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Glanz verstärken

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Der Name ist Programm: Mr. Photoshop alias Olaf Giermann greift tief in die Photoshop-Trickkiste und zeigt Ihnen seine liebsten Techniken und Effekte. In interessanten Lektionen und Mini-Tutorials erklärt er besondere Photoshop-Funktionen im Einsatz, zeigt spannende und außergewöhnliche Techniken und hilft Ihnen, gängige Probleme zu verstehen, zu lösen und zu vermeiden.
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Transkript

Bestehenden Glanz oder vorhandene Schatten können Sie auf eine weiche Art und Weise sehr einfach im Kontrast verstärken, und wie das geht, das zeige ich Ihnen im folgenden Film. Ich möchte bei diesem Bild eine schnelle Kontrastkorrektur durchführen, bei der gleichzeitig die Haut ein wenig geglättet wird, aber dabei die Gesamtstruktur beziehungsweise die Tiefe des Bildes nicht verloren geht. Und dazu werde ich die hellen Stellen etwas weiter aufhellen, die dunklen Stellen etwas abdunkeln und das Ganze aber auf eine weiche Art und Weise. Und wie Sie dabei vorgehen, das möchte ich Ihnen in den folgenden Minuten einmal zeigen. Widmen wir uns zunächst einmal den hellen Bereichen. Die möchte ich etwas weicher gestalten und zur Aufhellung benutzen. Also muss ich diese zunächst einmal auswählen, das mache ich über Auswahl Farbbereich. Falls hier bereits andere Sachen eingestellt sind, werden Sie zunächst mal diese Check-Boxen hier deaktivieren, auch die Hauttöne möchte ich nicht auswählen, sondern ich möchte die Farben aufnehmen im Bild und dann klicke ich einmal auf die Glanzstellen, die ich hier erreichen möchte, mit gehaltener Shift-Taste kann ich dann weitere Bereiche hinzufügen und ich kann dann auch hier die lokalisierten Farbgruppen abschalten, weil ich möchte wirklich dann das gesamte Bild erreichen und die Bereiche, die ich nicht mag, die kann ich später noch löschen. So, die Toleranz, die setze ich mal hier auf sehr geringen Wert, sagen wir mal so, so dass ich hier wirklich nur die hellsten Bereiche erwische. Und natürlich möchte ich, wenn ich diese jetzt hier anklicke, diese auch ausgewählt haben, also muss ich hier die noch aktive Check-Box umkehren, deaktivieren. Ja, und da sieht das schon eher nach den Glanzstellen aus, die ich auswählen wollte, und ja, das war es im Prinzip auch schon. Ich klicke dann auf Ok, nehme mir das Lasso mit der Taste L, halte die Alt-Taste gedrückt und ziehe dann einfach hier unten den Bereich ab, den ich nicht korrigieren möchte. Jetzt drücke ich Command+J beziehungsweise Steuerung+J auf dem PC und jetzt habe ich diese Glanzstellen auf einer neuen eigenen Ebene und kann diese jetzt in einer anderen Füllmethode verwenden. Beispielsweise in Negativ multiplizieren, Sie sehen, dann haben wir diesen Glanz noch mal kräftig verstärkt. Oder Sie können auch mal probieren Ineinanderkopieren, das wirkt ein wenig anders, oder weiches Licht. Weiches Licht ist noch die sanfteste Variante von den allen und im Prinzip würde ich Ihnen auch empfehlen in der Regel bei weiches Licht zu bleiben. Wenn es etwas kräftiger ausfallen soll, probieren Sie hier mal auch Negativ Multiplizieren aus. Ich bleibe mal hier bei weiches Licht. Und was wir jetzt natürlich noch machen müssen, ist die Pixel, die sie hier auf eine neue, leere Ebene kopiert haben, etwas weicher zu zeichnen. Denn wenn wir mal reinzoomen, dann sehen wir hier doch diese Tonwert-Abrisse und die fallen unschön auf und die müssen wir kaschieren. Und das machen Sie am einfachsten, indem Sie jetzt die Pixel mit dem Gaußschen Weichzeichner behandeln, den finden Sie unter den Weichzeichnungs-Filtern. Und das machen Sie dann unter Sichtkontrolle hier, also Sie sehen schon, bei kleinen Radien, ja, da ist kein großer Unterschied auszumachen. Bei größeren Radien wird das Ganze weicher und etwas luftiger und wir haben fast so eine Art weichen Schimmer-Effekt, den man in alten Filmen oft sieht, der dort bei den Frauen sehr gern angewendet wurde, dass die Haut weicher wirkt. Und ich klicke mal hier bei ja 80 bis 100 Pixeln, ich nehme mal hier einfach glatte 100 Pixel, dann haben wir einen Richtwert, klicke auf OK und dann haben wir ganz schnell jetzt aus dem Bild das hier gemacht. Das wirkt also etwas weicher und die Glanzstellen etwas heller, aber auch dunkle Stellen werden jetzt hier noch aufgehellt, also, zum Beispiel, die Wimpern und hier Teile der Augen. Und falls Sie das nicht möchten, dann sollten Sie diese dunklen Bereiche ausschließen und das können Sie ganz einfach machen, indem Sie hier ein Doppelklick auf die Ebene durchführen und dann die Regler für Darunter liegende Ebene verwenden. Und hier sollten Sie jetzt den schwarzen Regler so weit nach rechts bewegen, bis Sie die Bereiche wieder sehen im Bild, die verändert wurden, also in diesem Fall die Augenbrauen. Und ich kann es Ihnen mal zeigen, wenn ich jetzt mal hier und der Dialog ist natürlich riesig, so dass ich den hin und her zupfen muss. Wenn ich jetzt hier mal die Vorschau ein- und ausschalte, dann haben wir hinterher die Augenbrauen wieder in der vollen Pracht. Vorher waren die etwas aufgehellt, ja und so gefällt mir schon ganz gut. Was ich Ihnen aber empfehlen würde, ist es, hier diesen Regler in jedem Fall etwas zu teilen, denn wenn Sie den einfach so insgesamt nach rechts ziehen, erhalten Sie einen harten Übergang. Und den können Sie etwas weicher gestalten, indem Sie die Alt-Taste gedrückt halten und diese beiden Regler einfach trennen. Sie sehen, da ist so ein kleiner Strich in der Mitte dieses Reglers und das ist die Trennlinie. Und wenn Sie das machen, wenn Sie dann diese einzelnen Regler etwas auseinander ziehen, erhalten Sie weichere Übergänge. Das war jetzt also der Teil mit den Lichtern, vorher - nachher. Also, es ist jetzt subtil, ich kann Ihnen mal die Holzhammer-Methode zeigen, mit Negativ multiplizieren, da fällt das dann sehr glatt aus und sehr kräftig, hier würde ich dann die Deckkraft direkt wieder etwas senken, aber Sie sehen schon, was man mit diesem Effekt erreichen kann. Also, das Ganze wirkt plastischer, die Glanzlichter sind verstärkt und die Haut ist an diesen Stellen ein wenig geglättet. Aber, wie gesagt, Negativ Multiplizieren ist hier die Holzhammer-Methode, ich gehe mal zurück zu Weiches Licht, ja? Also, vorher - nachher. Jetzt machen wir genau das Gleiche für die Tiefen des Bildes über Auswahl Farbbereich wähle ich mir jetzt hier einfach mal einen dunkleren Bereich aus, hier auch am Hals zum Beispiel, mit gehaltener Shift-Taste kann diese Bereiche hinzufügen. Oder hier an der Wange auch den Bereich könnte ich etwas abdunkeln oder hier die Haare. Ja, und ich denke mal, das passt so ganz gut, ich klicke auf OK, nehme mir das Lasso wiederum, halte die Alt-Taste und ziehe Bereiche ab, die eventuell es hier mit in die Auswahl geschafft haben sollten. Drücke jetzt Command+J, habe damit hier die dunklen Pixel auf einer eigenen Ebene und hier können Sie jetzt das gleiche Spiel machen. Wiederum die brachiale Variante, wäre multiplizieren, ja, Sie sehen schon, könnte man als einen interessanten Schmink-Effekt benutzen, aber ist natürlich nicht sehr zielführend in diesem Fall. Oder wir nehmen wieder mal weiches Licht, da fällt das Ganze etwas gefälliger aus, aber wiederum viel zu scharfkantig und ja, passt nicht an wirklich allen Stellen. Also, müssen wir auch hier wiederum das Ganze weichzeichnen. Filter Weichzeichnungsfilter Gaußscher-Weichzeichner, wo ist er denn hier? Ja, und auch hier ist der Radius natürlich abhängig von der Bildgröße, so dass Sie hier ausprobieren sollten, was passt. Auf jeden Fall sollten Sie diese harten Kanten, so wie hier, nicht mehr sehen, also so hoch müssen Sie den Wert zumindest nehmen, dass Sie dort nicht mehr erkennen können, dass dort einzelne Pixel auf eine eigene Ebene gehoben worden sind, sondern das Ganze soll wie ein Verlauf aussehen. Bei 70 Pixeln, denke ich mal, passt das hier recht gut, wir vergleichen mal, vorher - nachher, ja, und viel mehr würde ich da nicht machen. Und natürlich auch hier erwischen Sie eventuell - schauen wir mal da, ob wir was finden - hellere Bereiche, die nicht verändert werden sollen. Also, zum Beispiel hier die Haare, wenn die Ihren Glanz so behalten sollen oder sie ein Glanzlicht auf die seitliche Stirn, auf die Schläfe gelegt haben, dann möchten Sie das vielleicht nicht verändert sehen und dann können Sie das genau auf die gleiche Art und Weise ausschließen, wie wir das hier bei der Helligkeits-Ebene gemacht haben und zwar mit einem Doppelklick auf die Ebene. Und jetzt benutzen Sie statt des linken dunklen Reglers den hellen rechten Regler, wie gesagt für darunterliegende Ebene, weil das ist ja die Referenz. Sie möchten sich an dem unteren Bild orientieren. So, und dann ziehe ich jetzt den Regler mal nach links und da sehe ich jetzt den Unterschied, sehen Sie, wie da die Haut wieder durchschimmert, die hellere, und hier sehen Sie jetzt auch schön, diese fiesen Tonwertabrisse durch diesen harten Übergang. Und deshalb würde ich Ihnen auch hier empfehlen: splitten Sie diesen Regler. Also, Alt-Taste halten und das Ganze hier auseinanderziehen und dann hier vielleicht etwas zurücknehmen und dann haben wir jetzt hier diese weiche Überblendung der Tiefen. Und ich vergleiche noch mal, das war ohne die Verstärkung der Schatten, das ist mit der Verstärkung der Schatten. Das ist ohne die Lichter, das ist mit den Lichtern. Und das ist insgesamt das Ergebnis. Das Gesicht wirkt plastischer, das Gesicht wirkt etwas weicher, also die Haut, wenn wir natürlich reinzoomen, sehen wir, die Struktur ist noch da, aber die ist natürlich durch diese Weichzeichnung etwas geglättet. Und wie gesagt, wir können hier wiederum mal die Holzhammer-Variante zeigen. Ich ändere mal die dunkele Ebene auf Multiplizieren und die helle Ebene auf Negativ multiplizieren, dann haben wir ein krasses Ergebnis, also, vorher - nachher. Und das Schöne ist, Sie müssen das jetzt auch so nicht hinnehmen, denn Sie können hier die Deckkraft anpassen. Sie können aber auch mit Masken arbeiten, wenn beispielsweise die Schattenverstärkung unter dem Hals hier viel zu kräftig ausfällt, dann ist es gar kein Problem, sondern Sie hängen einfach eine Maske dran, nehmen sich den Pinsel mit schwarzer Farbe mit einer geeignet großen Pinselspitze und malen hier einmal drüber. Und dann sind Sie diesen Effekt an der Stelle los, und haben nur noch hier oben die Gesichtsplastizität beeinflußt. Also, vorher - nachher. Und wie gesagt, das war jetzt die Holzhammer-Methode, ich wechsele daher schnell mal wieder zurück in die weiches Licht-Variante. So, und die wirkt dann etwas subtiler und ich denke, so können Sie Quick & Dirty solche Effekte erzeugen ohne weit fortgeschrittene Techniken hier anzuwenden.