NAS mit Synology für Profis

Grundlagenwissen: Wie funktioniert Video-Transkodierung?

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In diesem Video lernen Sie alles Wichtige über Video-Container und Video-Codecs.
06:32

Transkript

Die sogenannte Videotranscodierung oder das Übersetzen und Wiedergeben von unterschiedlichen Multimedia-Dateien ist eine Wissenschaft für sich und die häufigste Quelle für Missverständnisse und Fehlschläge. Insbesondere bei der Wiedergabe verschiedener Formate, wie MP4-, AVI- oder MKV-Dateien von einem NAS auf einen DLNA-fähigen-Fernseher oder einen Medien-Player oder Tablet. Ich möchte Ihnen kurz erklären, wie man mit Wiedergabegeräten, wie einem Fernseher, ein Mediaplayer oder einem PC mit Mediaplayer-Software die richtige Auswahl an Codecs und Containern trifft und sie auch erfolgreich wiedergeben kann. Zunächst einmal gibt es verschiedene Datei-Container, die haben dann die Endung MP4, MKV, MOV, AVI und so weiter. Dieses Container-Format, also die Dateiendung besagt aber nicht oder nicht immer, welche Inhalte diese Container haben beziehungsweise Codecs für diese Datei-Container, in diesem Fall Video-Container verwendet wurden. Die sogenannten Codecs besagen, wie Videodateien tatsächlich codiert wurden und die codiert werden können. Und diese Formate nennen sich ich dann H.264, MPEG-2 oder MPEG-4 und so weiter. So kann zum Beispiel ein Datei-Container mit der Endung MP4 einen Codec namens H.264 enthalten, aber auch einen namens MPEG-4 oder einen MOV-Container, ebenfalls ein H.264-Codec, aber auch einen MPEG-2 oder MPEG-4-Codec. Meist finden Sie den verwendeten Codec dadurch heraus, indem Sie einfach die Datei öffnen beziehungsweise mit Ihrem Dateimanager auf die Eigenschaften dieser Datei gehen, die zum Beispiel die Endung MP4 hat und dann sehen Sie meistens auch, je nach Programm, welcher Codec in diesem Container steckt. Ein erstes Beispiel: Wir wollen auf unserem DLNA-tauglichen-Fernseher ein Video wiedergeben, was auf unserem Synology-NAS gespeichert ist. Unser Fernseher beherrscht allerdings nur den Codec H.264, wie er zum Beispiel in MP4-Dateien meistens steckt. Also, was tun? Der Fernseher kann keine anderen Format wiedergeben, aber unser Synology-NAS, in diesem Fall die DS716 + kann an reine DLNA-Geräte nur TS-Dateien bis zu 1080p, also Full-HD transcodieren, ansonsten gibt das NAS lediglich Originaldateien im originalen Format an den DLNA-Fernseher weiter. Und man muss dann hoffen, dass der Fernseher das entsprechende Format beherrscht, wenn nicht, wird diese Datei einfach nicht wiedergegeben. Sogenannte Mediaplayer, wie Googles Chromecast, Apple TV oder Amazons Fire TV können sehr, sehr viel mehr Codecs und Videoformate beherrschen und wiedergeben als nur ein reiner DLNA-Fernseher. Man kann sie direkt an den Fernseher anstecken und dann drahtlos oder per Kabel vom NAS Videos auf den Fernseher streamen. Aber auch Tablets mit dem iOS- oder Android-Betriebssystem gelten als Mediaplayer, sie können dann Videos selber decodieren auf dem Tablet oder aber auch über eine entsprechende Zusatzsoftware auf Ihren Fernseher streamen. Ein PC oder Notebook mit entsprechender Mediaplayer-Software ist sicherlich am universellsten einsetzbar und wird so gut wie jeden bekannten Codec oder Container verstehen, interpretieren und wiedergeben können entweder lokal auf seinem eigenen Bildschirm oder per Netzwerkverbindung oder direkter Video-Kabelverbindung auch auf jedem Fernseher. Die Transcodierungs-Funktion unseres Synology-NAS wird also nur dann benötigt, wenn unser Client, also der DLNA-Fernseher, der Mediaplayer und das Tablet oder unser PC das Format, was auf dem NAS gespeichert ist und den Codec nicht verstehen kann. Erst dann wird die Transcodierungs-Funktion unseres Synology-NAS benötig. In dieser Übersicht für die DS716+ sieht man sehr schön, welche Videoformate und Codecs für welchen Client, also welches Gerät unterstützt werden, zum Beispiel Windows, PC oder Mac-Browser, Apple TV, DLNA-Geräte, Chromecast, iOS, Android und so weiter. Auch die Möglichkeiten für DLNA-fähige-Geräte sind hier aufgeführt. Schauen Sie sich diese Tabelle, die es für jedes Synology-NAS gibt vor dem Kauf genau an und entscheiden Sie dann, welches Gerät für Sie infrage kommt und welches dieser vielen Codecs und Formate es unterstützt. Hier unter zweiten sehen wir zum Beispiel, dass die DS716+ 4K-Videos in 4096 x 2160 Auflösung wiedergeben kann, die Codex H.264 in Full-HD, also 1080p unterstützt, MPEG-2 und VC-1 ebenfalls bis 1080p transcordiert. Die maximal unterstützte Bildrate liegt bei 30 Frames pro Sekunde, also 30 Bilder pro Sekunde und die Container, die es versteht, umfassen MKV, MP4, AVI, TS, MPEG und WMV. Natürlich kann die DS716+ auch noch andere Formate transcodieren, allerdings dann nur bis zu 720p und das sind dann zum Beispiel Format, wie 3GP, ASF, AVI, DAT, DIVX, FLV und so weiter. Auch wenn die Transcodierungs-Funktion Ihres Synology-NAS eine wunderschöne Funktion ist, würde ich Ihnen dennoch dazu raten, immer möglichst ein einheitliches Container- und Codec-Format für Ihre Videos zu verwenden und sie entsprechend auf Ihrem NAS abzuspeichern, zum Beispiel im platzsparenden MP4-Format mit H.264-Codec oder Sie haben einen leistungsfähigen Mediaplayer oder Tablet mit möglichst universeller Codec-Ausstattung, also Software, die diese Transcodierung und Wiedergabe auf Ihrem Fernseher selbst erledigt. Nutzen Sie die Hard- und Software-Transcodierung Ihres NAS also nur für die Notfall, falls Ihnen keine andere Möglichkeit zur Verfügung steht, Ihr Video wiederzugeben. Denn dieser Transcodierungs-Prozess benötigt Zeit und Rechenpower und manchmal kann es auch dazukommen, dass während der Echtzeit-Transcodierung per Hardware ein Video ruckelt. Konvertierung in das MP4-Format können Sie mit vielen verschiedenen Softwareprogrammen selber bewerkstelligen, eine davon ist zum Beispiel der VLC-Player.

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1 Std. 49 min (16 Videos)
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