Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Für den Druck schärfen

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Lernen Sie hier eine einfache Faustregel zum Nachschärfen für die Druckausgabe kennen. Letztlich müssen Sie hier jedoch ein wenig experimentieren, denn jeder Drucker und jedes Papier reagieren etwas anders.
04:24

Transkript

Wenn Sie sich die Ausgabeeinstellungen in Camera Raw ansehen, dann sehen Sie, dass es eine ganz andere Schärfung benötigt für das Internet und für den Druck. Beim Druck hängt das natürlich vom Ausgabemedium ab, je saugfähiger das Material ist, auf dem Sie drucken, umso höher müssen Sie den Radius und die Stärke wählen. Bei Hochglanzpapier ist das wiederum ein anderer Wert. Auf jeden Fall sollten Sie versuchen, Ihr Bild in der Druckansicht zu schärfen. Wenn Sie nicht genau wissen, wie Ihr Monitor eingestellt ist, dann hilft ungefähr über den Daumen eine 50% Ansicht des Bildes. Wenn Sie das genau sehen möchte, wie Ihr Bild letztendlich in der Druckgröße aussieht, dann wählen Sie Ansicht, Druckformat. Dafür müssen Sie natürlich in den Voreinstellungen den korrekten Auflösungswert Ihres Monitors eingeben, damit das hier funktioniert. Ansonsten schärfen Sie genauso, wie Sie es von der Webausgabe-Schärfung kennen, also wieder die Ebene duplizieren und dann wenden Sie hier den Unscharf maskieren-Filter an. Hier kommt es jetzt natürlich drauf an, welchen Wert man nehmen sollte. Dieses Bild hat 300ppi, also eine Auflösung von 300 Pixeln pro Zoll und als Richtschnur kann ich Ihnen mitgeben, nehmen Sie diesen ppi-Wert, teilen den durch 2 und dann nochmal durch 100. Das heißt, hier würde sich ein Radius von 1,5 Pixeln anbieten und mit der Stärke stimmen Sie dann die Intensität dieser Nachschärfung ab. Dann sehen Sie hier in der 100% Ansicht, da ist das keine schöne Schärfung, da ist es etwas zu stark geraten. Ich habe auch in den gleichförmigen Bereichen das Rauschen verstärkt, also hier würde ich den Schwellenwert dann noch mit hinzu nehmen, um diese Bereiche auszusparen von der Schärfung. Was hier nicht gut aussieht, sieht in der verkleinerten Ansicht, also in der tatsächlichen Druckansicht, dann doch sehr gut aus. Das nur am Rande als Richtschnur: Auflösungswert durch 2 durch 100, in diesem Fall 300 durch 2 sind 150 und nochmal durch 100 sind 1,5. Letztendlich ist das aber – wie gesagt – nur eine Daumenregel, denn Sie müssen ausprobieren, wie das in dem von Ihnen ausgewählten Druckverfahren auf dem ausgewählten Papier mit dem entsprechenden Drucker wirklich aussieht im Ergebnis. Da führt kein Weg daran vorbei, auch wenn es beispielsweise Plug-Ins gibt wie in der Google Nik Collection, da finden Sie den Output-Sharpener, mit verschiedenen Presets für verschiedene Druckverfahren und verschiedene Drucker, die Ihnen etwas Arbeit beim Experimentieren abnehmen, aber auch so ein Plug-In erspart Ihnen das Experimentieren nicht. Da können Sie auch die Stärke bestimmen so wie hier im Unscharf maskieren-Filter. Ich kann zum Beispiel mit einer Stärke von 500 das ganz gruselig aussehen lassen, aber wer weiß, vielleicht ist ja genau das, die beste Einstellung auf Ihrem Drucker. Da müssen Sie wirklich ausprobieren. Ich vermute – aufgrund von Erfahrungswerten – dass das hier dann doch zu viel des Guten wäre. Ich würde das Ganze so zurückfahren, dass es in der Druckgröße ganz gut aussieht, die 100% Ansicht können Sie hier ignorieren. Egal was für ein Plug-In Sie benutzen oder wenn Sie wie hier Unscharf maskieren für die Ausgabeschärfung einsetzen, probieren Sie es aus. Ermitteln Sie zunächst mal als Richtschur den Radius, nehmen Sie dann eine Stärke, die das Ganze auf dem Bildschirm leicht überschärft darstellt und dann drucken Sie einen Teil des Bildes zumindest aus, um abzuschätzen, ob diese Schärfung geeignet ist oder nicht. Runter- und hochriegeln können Sie das Ganze dann immer noch. Am Ausprobieren führt kein Weg vorbei und auch hier können Sie dann getrennt die Säume voneinander steuern, entweder auf getrennten Ebenen oder Sie gehen hier mit einem Doppelklick in die Ebenenstile und passen die hellen Säume an, falls Sie merken, dass die im Druck stören, blenden diese also aus, splitten diesen Regler mit gehaltener Alt-Taste. Das Gleiche können Sie für die Tiefen machen, sodass Sie letztendlich nur die Mitteltöne des Bildes schärfen. Im Prinzip machen Sie hier nichts Besonderes bei der Ausgabeschärfung, sondern Sie schärfen das Bild nur so nach, dass es im Ergebnis des Druckes gut aussieht. Also, was Sie auf dem Bildschirm sehen, spielt da nicht so eine große Rolle. Was hier vielleicht überschärft wirkt, sieht im Druck dann doch ganz gut aus. Wie gesagt, am Ausprobieren führt kein Weg vorbei und dabei wünsche ich Ihnen viel Spaß und auch viel Freude mit den scharfen Bildergebnissen aus Ihrem Drucker.

Photoshop: Bilder schärfen und stilisieren

Lernen Sie, wie Sie Schärfe und Details Ihrer Bilder mit Photoshop optimieren. Schärfen Sie vor der Bearbeitung oder gezielt für die Ausgabe, und heben Sie Details kreativ hervor.

4 Std. 6 min (30 Videos)
Extrem Gut!!
Anonym
Wer mit Photoshop weiter kommen will erhält mit diesem Training extrem viele wichtige Tips. Schärfen für Internet und Druck wird oft vernachlässigt.

Olaf bitte weiter so!!

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