Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Gruppenbild

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Das Gruppenbild stellt herausragende Anforderungen, nicht nur bei Objektiv- und Blendenwahl. Ein Tipp: Arbeiten Sie mit der Hochzeitsorganisation zusammen, um Jung und Alt zur rechten Zeit beisammen zu haben. Denn um alle Leute unter einen Hut zu bringen, muss es vor allem schnell zugehen und darf nicht langweilig werden.

Transkript

So, kommen wir nun zu einem wirklich nun sehr kontrovers diskutierten Thema, und das ist nun halt leider das Gruppenbild, oder Gruppenzusammenstellung. Also gar nicht mal das Gruppenbild im Allgemeinen, also alle, sondern auch die Gruppenzusammenstellung. Wir machen sehr viele Bilder und gelten auch zuweilen als diejenigen, die halt eben keine Standardbilder machen. Deswegen werden wir auch sehr häufig von Brautleuten drauf angesprochen, ob wir überhaupt auch Gruppenbilder machen. Und das ist etwas, was wir generell tun. Ja, da tun wir sogar bei den Brautleuten, die eigentlich keine Gruppenbilder haben möchten, weil sie sagen: "Wir haben eine tolle Party. Die Gäste sind eingeladen". Aber sie möchten halt eben dann nicht dieses eine große Bild haben. Aber wir finden es eine tolle Sache dieses zu tun und ich denke mir, das Einzige was man beherzigen sollte, ist, dass man die Leute nicht drangsalieren muss ewig Stunden rund, Aufbauten, alle in die Kamera gucken, sondern, es soll Spaß machen. Es soll schnell gehen, es soll Freude machen. Das heißt also für uns ist halt in der erster Linie bei der Kamera natürlich, da wir sehr stark mit einem Fokus arbeiten - in dem Moment ändern wir natürlich die Blende, d.h. wir gehen in der Regel auf Blenden ab 8 aufwärts, also 8, 11, 16. Hängt natürlich ganz stark von der Gruppenstärke ab. Und wir zeigen einfach mal ein paar Bilder - was wir jetzt gerade sehen, das klassische Gruppenbild und wie man sieht eine kleinere Gruppe. Also, hier hätte ich also nicht so einen hohen Blendenwert, aber, was ganz toll ist, deswegen die andere Blende: Alle sind scharf, alle sind gut zu sehen. Wo wir drauf achten, ist die Tatsache, dass es relativ schnell geht. Das heißt für euch also in der Vorbereitung, dass die Personen, die eventuell langsamer sind, wie z.B. die Großeltern, oder aber die vielleicht gar nicht da sind, und das sind sehr häufig die Kinder, dass ihr die schon einmal im Vorfeld zusammen sortiert. Das heißt also, es gibt immer jemanden auf der Hochzeit, der bei der Organisation mithilft. Die Person also darauf ansprechen, schon mal vorbereiten, zu sagen: "Holt mir die Person schon mal ran", und dann erst, wie gesagt, die anderen Gäste erst dazu bitten. Das hat dann nämlich den Vorteil, dass nicht alle stehen und teilweise so wirklich schon entnervt sind, weil man immer noch darauf wartet, dass die Kinder gefunden werden, weil die gerade wer weiß wo stecken. Von daher, es soll Spaß machen und was wir halt auch sehr gerne machen und dass ist halt unser Vorteil: Wir sind zu zweit. Das ist analog zur Kirche, das heißt, wir teilen uns auf. Wenn die Möglichkeit da ist, ist einer unten und der andere sucht sich eine ganz andere Position. Ich erwähne unten, weil man eben aus einer erhöhten Position einfach ganz tolle Gruppenbilder schießen kann. Es gibt irgendwie immer die Möglichkeit, dass man von einer erhöhten Position fotografieren möchte oder bzw. dass die gegeben ist. Also selbst dort, wo wir nichts haben, da lassen wir dann teilweise vom Hotelier eine Leiter hinstellen - hat immer auch so ein bisschen den Vorteil, dass wenn man eine Leiter gestellt hat, dass alle Leute einen direkt angucken, weil da passiert ja gerade etwas. Selbst die Kinder sind dann diejenigen, die zu einem schauen und sagen: "Oha, guck mal! Was macht denn der Mann da oben auf der Leiter?" Also, man bringt sich selber so ein bisschen in den Fokus, während wir normalerweise ja sehr im Hintergrund sind und eigentlich nicht versuchen aufzutreten, ist das beim Gruppenbild anders; da müssen wir auf jeden Fall versuchen, alle mit den Blicken zu uns zu bekommen, in einer kurzen Zeit, und da sind solche Sachen mit verschiedenen Höhen eine traumhafte Sache. Es gibt, wie gesagt, immer Fenster oder Balkone; man kann auf ein Dach drauf klettern oder aber, wenn nichts da ist, tatsächlich sich einfach eine Leiter bringen lassen. Und das sieht man gerade an diesen Bildern eigentlich ganz schön. Ich denke mir, da stand ich gerade unten und du warst oben am Fenster gewesen, sehe ich das richtig? Genau. Hier haben wir uns zu Nutze gemacht, dass die Brautpaare Ballons gekriegt hatten; diese Ballons steigen lassen sollten und das fanden wir großartig, haben gesagt: "Rutscht einfach ein Stückchen näher zueinander und dann schießen wir auch noch schnell das Gruppenbild." Wohl wissend, dass das hier in der Gruppe definitiv schön wäre, wenn es eben schnell geht, weil einfach die Geduld nicht ganz so dabei war. Sie wollten auch nicht arrangiert.  Sie wollten den Tag einfach laufen lassen, und es ist immer so, dass ich sage, dass die Gruppenbilder für die Paare-- es ist nicht immer wichtig, dass jeder reinguckt, dass ist auch nicht wichtig, dass alle Herren links und alle Damen rechts stehen, außer die Paare haben Spaß an so was. Sondern wichtig ist einfach, dass alle drauf sind. Ob nachher nur die Kopfhaare zu sehen sind, oder die Nase von der Seite, weil er sich zur Seite unterhält und lacht. Das ist immer noch-- das Brautpaar weiß sofort wer es ist, und es ist immer noch schöner so ein Bild zu haben, als eins wo alle völlig entnervt sind und völlig verkrampfte Gesichter haben, weil sie in die Kamera gucken und das schon seit Stunden. Wir haben also, wie gesagt, diese beiden Bilder gemacht, einmal von unten, wo man die hintere Reihe fast gar nicht sieht, einmal von oben wo man viele von der Seite sieht, aber es ist eines von den Bildern, die wurden gereicht, alle haben sich darüber gefreut. Jeder hat gesagt, das war ein großer Spaß. Die beiden haben da oben wirklich ein Spaß gemacht und Nicole hat da oben aus dem Fenster "Dönekes" erzählt. Also sich mal zum Affen machen lohnt allemal und gibt eigentlich einen ganz schönen Effekt. Ja, und das ist halt immer so ein bisschen der Punkt, wo wir sagen, es muss halt Spaß machen, weil diesen Spaß, den transportieren wir auch weiter, weil nichts ist biederer, als wenn man immer und immer und immer wieder die gleichen Bilder-- So sehen wir das. Also, ich möchte da jetzt auch niemandem auf die Füße treten, weil wir kennen das eben auch von unseren Standardfotografen, die eben bestimmte Posen sehr bevorzugen. Das heisst also auch, viele Brautpaare dann, oder auch die Gäste der Brautpaare, zusammen mit in diese Pose stellen, demzufolge eigentlich ähnliche Bilder schaffen. Bei uns ist das ein bisschen anders, dadurch, dass wir die Brautpaare doch vorher kennengelernt haben, über einen längeren Zeitraum begleiten und da halt eben schon so ein bisschen das Gefühl dafür erwachsen ist. Wie kann ich mit den Personen agieren? Wie sind deren Freunde? Das Brautpaar ist letztendlich auch ein Spiegel der Freunde. Das heißt also, wenn diese lustig drauf sind, machen wir lustige Bilder. Wir zeigen das hier mal wieder gerade. Also, es ist nicht wichtig, dass alle in die Kamera gucken, es geht einfach darum, dass man Spaß hat. Und das ist wieder so eines von diesen Bildern, da guckt sogar ganz bewusst niemand in die Kamera. Wir finden das super, super witzig; super, super lustig. Und dann gibt es das Gegenstück dazu, wo sie einmal alle reingucken, aber eben dann nicht ganz gerade schauend. Genau, also wie gesagt, es ist wirklich wichtig, die Leute ein bisschen zu erkennen und sie dort zu fassen, wo sie sich auch fassen lassen wollen. Es gibt Leute, die wirklich eher steif - und das ist jetzt nicht wertend gemeint - aber doch eher klassisch dargestellt werden wollen. Dann gebt ihnen das. Also bei diesen Bildern, bei den Gruppenbildern, ist es völlig legitim, exakt das zu machen. Ihr vergebt euch als Künstler überhaupt gar nichts, wenn ihr in diesem Bereich wirklich darauf eingeht, wie die Leute sind und die Leute einfach auch so lasst, wie sie sind. D.h. geht mit ihnen mit, schaut, was passt und macht die Dinge. Habt immer ein bisschen Spaß dabei, bringt die Leute dazu, Spaß dabei zu haben und dann geht das auch schön schnell von der Hand.

Hochzeitsfotografie – Grundlagen

Machen Sie sich mit dem emotionalen, erlebnisorientierten Stil der Hochzeitsreportage vertraut und profitieren Sie von den Erfahrungen und Ideen zweier professionellen Fotografen.

5 Std. 51 min (52 Videos)
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