Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Photoshop-Tipps: Jede Woche neu

Grafikeffekte mit dem Fluchtpunkt-Filter

Testen Sie unsere 2021 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
13:44
  Lesezeichen setzen

Transkript

Der Fluchtpunkt-Filter ist ein super Werkzeug, um damit perspektivisch zu retuschieren. Das man diesen Filter aber auch ganz anders als vom Hersteller vorgesehen einsetzen kann, zeige ich Ihnen in diesem Film. Den Fluchtpunkt-Filter, den kennen Sie sicherlich schon bereits, denn rufen Sie auf, über Filter-Fluchtpunkt, beziehungsweise hier über den Shortcut Alt, Command und V , beziehungsweise Alt, Steuerung und V auf Windows. Und ja, so sieht er aus und da müssen Sie zunächst einmal ein Gitter aufziehen. Und dieses Gitter, dass dient später als eine Art perpektivische Hilfe für den Filter, damit Sie hier perspektivisch stempeln können. So jedenfalls die Grundintention, aufgrund derer, dieser Filter überhaupt gebaut wurde. Also Sie können dann zum Beispiel hier eine Wand definieren, die Sie jetzt hier nicht sehen und diese Wand, die können Sie dann hier mit so einem Gitter versehen und dann können Sie hier Strukturen reinkopieren, Sie können hier den Stempel verwenden oder Sie können mit einem Pinsel hier perspektivisch malen, so dass die Pinselspitze entsprechend dieses Gitters jeweils kleiner wird, je weiter Sie nach hinten ins Bild hineinmalen. So weit so gut, aber hiermit geht natürlich noch einiges andere mehr. Und das möchte ich Ihnen einfach mal zeigen, und zwar wie Sie diesen Filter kreativ zweckentfremden können. Zunächst einmal werde ich hier eine einfache Fluchtpunkt-Variante erstellen. Ich lösche mal dieses Gitter, und zwar möchte ich gerne ein Gitter, was hier von vorne nach hinten horizontal in das Bild hineinreicht. Also setzte ich mir hier mal einen Punkt, und hier mal einen Punkt. Und dann sagen wir mal, richtig flach machen wir das so, von hier bis hier. Und da müssen wir darauf achten, dass das möglich eine glaubhafte Flucht wird, dass also diese beiden Linien, diese hier und diese, das sind die Fluchtlinien, dass die hier hinten in einem Punkt zusammenlaufen, der zu dem Winkel, der horizontalen Linien passen. Das ist jetzt nicht der Fall, und deswegen ist dieses Gitter hier rot. Und wenn ich diesen Punkt mal bisschen verschiebe, dann sehen Sie jetzt passt das. Es gibt auch eine gelbe Stelle, schauen wir mal, ob ich das hinbekomme. Es gibt eine Möglichkeit, dass dieses Gitter gelb wird, und dann haben Sie eine sogenannte Zwei-Punktflucht Perspektive. Und ja, das kriege ich jetzt nicht hin, das will jetzt nicht so richtig. Ich sage mal so, das passt ganz gut, und ich will ja jetzt gar nicht stempeln, sondern ich möchte dieses Gitter gerne in Photoshop haben, und zwar auf einer neuen, leeren Ebene. Und da ich noch keine leere Ebene habe, werde ich hier zunächst mal auf OK klicken. Also dadurch verändert es sich erstmal nichts, ich speichere nur dieses Fluchtpunkt Gitter. Sage also OK, nachdem ich das hier ein bisschen breiter gezogen habe, sagen wir mal, einmal so und einmal so. Dann haben wir nämlich das ganze Bild hier verteilt, da, oh, da haben wir noch die gelbe Variante geschafft, sehen Sie, das ist jetzt eine Zwei-Punktflucht Perspektive. So ich mache es mal wieder nach oben ein bisschen und klicke hier auf OK. So jetzt lege ich mir eine neue, leere Ebene an und gehe wieder in den Filter hinein. Also Filter „Fluchtpunkt“. Und das schöne ist jetzt, Sie können dieses Raster an Photoshop übergeben, und zwar in dem Sie hier auf dieses kleine Icon klicken, auf dieses Untermenü des Filters, und da wählen Sie dann „Raster in Photoshop rendern“. Ja, das war es schon, wenn ich jetzt auf OK klicke, dann wird dieses Raster hier auf einer eigenen Ebene eingefügt. Und das können Sie ja auch verschieben und frei transformieren. Sie sehen, leider sind die Ecken abgeschnitten, dass ist also nicht außerhalb der Arbeitsfläche, aber hier lässt sich einiges mitanfangen, zum Beispiel können Sie das transformieren, ich werde dazu zunächst einmal diese Ebene dublizieren, mit Command und J und hier die untere ausblenden. Und jetzt kann ich mir dieses Gitter nochmal genau in die Horinzontale ziehen, es ein bisschen verbreitern und so weiter, etwas nach oben ziehen und mir das so genau in Position bringen. Und jetzt kann ich mir den Eindruck erwecken lassen, dass dieses Gitter hier um die Person herumreicht. Ich kann also hier eine Maske hinzufügen, mir den Pinsel nehmen und dann mit schwarzer Farbe in diesem Pinsel einfach diese vorderen Bereiche hier wegklicken. So dann sieht es aus, als wenn dieses Gitter hier bis zur Person heranreicht, und sie dann quasi durch diese 3D-Ebene guckt. Das sieht also aus, als wenn sie sich in einem 3D-Programm befindet und ja hier durch die Grundebene durchschaut. Ja, dass ist natürlich ein interessanter, grafischer Effekt, aber hier geht natürlich noch viel mehr, und zwar können Sie auf weiteren Ebenen hier weitere Effekte hinzufügen, das machen wir gleich mal und ich benutze dafür mal nicht das gleiche Gitter, ich fasse diese beiden mal zusammen, damit wir wissen, dass das ein und dasselbe ist, und gehe nochmal, nachdem ich eine neue, leere Ebene erstellt habe, in den Fluchtpunkt-Filter hinein. Ich nehme dazu jetzt mal den Shortcut Alt, Command und V Alt, Steuerung und V, wie gesagt, und das alte Gitter, dass lösche ich jetzt direkt mal mit der Rückschritttaste, also „Backspace“ Und jetzt nehme ich mir einfach mal ein ja, möglichst rechtwinkliges Gitter. So, dass muss auch nicht so genau sein, hauptsache ist, dass es blau ist. So, und das sollte möglichst gut ausehen, so, sage ich mal das passt, und hier oben können Sie übrigens die Rastergröße einstellen. Also Sie können das entweder gröber oder feiner haben, bis Sie eine ganz blaue Fläche haben. Ich sage mal hier, so, in dem Bereich wo wir waren, also es war bei einhundert, da passte das ganz gut. Jetzt klicke ich auf OK und Sie sehen, oh, das wurde gar nicht gerastert, weil das müssen Sie jedes Mal neu wieder aktivieren, also wieder in das Feld reingehen, „Raster in Photoshop rendern“ und auf OK klicken. Jetzt sind mir diese Linien hier ein bisschen zu dünn, also wenn hier mal auf 100 Prozent zoome, ja das sind Pixlinien, also sie sind sehr fein und um die dicker zu machen, dann gibt es einen kleinen Trick. Sie können einfach den Filter unter Sonstige Filter „Dunkle Bereiche vergrößern“ wählen. So in älteren Version haben Sie ausschließlich die Option Rechtwinkligkeit, die sieht meist nicht so schön aus, wie die neue Option Rundheit und die können Sie auch nur in ganzen Pixelschritten hier aktivieren. Also, so können Sie das Gitter beliebig dick gestalten, aber wie gesagt, ich würde Ihnen empfehlen, wenn Sie das haben, wenn Ihre Photoshop Version das hergibt und das dürfte der Fall sein, ab Photoshop CC, dann wählen Sie hier Rundheit, denn dann haben Sie auch die Möglichkeit hier im Subpixel-Bereich diese Linien zu verdicken. Und dann nehme ich einfach eine Linie, die das Gitter ganz gut aussehen lässt, sagen wir mal so. Dann klicke ich auf OK, das wäre jetzt mein Gitter, wenn es nicht deckend wäre, könnte ich diese Ebene einfach ein paarmal dublizieren und dann zusammenfassen, dann würde das auch decken. So, jetzt kann ich natürlich mit diesen genau das gleiche machen, ich kann das Ding „Verflüssigen“, ich kann es „Verzerren“, ich könnte zum Beispiel Bearbeiten „Transformieren“, „Verformen“ wählen und dann könnte ich das hier einfach anfassen an der Ecke und hier so interessante Effekte erzeugen, zum Beispiel auch mit einer unmgeknickten Ecke und so weiter, und diese Ebene dann verrechnen lassen. Was ich aber gerne hätte, ist so eine Art Halskrause, na wie gesagt eine runde Form. Und Sie können eckige in runde Formen ganz einfach umwandeln, indem Sie den Polarkoordinaten-Filter benutzen. Auch umgekehrt funktioniert das, wenn Sie eine runde Form hätten, könnten Sie diese in eine eckige Form verwandeln. Und diesen Filter, den finden Sie unter den Verzerrungsfiltern. Also einmal hier „Verzerrungsfilter“, „Polarkoordinaten“. Und dann nehmen Sie hier die erste Option Rechteckig zur Polar, und da erhalten wir jetzt so eine Art, ja, runde Ebene. Ich klicke mal auf OK und ja mit dem lässt die doch einiges anfangen, oder? Ich dubliziere das wieder mal, und transformiere mir diese Ebene einfach mal im Position, also Steuerung beziehungsweise Command und T. Dann mache ich das ganze ein bisschen flacher und ziehe es mir an den Hals ran. Mache es hier ein bisschen perspektivisch nach hinten, indem ich Shift, Alt und Command drücke und dann nach innen ziehe. Dann brauche ich nicht jedes Mal umschalten, je mit der rechten Maustaste und je „Perspektivisch“, „Verzerren“ und so weiter wählen, sondern ich mache das einfach hier mit Modifikator-Tasten. Also in diesem Fall für Perspektivisch mit Shift und Alt und Command und dann kann ich es so rausdrücken, und mit gehaltener Shift und Alt Taste kann ich es vom Mittelpunkt aus vergrößern. So dann hätte ich hier so eine Art Halskrause und die könnte ich noch verrechnen, zum Beispiel in einer anderen Füllmethode, nehmen wir mal „Negativ multiplizieren“ und wenn ich dann hier oben das andere Gitter mal einblende, dann kann man damit schon sehr interessante Formen erzeugen, oder? So und ich hätte jetzt gerne dieses Gitter, diese Krause weichgezeichnet, da soll ein bisschen Dynamik rein und deshalb rufe ich einen Filter auf, mit dem man das wunderbar machen kann. In neueren Version finden Sie den in der „Weichzeichnergalerie“ die „Kreisförmige Weichzeichnung“. In älteren Versionen müssen Sie auf den urlat Filter zurückgreifen, und zwar finden Sie den unter den „Weichzeichnungsfiltern“, unter den normalen „Weichzeichnungsfiltern“, und zwar ist das da der „Radialer Weichzeichner“ und der ist natürlich unkomfortabel. Ich kann Ihnen das mal kurz zeigen. Da können Sie hier nur den Punkt, ja, wählen, um den gedreht werden soll, aber Sie können das nicht stauchen und nichts weiter beeinflussen, das heißt hier müssen Sie vorher das ganze in quadratische Form transformieren und dann diesen Filter anwenden und dann erst transformieren, aber mit dem neuen Filter geht das deutlich einfacher, also „Weichzeichnergalerie“, „Kreisförmige Weichzeichnung“. So hier bringe ich einfach den Mittelpunkt jetzt hier auf die Stelle, die der Mittelpunkt sein soll, erweitere hier diese Ellipsen Auswahl, einmal nach links und rechts und einmal, nein, nicht mit diesem mittleren Anfasser, sondern mit dem hier, einmal nach oben. So dass ich hier wirklich in der gesamten Breite diese Form erwische, ziehe hier dann diesen Übergang noch etwas raus und passe hier den Weichzeichnungswinkel an. So kann ich hier wie eine Art Rotor-Effekt erzeugen und das gefällt mir schon recht gut, muss ich sagen. Sie können auch hier jetzt einfach mal rumspielen, mit der original Ebene, also einfach mal Steuerung und J drücken, dann hier Command und T und mit einem Rechtsklick auf „Verformen“ wechseln, beziehungsweise hier über dieses Symbol, und das ganze mal wild durcheinander verbiegen. Und dann mal den Polarkoordinaten-Filter anwenden und einfach mal schauen, was dabei rauskommt, wobei das gefällt mir auch schon recht gut. Hier können Sie direkt mal probieren, „Weiches Licht“, wie das aussehen würde, „Hartes Licht“, ja, Negativ multiplizieren, und dann vielleicht die Deckkraft etwas senken, und natürlich würde ich jetzt auch an der Stelle, dieses Objekt vielleicht vom Gesicht ausnehmen, also da eine Maske dranhängen, aber ich dubliziere das zunächst einmal, Steuerung und J, um da gleich mit weiter zu arbeiten und jetzt würde ich hier eine Maske dranhängen und mit schwarzer Farbe und einem weichen Pinsel, dass vor dem Gesicht löschen. So dass wir diesen Effekt noch ein bisschen interessanter gestalten können. Sagen wir mal so. Und das blau passt es jetzt ganz gut. Sie können dass natürlich auch jederzeit umfärbem, und zwar in dem Sie beispielsweise eine Einstellungsebene Farbton/Sättigung anlegen, dann hier auf „Schnittmaske erstellen“ klicken, beziehungsweise mit gehaltener Alt-Taste zwischen diese beide Ebenen, ist genau das gleiche, und dann können Sie hier den Farbton verändern, in dem Sie einfach hier an dem „Farbton Regler“ ziehen. Passt in diesem Falle es nicht so. Sie können hier auch die Sättigung anpassen und die Helligkeit jeweils. Gelb würde vielleicht als Komplementärfarbe vielleicht ganz gut passen, aber mir gefällt es besser, wenn dass alles in Blautönen gehalten bleibt, dazu lösche ich diese Ebene direkt mal wieder. Sage, „dass möchte ich nicht wieder sehen“ , bestätige das mit „Ja“ und schließe hier mal das Eigenschaften Bedienfeld. Ich möchte noch eine Variante ausprobieren, und zwar diese veränderte Form mal durch den Polarkoordinaten-Filter schicken, weil mit dem kann man wirklich sehr viel experimentieren. also Filter „Verzerrungsfilter“, „Polarkoordinaten“, und dann schauen wir mal wie das aussieht. Man muss da ein bisschen rauszoomen, der hat leider nur diese mini Vorschau. Ja, dass wird dann sehr kleinteilig, „Polar-Rechteckig“, wie sieht das aus? Ja, dass sieht aus wie Spinnengeweben von oben. Wir probieren einfach nochmal diese Option „Rechteckig zur Polar“. Ja, dass ist eigentlich auch ganz cool und wenn ich das mal transformiere mit Command und T und mal hier rumdrehe, dann kann ich hier quasi solche Formen direkt um die Person herumwickeln. Ja, dass sieht dann schon ein bisscchen nach Science-Fiction aus. Und gefällt mir eigentlich ganz gut, und hier könnte man natürlich dann auch wieder das ganze weichzeichnen lassen und so weiter. Sie könnten hier sogar Ebenenstile hinzufügen, also wenn Sie hier noch ein bisschen leuchten möchten, dann klicken Sie einfach drauf mit einem Doppelklick, wählen zum Beispiel „Schein nach außen“ und können das ganze ein bisschen leuchten lassen. Und das hängt natürlich davon ab, wie Sie das leuchten lassen möchten, wie groß soll der „Schein“ sein? welche Farbe soll dieser „Schein“ haben? Noch können Sie auch mal ausprobieren, dass ganze mit rot zu machen, oder zum Beispiel mit gelb oder eben mit blau, und blau denke ich mal, passt hier am besten, wenn ich mir mal hier diese Farbe aufnehme, da ein bisschen heller diese wähle und dann vielleicht die Deckkrafr auch erhöhe, ja, dann haben Sie so eine Art Glühen, als wenn hier so eine Art Plasma um sie herum wäre. Aber, dass muss Ihnen natürlich gefallen. Auch hier können Sie mit verschiedenen Füllmethoden arbeiten für diesen „Schein“. Ja, Linear abwedeln und Negativ multiplizieren sind hier recht ähnlich, Linear abwedeln gefällt mir in diesem Fall ein bisschen besser. Aber ich würde die Deckkraft hier senken, das soll nicht ganz so kräftig sein, Und dann haben Sie so eine Art Tron-Effekt, ja, von „Tron“, da dürften Sie dass kennen, da leuchten auch diese Linien entsprechend und falls Sie gefragt werden, mit welchen Illustrations-Programm Sie das gemacht haben, dann können Sie jetzt sagen, dass haben Sie mit dem Fluchtpunkt-Filter erzeugt. Und das werden Ihnen vielleicht die ein oder anderen zunächst nicht glauben, die würden eher auf Illustrator tippen und solche Programme. Aber Sie sehen, dass geht auch mit Photoshop. Also viel Spaß beim missbrauchen des Fluchtpunkt-Filters.