Composing mit Photoshop: Lady in Black

Gegenlicht ins die Szene malen

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Das Gegenlicht wird in zwei unterschiedlichen Ebenen in die Szene gemalt. Ein Smoke-Pinsel eignet sich dafür hervorragend, sofern er vorab mit verschiedenen Jitter-Werten versehen wird.
08:26

Transkript

Bevor wir jetzt anfangen, den Dunst und das Gegenlicht in das Bild reinzumalen, sollten wir uns erst mal vergegenwärtigen, wo das eigentlich alles hingehört. Und dazu ist es eine gute Idee sich vielleicht mal zu überlegen, wie denn die Größenverhältnisse und Abstände in einem solchen Bild aussehen. Da wo wir stehen, als Betrachter, das ist mal angenommen der Punkt Null. Das ist der Punkt, von dem wir jetzt mal ausgehen. Und jetzt können Sie einfach mal versuchen zu schätzen, wie weit es zu diesen Laternen hier ist. Es ist, ich weiß, schwer zu schätzen, aber Sie würden wahrscheinlich nicht auf zehn Zentimeter kommen, und auch nicht auf 100 Meter, sondern auf ganz grob vielleicht fünf, sechs, sieben Meter, das ist meine Schätzung, so ungefähr dürfte das hinkommen. Wenn ich jetzt mal weitergehe, zur Mitte der Brücke, also hier, diese Balustradenteile hier weiter verfolge, eins, zwei, drei, also bis zur Mitte der Brücke, also quasi den Brücken-Horizont hier nehme, dann dürften das ungefähr schätzungsweise 15 bis 20 Meter sein, na, das dürfte ungefähr hinkommen. Schauen wir uns jetzt aber mal den Dom an, dann ist der Dom, wer den Berliner Dom schon mal gesehen hat, der weiß, das ist ein richtig mächtiger Kuppelbau, dann ist der nicht 20 Meter weg, oder steht fünf Meter hinter der Brücke, sondern der ist mindestens, so glaube ich kann man auch schätzen, wenn man es nicht selbst fotografiert hat, mindestens 150 bis 200 Meter entfernt. Wenn wir jetzt einfach mal sagen, 20 Meter bis zur Brücke, 200 Meter bis zum Dom, auch wenn Sie vielleicht geringfügig anders geschätzt haben, dann fällt doch auf, dass wir bis zu diesem Punkt, dem Scheitelpunkt der Brücke nur ungefähr 20 Meter haben, und die zehnfache Entfernung noch mal hier zum Dom zurücklegen müssen. Das wiederum bedeutet, dass wir das allermeiste an Smoke, an Gegenlicht, an Dunst, hier hinter der Brücke einmalen müssen, also die Brücke davon gar nichts abbekommt, lediglich ein klein wenig dürfte auch hier am Brückengeländer zu sehen sein. Das bedeutet, wir brauchen zwei Ebenen. Die erste Ebene natürlich über den Gebäuden, also hier über der Tonwertkorrektur, die den Reichstag betrifft und damit auch den Dom, lege ich die erste Ebene an und benenne die in Dunst hinten, und dann haben wir noch eine zweite, die lege ich über allem Anderen an, also über dem Verlauf sogar, und die nenne ich Dunst vorne - so. Und wenn wir die jetzt benannt haben, ist es eigentlich eine Kleinigkeit, wir müssen bloß noch den Pinsel uns besorgen, geladen ist er ja, den ein wenig Jittern und dann können wir anfangen zu malen, so! Also, Dunst hinten, das ist die Ebene mit der ich anfangen möchte, jetzt hole ich mir meinen Pinsel, gehe hier in mein Pinselmenü, dort wiederum zu den Pinselvorgaben, und such mir da mal was aus. Was wir nicht wirklich gut brauchen können sind scharfe Kanten, denn wir malen ja nicht eine einzige Wolke, sondern wir malen ja aus vielen, vielen Pinselspitzen, die sich überlagern, eine ganze Dunstwand quasi und deswegen gibt es eigentlich bloß den hier, der die Größe von 608 Pixeln hat. Schade, die anderen sind alle deutlich größer, aber egal, der reicht auf jeden Fall aus, dieses Ding nehmen wir, und um den mal kennenzulernen finde ich es immer eine gute Idee, ihn einmal einfach ungejittert, mit 100% Deckkraft hier irgendwo vor Dunkel mit Weiß abzubilden, dann sieht das so aus. Damit kann man auf jeden Fall prima Dunst malen, - das lösche ich wieder, wir müssen bloß den Pinsel vorher noch ein bisschen bearbeiten, also dem Pinsel sagen, pass mal auf, wir wollen gerne einen Winkel-Jitter haben, damit der nicht, wie man hier schon erkennen kann, zu regelmäßig wird, sondern so was ungefähr tut. Ich gehe mal einfach auf irgendwas zwischen 30 und 100%, wir sind bei 64 - passt! Jetzt ist mir die Outline, also diese Linie, die wir hier oben und unten sehen ein bisschen zu regelmäßig, also kicke ich die Streuung an, um per Streuung das ein bisschen auseinander zu ziehen - so. Wir brauchen gar keine erhöhte Anzahl, denn wenn man die zu weit nach oben setzt, sehen Sie auch, dann bekommen wir hier ein opakes, einfach nur noch weißes Nebelungetüm, wir wollen ja genau diese Struktur ganz gerne haben. Um die Struktur jetzt noch weiter zu transparentisieren, schönes Wort, um sie einfach transparenter zu machen, klicke ich sogar noch die Transfer Einstellungen an, und dort kann man den Deckkraft-Jitter verändern, das ist eine gute Idee, genauso wie den Fluss-Jitter. Also, wenn ich beides mal auf 0 setze, dann sieht das so aus - ganz gut - aber, wenn ich es weiter nach oben setze, dann sehen Sie, dass das Ganze noch etwas transparenter wird. So, und ich glaube, das ist die perfekte Pinselspitze für den Dunst, den wir malen wollen. Als Farbe empfiehl sich entweder Weiß, oder - wir haben ja ein Licht, das kurz vor Sonnenuntergang oder kurz nach Sonnenaufgang ist, es darf auch so ein bisschen gelblich sein, nehmen wir hier so was, ein schönes, warmes Gelb, kommt genau hin, wunderbar - und jetzt muss ich hier ein bisschen einrücken, und ganz ganz wichtig ist, wenn Sie Licht malen, wirklich sehr sehr wichtig, malen Sie das nicht mit so einem Gelbton, denn dieser Gelbton hat ja schon ein Grau in sich. Da sehen Sie, dass keiner dieser drei Kanäle an 255 rankommt, und einer muss es mindestens tun, also Sie sollten darauf achten, dass dieser Farbwähler ganz, ganz oben hier, an der Kante des Farbenwählers hängt, damit zumindest mal einer der Kanäle auch tatsächlich im Wert 255 angesiedelt ist, es ist in diesem Fall der Rot-Kanal. So, ein ganz ganz leichtes Gelb reicht mir, so darf es ungefähr sein, und genau damit versuchen wir jetzt mal zu malen. Deckkraft 100% wäre schlecht, da sind wir ruckzuck fertig und es sieht nicht echt aus, sondern 30% dürften ausreichen, und auch wichtig, ich mache meine Pinselspitze mal kleiner, mal größer, das geht bei mir über die Taste Ö und die Taste #, natürlich können Sie auch nachschauen, wie das bei Ihnen aussieht, unter Bearbeiten, Tastaturbefehle findet man Anwendungsmenüs, Bedienfeldmenüs und Werkzeuge, ja und da drin, relativ weit unten, finden Sie hier die Einstellungen für Pinselspitze vergrößern oder verkleinern, Ö und # kann man natürlich auch ändern, das sollten Sie tun, denn damit kann man sehr schnell große und kleine Pinselspitzen erzeugen, und muss nicht mal absetzen beim Malen. Also, das machen wir jetzt und ich fange einfach mal an mit meinen 30 %, meinem leichten, warmen Gelbton hier hinten, Dunst reinzumalen. So, jetzt sieht man schon, aha, da sieht das Ganze ein wenig mystischer aus. Das darf auch bis in den Himmel gehen. Schauen Sie mal, was allein das jetzt bereits ausmacht. Und wenn ich mir vorstelle, die Sonne ist wirklich stärker, macht nicht nur das was wir hier gerade sehen, sondern macht so was hier, dann darf ich auch bisschen darüber hinaus gehen, darf auch mit einer größeren Pinselspitze mal hier vor die Fassade gehen - so was machen, und jetzt sieht man, dass dieses helle Gelb eigentlich ganz gut funktioniert und ich glaube man erkennt auch ganz gut, dass die bis gerade eben noch viel zu dunkle Fassade jetzt so stark aufgehellt wird, dass sie deutlich besser aussieht, und dass sie deutlich besser zum Bild passt. So, noch ein bisschen größer, es darf wirklich richtig groß werden, hier nach vorne, um einen ganz ganz weichen Übergang zu schaffen, ich möchte da keine harten Kanten produzieren, sondern einen weichen Übergang erzeugen. Weil ich weiß wie schwierig das ist, auch wenn es hier ganz einfach aussieht, möchte ich Ihnen mal zeigen, wie es nicht aussehen soll. Ich lösche das mal, oder blende es vielmehr aus, es sollte nicht so aussehen, das hier und das sollte man auf keinen Fall machen. Denn, warum hört unser Licht hier ringsrum plötzlich so schnell auf? Das darf nicht passieren, sollte auf keinen Fall genau so, sondern eher so gemalt werden, dass wir hier zwar ein helles Zentrum haben, das nach aussen ein bisschen dunkler wird, aber trotzdem über keine scharfe Abgrenzung verfügt. Also, die Ebene zwei, die lösche ich sofort wieder. Jetzt haben wir vorhin gesagt, es gibt Größen- und Abstandsverhältnisse in diesem Bild, und natürlich möchte ich schon auch, dass hier hinten, sprich da beim Geländer, ein bisschen was von diesem Licht bereits zu sehen ist. Also auch hier, sind ja immerhin schon bis zur Brückenmitte 20 Meter, bis zum Ende des Geländers vielleicht sogar 25 oder gar 30 Meter, im Dunst vorne kann man genau hier noch dafür sorgen, dass ein bisschen was davon zu sehen ist, und auch diese Laternen dort hinten ein bisschen was abbekommen, so sieht das Ganze runder und echter und besser aus als ohne - eindeutig! Und ich glaube, jetzt haben wir genügend Atmosphäre in unser Bild hineingemalt.

Composing mit Photoshop: Lady in Black

Sehen Sie, wie ein Compositing entsteht - von der Fotoaufnahme des Models über das Bearbeiten der einzelnen Bilder in Photoshop bis hin zum kombinierten Ergbnis mit Texteffekt.

2 Std. 42 min (31 Videos)
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