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Photoshop ist einfach!

Grundlagen des Farbmanagements

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Die Beschränkung aufs Wesentliche: Hier erfahren Sie genau das, was Sie in puncto Farbmanagement wissen müssen – und nicht mehr!

Transkript

Als ihr den Titel von dem Film gesehen habt, habt ihr bestimmt gedacht, entweder A: "Oh nein, Farbmanagement! Hoffentlich wird es nicht zu kompliziert!". Oder B: "Oh Farbmanagement! Ich bin gespannt." Ich zähle mich eher zu der ersten Sorte. Gerade am Anfang, ich habe immer versucht, einen großen Bogen um das Thema Farbmanagement zu machen. Ich habe mir in den letzten Jahren nur das Wichtigste oder Nötigste angeeignet. Ich würde mich jetzt nicht als Farbmanagement-Guru bezeichnen ich bin ausreichend mit Wissen versorgt, ich kenne die Unterschiede der Farbräume, die Vor- und die Nachteile, ich weiß wann ich CMYK arbeiten muss usw. Am Anfang, wenn Ihr mit Photoshop beginnt, dann könnt Ihr mit einem breiten Grinsen erst einmal einen Bogen um die Wissenschaften des Farbmanagements machen bevor ihr nämlich die Laune verliert, weil das alles so komplex wirkt, lasst Ihr es erstmal weg. Das Wichtigste erkläre ich Euch jetzt in diesem ersten Film; zumindest mal all das, was ich selbst gebraucht habe, um überhaupt in Photoshop arbeiten zu können. Wenn Ihr dann später einmal in einer Werbeagentur landet oder professionell arbeitet, dann solltet ihr Euch unbedingt mit dem Thema Farbmanagement nochmal ein bisschen intensiver beschäftigen. Dann gehen wir doch einfach mal rein in die Farbräume. Das zeige ich Euch anhand von dieser Grafik. Hier seht ihr jetzt verschiedene Farbräume dargestellt. Da haben wir zum einen den Farbraum sRGB, Adobe RGB und LAB. Und da seht Ihr schon, dass zum Beispiel der LAB-Farbraum, viele sagen, das ist kein eigentlicher Farbraum, dass der eigentlich am Größten ist. Und dann haben wir zum Beispiel sRGB, der sieht eigentlich fast am kleinsten aus. Und der Adobe RGB Farbraum ist ein bisschen größer. Und das ist schon einmal der erste Grund, warum viele sagen: "Wenn du ein Bild bearbeitest, nimm auf jeden Fall Adobe RGB, weil der Farbraum ist größer." Und dann fotografieren viele schon in der Kamera in Adobe RGB. Ich öffne jetzt einmal ganz kurz eine Raw-Datei, denn wenn Ihr eine Raw-Datei geöffnet habt, dann könnt Ihr hier unten in den Voreinstellungen, wenn Ihr da drauf klickt, auch bestimmen, wie Ihr mit dieser Datei weiterarbeitet. In einem JPEG ist das integriert, was Ihr in der Kamera eingestellt hab. In einer Raw-Datei könnt Ihr das nachträglich noch ändern. Aber welchen Farbraum nimmt man jetzt? Also ich arbeite schon sehr, sehr lange mit sRGB. Das stelle ich jetzt hier auch ein. Und wenn ich das Bild öffne, dann habe ich eine Datei im Farbraum sRGB. Jetzt werden aber viele sagen: "Calvin, das ist doch der kleinere Farbraum." Ja, das ist er, aber es ist auch der Farbraum, der für die wenigsten Probleme sorgt. Denn Adobe RGB ist im Internet oft gar nicht darstellbar, bzw. auf den Endgeräten, und dann kommt es zu Farbverfälschungen, wo viele sich dann fragen, meine Bilder, die sehen im Netz irgendwie anders aus als auf meinem Bildschirm. Diese Probleme werden wir am Anfang alle vermeiden. Dieses Training ist jetzt auch kein Training über Farbmanagement, daher möchte ich mich erneut aus dem Fenster lehnen und einfach mal sagen, stellt überall in der Kamera, in Photoshop, überall alles auf sRGB und Ihr werdet die wenigsten Probleme haben. Ich gehe in die Farbeinstellungen in Photoshop über "Bearbeiten", wenn man da nach unten scrollt, kommt man dann quasi in die Farbeinstellungen. Hier gibt es verschiedene Presets, wie man z.B. in Europa arbeitet, Web, Internet usw. Wichtig ist dieser Arbeitsfarbraum sRGB. Ihr könnt natürlich auf andere Farbräume gehen, aber dann solltet Ihr ein bisschen Ahnung davon haben. Am Anfang sRGB, dann könnt Ihr bei Farbmanagement-Richtlinien auch wählen "Eingebettete Profile", dass die beibehalten werden. Und mit diesen zwei Einstellungen seid Ihr erstmal eine lange Zeit safe. Es kann sein, wenn ihr einmal Fremddateien bekommt, dass dann irgendwelche Fenster aufgehen mit Warnungen, ob Ihr mit diesem Profil weiterarbeiten wollt usw. Wenn Ihr das nicht haben wollt, nehmt Ihr diese Häkchen raus und mit diesen Einstellungen, da klicken wir "OK" und damit kann man jetzt erst einmal arbeiten. So das war der Farbraum. Was muss man jetzt noch wissen? Ich werde mal jetzt noch eine andere Grafik öffnen und möchte Euch jetzt etwas erklären, was wir später bei den Einstellungsebenen brauchen. Denn viele Korrekturen in Photoshop, die basieren ein klein wenig auf diese Farbmodelle. Ein Bild im sRGB Bereich, bzw. im Adobe RGB Bereich, besteht immer aus drei Kanälen. Also aus den Blauanteilen, aus den Grünanteilen, aus den Rotanteilen. Wenn man diese Farben miteinander mischt, viele kennen das von früher mit den Wasserfarben, dann entsteht eine neue Farbe. Nur darf man das jetzt hier nicht mit den Ergebnissen von einem Wasserfarbenkasten verwechseln. Da waren die Farben anders, wie es hier ist. Das hat technische Aspekte. Wenn man hier z.B. rot und blau miteinander mischt, dann entsteht so eine Art Lila. Hier in Photoshop heißt das Ganze Magenta. Wenn man jetzt rot und grün mischt, entsteht Gelb und wenn man blau mischt mit grün, dann entsteht ein Türkis, so ein Hellblau, das heißt hier Cyan. Wir blenden uns das Ganze einmal ein, also wir haben rot, grün und blau. Das ist das Modell in einem RGB-Modus, wie jetzt z.B. hier im sRGB Modus, und wenn man diese Farben jetzt quasi miteinander mischt, dann entstehen neue Farben. Und das sind diese Farben: Cyan, magenta und yellow, also gelb. Wenn wir uns jetzt mal die Anfangsbuchstaben anschauen, dann wird der eine oder andere jetzt bemerken, also C, M, Y, K, das kommt mir bekannt vor. CMYK, das nimmt man doch beim Offsetdruck usw. So weit müssen wir nicht gehen. Dazu blende ich ein anderes Modell ein, um das ein bisschen aufzuzeigen, dass es deutlicher wird, und das ist dieses hier. Wir fangen mal von links nach rechts an. Wir haben diese drei Farben: Rot, grün und blau. Das ist in diesem Adobe RGB Farbraum oder sRGB Farbraum, das sind die Hauptfarben. Warum spielt dieses CMYK so eine große Rolle, also diese gemischten Farben? Und hier spricht man von den Komplementärfarben. Das bedeutet, die gegenüberliegende Farbe von rot ist cyan. Man kann es auch so bezeichnen, die entgegengesetzte Farbe. Das heißt, wenn Ihr irgendwann mal ein Bild habt, wo die Rottöne einfach zu intensiv sind, dann kann man einfach ein bisschen cyan mit dazu geben und dann nimmt dieses Rot ab. Man kann also rot abschwächen mit der Farbe cyan. Das Gleiche bei grün: Die entgegengesetzte Farbe ist magenta und von blau ist die entgegengesetzte Farbe gelb. Wenn wir uns jetzt nochmal die erste Grafik einblenden, dann sehen wir das ganz gut. Die entgegengesetzte Farbe von rot, die gegenüber liegt, ist cyan. Von blau gelb und von magenta grün. Alles sehr kompliziert, obwohl wir uns nur mit den Basics beschäftigen, raucht jetzt wahrscheinlich schon der Kopf und denkt nur: "Oh mein Gott!" Braucht Ihr aber alles gar nicht. Was ich Euch empfehle und dabei bleibt es wirklich schon: Ihr lernt auswendig für was RGB steht. Da gibt es viele, die verwechseln das, denken: "RGB... G steht doch für Gelb oder?" Nein, RGB steht für Rot, Grün und Blau. Und was Ihr auch noch auswendig lernt: Die entgegengesetzte Farbe von rot ist cyan, die entgegengesetzte Farbe von grün ist magenta und die entgegengesetzte Farbe von blau ist gelb. Ihr werdet das noch brauchen. Wenn man sich dann nämlich eine Korrekturebene anlegt, wie z.B. die Farbbalance, da werdet ihr sehen, dass man rot hinzufügen kann oder cyan. Und hier sieht man ja entgegengesetzte Farben. Und so gibt es noch weitere Einstellungsebenen, die man dann besser verstehen wird, wenn man mal weiß, welche Farben gegenüberliegen. Also das sind die Komplementärfarben und hier seht ihr die additive Farbmischung. Diesen Begriff könnt Ihr vergessen, braucht Ihr nicht. Ihr solltet nur wissen, wie eben dieses gelb entsteht, indem man die Farben mischt. Und alles weitere macht zu einem späteren Zeitpunkt noch viel mehr Sinn. Macht Euch da wirklich keinen großen Kopf mit diesem Farbmanagement. Am Anfang sRGB nutzen, darin arbeiten, wissen für was RGB steht,CMYK, wie das quasi entstanden ist, was die entgegengesetzten Farben sind; und dann können wir schon mal viel machen in Photoshop. Und alles weitere kommt dann mit der Zeit.

Photoshop ist einfach!

Lassen Sie sich von den endlosen Möglichkeiten in Photoshop überraschen und lernen Sie Funktionsprinzipien, Werkzeuge und Arbeitstechniken für ein perfektes Bildergebnis kennen.

6 Std. 5 min (67 Videos)
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