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Composing mit Photoshop: Deep Impact

Gegenlicht erzeugen

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Sämtliche Flächen, welche dem Betrachter des Bilds zugewandt sind, werden mit Hilfe einer Tonwertkorrektur abgedunkelt. Dadurch lässt sich das Bild wesentlich realistischer gestalten.
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Transkript

Wenn wir uns dieses Bild mal so anschauen, dann muss man sagen: Ja, das ist ein U-Bahnhof. Der ist hübsch fotografiert. Vielleicht nicht ganz perfekt zusammengebaut, da gibt es ein paar Ausbuchtungen an dieser Stelle und auch hier diese hochgestempelte Säule könnte, wenn Sie mal ganz genau hinschauen, vielleicht noch ein bisschen besser aussehen. Im Großen und Ganzen ist die Aufnahme aber korrekt und sieht in Ordnung aus. Und trotzdem, geben Sie es ruhig zu, besonders aufregend ist sie natürlich nicht. Jetzt habe ich mir mal die Mühe gemacht, herauszufinden, warum Bilder aufregend sind. Und es gibt ja doch wirklich eine ganze Reihe von Motiven, die sehen wahnsinnig aufregend aus, obwohl das Motiv selber nicht so fürchterlich viel hergibt. Genauso ist es bei dieser Geschichte hier auch. Die Aufnahme könnte sehr viel aufregender aussehen, wenn ja, wenn, und da bin ich nämlich darauf gekommen, das Ganze mehr Gegenlicht hätte. Gegenlicht - kennen Sie, das, was man nicht tun darf. Nie darf die Sonne ins Objektiv scheinen - das ist natürlich totaler Quatsch. Natürlich darf die das. Und so ist es hier auch. Wenn das Licht von vorne kommt, direkt auf den Betrachter zu, wirken die allermeisten Motive sehr viel interessanter, als wenn das Licht von überall kommt oder von oben oder so wie hier, hauptsächlich von dieser Lampe und von diesen Lampen. Lange Rede, kurzer Sinn - ich versuche nicht mehr und nicht weniger, als aus dieser Aufnahme eine Gegenlichtaufnahme zu machen. Vielleicht denken Sie, der spinnt, wie soll das gehen? Es ist auch ehrlich gesagt, nicht so, dass es eine Gegenlichtaufnahme werden kann, aber die Insignien, die eine Gegenlichtaufnahme mitbringt, das kriegen wir damit hin. Das bedeutet einfach nur, die Flächen, die gegen uns, den Betrachter gerichtet sind, wie z.B. die Schräge dieser Treppe hier, dieses Mauerstück, das hier oben, das hier, das hier, all diese Dinge, die müssen einfach dunkler werden. Und das schaffen wir, das kriegen wir auf jeden Fall hin. Es ist sogar noch nicht mal besonders schwierig. Wir schnappen uns dafür einfach in den Korrekturen eine Tonwertkorrektur, also eine Einstellungsebene Tonwertkorrektur, und damit bringe ich erstmal Schatten ins gesamte Bild. Das ist eine verhältnismäßig einfach Vorgehensweise. Ich scrolle mal ein bisschen runter, damit wir sehen können, was wir hier tun. Welchen Ton wir jetzt hier nehmen, das liegt ganz bei Ihnen, aber als Faustregel würde ich mal empfehlen, einfach die Hälfte zu nehmen, was geht, das ist 128, also sozusagen, mittleres Grau - und sobald das passiert ist, kann ich über "Umkehren", diese Schaltfläche "Umkehren", die Sie in den Eigenschaften, hier im "Eigenschaften Bedienfeld" finden, das Ganze wieder rückgängig machen. So, und jetzt geht es los. Ich lege meine Ebenenmaske nochmal an zu Sicherheit, hole mir einen weißen Pinsel, und beginne einfach mal hier drinnen mit durchaus weicher Pinselspitze das Ganze mal zuzumalen. Deckkraft unbedingt 100 Prozent, weil wenn Sie hier nicht 100 Prozent verwenden, dann haben Sie das Problem - Moment, ich tippe mal die 0 an, dann habe ich die 100 Prozent - wenn Sie nicht die 100 Prozent wählen, sondern vielleicht 40 Prozent, dann sieht man die ganzen Pinselstriche. Das sieht nicht gut aus! Also am besten gleich 100 Prozent nehmen. Kann natürlich sein, dass Ihnen das nachher zu dunkel ist, aber das macht ja gar nichts, dann können Sie jederzeit die Tonwertkorrektur öffnen, und die Helligkeit verändern. So, jetzt gehen wir nochmal dichter an die Geschichte ran, damit man sieht, wie das grundsätzlich funktioniert. Ich mache das also mit ein paar Shift-Klicks. Und jetzt sehen Sie auch, ganz gnädig werden diese ganzen Fehler die drin sind, ein wenig dunkler gemacht. Und ich kann Ihnen verraten, die werden nachher noch dunkler gemacht, also Fehler im Sinne von Anschlussfehler. Dann ist es hier ein klein wenig wellig geraten, die Geschichte hier sieht nicht ganz perfekt aus, das macht aber wirklich nichts, denn wir werden das immer dunkler machen, sodass die Aufmerksamkeit nur dort hin gelenkt wird, wo wir wollen, dass der Betrachter hinschaut. So, und wenn Sie sich mal vermalen, sowas wie das hier, dann einfach Taste "X", dann wird das ganze schwarz und Sie entmalen diesen Fehler wieder. So, wieder die Taste "X", und ich kann einfach weitermachen. Hier drüber zu pinseln, bis ich so ungefähr da angekommen bin, wo ich gerne hin möchte. Das dürfte bei der Treppe eigentlich schon jetzt der Fall sein. Da kann man sich natürlich wahnsinnig viel Mühe machen. Man kann die sehr exakt ausmalen. Wenn ich jetzt alles exakt ausmale, dann muss ich sagen, wird es ein verhältnismäßig langweiliges Training, aber ich deute zumindest mal an, wo Sie weitermachen können. Hier, z.B, das hier, das muss auf jeden Fall abgedunkelt werden. Am besten arbeiten Sie hier mit Shift-Klicks, die dafür sorgen, dass hier ganze, gerade Linien gemalt werden, es geht sogar bis dort unten hin. Dann auch hier, auf dieser Seite, mit einer etwas kleineren, vielleicht auch etwas härteren Pinselspitze, können Sie unten anfangen und können auch hier diesen Teil der Säule einfach schon mal dunkel malen. Sobald Sie das tun, haben Sie den Eindruck: Da kommt mehr Licht von hinten. Einfach nur deswegen, weil offensichtlich weniger von vorne kommt. Das Auge lässt sich da ganz leicht betrügen. Und dieses Betrügen - naja, betrügen ist ein hässliches Wort, aber genau dieses Betrügen wollen wir natürlich. Auch hier, wenn man da diese Linie exakt nachziehen, sowas machen, dann bekommt man sofort den Eindruck: Wir haben vorne Schatten, d.h., es muss definitiv mehr Licht von hinten kommen. Wo noch? Hier vorne, da können wir natürlich weiter machen, das ist ja auch eine dem Betrachter entgegengesetzte Fläche. Muss man natürlich wesentlich schöner noch machen. Dann haben wir hier diese T-träger, die kann man ruhig auch damit bemalen, dann sieht das da nämlich auch noch mehr nach Gegenlicht aus. Und wenn der eine oder andere jetzt ein bisschen dunkel wird, das ist nicht so dramatisch. Wir haben so viele Details in diesem Bild drin, dass ein bisschen Dunkelheit da gar nichts schadet. Aber Sie bringt auf jeden Fall auch dieses Gegenlicht-Feeling mit ins Bild. Machen Sie das einfach noch ein bisschen schöner, als ich das jetzt gerade gemacht habe. Dann schauen wir hier drüben hin, auch hier haben wir ein Stück einer Wand, die man natürlich bis oben hin wunderbar mit dieser Dunkelheit bemalen kann - sowas hier, auch hier oben, auch von hier nach da, also das kann man alles noch dunkler malen. Und wenn Sie das wirklich mal genauso gemacht haben, dann sollten wir das ganze Bild nochmal anschauen. Und ich vermute, dass es dann schon deutlich interessanter ist.

Composing mit Photoshop: Deep Impact

Erfahren Sie alles über den Aufbau und die Umsetzung eines umfangreichen Composings in Photoshop und wie man unterschiedliche Fotos optimal miteinander kombiniert.

2 Std. 8 min (26 Videos)
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Dieses Video-Training ist der Auftakt eines Zweiteilers. Im zweiten Teil "Uli Staiger – Deep Impact mit CINEMA 4D" lernen Sie, den Meteoriten mit CINEMA 4D zu modellieren.

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