Am 14. September 2017 haben wir eine überarbeitete Fassung unserer Datenschutzrichtlinie veröffentlicht. Wenn Sie video2brain.com weiterhin nutzen, erklären Sie sich mit diesem überarbeiteten Dokument einverstanden. Bitte lesen Sie es deshalb sorgfältig durch.

Netzwerkgrundlagen

Geschichte der Netzwerkklassen

LinkedIn Learning kostenlos und unverbindlich testen!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Dieses Video bietet Informationen über die geschichtliche Entwicklung der Netzwerkklassen. Dabei wurde der IP-Adressbereich entsprechend dem Netzwerk- und Hostanteil in verschiedene Klassen unterteilt.

Transkript

Vielleicht haben Sie auch schon einmal entdeckt, dass wenn Sie eine Standard-IP in eine Netzwerkkonfigurationsmaske eingeben, und Sie drücken die Tab-Taste, dass dann die Subnetzmaske automatisch eingetragen wird. Wenn Sie wissen möchten, warum das so ist, dann sehen Sie sich dieses Video an. Eine IPv4-Adresse ist 32 Bit lang Das heißt, wir haben 2^32 und vier Milliarden Adressen Das ist eine ganze Menge und wenn man sich jetzt vorstellen würde, dass alle IP-Adressen, also alle vier Milliarden, im gleichen Netzwerk wären, dann hätten wir wohl ein ganz großes Chaos. Deswegen teilt man eine IP-Adresse in ein Netzwerkanteil und Hostanteil. Der Netzwerkanteil kennzeichnet ein ganz bestimmtes Netzwerk und der Hostanteil bestimmt den zusammenhängenden IP-Bereich innerhalb dieses Netzwerks. Im Hostbereich, also innerhalb des gleichen Netzwerks, kann ich andere Clients auf dem gleichen Layer sehen. Dort kann ich zum Beispiel einen anderen Client anpingen, ohne dass ich ein Vermittlergerät auf Layer 3 benötigen würde, also ich brauche in der Mitte keinen Router. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie teile ich dann die unterschiedlichen Netzwerke ein, Also wie teile ich Netzwerk und Hostbereich auf? Am Anfang hatte man sich entschieden, den kompletten IP-Adressbereich in Klassen einzuteilen. Es gab folgende Klassen: die Klasse A. Das war eine Klasse mit einem extrem großen Hostanteil, nämlich 2^24, und einem 8-Bit-Netzwerkanteil. Im Endeffekt gab es also sehr wenige Netze. Mit geringem Netzwerkanteil haben wir sehr wenige Netze zur Verfügung, aber die Netze, die wir haben, sind riesig. 2^24, das ist etwas um 16 Millionen IPs pro Netz. Klasse B war dann so ein mid-size-Netz mit 16 Bit Netzwerkanteil, es gab also einige davon, und 16 Bit Hostanteil. Das sind also rund 65 Tausend IPs pro Netzwerk, das ist schon ganz ordentlich. Die Klasse C hat dann entsprechend 24 Bit Netzwerkanteil Davon gab es also eine ganze Menge von diesen Netzen, aber die waren relativ klein, nämlich 8 Bit. 2^8, da haben wir 256 minus 2, sind 254 mögliche IPs. Das waren die drei Netzwerke. Es gab noch zwei Zusatznetzwerke: die Klasse D und die Klasse E. Die waren erst einmal beide reserviert. Später wurden dann aus Klasse D der sogenannte Multicast-Bereich der geht bei 224 los und hört bei 239 auf. Die Klasse E ist bis heute reserviert, also das sind dann aber auch nicht mehr so viele IPs, die die Adressknappheit jetzt noch herausreißen könnten. Die Unterteilung der Klassen hat man damals noch nicht nach der Subnetzmaske machen können, da es noch keine Subnetzmaske gab. In älteren Netzwerkgeräten stoßen Sie vielleicht einmal auf eine Konfigurationsmaske, die noch überhaupt keinen Subnetzmaskenabschnitt hat. Wie weiß das Gerät dann, wo der Netzwerkanteil anfängt und wo er aufhört? Das Ganze liegt am sogenannte "most significant bit", das MSB. Das ist das hochwertigste Bit, das eine IP-Adresse hat, also hier ganz links oben. Und dieses MSB hat früher bestimmt, wie lang der Netzwerkanteil und der Hostanteil ist, und zwar nach folgendem Schema: Wenn das MSB "0" war, dann hatten wir vollautomatisch 8 Bit Netzwerkanteil und 24 Bit Hostanteil, es war also ein Klasse-A-Netz. War das most significant bit, also hier oben die ersten zwei Bits, "10", hatten wir 16 Bit Netzwerkanteil und 16 Bit Hostanteil, sprich ein Klasse-B-Netz und so geht es dann weiter mit "110", das war ein Klasse-C-Netz. "1110" war Klasse D und so weiter und so fort. Und so hat man früher die Netzwerkklassen unterschieden und das machen die Konfigurationsfus bis heute. Also wenn Sie eine "192.168.0.1" eingeben, und Sie drücken die Tab-Taste, denkt er automatisch, das ist ein Klasse-C-Netz, da vergebe ich die passende Subnetzmaske, nämlich eine 24er-Maske. So, wie gesagt, damals hatten wir noch keine Subnetzmaske, die Klassen wurden anhand des MSB festgelegt. Dann wollen wir die Netzwerkklassen anhand des MSB bestimmen und der Punkt ist, das most significant bit\ wird nicht geändert, das muss bleiben. Bei der Klasse A ist es jetzt so, dass wir hier im MSB "0" haben, also most significant bit "0", und wir können jetzt die kleinste Variante der IP bestimmen, unter der Berücksichtigung, dass das MSB auch "0" bleibt. und die größte Variante unter der Prämisse, dass das MSB "0" bleibt. Ich habe das hier jetzt binär aufgeschrieben, und zwar die kleinste IP-Adresse unter der Prämisse, dass das most significant bit "0" ist, ist tatsächlich hier alles durchgenullt. Die größte Variante als Binärzahl gesehen, dort bleibt natürlich das MSB "0". Die größte Zahl ist dann die, wenn ich hinten alles mit Einsen auffülle. Wenn wir das jetzt einmal umwandeln in eine Dezimalzahl, haben wir also die kleinste IP, das ist die "0.0.0.0" und die größte IP in dieser Klasse ist die "127.255.255.255". Ab der "128" fängt dann logischerweise schon eine neue Klasse an. Schauen wir uns das Ganze für Klasse B an. Da wäre das most significant bit "10", das darf ich nicht ändern. Die kleinste Variante wäre vorne also "10" und dann durchgenullt. Die größte Variante wäre "10" und dann mit Einsen aufgefüllt. und wenn man das in eine Dezimalzahl umwandelt, haben wir also die "128.0.0.0", das entspräche dann dieser Zahl hier oben. Und die größte Variante, das wäre die "191.255.255.255", das wäre dann dieses Äquivalent hier. Das ist das Klasse-B-Netz. Im Klasse-C-Netz geht es dann weiter, wie gehabt. Hier vorne haben wir also die "110" und dann die Nullen und unten haben wir dann die "110" und dann die Einsen. Das ist die größte Adresse und ein Klasse-C-Netz geht dann von "192.0.0.0" bis zur "223.255.255.255". Ab der "224" beginnt dann der Multicast-Bereich. Später hat man dann eingesehen, dass sich Netze eben nicht so grob aufteilen lassen. Das heißt, wenn ich 1000 Clients hatte, musste ich hier ein komplettes Klasse-B-Netzwerk kaufen mit 65 Tausend IPs und davon waren um die 64 Tausend ungenutzt. Das ergibt ja keinen Sinn und deswegen hat man irgendwann die Subnetzmasken eingeführt. Die Subnetzmaske macht das Ganze ein Stück weit flexibler, denn ich kann den Host- und Netzwerkanteil sehr flexibel voneinander trennen. Das Ganze funktioniert so, "1" bedeutet Netzwerkanteil "0" bedeutet Hostanteil in der Subnetzmaske. Links steht immer der Netzwerkanteil, rechts steht immer der Hostanteil. Es ist jetzt so, dass ich mithilfe der Subnetzmaske den Netzwerkanteil und den Hostanteil beliebig hier nach links verschieben darf, was ich aber niemals tun darf, ist diese harte Grenze hier irgendwo zu verwischen. Das heißt also, hier nicht eine "1111" und dann "0001" Nein, das muss also durchgehend sein, das muss zusammenhängend sein. Links immer ein zusammenhängender Bereich Netzwerkanteil, rechts immer ein zusammenhängender Bereich Hostanteil. Wo allerdings die Grenze gesetzt wird, die kann also auch hier mittendrin stattfinden, das ist überhaupt kein Problem, das ist völlig egal. Dann haben wir noch die "CIDR-Notation", das ist die heutige Notation. Wir sind also heutzutage völlig weg von den Netzwerkklassen. Die werden also im Internet zumindest nicht mehr betrücksichtigt. sondern man setzt den Netzwerkanteil jetzt mit einem Schrägstrich. Das konnte man letzten Endes mit der Subnetzmaske auch machen. Die Notation ist die classless-interdomain-routing-Notation Und die funktioniert so: Der Netzwerkanteil wird hier einfach nach einem Slash angegeben, also beispielsweise die "/24" hat jetzt 24 Bit Netzwerkanteil, so schreibe ich also vorne 24 Einsen und den Rest nulle ich auf. Das wäre also die klassische "255.255.255.0er"-Subnetzmaske.

Netzwerkgrundlagen

Lassen Sie sich die grundlegenden Netzwerktechniken erklären und erfahren Sie anhand vieler Beispiele, wie Netzwerke in der Praxis aufgebaut werden und wie sie funktionieren.

6 Std. 38 min (63 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!