Unsere Datenschutzrichtlinie wird in Kürze aktualisiert. Bitte sehen Sie sich die Vorschau an.

Composing mit Photoshop: Lady in Black

Freistellung der Dom-Aufnahme

Testen Sie unsere 2015 Kurse

10 Tage kostenlos!

Jetzt testen Alle Abonnements anzeigen
Die Maskierung des Doms ist mit verschiedenen Techniken möglich, in diesem Film entscheidet sich der Trainer für die Kanalfreistellung: Diese gelingt problemlos, erfordert aber stets ein wenig Nacharbeit.
05:31

Transkript

Unser Motiv bezieht unter anderem seine Spannung natürlich von dieser eleganten Erscheinung der Lady im Vordergrund und den Monumentalbauten des Hintergrundes. Und deswegen geht es in diesem Film mal darum, wie man diese Monumentalbauten erst einmal freistellt, um sie dann in unser Bild einzubauen. Also, da müssen wir erst einmal mit dem Dom anfangen. Natürlich könnten wir auch mit dem Reichstag anfangen, aber der Dom ist einfach ein Paradebeispiel dafür, wie man eine solche Freistellung, die ich Ihnen jetzt gleich zeigen werde, vonstatten gehen lässt. Ich öffne den also. und möchte natürlich den kompletten Himmel wegschneiden. Das dürfte machbar sein. Wenn man sich das anschaut, ist der Himmel an fast allen Stellen heller, als der Rest unseres Bildes, also als das Gemäuer zum Beispiel. Allerdings sind einzelne Kanäle natürlich, wie zum Beispiel diese sonnenbeschienene Fläche hier, relativ hell. So ganz einfach wird es nicht sein, deswegen habe ich mich für einen Weg entschieden, der quasi universell ist und den man immer wieder wunderbar brauchen kann. Das ist eine sogenannte "Kanalfreistellung". Die klingt erst einmal fürchterlich, aber ist eigentlich nicht wirklich schwer. Wir machen Folgendes: Wir gehen mal in die Kanäle und schauen uns da mal an, welcher Kanal denn zum Himmel den höchsten Kontrast hat. Da klicke ich mal auf den Rotkanal. Wir haben deutlich noch Zeichnung im Himmel, haben natürlich viel Zeichnung hier drin. Helligkeitswerte hier unten, hier und im Himmel, sind unter Umständen identisch, vielleicht nicht die beste Wahl. Das ist der Grünkanal, der funktioniert, ehrlich gesagt, verhältnismäßig selten. Trotzdem wäre er meiner Meinung nach besser, als der Rotkanal, weil wir weniger Zeichnung im Himmel haben. Und jetzt schauen wir uns mal den Blaukanal an, der für so etwas relativ häufig funktioniert, denn wir haben im Himmel ja entweder Weiß- oder helle Blautöne. Also so oder so ist der Blaukanal relativ gut belegt, also immer sehr nah am Maximum im Vergleich zum Rotkanal, wie man sieht. Deswegen nehmen wir einfach den Blaukanal, um mit diesem freizustellen. Natürlich sind wir nicht auf diese drei Kanäle angewiesen. Wir könnten das Ganze in das "CMYK-Farbmodell" überführen oder auch in "LAB", aber in diesem Fall können wir ganz einfach im Blaukanal bleiben. Ich klicke wieder auf den Gesamtkanal "RGB". Was wir gerade gemacht haben, war nur um herauszufinden, welchen Kanal wir wollen, das wissen wir jetzt. Es wird der Blaukanal sein und wir gehen zurück zu den Ebenen. Jetzt besorge ich mir ein Werkzeug, mit dem man diesen Blaukanal noch verstärken kann. Dieses Werkzeug heißt "Kanalberechnungen", und ist hier im Bildmenü untergebracht. Dort finden Sie genau diese "Kanalberechnung". Wir klicken da mal drauf. Und standardmäßig öffnet sich dieses Tool mit den Einstellungen Rotkanal. Mit diesen beiden Quellen natürlich, die in diesem Fall die Bilder repräsentieren, da wir aber nur ein Bild bearbeiten, werden wir natürlich auch für "Quelle 1" und "Quelle 2" jeweils den Dom verwenden. Wir könnten verschiedene Belichtungen des Doms jetzt miteinander verrechnen, aber wir wollen es mal ganz einfach halten und nicht verkomplizieren Das Bild ist der Dom. Die Hintergrundebene ist sowieso die einzige Ebene, die vorhanden ist, und als Kanal haben wir uns ja bereits den Blaukanal ausgesucht und den verrechnen wir jetzt einfach durch die zweite Auswahl des Blaukanals mit sich selbst. Also, das, was sie von den Ebenen sicherlich schon lange kennen, nämlich die Möglichkeit, Ebenen miteinander in verschiedenen Füllmethoden zu verrechnen, gibt es auch für Kanäle schon lange, nur eben nicht im Kanaldialog, sondern hier im "Kanalberechnungen"-Dialog. Das braucht man ja auch nicht jeden Tag, das braucht man hautpsächlich zum Freistellen. Da haben wir es jetzt schon gemacht. Wir haben den Blaukanal mit sich selbst verrechnet und man sieht, dass das Ergebnis deutlich kontrastreicher ist. Jetzt könnte man versuchen, am "Mischmodus" noch etwas zu drehen. Wir sind hier auf "Multiplizieren" und den "Mischmodus" finden Sie aller Wahrscheinlichkeit nach immer in dieser Abteilung. Denn alles, was wir hier drin finden, alle fünf Verrechnungsmethoden, bringen ein dunkleres Ergebnis, als wenn man nicht verrechnet. Von daher ist "Multiplizieren" dunkler. "Farbig nachbelichten" sieht so aus, aber sehr kontrastreich. "Linear nachbelichten" dunkelt auch die Mitteltöne ein bisschen stärker ab und ich glaube, damit können wir am meisten anfangen. Wir gehen jetzt noch weiter durch auf "Dunklere Farbe", das macht im Prinzip gar nichts, "Abdunkeln" im Prinzip auch nicht. Von daher ist einer von diesen dreien das Objekt unserer Wahl, die Füllmethode unserer Wahl. Ich nehme mir "Linear nachbelichten" und habe damit schon einen mächtigen Kontrast geschaffen. Das ist die Hauptsache. Jetzt könnte ich auf "Okay" klicken, mir daraus einen neuen Kanal anlegen lassen, aber letztlich wollten wir eine Ebenenmaske haben. Deswegen ist eine "Auswahl" in dem Fall wahrscheinlich die schlauere Methode. Ich klicke auf "Okay" und lege jetzt genau mit dieser Auswahl eine Ebenenmaske an. Vorher kehre ich die Auswahl noch um, denn wir sehen ja, dass hier höchstwahrscheinlich das Gegenteil von dem passiert, was wir wollen, also "Auswahl umkehren", das kehrt das Ganze um und wenn ich jetzt eine Ebenenmaske anlege, habe ich damit den Dom schon fast perfekt freigestellt. Sagen wir mal wirklich nur fast perfekt. Es gibt schon noch ein paar Sachen, die man ändern könnte, aber das ist erst einmal die Grundlage für unsere "Kanalfreistellung".

Composing mit Photoshop: Lady in Black

Sehen Sie, wie ein Compositing entsteht - von der Fotoaufnahme des Models über das Bearbeiten der einzelnen Bilder in Photoshop bis hin zum kombinierten Ergbnis mit Texteffekt.

2 Std. 42 min (31 Videos)
Derzeit sind keine Feedbacks vorhanden...
 

Dieser Online-Kurs ist als Download und als Streaming-Video verfügbar. Die gute Nachricht: Sie müssen sich nicht entscheiden - sobald Sie das Training erwerben, erhalten Sie Zugang zu beiden Optionen!

Der Download ermöglicht Ihnen die Offline-Nutzung des Trainings und bietet die Vorteile einer benutzerfreundlichen Abspielumgebung. Wenn Sie an verschiedenen Computern arbeiten, oder nicht den ganzen Kurs auf einmal herunterladen möchten, loggen Sie sich auf dieser Seite ein, um alle Videos des Trainings als Streaming-Video anzusehen.

Wir hoffen, dass Sie viel Freude und Erfolg mit diesem Video-Training haben werden. Falls Sie irgendwelche Fragen haben, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren!