Fotorezepte: Schattenspiele

Grundidee des Aufbaus mit unterschiedlichen Lichtformern

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Schatten ist nicht gleich Schatten: Dieses Video demonstriert die Schattenwirkung mit unterschiedlichen Lichtformern – und ohne diese – und verrät, was bei der jeweiligen Entscheidung im Hinblick auf Schattenwurf zu erwarten ist. Ein echter Praxistipp!
06:17

Transkript

Die Blume steht, ein Hintergrund ist auch dahinter. Jetzt muss die Blume nur noch den Schatten auf den Hintergrund werfen. Jetzt reden wir einfach immer nur von Schatten, aber Schatten ist bei weitem noch nicht Schatten, und immer wenn ich frage: "Wie bekommen wir denn einen harten Schatten an das Objekt?"-- oder ich möchte einen harten Schatten abbilden: "Wie bekomme ich den denn da hin?" -- höre ich immer: "Harter Schatten, hartes Licht". Logisch, aber dann frage ich: "Wie bekommen wir das denn?" Und dann wird im Studio immer auf so etwas hier gezeigt. Das ist ein Lichtformer, der innen versilbert ist, der relativ groß ist, und der wirklich ein sehr massives Licht nach vorne raus setzt. Dieser Lichtformer macht eindeutig ein hartes Licht, und den werde ich jetzt mal auf die Lampe aufsetzen, dann sieht man auch schon, dass an der Blume deutlich was passiert, das wird sich schon richtig hell. Das heißt, ich werde meine Lampe hier mal etwas reduzieren, im Blitzlicht. Dann blitzen wir das einfach mal und schauen mal, was dabei rumkommt. Dann sieht man, dass ich merkwürdigerweise zwei Schatten habe, und das liegt nicht daran, dass hier Videolicht ist, denn ich blitze hier, für die Leute, die das einschätzen können, mit 1/125 Sekunde und habe gerade Blende 25. Also das Licht, das im Raum ist, spielt hier wirklich keine Rolle mehr. Die beiden Lichtkonturen bekomme ich einfach durch den Abstand von der Lampe zum Hintergrund, und das Licht wird überkreuz auf mein Objekt gestrahlt, und da sieht man schon an meinen Händen: Ein Schatten, zwei Schatten. Ich könnte jetzt mit der Lampe zwei Meter zurückgehen, dann würde der Schatten deutlich härter, aber ich habe einen Riesenaufbau, wo ich den gar nicht brauche. Der Schatten ist ja gar nicht schlecht, er ist halt nur zu weich, und er ist in diesem Fall überhaupt nicht das, was ich haben will. Wir kennen das aus der Objektfotografie, da wollen wir oft genau einen solchen weichen, leicht verlaufenden Schatten haben, aber in dem Fall nicht. Also haben wir gelernt, so ein silberner, fetter Reflektor muss nicht immer das Richtige sein, um zu einem harten Schatten zu kommen. Und aus dem Grund nehme ich mal genau das Gegenteil, nicht mehr silber, sondern schwarz innen drin, und ein Tube, der wirklich ein gerichtetes Licht weg gibt. Da der wesentlich weniger Licht rauslässt und wesentlich kleiner ist, werde ich hier in jedem Fall mal die Lichtmenge erhöhen. Das schätze ich nicht, das weiß ich, weil ich vorher ausprobiert habe. Es sind genau zwei Blenden, die ich jetzt hier die Lichtintensität erhöht habe, und wir machen die nächste Aufnahme und sehen, das wird schon deutlich besser. Das dürfte sogar noch ein bisschen heller sein. Also nochmal eine knappe Blende dazu, und jetzt sieht man schon, dass die Blume toll angestrahlt ist. Was ich aber erreichen wollte, ist, dass ich einen Schatten auf einer großen hellen Fläche habe, habe ich damit nicht mehr. Ich kriege den Schatten hin, der ist auch wunderschön, da habe ich überhaupt nichts gegen, aber mein ganzes Bild bekommt im Prinzip dieses Snoot-Licht, dieses Spotlicht und wird am Rand sehr, sehr dunkel. Wenn ich das jetzt weiß, gibt es eine dritte Möglichkeit. Und da werden viele jetzt sicherlich erst mal die Stirn runzeln. Ich nehme den nämlich ab, und fotografiere vollkommen ohne Reflektor. Kein Lichtformer, ich nehme rein mein "fast" Punktlicht der Blitzröhre, und auch da mache ich mal ein Bild. Und dann sieht man -- ich blende dann gerne noch mal hin und her -- dass das Licht fast gleich bleibt, aber mein Spot-Effekt weg geht, und selbst der Schatten ändert sich wirklich nicht intensiv. Jetzt kann ich sagen: "Ja, das ist ganz schön, aber die Blume sieht ja anders aus und ich möchte die Blume noch intensiver und noch besser projiziert haben im Schatten". Und da gibt es einen Trick indem ich wirklich die Lampe einfach weg drehe, und zwar leuchtet die jetzt genau parallel, genau neben mein eigenes eigentliches Set. Also, Blume steht hier und die Lampe leuchtet genau daneben. Jetzt mache ich das gleiche Foto nochmal, wird aber ein bisschen die Lichtintensität wieder erhöhen, weil ich jetzt wirklich nicht mehr dahin strahle, aber es passiert etwas Interessantes mit dem Schatten, und jetzt erkenne ich plötzlich meine Blume im Schatten wieder. jetzt kann man überlegen, woran das denn nun liegt. Das Licht wird immer punktförmiger, und die Lichtstrahlen werden immer gerichteter auf die Blume geführt. Ich kann das übertreiben und noch ein bisschen weg gehen. Da muss ich noch mal etwas heller werden, und dann sieht man, es tut sich was. Es ist heller, ich habe einen weißen Hintergrund, obwohl die Lampe wo ganz anders hin strahlt. Ich habe einen markanten Schatten im Bild. Es ist alles in der Aufnahme schon erreicht, was ich ursprünglich will: Weißer Hintergrund, den ich nicht mehr bearbeiten muss, und einen sehr prägnanten tiefen Schatten, an dem ich auch nicht mehr viel machen muss. Das funktioniert, indem wir eine Blitzlampe oder eine Lampe ohne Lichtformer nehmen, und das harte, ureigentliche Licht der Lichtquelle nehmen, um damit zu fotografieren.

Fotorezepte: Schattenspiele

Lernen Sie, wie in der Objektfotografie der Schatten zum bildbestimmenden Element wird. Drei Fotorezepte zeigen, wie Sie mit dem richtigen Licht außergewöhnliche Schatten erzeugen.

39 min (12 Videos)
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