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Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Gutes Licht / schlechtes Licht

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Licht ist nicht gleich Licht. Unterschiedliches Licht bringt verschiedenste Qualitätsaspekte mit sich. Welche davon für die Arbeit in Medien von Bedeutung sind, erörtert dieses Video.

Transkript

Für Foto- und Filmaufnahmen und insbesondere auch für Chromakey-Aufnahmen geht es nicht nur darum, es hell zu machen. In allen anderen Brereichen haben wir es gelernt mit der Farbe im Bild auch eine Aussage zu treffen, so dass das Licht einen erheblichen Einfluss auf die Wirkung von Menschen und Objekten in fotografischen Werken hat. Nur wenn das von kunstlich Geleuchten ausgehende Licht mit dem Sonnennlicht vergleichbar ist. Rufen Hattöne und die Oberflächen von Gegenständen auch ähnliche Sinneseindrücke hervor, wie sie es in natürlichem Licht tun würden. Sonnenlicht ist insofern die Messlatte an die sich künstliche Lichtquellen messen lassen müssen. Wie aber messe ich die Qualität vom künstlichen Licht? Die Hersteller von Kunstlicht Leuchten verwenden seit einigen Jahren Messzahlen und Ingizies, die den Endanwender, egal ob Profi oder Konsument in die Lage versetzen sollen, die Qualität von Licht nachvollziehbar vergleichen zu können. Da wäre zunächst der sogenannte CRI-Wert. CRI steht für Color Rendering Index, entwickelt vom namhaften CIE Institut. Er wird von vielen Herstellern sogar zu Zwecken des Marketing eingesetzt, und manfindet ihn zeitweise schon auf Leuchtmitteln, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Nun ist es zunächst einmal eine lobenswerte Sache, wenn Hersteller mit Transparenz und Vergleichbarkeit aufwacht. Der CRI würde allerdings nicht benutzt, wenn er keine, im Sinne der Hersteller, positive Aussage transformieren würde. Und gesätzlich vorgeschrieben ist die Angabe des CRI nicht. Wenn man sich nun anschaut, wie der CRI gemessen wird, versteht man vielleicht besser, warum er so gern auch von Herstellern zitiert wird. Der CRI ist ein Wert zwischen 0 und 100. Einhundert entspricht dabei der Qualität des Sonnenlichtes, dass alle Wellenlängen des sichtbaren Lichtes enthält. Je kleiner der CRI-Wert wird, desto weiter entfernt sich eine künstliche Lichtquelle von der Eigenschaft, in dieser Hinsicht mit der Sonne gleichzuziehen. Die Lichtquelle kann dann Menschen oder Gegenstände nicht mehr natürlich aussehen lassen, denn Lichtwellenlängen, die nicht auf das Objekt auftreffen, kann es auch nicht reflektieren. Wie gelangt man nun zu einem CRI-Wert, der eine Lichtquelle charakterisiert. Man beleuchtet eine Anzahl von verschiedenfarbigen Testfeldern mit der zu untersuchenden Lichtquelle und vergleicht dann das davon reflektierte Licht mit den Werten, die bei der Beleuchtung mit Sonnenlicht er erworben wurden. Um den Aufwand zu reduzieren, hat man die Testfelder durchnummeriert und in Gruppen aufgeteilt. Die ersten acht Testfelder sind Pastelltöne und genau diese acht sind in den Aussagen vieler Hersteller als das Maß aller Dinge einbezogen. Gesettigte Farben, soweit sie überhaupt herstellbar sind, werden erst ab dem Testfeld Nummer 9 für ein intensives Rot ausgemessen. Für die Wiedergabe von Hauttönen ist rot eine sehr wichtige Farbe, und wenn die bei der Messung ausgeklammert wird, kann selbst eine Lichtquelle mit einem CRI nahe 90 einen Menschen ungesund aussehen lassen. Das hat Wissenschaftler und Medienschaffende bei der EBU uund der BBC auf den Plan gerufen, die es besser machen wollten. Unter der Abkürzung TLCI haben Sie eine Methode entwickelt, in Film und Fernsehen eingesetzte Leuchten mit ihrem Index zu belegen. Dieser Index wird etwas anders ermittelt, als der CRI. Auch hier gibt es Testfelder, die aber von einem ausgewählten Kanon, von in der Medienindustrie verbreitet eingesetzten Kameras abgetastet wird, deren Signale werden dann ausgewertet. Zunächst wurde unter Verschluss gehalten mit welchen Kameras man die Messungen durchgeführt hatte. Vielleicht um sich nicht der Kritik von Herstellern auszusetzen. Letztlich wurde aber bekannt, dass vorwiegend CCD-Kameras benutzt worden waren. Heute wäre es aber viel interessanter auch Kameras mit CMOS-Sensoren einzubeziehen. Durch den Druck der Medienschaffenden kann man sich aber sicher sein, dass sich das Ganze, soll es Bestand haben, in die richtige Richtung entwickelt. Und immerhin steht die EVU die "unverst'ndlich" als Unterstützer mit hinter der Sache. Derzeit findet man die Öffentlichung der Messwerte im Internet auf der englischsprachigen Seite der GTC, der DV-Kameraleute. Die Liste ist aber auch für jemanden, der dieser Sprache nicht mächtig ist, eine wertvolle Informationsquelle. Man kann die Bewertungen der einzelnen Leuchten sogar im Internet herunterladen. Aber damit nicht genug. Die Color Quality Scale, abgekürzt CQS, will die Unzulänglichkeiten vor allem des CRI hinter sich lassen und konzentriert sich auf Messungen an gesettigten Farben. Der Index wurde vom PML, einem Labor für physikalische Messungen erarbeitet, dessen deklariertes Ziel es ist, den Index zu einem international akzeptierten Standard zu machen. Das PML ist wiederum eine Abteilung des amerikanischen National Institute of Standards and Technology und somit des Handelsministeriums. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, aber man kann sich jederzeit im Internet über den Stand informieren.

Grundlagen der Videotechnik: Chromakeying

Lernen Sie, wie Sie Greenscreen-Aufzeichnungen optimieren, sodass die Nachbearbeitung rasch von der Hand geht.

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