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Klassendiagramme mit UML

Grundüberlegungen bei der Modellierung

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Diesem Video bespricht anhand einer Checkliste in einem UML-Tool, wie Klassen in UML modelliert werden sollten. Zwar nur unverbindliche Empfehlungen, sind diese doch nützlich bei der Problemanalyse sowie der nachfolgenden Lösungsmodellierung.
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Transkript

Die Vorgehensweise im Rahmen der objektorientierten Programmierung unterscheidet sich deutlich von der konventionellen Programmierung. In diesem Video soll kurz auf die Problematik eingegangen werden, wie man objektorientierte Strukturen im Rahmen eines Modellierungsprozesses identifiziert und wie man sie dann auch modellieren kann. Denn der gesamte Prozess erfordert eine besondere Denkweise und auch eine spezielle Herangehensweise an die Problemstellung. Sie sehen hier, dass ich eine Klasse Tier ganz kurz spezifiziert habe und dazu ein Klassendiagramm erzeugt habe. Was ist jetzt hier zu beachten? Wenn Sie das nicht wissen: Gewisse Tools, wie etwa ArgoUML, haben hier eine Checkliste. Und die ist ein sehr nützliches Hilfsmittel, bezüglich der Analyse und der Modellierung dieser Klasse, um möglichst wenig Fehler zu machen. Das ist ganz vorsichtig ausgedrückt. Es ist natürlich auch nicht vollständig. Aber wir können mal diese Checkliste kurz durchgehen. Erster Punkt. Gibt der Name Tier eine klare Beschreibung der Klasse wieder? Es ist wichtig, dass Klassen, Pakete oder sonstige Strukturen, Methoden selbstverständlich, in einer klaren Beschreibung wiedergeben, was sich dahinter verbirgt. Für ein Tier würde ich das mal als erledigt betrachten. Ist hier ein Substantiv oder ein ähnlicher Ausdruck, auch das sollte für Klassen benutzt werden. Kann der Name Tier falsch interpretiert werden, also Sie machen sich Gedanken über die Eindeutigkeit des Bezeichners, sollte Tier eine eigene Klasse bilden oder ein einfaches Attribut einer anderen Klasse sein, mit anderen Worten, wir wollen Vererbungsmechanismen ins Spiel bringen oder macht es Sinn, diesen Typ, den wir hier beschreiben, überhaupt in eine eigene Klasse zu legen? Darüber sollte man sich Gedanken machen. Tut Tier exakt eine einzige Sache und tut sie sie richtig? Natürlich muss die Klasse richtig funktionieren, aber sie sollte nicht zu viel machen. Man sollte nicht zu viel in eine einzige Klasse packen. Wenn dem so ist, kann man es in verschiedene Klassen aufspalten. Sind alle Attribute mit sinnvollen Werten initialisiert? Das haben wir hier noch nicht gemacht. Wir haben keinen Default-Wert gesetzt. Das sollte man definitiv tun. Wenn man's nicht tut, sollte man sich der Konsequenzen bewusst sein. Könnten Sie einen unveränderlichen Wert für diese Klasse schreiben oder Konstanten bilden? Ja. Das passt mir momentan von der Überlegung nicht. Initialisieren hier alle Konstruktoren diesen unveränderlichen Wert? Wir haben derzeit keinen Konstruktor. Das bedeutet, selbstverständlich können Sie in einer Klasse Konstruktoren auch explizit als Methoden bereitstellen. Operationen. Die Besonderheit bei einem Konstruktor ist, dass er vom Namen identisch lautet wie die Klasse. Aber im UML hingegen kann man das sogar zusätzlich kennzeichnen. Einem Stereotyp Constructor, den man in spitzen Klammern voranstellt. Diese Notation hier ist für Java-Programmierer selbstverständlich und für die anderen ... Man kann sich dran gewöhnen oder man macht es explizit mit diesem Stereotyp Constructor. Das heißt jetzt haben wir auch einen Konstruktor. Der initialisiert allerdings noch keine unveränderlichen Werte. Die behandeln alle Methoden. Den unveränderlichen Wert haben wir ja auch nicht. Kann Tier an einer anderen Stelle der Klassenhierarchie definiert werden? Das ist dann interessant, wenn man eine Klassenhierarchie hat. Ebenso Unterklassen. Kann Tier aus dem Modell entfernt werden? Eine ganz wichtige Überlegung. Überflüssige Klassen sollten gar nicht in einem Modell auftauchen. Gibt es eine andere Klasse, die entfernt werden sollte, weil sie den gleichen Zweck erfüllt? Und so weiter und so fort. Also Sie sehen, diese Checkliste beinhaltet in diesem Tool sehr vernünftige Überlegungen bezüglich des Designs einer Klasse oder einer Klassenhierarchie. Man sollte diese Checkliste auf jeden Fall bei einer Modellierung beachten. Nicht unbedingt diese Checkliste, aber solche in dieser Art. Es ist ein zwar nicht zu 100 Prozent festlegbarer Mechanismus, aber ein sehr vernünftiger Mechanismus, der sich immer wieder wiederholt. Was man zu tun hat, um vernünftige Klassen, Pakete oder Schnittstellen mit UML zu modellieren. Dieses Video ist nur ein kleiner Einblick in diese Welt. Das soll auch nicht im Fokus von diesem Training stehen. Aber so ganz grob haben Sie damit kennengelernt, welche Gedanken Sie bei der Modellierung von Klassen und deren Bestandteilen machen können und sollten.

Klassendiagramme mit UML

Verstehen Sie das Prinzip von OOP und erstellen Sie Klassendiagramme mit der Modellierungssprache UML.

2 Std. 1 min (32 Videos)
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