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Cinema 4D Grundkurs

Grundlagen der Ausleuchtung

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Lichtquellen können nur direktes Licht erzeugen, also nur die Oberflächen erhellen, auf die das Licht in direkter Linie fällt. In der Realität verteilt sich Licht jedoch auch durch Reflexion an Oberflächen. Das lässt sich simulieren!

Transkript

Wir haben nun bereits die wichtigsten Einstellungen an Licht-Objekten kennengelernt, und können uns daher jetzt Gedanken darüber machen, wie wir Objekte denn am besten ausleuchten. Und dabei muss man sich vor Augen halten, dass Licht sich in der Realität natürlich nicht so einfach verhält, wie wir das jetzt hier gerade simulieren. Momentan ist es ja so: Wir haben eine Lichtquelle, von der gehen Lichtstrahlen aus, die sich meinetwegen auch in ihrer Intensität im Verlauf der Entfernung verändern. Aber die treffen dann irgendwann auf die Oberfläche auf, vielleicht entsteht hier noch ein Schatten. Aber das war es im Prinzip. Das ist das, was man versteht unter direkter Beleuchtung. In der Realität ist es jetzt aber so, dass das Licht natürlich nicht nur auf eine Oberfläche auftrifft und dann stoppt, sondern das Licht würde jetzt hier diesen Punkt heller machen, aber von da aus weiter reflektiert werden. Man spricht da von einer diffusen Streuung. Das Licht verteilt sich diffus. Das bedeutet, dass Licht durch Reflektionen sich verteilen kann in einem Raum. Und das wiederum bedeutet für uns, dass wir mit einer einzelnen Lichtquelle natürlich nicht wirklich realistisch beleuchten können. Das heißt, wenn wir jetzt hier davon ausgehen, dass das meinetwegen eine Landschaft darstellen soll. Und unsere Lichtquelle, ich färbe die nochmal ein bisschen mehr gelb ein, soll zum Beispiel die Sonne darstellen, dann werden wir in der Realität so eine Beleuchtung eines Berges sicherlich nie sehen, weil der auf der Rückseite hier einfach komplett schwarz ist. Normalerweise würde sich das Licht in der Luft zum Beispiel streuen und würde auch die Rückseite des Berges beleuchten. Vielleicht nicht in diesem Gelbton, aber vielleicht entsprechend der Himmelsfärbung rötlich oder bläulich. Und das kann man natürlich ein bisschen aufgreifen, wenn man diese Art der Beleuchtung benutzt, indem wir jetzt sagen, wir ergänzen zum Beispiel so eine Art Himmelslicht. Wenn es sich um Außenszene handelt, ist das meistens etwas bläulich. Wir können jetzt hier also eine weitere Lichtquelle unserer Szene hinzufügen, die vielleicht mal ein bisschen nach oben ziehen und würden dann hier etwas bläulich das Ganze einfärben. Und müssten wir uns jetzt Gedanken machen darüber, wie die Intensität aussieht, denn das Himmelslicht wird ja keinesfalls so hell sein wie die Sonne, sondern um einiges geringer. Das hängt natürlich davon ab, wie man die Größenverhältnisse zwischen den Intensitäten wählt. Aber man sollte natürlich hier ein bisschen Effekt sehen, aber eben immer noch so, dass man erkennen kann, dass die Hauptlichtrichtung hier eben in dem Fall von links erfolgt, zum Beispiel so, je nachdem wie gesättigt man das haben möchte. Die Landschaft hat jetzt vielleicht noch ein bisschen wenig Unterteilungen, wirkt daher etwas eckig. Ich füge da nochmal ein bisschen was hinzu, verändere hier mal das Bergmassiv etwas. Und das könnte dann schon eher funktionieren. Wir haben hier also so gut wie keinen perfekt schwarzen Schattenwurf. Das wäre sonst nur bei sehr extremen ichtsituationen der Fall. So, das heißt, wir brauchen im Prinzip mindestens zwei Lichtquellen, um einigermaßen realistisch ausleuchten zu können. In der Regel spricht man sogar von mehr als zwei, also drei mindestens, weil es einfach immer wieder Umgebungen gibt, wo das Licht dann sich nochmal unterschiedlich einfärbt. Man spricht dann auch vom Color Bleeding. Also stellen Sie sich einen weißen Raum vor. Darin steht ein rotes Sofa an der Wand. Dann würde praktisch das Licht, das Sonnenlicht, was vielleicht durchs Fenster fällt, das Sofa erhellen und würde von dort aus extrem rot eingefärbt auf die Wand und auf die Decke und sonst wohin reflektiert. Das heißt, das Licht transportiert natürlich nicht nur die Intensität und Farbe, die wir hier einmal eingestellt haben, sondern würde normalerweise auch Farben aufnehmen mit jeder Reflektion auf einer farbigen Fläche. Momentan ist es ja so, dass unser Objekt hier eigentlich nur grau ist, aber Sie sehen schon, wie viele Variationen wir hier herausarbeiten können dadurch, dass wir ein bisschen gefärbte Lichtquellen verwendet haben. Und das darf man nicht vergessen, dass natürlich nachher im zweiten Schritt das Material auf dem Objekt auch nochmal eine ganz wichtige Komponente ist. Aber in der Regel würde ich immer vorschlagen, zuerst mit der Beleuchtung zu beginnen, um einfach ein Gefühl dafür zu bekommen, für die Gestaltung des Motivs. Wo möchte ich die Schatten sehen, wie hell wird mein Objekt und so weiter. Wenn ich jetzt schon meine Materialien zugewiesen hätte auf der Oberfläche, dann würden sich die Helligkeiten dadurch schon verändern und ich könnte vielleicht nicht mehr so eindeutig sagen, wie hell wird die Oberfläche denn jetzt eigentlich. Das ist die eine Möglichkeit zu beleuchten. Also wir könnten jetzt natürlich noch viel mehr Lichtquellen hier dem Ganzen hinzufügen und zum Beispiel auch gestalterisch noch mehr Optionen zu haben. Wenn ich zum Beispiel noch eine Lichtquelle nehme, die dann eher so schräg von hinten kommt, vielleicht hier, die dann noch intensiver ist, und dann vielleicht auch wieder Schattenwürfe erzeugt, könnte man zum Beispiel, wenn der Winkel stimmt, hier so ein bisschen die Flanken herausarbeiten. Sie sehen das hier. Also man kann Licht natürlich auch gestalterisch sehr schön verwenden, um zu modellieren, so nennt man das ja. Man kann mit Licht modellieren. Weil im Endeffekt haben wir uns ja relativ viel Mühe gegeben, 3-dimensionale Formen hier zu erstellen, die natürlich auch möglichst 3-dimensional wirken sollen. Und dafür müssen wir dem Licht einfach Gelegenheit geben, diese Höhenunterschiede auszuarbeiten, die wir auf der Oberfläche haben. Deswegen, das Schlimmste, was man eigentlich machen kann, ist, Licht einfach nur gerade von vorne, praktisch aus Sicht der Kamera auf das Objekt zu schicken, weil dann natürlich diese ganzen Details hier weg sind. Das heißt, wenn ich jetzt mal die ganzen Lichtquellen hier ausmache, dann wäre das wieder unser Standardlicht, was einfach nur von vorne kommt. Und Sie sehen, wie ungleich flacher und viel weniger spannend das Motiv wirkt, als wenn ich hier ein bisschen mit Farben arbeite, ein bisschen mit Licht arbeite, mit der Richtung des Lichts arbeite. Wenn ich jetzt hier unsere Sonne nochmal ein bisschen verstärke, hat das alles gleich eine ganz andere Tiefenwirkung, weil letztendlich ist es natürlich am Ende wieder ein 2-dimensionales Bild, was hier rauskommt, sodass ich also mit dem Licht eben diese Tiefenwirkung und über die Schatten auch die Beziehungen der Objekte zueinander herausarbeiten muss.

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10 Std. 2 min (70 Videos)
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