Photoshop CC 2015: Neue Funktionen

Gesichtsbezogenes Verflüssigen

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Der Verflüssigen-Filter erkennt nun automatisch Gesichtsmerkmale, wobei Sie Augen, Nase, Mund und Gesichtsform mit jeweils mehreren Schiebereglern separat verändern können.
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Transkript

Eine der hervorstechenden Neuerungen in Photoshop CC 2015.5 ist mit Sicherheit das gesichtsbezogene Verflüssigen. Das klingt erstmal etwas abgedreht, meint aber nichts anderes als, dass der Verflüssigen-Filter jetzt eine Art Gesichtserkennung eingebaut hat mit dem er die Augen, die Nase, den Mund, die Gesichtskontur, die Stirnhöhe automatisch erkennt, die Sie dann mit Schiebereglern ganz einfach verändern können. Und das ermöglicht es auch Einsteigern erstmals sehr, sehr einfach mit Verflüssigen sehr gute Ergebnisse hinzubekommen. Natürlich können Sie den Verflüssigen-Filter nachwievor einsetzen, um ein Gesicht nicht zum Guten zu verändern, aber die Schieberegler, die sind so konstruiert, dass Sie damit eigentlich nicht wirklich so viel verkehrt machen können. Aber schauen wir uns das mal an. Ich arbeite hier auf einer Ebenenkopie. Sie können diese natürlich auch vor der Anwendung des Filters in ein Smartobjekt umwandeln, so dass Sie dann den Verflüssigen-Filter als Smart-Filter verwenden und jederzeit wieder betreten können.. So, ich rufe dann mal den Filter auf, also "Filter/ verflüssigen". Der Shortcut steht direkt dahinter: "Shift", "Command" und "X". Geht ein bisschen schneller, als über das Menü, aber so oft ruf man den ja nicht auf. Und hier sehen Sie auch gleich, was sich noch geändert hat und zwar zwei Dinge. Zum einen haben Sie hier ein neues Werkzeug, das Gesichtswerkzeug und zum anderen wurden die Eigenschaften hier anders aufgeteilt. Und zwar gibt es diese Checkbox "Einfach" oder "Vortgeschritten" hier nicht mehr, sondern Sie könne hier einzelne Optionen ein- und ausklappen. Und eine neue Option ist hier das gesichtsbezogene Verflüssigen. So, und wenn ich das mal aufklappe, und diese Unterpunkte hier mal zuklappe, dann sehen Sie auch schon, was Sie verändern können und zwar die Augen, die Nase, den Mund und die Gesichtsform. Und hier können Sie das Gesicht auswählen. Jetzt haben wir hier nur ein Gesicht und deswegen gibt es hier auch nur Gesicht Nummer 1 und diesen Punkt sehen Sie nur, wenn das Gesicht wirklich erkannt worden ist. Ja, in diesem Fall hat es wohl geklappt. Also zoome ich hier mal rein. So, und kann jetzt hier zum Beispiel mal die Augen verändern und Sie sehen, da gibt es einige Parameter. Die Augengröße, die Augenhöhe, die Breite, die Neigung und den Abstand. Sie können also hier die Augen ein bisschen zusammenführen, Sie können die ein wenig nach außen bringen und hier in diesem Filter geht es leider im Moment nur, dass Sie beide Gesichtshälften gleichzeitig verändern. Sie können also nicht sagen, ich möchte jetzt nur das linke oder nur das rechte Auge beeinflussen, sondern wie gesagt, das geht bei allen Parametern, die Sie hier finden im Moment nur für beide Gesichtshälften gleichzeitig. Aber gerade, wenn das Gesicht so frontal zur Kamera ausgerichtet ist, ist das auch kein Beinbruch. Ja, und jetzt können Sie hier einfach so die Augen etwas zusammenkneifen oder die Augen etwas größer gestalten, Sie könne hier die Augenhöhe verändern, die Augenbreite und wenn ich das alles mal auf Anschlag nach rechts ziehe, dann haben wir so eine Art Comic-Effekt. Wenn Sie jetzt einen Vorher-Nachher-Vergleich möchten, dann suchen Sie hier eine Vorschauoption vergebens. Die finden Sie aber, wenn Sie hier mal die Anzeigeoptionen aktivieren, ein bisschen runterscrollen und hier "Hintergrund einblenden" aktivieren. Dann sollten Sie "Verwenden:alle Ebenen". "Modus:Davor" und "Deckkraft 100" und dann können Sie vergleichen, das ist nachher und das ist vorher. Also ganz witzig und Sie sehen, wie schnell das geht. Wenn Sie das versuchen mit den anderen Werkzeugen, müssten Sie zunächst einmal die Augenbrauen maskieren, dann zum Beispiel hier das Aufblasen-Werkzeug nehmen, dann vorsichtig über die Augen malen, damit diese größer werden und trotzdem haben Sie manchmal kleine Verzerrungen an den Kanten. Ja, und mit diesen Reglern haben Sie das eben nicht. Aber Sie sollten da natürlich vorsichtig vorgehen und nur subtile Änderungen vielleicht hier durchführen, wenn Sie nicht gerade diesen Comic-Effekt erzielen möchten. So, schauen wir uns mal die nächsten Optionen an, zum Beispiel die Nase. Da können Sie die Nasenhöhe, also die Nasenlänge im Prinzip verstellen, die Nasenbreite, also hier die Nase etwas dünner machen oder etwas breiter. Beim Mund finden Sie auch einige Optionen. Wir können das Model zum Beispiel lächeln lassen und den Mund etwas in die Breite ziehen. Aber Sie sehen auch, dass sieht dann komisch aus, gerade wenn wir auch die Oberlippe oder die Unterlippe etwas vergrößern und das liegt ganz einfach daran, dass das kein echte Lächeln ist, weil die Augen eben nicht mitlächeln. Und daran erkennen Sie ein falsches Lächeln. Also hier in den Augen tut sich gar nichts. Da müssten Sie im Prinzip noch ein kleines verschmitztes Zusammenkneifen der Augen simulieren, vielleicht ein paar Lachfältchen hier einmalen, dann würde das vielleicht etwas besser aussehen. Aber wenn man nur den Mund so verändert, dann taugt das natürlich nicht. Gerade in diesem Beispiel würde ich sagen, lassen wir das mal lieber mit dem Lächeln und lassen das Model vielleicht etwas mürrischer gucken. Wie sieht das dann aus? Schauen wir mal, also vorher, nachher und Sie sehen alles nur mit ein paar Slidern hier verändert. Das ist aber noch nicht alles, denn im Prinzip können Sie hier auch einfach diese Option zugeklappt lassen und direkt im Bild arbeiten. Und das funktioniert hier mit dem Gesichtswerkzeug und Sie sehen, wenn ich das aktiviere, wird automatisch hier das Gesicht durch zwei Linien eingerahmt. Das zeigt mir, dass das derzeit aktive Gesicht, also hier Gesicht Nummer 1, dieses ist und wenn ich jetzt mal hier über die verschiedenen Bereiche fahre, dann sehen Sie, wie da verschiedene Anfasser auftauchen. Das hier ist die Gesichtskontur und mit diesem Anfasser hier oben kann ich die Stirn nach unten oder nach oben schieben. Ich kann hier die Augen drehen. Ich kann die Kontur hier anfassen und den Kopf etwas breiter oder etwas schmaler machen. Ich kann hier auch den Mund beeinflussen. Also entweder das Lächeln hervorzaubern oder das Model etwas mürrischer dreinblicken lassen. Auch hier für die Lippenbreite der Ober- und der Unterlippe haben Sie hier Möglichkeiten. Ja, und so können Sie sich im Prinzip jetzt die Emotionen, beziehungsweise die Proportionen des Models direkt im Bild zurechtzupfen. Also bei diesem frontalen Gesicht funktioniert das alles ganz hervorragend. Sie können sogar nachträglich auch die anderen Werkzeuge von "Verflüssigen" hier benutzen. Also beispielsweise hier mit dem Mitziehen-Werkzeug die Augen noch nachträglich etwas hin- und herschieben oder die Konturen anpassen und selbst jetzt kann ich hier noch an den Reglern ziehen und die Einstellung dieser Regler, die vererben sich quasi an die nachfolgenden Änderungen, die Sie mit den anderen Werkzeugen hier durchführen. Ja, soweit so gut. Bei diesem Gesicht hat das wie gesagt gut funktioniert. Wir schauen uns mal eine andere Variante an mit einem leicht gedrehten Kopf. Auch hier dupliziere ich mal die Ebene und rufe den Filter mit dem entsprechenden Shortcut auf, also mit "Shift", "Comman" und "X", zoome hier mal au das Gesicht. Sie sehen das wurde erkannt und jetzt probieren wir hier mal das Gleiche aus, also das ist jetzt nur eine leicht gedrehte Kopfform. Da sollte das eigentlich auch ganz gut funktionieren und wir machen jetzt einfach mal einen Comic-Effekt. Ich erhöhe also die Augengröße und die Augenhöhe auch ein wenig. Vielleicht vergrößere ich auch die Augenbreite und Sie sehen, wie das proportional passiert hier. Also dass uns nähere Auge wird etwas mehr vergrößert als das Hintere. Das scheint also nicht einfach eine pauschale Veränderung zu sein, die gleichmäßig auf beide Augen zutrifft, sondern sich dem Bild ein wenig anzupassen und das merken Sie auch daran, dass Sie verschiedene Bildgrößen mit diesem Werkzeug ganz einfach bearbeiten können. Also wenn ich ein Bild habe mit 7000 Pixeln Kantenlänge, dann funktioniert das genauso gut. Sie verändert damit die Proportion genauso, als wenn Sie wie hier in diesem Beispiel ein Bild mit einer Kantenlänge von 2000 Pixeln haben. Ja, und dann schauen wir uns mal an. was wir mit der Nasenhöhe machen können. Und auch das geht ganz gut, dann werden wir die Nase etwas schmaler gestalten. Mal sehen wie das Lächeln hier wirkt. Ja, und hier sieht das schon anders aus, weil die Augen vorher doch ein bisschen schon mitgelächelt haben. Ja, Oberlippe, Unterlippe, kann man alles schmaler oder größer gestalten und auch die Mundhöhe kann man hier noch verändern. So, bei der Gesichstform würde ich sagen, ziehen wir die Stirn mal noch ein bisschen nach oben, ziehen das Kinn ebenfalls ein wenig nach oben und die Kinnpartie werden wir auch ein bisschen schmaler gestalten und die Gesichtsbreite können wir auch verändern und das ist jetzt wirklich eine ziemlich drastische Veränderung des Gesichtes und wenn man sich das jetzt so anguckt, sieht man, da stimmt irgendwas nicht. Man sieht aber nicht wirklich, dass man oder was man genau verändert hat. Und wenn ich hier mal den Hintergrund einblende, dann sehen Sie schon, das ist schon extrem, was man da verändert hat allein mit diesen Reglern. Ja, aber wie gesagt, das geht jetzt nicht nur bei einem frontalen Gesicht, bei einem leicht gedrehten Gesicht, sondern das geht auch bei mehreren Gesichtern und dazu schauen wir uns mal ein anderes Bild an. Zum Beispiel dieses hier und ja, beide sind Brillenträger und mal schauen, wie sich die Funktion hier schlägt Die Gesichter, die wurden erkannt. Sie sehen, wir haben jetzt hier Gesicht 1 und Gesicht 2 und ich wechsle hier mal zum Gesichtswerkzeug, um zu sehen, wo ich mich gerade befinde. Ja, und Dan würde ich sagen, ändern wir hier einfach mal die Augengröße und die Augenhöhe und die Augenbreite und ja, hier funktioniert das anscheinend recht gut. Wir machen die Nase mal ein bisschen länger, den Mund, die Unterlippe ein wenig breiter, auch die Oberlippe. Da machen wir den ganzen Mund etwas breiter und lassen den Kollegen noch etwas lächeln, was hier auch komisch aussieht, deswegen lassen wir ihn einfach mürrisch dreinblicken und ändern noch hier mal die Kontur der Kinnlade, also des Unterkiefers. Also hier wurde die Brille auch nicht wirklich mitverformt, weil sich der Brillenbügel über der Pupille befindet. Hier ist das etwas komplizierter und da schauen wir mal, wie das hier aussieht. Wenn ich jetzt hier einfach mal die Augengröße pauschal verändere und die Augenbreite ebenfalls mal auf ein Maximum setze, so wie alle anderen Regler auch, dann sehen Sie, hier wird die Brille in Mitleidenschaft gezogen. Was müssten Sie also tun? Sie müssten jetzt hier nachbessern und das geht jetzt nicht direkt im Verflüssigen Filter. Das heißt, wenn Sie hier mit Masken arbeiten, können Sie zwar den Brillenrahmen etwas schützen, aber besser ist es, wenn Sie das dann außerhalb des Filters machen mit Masken und mit dem Stempel dort beispielsweise etwas nachbessern. Ja, und meine breiten Hamsterbäckchen, die kriegt man hier auch sehr gut weg, indem man hier die Kontur nach innen schiebt und machen wir die Nase noch ein bisschen breiter oder ein bisschen schmaler. Sie sehen, das funktioniert alles recht gut, aber wenn Sie so etwas haben wie eine Brille und wenn der Kopf mehr gedreht wäre noch, dann wäre das Ganze doch sehr schwierig. Natürlich möchte ich hier lächeln und Sie sehen hier funktioniert das super, weil ich nämlich von vornherein schon etwas gegrinst habe. So sieht es etwas ja, sarkastisch aus, etwas ein ironisches grinsen und so ist es doch etwas lieber. Also die Augen funktionieren jetzt so gar nicht, aber Sie sehen, mit den Werkzeugen kann man selbst in diesem komplizierten Fall einiges anstellen. Eine Sache möchte ich dann noch erwähnen und zwar was tun Sie,wenn das Gesicht nicht erkannt wird? Sie sehen, wir haben hier ein Gesicht. Klar definiert, frontal zur Kamera und wenn ich mal rauszoome, sehen Sie dass das Gesicht nur einen sehr kleinen Teil des Bildes einnimmt. Wenn ich jetzt also den Verflüssigen-Filter mal aufrufe, dann sehen Sie, es wurde kein Gesicht erkannt und da gibt es einen kleinen workaround. Alles was Sie dann machen müssen ist es hier den Bereich zu verkleinern, indem der Verflüssigen-Filter versucht ein Gesicht zu erkennen. Und das machen Sie mit einer Auswahl. Also ich ziehe hier eine Auswahl auf um das Gesicht ganz grob, rufe dann den Verflüssigen-Filter auf und voilà ist das Gesicht erkannt. Ich kann hier ein Lächeln in das Gesicht zaubern, ich kann die Augen vergrößern, ich kann die Augenhöhe vergrößern. Ja, und das Bild ist jetzt nicht sehr hochauflösend, deswegen kommt es hier dann doch zu Artefakten. Also da müssen Sie drauf achten,. Nutzen Sie den Verflüssigen-Filter und diese gesichtsbezogenen Verflüssigen-Funktionen nicht bei den niedrig aufgelösten Gesichtern, weil dann sehen Sie, wie hier an den Augen, da entsteht dann eine Art Pixel-matsch. Also da müssten Sie dann etwas vorsichtiger vorgehen, aber da würde Ihnen auch die Standardwerkzeuge nicht unbedingt weiterhelfen. So, jetzt wissen Sie, wie Sie hier das Ganze umschiffen können. Was jedoch leider nicht funktioniert ist, wenn Sie hier mal die Ebene in ein Smartobjekt konvertieren, um den Verflüssigen-Filter als Smart Filter anzuwenden. Jetzt mache ich genau das Gleiche. Ich wähle also hier das Gesicht aus. So, und rufe den Verflüssigen-Filter auf und ja, hier wird kein Gesicht erkannt, obwohl ich mich nur in diesem Bereich befinde. Und das ist typisch für die Smart Filter, denn Smart Filter gucken sich immer das gesamte Bild an. Die Wirkung, die können Sie dann später nur nachträglich einschränken, indem Sie in der Filtermaske malen oder die gesamte Ebene ausblenden. Also ich kann jetzt nicht für einen Smart Filter hier diesen Bereich einschränken und deshalb findet der Filter so wie auch ohne eine Auswahl hier das Gesicht einfach nicht. Also da müssen Sie sich bewusst sein, wenn Sie das Gesicht nicht finden, dann nutzen Sie hier keine Smart-Filter-Funktion, sondern eine normale Ebenenkopie. Ja, und ich will Sie mal nicht weiter davon abhalten hier mit diesen neuen Funktionen zu spielen. Also legen Sie direkt los. Das ist im Prinzip eine sehr einfache und spielerische Geschichte. Probieren Sie den Filter an verschiedenen Gesichtern aus und Sie werden sehen, das funktioniert meistens sehr gut. Beziehungsweise halbwegs zufriedenstellend und wenn es nicht so gut funktioniert, dann liegt das meistens an einer zu sehr verdrehten Kopfposition. oder eben daran, dass das Bild nicht hochauflösend genug ist. Also viel Spaß mit dem neuen Verflüssigen-Funktionen.

Photoshop CC 2015: Neue Funktionen

Entdecken Sie die neuen Funktionen, die Photoshop CC 2015 bietet. Dazu zählen Zeichenflächen, Verbesserungen bei den retuschewerkzeugen und Ebenenstilen, und vieles mehr.

4 Std. 16 min (36 Videos)
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Erscheinungsdatum:16.06.2015
Aktualisiert am:21.06.2016

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