Rechtsgrundlagen: E-Mail-Marketing

Gestaltung der Anmeldeseite

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Am Beispiel der Anmeldung für einen Newsletter sehen Sie sich an, welche Anforderungen im Rahmen der Einholung der Empfängeradressen erfüllt und welche Elemente auf der Anmeldeseite vorhanden sein müssen. 

Transkript

Am Beispiel der Anmeldung für ein Newsletter können wir näher betrachten, welche Anforderungen im Rahmen der Einholung der Empfängeradressen erfüllt werden müssen. Wichtig ist, dass der zukünftiger Abonnent ausreichende Information über den Newsletter erhält, damit er korrekt einwilligen kann. Daher sollten zumindest drei Elemente auf der Anmeldeseite existieren, der Infotext, das Formular zur Eingabe der E-Mail-Adresse, sowie eine Checkbox, inklusive Verweis auf die Datenschutzerklärung. Als Hinweistext könnte zum Beispiel folgende Formulierung gewählt werden. In unserem Newsletter bieten wir Ihnen News und spannende Informationen zu den Gebieten Fotografie und Webdesign, sowie thematisch dazu passenden anderen Themen, wie zum Beispiel Produktdesign oder auch DTP. Der Newsletter erscheint einmal wöchentlich und ist kostenlos. Zusätzlich versenden wir viermal jährlich Sonder-Newsletter mit speziellen Themenschwerpunkten. Diesen Hinweis kann man kürzer oder auch ausführlicher gestalten. Wichtig ist, dass der Interessent erfährt, welche Themen er erwarten darf, und wie oft er ungefähr E-Mails erhalten wird. Es empfehlt sich hier nicht zu detailliert zu informieren, damit man sich selber noch etwas Spielraum bei der Gestaltung des Newsletter-Angebots lässt. Darunter kann dann per Formularfeld die E-Mail-Adresse abgefragt werden, an die der Newsletter geschickt werden soll. Schon aus eigenem Interesse kann man hier einen Algorithmus hinterlegen, der prüft, ob die typische Syntax einer Mail-Adresse eingehalten wurde, insbesondere also, ob die Eingabe eines Klammer- oder @-Zeichens enthält. Zusätzlich kann man auch noch weitere Formularfelder anlegen, zum Beispiel zur Abfrage des Namens für eine persönliche Anrede im Newsletter. Alle Daten, außer der E-Mail-Adresse selbst dürfen jedoch nicht als Pflichtfeld angelegt sein, um den Grundsatz der Datensparsamkeit zu befolgen. Zu guter Letzt kann dann die Checkbox, inklusive kurzem Hinweistext platziert werden. Die Checkbox darf nicht vorausgefüllt sein, sondern muss vom Interessenten selbst aktiviert werden. Als Hinweistext kommt etwa folgende Formulierung in Betracht. Ich möchte den Newsletter der Mustermann GmbH, in Musterhausen, beziehen. Ich weiß, dass ich mich jederzeit mit Wirkung für die Zukunft kostenfrei wieder abmelden kann und auch dass meine Daten nur zum Zweck der Verwaltung des Newsletter-Abos genutzt und nicht an Dritte weitergegeben werden. Die Datenschutzhinweise habe ich gelesen. In diesem Info-Text ist also jedenfalls die für die Datenverarbeitung verantwortliche Stelle zu benennen. Der Hinweis auf die jederzeit mögliche Abmeldung darf ebenfalls nicht fehlen. Das Wort Datenschutzhinweise sollte mit einer separaten Unterseite der eigenen Webpräsenz verlinkt werden, auf der die entsprechenden Details zu finden sind. Folgende Anfänge sind positive Beispiele für Formulierungsalternativen des Hinweis-Textes. Ich willige ein, dass..., Ich bin einverstanden, dass..., oder auch Mit der Unterschrift geben Sie Ihre Einwilligung, dass... Anschließend bedarf es natürlich noch eines Buttons, um die Anfrage auch abschicken zu können. Dieser kann etwa mit Bestellen oder Ähnliches beschriftet werden. Wer sozusagen eine Hybridseite anlegen will, auf der man die Newsletter sowohl anfordern, als auch abbestellen kann, der bindet hier natürlich zwei entsprechende Buttons ein. Generell kann die Einwilligungserklärung auf einer eigenständigen Site eingeholt werden. Sie kann aber zulässigerweise auch zusammen mit anderen Informationen auf einer Site untergebracht werden, etwa im Rahmen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Da muss allerdings eine klare Trennung der Einwilligung von den anderen Inhalten erfolgen. Wird die vorformulierte Einwilligungserklärung zusammen mit anderen Inhalten auf einer Webseite platziert, muss sie hervorgehoben dargestellt werden. Das kann zum Beispiel durch Fettdruck, eine andere Schriftart, eine andere Schriftfarbe, einen anderen Hintergrund, oder auch durch eine Umrandung realisiert werden. Wichtig ist, dass der Interessent auf einen Blick erkennen kann, welche Infos zu seiner Einwilligung gehören und welche Daten wozu erhoben werden. Insgesamt ist bei einem Einwilligungstext darauf zu achten, dass dieser in einfacher und verständlicher Sprache formuliert ist. Technische oder juristische Fachbegriffe sind hier nach Möglichkeit zu vermeiden. Das gilt umso mehr, wenn sich das Angebot primär an Kinder und Jugendliche richtet. Unter Umständen kann es auch hilfreich sein erläuternde Bildsymbole zu benutzen.

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Erscheinungsdatum:26.07.2018

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