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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Gesamtbreite festlegen

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Zusätzlich besteht in LaTeX die Möglichkeit, die Gesamtbreite einer Tabelle festzulegen sowie mehrseitige Tabellen zu erstellen.

Transkript

Für die folgende Übung brauchen wir mehr Text hier drin, zum Beispiel RB, CNL, EC, RE, S-Bahn, U-Bahn. Selbes Problem wie vorher. Unsere Tabelle wird zu lang. Ich möchte jetzt aber keine P-Spalte verwenden und es festlegen, sondern ich möchte einfach, dass die Spalte solange wird, wie sie sein soll, beziehungsweise wie sie sein muss, ohne dass ich mir aber zu viel Gedanken drüber machen muss. Dazu gibt es Tabellen mit fester Gesamtbreite. Das Paket tabularx ermöglicht dies. Wir laden also das Tabel tabularx. Das tabularx-Paket bietet die sogenannte x-Spalte, das heißt, anstatt hier festzulegen für die eins, zwei, drei, vierte Spalte, eins, zwei, drei, vierte Spalte einfach ein l, nehme ich jetzt keine p-Spalte und gebe an, wie bereit sein soll, sondern eine Spalte x. Das funktioniert dann, und nur dann, wenn ich hier auch das tabular die tabularx-Umgebung verwende, die tabularx-Umgebung braucht jetzt auch eine feste Gesamtbreite. Das heißt, ich muss hier angeben, wie breit darf diese Tabelle maximal sein. Ich kann entweder einen Wert eingeben, kann zum Beispiel sagen 7cm, das übersetzen. Wir sehen, das ist noch etwas eng. Das reicht nicht. Müsste ich vielleicht 8cm machen. Oder ich sage ganz einfach, ich möchte, dass das so breit wird, wie meine ganze Zeile. linewidth. Aber vielleicht nicht die komplette Zeilenlänge, sondern nur 80% davon. Und schon wird die Tabelle automatisch 80% meiner Zeilenbreite gesetzt. und der zur Verfügung stehende Raum nach Abzug aller l-, c-, r- und p-Spalten wird auf die x-Spalten aufgeteilt sowie es eben notwendig ist, das heißt, ich brauche mir jetzt auch bei einer layout-Änderung keine großen Gedanken mehr machen. Verwende ich jetzt hier a4paper, wird die Tabelle nachher wieder 80% der Zeile groß sein und entsprechend umbrechen, das heißt, Sie brauchen sich hier Robustheit in Ihr Dokument ein. Was nun unschön ist, dass das hier nach wie vor eine Blocksatzspalte ist. Das sieht seltsam aus, weil es hier sehr, sehr lange Wortzwischen räume gibt. Und speziell, wenn wir jetzt hier bei b5paper bleiben, das sieht nicht wirklich gut aus. Wir hätten es eigentlich lieber linksbündig mit linksbündigem Flattersatz. Der linksbündige Flattersatz erreichen wir mit einem Spaltenpräfix vor der x-Spalte. Und zwar geben wir einfach ein raggedright, das heißt, wir wollen einen Flattersatz rechts haben. Und wir müssen aber noch sagen, dass der Zeilenumbruch mit arraybackslash stattfinden soll, weil wir in einer Tabelle uns befinden. Sonst würde uns jetzt LaTeX hier doppelte Backslashes einfügen und die Tabelle zerbrechen. arraybackslash vor die x-Spalte. Sie sehen, jetzt haben wir einen Flattersatz, es gibt saubere Wortabstände. das heißt hier Präfix raggedright\arraybackslash und dann die x-Spalte. Kleiner Hinweis. Wenn Sie tabularx und den multicolumn-Befehl verwenden, sollten Sie unbedingt die Ausgabe kontrollieren, da diese nicht immer gut mit den flexiblen Spaltenbreiten zurechtkommt. Auch für lange Tabellen, die sich mehr als eine Seite erschrecken, gibt es Lösungen. Lassen Sie mich Ihnen dazu ein Dokument vorführen. Wir wählen das Dokument für longtable. Suchen es mal kurz. longtab. Da haben wir es. Das longtable-Paket hier zu sehen stellt Ihnen eine Umgebung zur Verfügung, namens longtable, die sich genauso verhält wie tabular. Nun macht es hier natürlich keinen Sinn mehr, das in ein Gleitobjekt zu packen, denn eine Tabelle, die nicht auf eine Seite passt, kann hier nicht auf eine Seite gleiten. Um dennoch dasselbe Verhalten, wie Gleitobjekte zu haben, können Sie auch hier caption verwenden und auch einen Sprunganker angeben mit label und immer noch drauf verweisen. Brauchen es aber nicht mit einer Gleitumgebung packen. Wenn Sie das Ganze entsprechend setzen, dann sehen Sie, dass es gibt eine lange Tabelle, die über mehrere Seiten geht. Und wenn Sie kleiner machen, sehen Sie auch die mehreren Seiten. Und Sie können auch angeben, was am Anfang der Tabelle, was am Ende jeder Seite, am Anfang jeder Seite und am Ende der Tabelle stehen. indem Sie ganz einfach nach der entsprechenden Tabellenzeile angeben, ein endfirsthead, endhead, endfoot und endlastfoot. Das schreibe ich an den Anfang der Tabelle. Das ist mein Tabellenkopf, und dann folgen einfach die Datenzeilen: endfirsthead, endhead, endfoot und endlastfoot. Das Ganze als longtable. Dies ist für Tabellen mit einer definierten Preamble, das heißt, die ganz normalen l-, c- und r-Spalten. Auch lange Spalten mit automatischer oder definierter Gesamtbreite und automatische Spaltenbreite können Sie erzeugen. Zu diesem Zweck kopiere ich mir den Code hier und füge ihn hier unten ganz am Schluss als Letztes ein. Wir brauchen das Paket mit Namen zum einen usepackage ltxtable, und wir brauchen aber noch ein Paket, heißt filecontents, denn es gibt eine Besonderheit bei ltxtable. ltxtable verlangt nämlich, dass der Inhalt der Tabelle in einer eigenen Datei steht, das heißt, wenn wir hier jetzt die erste Zeile als flexible Breite definieren wollen, dann geht das nicht einfach so, sondern wir müssen das Ganze in eine andere Datei hinausschreiben. Da ich natürlich trotzdem die Tabellendefinition in meinem Dokument haben möchte, benutzen wir das Paket filecontents, das einfach dafür sorgt, dass das, was in der filecontents-Umgebung steht, in eine separate Datei geschrieben wird, zum Beispiel langetabelle.(Punkt), ich nenne sie mal nicht .tex, .tex nenne ich nun die Dateien, die ich selber schreibe, sondern ich nenne sie .auto, weil die könnte ich hier ja löschen, wenn ich möchte. Und wir müssen auch natürlich diese Umgebung wieder schließen. Hier haben wir jetzt erstemal das Ganze definiert. Das wird aber noch nichts ausgeben. Sie sehen, es wird nichts ausgegeben. Diese Tabelle muss ich jetzt entsprechend wieder reinladen, indem ich mir meinen Dateinamen, der automatisch generiert wird, kopiere und jetzt sage ltxtable. Ich gebe an und sage .7 von linewidth, das ist 70% der Seitenbreite, und sage jetzt, lade die lange Tabelle .auto rein, und sieht, jetzt entsteht noch keinen Zeilenumbruch hier, auch hier nicht, weil einfach so viel Platz ist. Wenn wir jetzt sukzessive hier runtergehen, zum Beispiel auf 40% der Zeilenbreite, dann sehen Sie, hier wird entsprechend umgebrochen. Ihr könnte auch Hälfte sagen, dann geht es vielleicht ohne. Sie sehen, jetzt wird entsprechend automatisch umbrochen und automatisch auf die Gesamtbreite angepasst. Ist ein kleines Stück umständlicher dadurch, dass ich zuerst in eine separate Datei schreiben muss, funktioniert aber wunderbar, wenn Sie sich einmal dran gewöhnt haben. Geht es. longtable für lange Standardtabellen, longtable mit ltxtable für Gesamtbreiten, Tabellen mit automatischer Spaltenbreite. In der ltxtables sollten Sie übrigens keinen multicolumns-Befehl verwenden, da dieser oftmals zu unerwünschten Ergebnissen führt.

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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