Media Encoder begegnet. Wenn ich hier nochmal kurz zurück gehe und gehe jetzt mal in die Formateinstellungen, und hier unter Video, dann finde ich hier immer so Informationen wir Profil, "Hauptoption" und "Hoch", und Level, "4" oder "4.1". Das war jetzt für Blu-ray. Schalten wir mal hier auf H.264 um. Und schalten wir mal die Quelloptionen aus, dann sehe ich, es gibt sogar noch eins mehr,. nämlich "Einfach", "Hauptoption" und "Hoch". Im Internet fidnet man die häufig unter "Baseline", "Main" und "High". Und Level, mehr als einem lieb ist. Von Level 1 bis Level 5.1. Was bedeuten diese Eigenschaften Profil und Level jetzt? Wir wissen jetzt also, das IPhone 5 kann hier - ich habe es jetzt gerade nicht mehr im Kopf - aber High Profile, Level 4.1. Das heißt, ich kann hier hingehen und sagen hohes Profil, Level 4.1 und dann sehe ich, ich kann auch 1920 mal 1080. Jetzt würde ich ein bisschen weitersuchen. Das zeigt mir nicht mehr Apple auf der Webseite an, aber was kann eigentlich so ein älteres Gerät? Und dann kann man hier jetzt vielleicht nur noch finden, dass es "Hauptoption", also "Main" kann. und Level 3.1. Und da kann ich mit einmal nicht mehr volle HD-Auflösung. Wenn ich jetzt sage "1920", bekomme ich hier eine Fehlermeldung, zumindest dann, wenn ich gleichzeitig noch versuche "1080" einzugeben. Dann sagt er mir jetzt, das Bild ist zu groß, das passt hier nicht mehr. Das liegt unter anderem daran, dass so ein Gerät, ein älteres Gerät, ja auch gar nicht in der Lage wäre, Video in der Größe abzuspielen. Die Antwort hat wie immer Wikipedia. Und wenn man hier mal den H.264-Artikel aufmacht und durchliest, dann kratzt man sich ein bisschen am Kopf und sagt sich so: Was wollen die da von mir? Aber es gibt zwei ganz interessante Tabellen. Nämlich einmal die Tabelle mit den Profilen. Und hier sehen wir die Profile wieder, "Baseline", "Main" und "High". Und auch noch ein paar andere, die aber jetzt für unsere Distributionszwecke keine große Rolle spielen Und ich versuche das jetzt mal ein bisschen zu vereinfachen, was dahinter steckt. Wir sind ja alle keine Codec-Entwickler und wollen auch nicht einen eigenen H.264-Codec schreiben. Aber innerhalb von "Baseline", "Main" und "High" gibt es Encoding -Technologien, die wurden für H.264-Video entwickelt. Da gibt es so was wie "I- and P-Slices", oder "CABAC Entropy Coding". "Data Partinioning" und "Redundant Slices". Ehrlich gesagt habe ich selber überhaupt keine Ahnung, was das ist. Ich weiß nicht, was ein "Flexible Macroblock Ordering" ist. Ist mir eigentlich auch relativ egal. Aber ich könnte mir vorstellen, dass "CABAC Entropy Coding" etwas ist, was ein Gerät benötigt, das richtig schnell ist. Weil es braucht ein "Main"-Profile oder auch ein "High"-Profile. Ein Gerät mit dem "Baseline"-Profile ist nicht in der Lage "CABAC Entropy Coding" abzuspielen. Vielleicht wäre der Akku nach anderthalb Minuten alle oder der Prozessor würde qualmen, aber der Codec oder, sagen wir dieses Kodierungsverfahren, der Algorithmus, ist einfach zu komplex. Wenn wir weiter runter gehen, sehen wir hier gibt es unglaublich viele Einstellungen. Jetzt stellen Sie sich mal vor, wenn Sie ein Video kodieren müssten oder wollten, dann müssten Sie das alles einstellen und sagen, ja, ich will "I- and P-Slices", nein, ich will kein "CABAC Entropy Coding", ja, ich will "Data Partitioning" ... Da würde man ja wahnsinnig werden. Also es ist viel einfacher zu sagen, ich möchte "Baseline", "Main" oder "High". Und jetzt gucke ich nur, das Gerät, auf dem ich das abspielen kann, was bietet das für ein Profil an? Kann das "Main", "High" oder "Baseline". Und dann entscheidet der Media Encoder, ob "Arbitrary Slice Ordering" benutzt wird, oder "Data Partitioning", oder irgendwas anderes. Also, ab jetzt können wir das hier streichen. Wir wissen, wir haben hierfür Profile. Was machen jetzt noch die Level? Gehen wir mal weiter runter. Die Level geben an, wieviel Makroblöcke pro Sekunde ich verwenden darf. Bei einem Level1.3 zum Beispiel 11.880 solcher Blöcke. Und bei einem Level 4.1 kann ich schon 245.000 Blöcke pro Sekunde. Das ein Bild in Blöcken kodiert wird, das sehen wir spätestens, wenn wir die Datenrate ganz weit nach unten schrauben, dann sieht man so blockartige Artefakte im Bild auftauchen. Und hier geh es jetzt darum, wieviel solcher Blöcke pro Sekunde kann ich überhaupt abspielen, wieviel kann ich einem Gerät zumuten. Die müssen a kodiert und letzten Endes natürlich auch dekodiert werden auf dem Gerät. Dafür braucht das Gerät eine bestimmte Geschwindigkeit, um genug Blöcke zu dekodieren. Und das wird jetzt hier in Leveln festgehalten. Und ein altes Gerät beispielsweise hier, mit dem Level 2.1, kann nur 19.800 Blöcke pro Sekunde dekodieren. Und das reicht dann nun mal für Auflösung 352 mal 576 bei 25 Bildern die Sekunde. Natürlich kann ich höhere Auflösung machen, ich muss nur die Anzahl der Bilder pro Sekunde nach unten schrauben. Dann kann das Gerät das auch abspielen. Und daraus ergeben sich auch Datenraten. DAs heißt für Level 2.1 kann ich hier mit einem "Baseline"- oder einem "Main"-Profil nicht mehr als 4 Megabit die Sekunde einstellen. Mehr schafft auch das Gerät nicht, von der Festplatte, von der Datenübertragung und Ähnlichem. Und wenn ich jetzt hier in den Blu-ray-Sektor gehe, mit 4 und 4.1, da kann ich also auch schon bis zu 50 Megabit, oder hier sogar in einem "High"-Profile bis zu 62 Megabit die Sekunde und natürlich, was die Blu-ray ja kann, das ist volle HD-Auflösung, also 1920 mal 1080. Und damit man jetzt nicht wegen jedem Kodiervorgang entsprechend googeln muss, hat Adobe hier enorm viele Vorgaben mitgeliefert. Da sehe ich jetzt hier, wenn ich da einfach mal runterscrolle, durch diese ganze Liste. Ich kann zum Beispiel ein Android-Tablet mit der Bildschirmgröße 1024 mal 600 bedienen. und dann nimmt er jetzt hier ein einfaches Profil und den Level 3.1. Hier kann ich auch spezifischer werden, und in der Liste sagen ich möchte, dass das Ganze auch auf einem Apple TV oder IPad, oder dem IPhone 3G und neuer in, sagen wir hier, 480p funktioniert. Dann sehen wir, wird jetzt hier ein einfaches Profil und der Level 3.0 verwendet. Und dementsprechend kann ich natürlich höhere Bildwiederholraten und höhere Bildauflösung einstellen. Das heißt hier kann ich jetzt versuchen, die Breite und Höhe noch weiter auszudehnen. Und das ist im Prinzip das ganze Geheimnis, innerhalb der H.264-Kodierung. dass ich wissen muss, mit was für Profilen und was für Leveln setze ich mich bei einem bestimmten Gerät auseinander. Und die Wahrscheinlichkeit ist natürlich sehr hoch, dass ich das hier jetzt auch auf anderen Smartphones abspielen kann. und natürlich auch auf Tablets. Aber umgekehrt, wenn ich jetzt hier meine, ich muss die neueste Generation nehmen, um wirklich Full-HD-Video abspielen zu können, - sage ich jetzt hier beispielsweise, IPhone 4 und neuer, das kann ja dann zum Beispiel schon 720p 25 - dann muss ich mich nicht wundern, dass es auf einem IPhone 3G beispielsweise nicht mehr läuft, oder auf einem Nokia-Mobiltelefon, was auch schon vielleicht ein bisschen älter ist. Also immer gucken: Was für Geräteklassen möchte man haben? Und ich habe es mir selber so zur Angewohnheit gemacht, Videos zu kodieren mit so einem "Main"-Profile und Level 3.1. Das ist dann alles, was so Tablets anbelangt noch in Ordnung, und auch neuer Smartphones. Dann nehme ich meistens so für Youtube eine volle HD-Auflösung Da kann ich natürlich hier dann auch auf "Hoch" und Level 4 oder 4.1 gehen sogar. Das ist auch das, was nachher für Blu-ray interessant wird. Insbesondere kann ich das auf Youtube mit einer sehr hohen Datenrate einstellen, weil nämlich Youtube sich die Videos nochmal neu kodiert, für unterschiedlichste Geräte. Dann nehme ich dann meistens Datenraten hier so zwischen 10 und 15 bei dem Export für Youtube. Das ist für's Video im Internet natürlich viel zu hoch, aber das kenn man, wenn man von einem schlecht aufgelösten JPEG mit schlechter Qualität versucht, was Besseres rauszuholen, geht das nicht. Habe ich eine hohe Vorlage, eine hochaufgelöste gute Vorlage, kann ich daraus natürlich andere Sachen machen. Und das macht Youtube. Können wir uns angucken. Ich lade ein Video in voller HD-Qualität hoch und die erstellen sich davon dann welche für Tablet, für Smartphone und so weiter. Und deswegen eben, die Variante, die ich hochlade, in einer hohen Datenrate. Auf der eigenen Webseite muss man vorsichtig sein. Datenraten zwischen 1 Megabit, maximal 2 Megabit ist so das, was viele Mediatheken machen. Und das reicht in der Qualität oft dann hier für Breiten von 1024 mal 576 Pixel in etwa aus. Wir haben jetzt mal so ein paar Grundlagen zum Thema H.264 kennengelernt. Und das hilft hoffentlich, um besser einschätzen zu können, wie ich die Videos grundsätzlich einstellen muss, damit sie auf bestimmten Geräten auch funktionieren.

Media Encoder CC Grundkurs

Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Fülle an Möglichkeiten, um mit dem Adobe Media Encoder CC Ihre Videoclips in nahezu jedes Format zu konvertieren und zu exportieren.

3 Std. 59 min (39 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
Hersteller:
Software:
Media Encoder Media Encoder CC
Exklusiv für Abo-Kunden
Erscheinungsdatum:04.11.2013
Aktualisiert am:11.11.2016

Dieses Video-Training wurde mit Adobe Media Encoder CC in der Version vom Juni 2013 erstellt und mit Updates zur Version Media Encoder CC 2015 ergänzt

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!