LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Grafik einfügen

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Die Einbindung von Grafiken in einem Dokument erfolgt in LaTeX mit Hilfe eines entsprechenden Pakets. Der Benutzer verfügt über die Option, die Größe zu bestimmen sowie eine Bildunterschrift zu definieren.

Transkript

Grafiken in Ihr Dokument einbinden. Sie brauchen auf jeden Fall das Paket graphicx, also usepackage{graphic und jetzt mit einem x hinten dran. Wir definieren uns zunächst eine figur-Umgebung \begin, denn Sie sollten eine Grafik immer oder in der Regel als Fließgrafik eingeben als Gleitobjekt. Also fügen wir das Gleitobjekt für figur ein, erlauben eine Positionierung, wo auch immer LaTeX für richtig hält, also htbp. Wir brauchen natürlich eine Bildunterschrift, wir wollen eine Bildunterschrift haben und in dem Fall caption, es ist eine Funktion, die heißt $x^2+y^2, $ im Mathematik-Modus. Wir vergeben auch noch ein label, und das label heißt fig:x2y2. Und wir wollen die ganze Sache auch noch zentriert haben. Und jetzt kommt der Befehl, mit dem wir die Grafik einbinden. Der heißt includegraphics. Wir brauchen als Nächstes den Dateinamen. Und die Datei, das weiß ich, das habe ich vorher notiert, heißt x2py2. Keine Erweiterung angeben. Die sucht sich LaTeX dann selber raus. Dann geben wir noch an, in welcher Größe wir es einwenden wollen und sagen width=. Ich möchte, es kann, in Breite, sagen wir, 60%, also 0.6 von der Zeilenbreite angeben. Es hat Vorteile, wenn Sie die Grafiken immer in relativen Größen einbinden. Ja und dann lassen wir das Ganze mal laufen. Und Sie sehen, die Grafik taucht hier entsprechend auf. Wir könnten jetzt die Grafik zum Beispiel auch größer machen und sagen, wir möchten jetzt mal in 80% haben oder sogar auf gesamte Zeilenbreite. Und zum Spaß können wir auch einfach mal gucken, was passiert, wenn ich die Option weglasse und die natürliche Größe der Grafik nehme, dann passt sie nämlich hier gar nicht mehr auf die Seite, das heißt, die Grafik hat eine natürliche Größe, die Breite ist als unsere Zeilenbreite. Und deswegen binden wir es hier ein. Das ist im Übrigen eine Grafik, die ich in matlab generiert habe, dass die Funktion x^2+y^2 mit einem einfachen surf-Befehl dann dargestellt beziehungsweise mit dem Befehl ezsurf, der mir erlaubt, einfache Funktionen direkt zu ploten und darunter auch die Konturlinien zu legen. Diese Grafik haben wir jetzt hier entsprechend so eingebunden. Und damit wird das Kapitel auch schon fast wieder vorbei, nun noch nicht ganz. Wenn wir davon ausgehen, dass die Datei runtertum noch zu viel Weißraum hat oder hätte, dann könnten wir angeben, wir möchten bitte gerne etwas Platz wegnehmen. Das machen wir mit der Option trim und sagen zum Beispiel mit =, wir hätten gerne unten noch 5mm weg beziehungsweise links noch 5mm weg, unten noch 5mm weg, rechts noch 5mm weg und oben noch 5mm weg. Sehen, die Grafik nicht abgeschnitten, sondern nur in der Größe nochmal anders dargestellt. Unten könnten mal auch durchaus vielleicht 15mm wegnehmen. Sie sehen, dann wandelt hier das Ganze näher ran. Wenn wir jetzt zu viel wegnehmen, wie zum Beispiel links, dann kommt die Grafik soweit nach außen. Und ob Sie zu viel abgeschnitten haben, das sehen Sie ganz leicht, wenn Sie zusätzlich noch die Option clip angeben, dann wird nämlich hier einfach nur die sogenannte Bounding-Box, das ist die Box, die für die großen Berechnungen hergenommen wird, verändert, sondern da wird tatsächlich auch abgeschnitten und nicht angezeigt, was außerhalb dieser Bounding-Box passiert. Sie sehen, unten fehlt mir jetzt schon ein Stück, das heißt, unten habe ich im Prinzip schon zu viel abgeschnitten. Links geht es noch. Rechts geht es auch noch. Ich könnte also auch noch rechts zum Beispiel 15mm abschneiden, wobei auch rechts hier dann schauen, was fehlt. Ich setze offensichtlich zu viel. Ich belasse es deswegen mal bei 10 links, bei10 unten und bei 10 rechts. Dann ist noch schön alles da. Statt includegrafics mit der Option clip könnte ich übrigens auch includegrafics* verwenden und dafür die clip-Option weglassen. Es hat genau dieselbe Auswirkung. Ich kommentiere den oberen mal aus. Hat genau dieselbe Auswirkung. Sie haben schon gesehen, mit width passen wir die Breite an. Sie könnten natürlich auch die Breite automatisch lassen und dagegen die Höhe festlegen, zum Beispiel mit height=5cm. Dann wird das Ganze so dargestellt. Es wird immer proportional skaliert, außer Sie wollen explizit an, Dass wenn Sie jetzt hier die width noch explizit mit 9cm angeben, dann wird die Grafik natürlich verzerrt werden. Machen wir den Effekt noch ein bisschen extremer. Sie sehen, die Grafik wird verzerrt, und natürlich auch das wollen Sie in der Regel nicht die Zeichen hier. Geben Sie also entweder Breite oder Höhe an, nicht jedoch beides gleichzeitig. In diesem Fall lassen wir also die Breite weg und geben nur die Höhe an Speziell, wenn Sie Breite verwenden, hat es Vorteile, immer in vielfachen, zum Beispiel 0.9 der Zeilenbreite zu arbeiten, wie hier zum Beispiel zu sehen. Es gibt linewidth und textwidth. In einspaltigen Texten ist das dieselbe Größe. In zweispaltigen Texten ist das ein Unterschied. Wenn wir twocolumn hier in einem zweispaltigen Artikel arbeiten, dann sehen Sie, die Grafik ist jetzt nur noch so breit wie eine Spalte, weil ich mit linewidth gearbeitet habe. Arbeite ich mit textwidth, ist die Grafik so breit wie der gesamte Text und passt notfalls hier eben nicht auf die Seite. Wenn ich diese Grafik zweispaltig ausgeben möchte, muss ich die *-Version der figur-Umgebung verwenden: figur*. Das nochmal neu durchkompilieren, und bekomme die Grafik zweispaltig ausgegeben. Sie können statt der Breitenangabe auch eine Skalierungsangabe verwenden. Das möchte ich hier nochmal vorführen. Wir nehmen in unserem includegrafics die Höhenangabe raus und sagen einfach scale=.3 und sehen, das ist jetzt im Verhältnis zur ursprünglichen Größe der Grafik zur natürlichen Größe. Wenn ich jetzt hier .7 angebe, wird schon wieder etwas größer. Das ist besonders sinnvoll bei Grafiken, die Sie vom Text her angepasst haben auf die Schriftgröße Ihres Dokumentes. Da bringt scale etwas. Wenn Ihnen jetzt außerdem auffällt, dass die Grafik noch nicht sauber ausgerichtet ist, sondern eigentlich noch etwas gekippt werden müsste, geben Sie eine angle an, angle in Grad zum Beispiel 45 Grad, und dann kippt die Grafik etwas nach links. Nehme ich um 45 Grad oder zum Beispiel um 90 Grad oder auch um 180 Grad, und dann steht sie eben auf dem Kopf. Das Paket graphics bietet Ihnen die Möglichkeit, und ich schalte das twocolumn hier wieder aus. Das Paket graphics bietet auch eine nette Möglichkeit, mit Skalierung und Rotation anders umzugehen. Wenn Sie jetzt zum Beispiel Ihren Text, ich mache den mal wieder größer, Huge Foobar ausgeben, also direkt unterhalb der Grafik gebe ich hier Foobar aus. Dann kann ich jetzt zwei Dinge tun. Ich kann zum einen eine Scale-Box angeben und sagen, ich möchte das Ganze noch dreimal so groß haben. Da wird es richtig groß. Oder ich sage, ich gebe eine Rotate-Box aus mit 45 Grad und kann damit auch Text oder jeden beliebigen Inhalt auf meiner Seite drehen. Auf diese Weise binden wir Grafiken ein und müssen uns jetzt noch genauer Gedanken machen, welche Formate die Grafiken haben.

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.02.2015
Aktualisiert am:23.03.2017

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