Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Rechtsgrundlagen für Blogger und Online-Redakteure

Grundlagen des Datenschutzrechts

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Lernen Sie hier die wichtigsten Begriffe und Grundregeln im Bereich des Datenschutzrechts kennen.

Transkript

Das Datenschutzrecht dient dem Schutz persönlicher Daten von natürlichen Personen. Daten von Unternehmen werden nicht geschützt. Es gibt verschiedene Begriffe und Prinzipien, die man auch als Blogbetreiber kennen und verstehen sollte, denn ein Verstoß gegen Datenschutzvorschriften im eigenen Blog kann zugleich auch ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht sein und folglich nicht nur per Abmahnung von der Konkurrenz, sondern unter Umständen auch mittels Bußgeld durch die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde verfolgt werden. Dreh- und Angelpunkt des Datenschutzrechts ist der Begriff der "personenbezogenen Daten" von Betroffenen. Dabei handelt es sich um Einzelangaben über persönliche oder sachliche Verhältnisse einer bestimmten oder bestimmbaren natürlichen Person. Dazu zählen u. a. persönliche Daten wie Name, Anschrift, Kontaktdaten, Geburtsdatum usw., Finanzdaten, also Bankverbindungen, Gehaltsabrechnungen etc., biometrische Daten, z. B. ein Fingerabdruck oder eine DNA-Probe, eine erkennbare Abbildung auf einem Foto oder Video, Gesundheitsdaten, wie etwa Krankmeldung, Diagnose oder Überweisung, und auch die IP-Adresse. Darüber hinaus gibt es noch besondere Arten von personenbezogenen Daten, nämlich Angaben über rassische bzw. ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder das Sexualleben. Erhoben werden diese Daten von einer sog. verantwortlichen Stelle, also von einer Person, Behörde oder einem Unternehmen, das die Daten für sich selbst erhebt, verarbeitet oder nutzt oder dies durch andere im Auftrag vornehmen lässt. Neben den genannten Begriffen sind die folgenden Grundsätze ebenfalls von zentraler Bedeutung im Datenschutzrecht. Zweckbindung: Jede Erhebung bzw. Verarbeitung von personenbezogenen Daten muss einem bestimmten, vorher festgelegten Zweck dienen. Wird der Zweck der Datenerhebung bzw. Verarbeitung später geändert, stellt dies einen erneut einwilligungsbedürftigen Eingriff dar. Datensparsamkeit: Es sollen nur solche Daten verarbeitet werden, die für den konkreten Zweck unbedingt notwendig sind. Datenvermeidung: Auf die Verarbeitung personenbezogener Daten soll so weit wie möglich verzichtet werden bzw. personenbezogene Daten sind, so weit möglich zu anonymisieren oder pseudonymisieren. Und ganz wichtig, das Verbot mit Erlaubnisvorbehalt: Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten sind nur zulässig, soweit das Gesetz es erlaubt oder der Betroffene eingewilligt hat. Kurz und knapp könnte man sagen, so viel wie nötig, so wenig wie möglich, und das auch nur mit gutem Grund. Im Zweifel benötigt man also stets die Einwilligung der Betroffenen vor der Erhebung Ihrer personenbezogenen Daten, sofern es keinen gesetzlichen Ausnahmetatbestand gibt. Ein solcher besteht z. B. zur Erfüllung vertraglicher Pflichten, also etwa im Rahmen der Bestellung in einem Webshop, denn ohne die Anschrift und die Zahlungsdaten vom Kunden kann der Verkäufer die Ware schlichtweg nicht liefern.

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Machen Sie sich mit den wichtigsten juristischen Eckpunkten im Redaktionsalltag vertraut.

1 Std. 25 min (30 Videos)
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Erscheinungsdatum:22.02.2017

Dieses Video-Training berücksichtigt die Rechtslage in Deutschland und an gekennzeichneten Stellen in der Schweiz und in Österreich bis einschließlich September 2016. Es soll für die angesprochenen Rechtsbereiche sensibilisieren und ein entsprechendes Problembewusstsein schaffen. Eine Einzelfall-bezogene ausführliche Beratung durch einen hierauf spezialisierten Anwalt wird hierdurch nicht ersetzt.

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