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LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

Flexible Tabellen

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LaTeX verfügt über zahlreiche Befehle, um die Formatierung und Darstellung einer Tabelle zu automatisieren und diese wesentlich flexibler zu gestalten.

Transkript

Was, wenn Ihre Tabelle bzw. Ihre Tabellenzellen mehr Inhalt haben, als in eine Zeile passt? Was also, wenn Sie hier nicht einfach "Berlin" angeben, sondern hier "Berlin, Leipzig, Dresden, Gera" - reicht vielleicht schon. Was werden natürlich sehr sehr lange Spalten. Je mehr hier steht, desto mehr brauchen wir da auch noch. Vielleicht kommen noch weitere Orte dazu, wie Potsdam, vielleicht kommt noch dazu Magdeburg. Und das wird dann ganz schnell so breit, dass die Tabelle nicht mehr vernünftig auf die Seite passt. Wir brauchen also eine Tabellenspalte, die eine feste Breite hat und umbricht. Das ist dann nicht die l-Spalte, sondern eine p-Spalte. Die p-Spalte benötigt ein Argument, nämlich die Breite. Zum Beispiel, 20 mm. Wenn wir das entsprechend setzen, wird das umbrochen. Wir können auch hier mit 25 mal anfangen. Und Sie sehen, das wird umbrochen. Es wird nicht unbedingt schön umbrochen, denn hier entsteht Fließtext. Wir werden nachher noch sehen, wie das schöner gesetzt wird. Aber es wird eben umbrochen. Ich lass es mal bei 20 stehen. Möchten Sie die vertikale Ausrichtung dieser ersten Spalte ändern, so laden Sie bitte das Paket "array": \usepackage(array) Dort haben Sie nun nicht mehr nur die p-Spalte zur Verfügung, sondern zusätzlich noch eine m-Spalte. Und Sie werden sofort sehen, was das tut: setzt nämlich mittig ausgerichtet. Das heißt, die übrigen Spalten sind jetzt mittig ausgerichtet zur linken. Oder noch die b, die dann einfach Button, Fuße aussetzt, und entsprechend das Übrige am Fußende dieser Tabellenzeile ausgibt. Die p-, die m- und die b-Spalte: m und b benötigt das array-Paket. Zum leichteren Vergleich der drei definieren wir uns nochmal eine Tabelle, und zwar mit der Definition "lp(1cm)m(1cm)b(1cm)" Wir schreiben hier: null & eins zwei drei & vier fünf sechs & sieben acht neun Sie sehen: oben ausgerichtet mit p, Mitte ausgerichtet mit m, unten ausgewichtet mit b. Für den weiteren Verlauf brauchen wir diese Tabelle hier unten nicht mehr. Und ich ändere die obere Tabelle wieder ab: von b- auf eine l-Tabelle. Vielleicht möchten Sie eine Spalte besonders formatieren oder einen bestimmten Text in jeder Zelle der Spalte haben. Dafür gibt's im array-Paket die Präfix- und Suffixbefehle. Die verwenden Sie wie folgt: Wenn Sie nach der zweiten Spalte immer einen bestimmten Text haben wollen, geben Sie das Kleiner-Zeichen an, und den Präfix, den Sie haben wollen. Zum Beispiel, einen halben Abstand (\) und die Stunden (h) für die Fahrtdauer, bzw. das wäre dann hier erst nach der rechten Spalte, Verzeihung… Das wollen wir erst hier haben. Wir setzen uns das einmal, schauen uns an, wie das aussieht. Sie sehen, in der Spalte steht jetzt immer das "h" dahinter, ohne dass wir es entsprechend selber machen mussten. Vielleicht brauchen wir noch eine Tabellenzeile, nochmal mit l, die dann auch noch die Verspätung angibt: "Verspätung" und geben hier an die durchschnittliche Verspätung - sind vielleicht hier immer "10\min", und hier vielleicht immer "5\min". Und Hamburg hat vielleicht meistens "20\min". Was bietet sich hier an? Es bieten sich zwei Dinge an: Sie wissen denn nicht, ob die Verspätung immer genau 10 min sind, sondern ungefähr. Also, wollen Sie hier vielleicht das Ungefähr-Zeichen angeben. Wir nehmen das Größer-Zeichen, denn wir wollen ein Präfix, geben wieder die geschweiften Klammern an, können auch hier Befehle eingeben, wie Schriftgrößenveränderungen, können es auch natürlich in Kursiv z.B. drucken. Nehmen den Mathematik-Befehl für das Ungefähr-Zeichen, der heißt "approx$", in Dollarzeichen angegeben, einen halben Leerraum, und l. Und können hier auch wieder angeben: wir wollen ein Suffix, und zwar auch hier wieder unsere Minuten. Da brauche ich die Minuten nämlich hier nicht immer selber hinschreiben. Wir setzen das Ganze und stellen fest: es funktioniert. Mit einer Einschränkung: natürlich wird jetzt der Präfix und der Suffix auch in der Spaltenüberschrift auftauchen. Wollen wir das nicht, geben wir hier einfach als Trick den multicolumn-Befehl an, eine Spalte links gesetzt, und mit "Verspätung" als Inhalt. Das ist der Trick, mit dem Sie das hier wieder reparieren können. Übrigens bei der "Dauer" funktioniert natürlich dasselbe. Auch da können Sie sagen: die "Dauer" bekommt ein multicolumn. Und dann hat auch die ihr "h" nicht mehr hinunter eine automatisch gesetzte Tabelle. Was nun, wenn Sie die Dauer der Zugfahrt in Stunden angeben, und ab und zu vielleicht in Ihrer Tabelle Angaben haben, wie nur "5"? Wie sieht es in diesem Fall aus? Bei einer rechts ausgerichteten Zeile was wir wollen, dass es immer an den "Stunden" dort steht. Steht nun hier unschön: die 3:20, 5:40, aber die 5 müsste im Prinzip linkst ausgerichtet sein, und auch selbstständig ergänzt werden zu 0. Wie geht das? Wie schaffen wir das? Dazu verwenden wir das siunitx-Paket. siunitx: dieses Paket bietet eine neue Tabellenspalte, die wir uns jetzt zu Nutze machen. Damit wir das leichter hinschreiben können, geben wir jetzt die Spalten in eigene Zeilen. Das heißt, wir sorgen dafür, dass die Spalten hier jeweils einzeln in einer Zeile stehen. Auf diese Weise können wir sie leichter definieren. Uns interessiert die dritte Spalte, die hier. Statt einer r-Spalte wollen wir nun eine ausgerichtete Spalte verwenden. Die siunitx-Spalte lautet "S" und braucht Parameter, damit sie arbeiten kann. Was wir verwenden möchten, ist: wir haben einen "input-decimal-marker". Denn was wir möchten, wir wollen ihn im Prinzip am Doppelpunkt ausrichten. Das heißt, wir sagen einfach: die Zahl sei getrennt durch den Doppelpunkt. Anders als normale Kommazahl (hier das Komma im Deutschen oder eben Punkt im Englischen haben) wollen wir, dass LaTeX an dem Doppelpunkt ausrichtet. Wir möchten ein Tabellenformat haben, und zwar eine Zahl vor dem Doppelpunkt und zwei danach. Wenn wir das entsprechend ausgeben lassen, sieht das aus, wie folgt: Wir bekommen noch einen Fehler. Irgendwo haben wir uns verschrieben. Und das heißt nämlich: "input-decimal-markers" - Plural. Einmal durchlaufen lassen. Und wir sehen, die 5 erscheint ausgerichtet, nun wieder links. Das wird ganz evident, dass das funktioniert hat. Wenn wir hier 15 Stunden haben (und die deutsche Bahn möge mir verzeihen), wir sehen - es ist sauber ausgerichtet: die 15 vorne dran, 3 vorne dran, die Minuten hinten dran. Aber, jetzt wird ein Punkt ausgegeben, kein Doppelpunkt mehr. Warum ist das? Nun, wir haben einen "input-decimal-markers" angegeben. Standardmäßig wandelt siunitx das nun aber in Zahlen um. Wir wollen auch "output-decimal-markers" angeben, und zwar auch hier wieder einen Doppelpunkt. Das Ganze gesetzt. Auch hier haben wir wieder einen Fehler gemacht, und zwar brauchen wir jetzt hier nicht den Plural, sondern nur "marker". Warum? Sie können mehrere Markierungen für die Eingabe haben, z.B. Doppelpunkt und ein Ausrufezeichen, und dann das hier z.B. durch ein Ausrufezeichen ersetzen. Sie können aber nur einen output-decimal-marker haben, und sehen, das Ganze funktioniert. Speziell wenn Sie Daten aus unterschiedlichen Quellen haben, die vielleicht nicht ordentlich formatiert sind, erlaubt Ihnen die Angabe mehrere input-decimal-marker, ja das Ganze zusammenzufassen und trotzdem in eine schöne Ausgabe zu bringen.

LaTeX für Studierende und Wissenschaftler

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5 Std. 29 min (54 Videos)
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Erscheinungsdatum:25.02.2015
Aktualisiert am:23.03.2017
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