Resilienz entwickeln

Fünfte Säule: Selbstregulation – Einführung

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Werden Sie von Ihren Gedanken und Gefühlen gesteuert – oder steuern Sie Ihre Gedanken und Gefühle? Darum geht es im Kern bei der Selbstregulation, die in diesem Video erläutert wird.
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Transkript

„Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen." – Das hat Eleanore Roosevelt, die Frau des 32. Präsidenten der Vereinigten Staaten, mal gesagt. Und dieser Ausspruch passt gut zu einer weiteren Säule der Resilienz: nämlich zur Selbstregulation. SELBSTREGULATION meint die Fähigkeit, sich auf mentaler, emotionaler und körperlicher Ebene ins Gleichgewicht zu bringen. Menschen mit einer gut ausgeprägten Selbstregulation sind dazu in der Lage, sich selbst zu regulieren. Konkret: Die eigenen Gedanken, die eigenen Gefühle, den eigenen Körper - und schließlich: die eigenen Handlungen. Hier möchte ich mich auf zwei dieser Aspekte konzentrieren: auf die Regulation der Gedanken und Emotionen. Die Regulation auf körperlicher Ebene berührt das weite Feld der Entspannungstechniken. Das ist in Zusammenhang mit Resilienz zwar auch von großer Bedeutung, würde aber den Rahmen hier sprengen. Alle drei Ebenen – also Gedanken, Emotionen und Körper – sind wichtig für die letzte Ebene: die Regulation der Handlungen. Hier spricht man auch von Impulssteuerung. Die Steuerung von Gedanken und Emotionen hat im Kontext von Resilienz eine sehr zentrale Bedeutung. Als Menschen sind wir prinzipiell dazu fähig, unsere Gedanken und Emotionen zu steuern, sonst könnten wir z.B. nicht verzeihen, obwohl wir eigentlich noch ärgerlich sind. Trotzdem kennen viele auch die Situation, dass sie eher von ihren Gefühlen und Gedanken gesteuert werden als andersherum. Kognitive und emotionale Steuerung ist dabei nicht mit der Unterdrückung von Gefühlen und Gedanken zu verwechseln. Es geht vielmehr darum, negative Gefühle und Gedanken – mit der Distanz eines neutralen inneren Beobachters – bewusst wahrzunehmen und zur Kenntnis zu nehmen. Die Kunst besteht darin, die Gedanken und Gefühle wahrzunehmen, ohne sich mit ihnen zu identifizieren. Das mag komisch für Sie klingen – aber es ist ein Unterschied, ob Sie sagen: „Ich bin furchtbar wütend!“ – oder ob Sie feststellen: „Aha – das Verhalten des anderen löst bei mir ziemliche Wut aus! Aha – da ist gerade Wut!“ Als Beobachter meiner selbst gerate ich weniger in den Strudel der gerade aktuellen Emotionen und kann auch unter Druck eine innere Distanz zu den Problemen aufrechterhalten. Ich mache das mal an einem Beispiel deutlich: Sie hatten eine Auseinandersetzung mit einer Kollegin und der Konflikt ist noch nicht geklärt. Jetzt haben Sie – natürlich unter anderem – zwei Möglichkeiten: Sie können sich in einer Art innerem Dialog immer wieder selber erzählen, wie unverschämt und unangemessen das Verhalten der Kollegin war. Sie sind vielleicht davon überzeugt, dass Ihre Kollegin Unrecht hat und Sie haben Recht. Und das können Sie innerlich auch lautstark deklarieren. Sie können sich jederzeit die Bilder Ihrer unangenehmen Auseinandersetzung vor Augen führen und in den düstersten Farben ausmalen. Wozu führt das? Aller Wahrscheinlichkeit zu einer Verfestigung Ihrer negativen Gedanken und Gefühle, einer Verfestigung Ihres Standpunkts und insgesamt zu einer Verschlechterung Ihrer Stimmung. Außerdem erhöht es wahrscheinlich nicht gerade die Chancen für einen freundlichen nächsten Kontakt mit Ihrer Kollegin. Unter dem Aspekt der Selbstregulation sind Sie besser beraten, völlig anders damit umzugehen. Im Weiteren stelle ich Ihnen zwei Techniken vor, die Ihnen helfen, die eigenen Gedanken und Emotionen zu steuern.

Resilienz entwickeln

Lernen Sie die sieben Säulen der seelischen Widerstandskraft kennen und erfahren Sie, wie Sie aus Krisen gestärkt hervorgehen.

1 Std. 19 min (18 Videos)
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