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High-End-Retusche mit Photoshop: Day to Night

Finale Bildkorrekturen

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Zuletzt sollten Sie mit einem frischen Auge und Abstand nochmals aufs Bild schauen, das Material sorgsam prüfen und die finalen Korrekturen vornehmen.

Transkript

Und zu guter Letzt prüfe ich das Bild noch mal auf eventuelle Bildfehler und mache noch mal minimale Anpassungen. Ich finde es immer ganz gut, wenn ich das Bild einfach mal über Nacht liegen lasse und mir es am nächsten Tag noch mal anschaue und quasi mit einem frischen Auge auf das Bild schaue, weil mir dann noch mal ganz, ganz andere Sachen auffallen, wie am Tag zuvor. Es ist meistens so, dass wenn man im Bearbeitungsprozess drin ist, ist man nachher wie in einem Tunnel. Man bearbeitet Stunden lang ein Bild und verliert aufgrund dessen ab einem bestimmten Punkt schnell mal die Objektivität für so ein Bild. Und deswegen, für mich ist immer ganz wichtig, am nächsten Tag noch mal mit einem frischen Auge drauf schauen und das Bildmaterial prüfen und noch Anpassungen vornehmen. Zuerst schaue ich mal, ob sich irgendwelche Fehler eingeschlichen haben. Retuschefehler, die können sich schnell mal einschleichen, wenn man in so einem Prozess drinnen ist und deswegen prüfe ich das Bild mal. Es gibt noch zwei Sachen, wo sich auch Fehler einschleichen können, wie zum Beispiel beim Dodge and Burn. Wenn ich irgendwann feststelle, dass ich aufgrund des Dodge and Burns Farbstiche bekomme, das heißt, das Parts, wo ich da drübergegangen bin, vielleicht zu satt werden oder zu entsättigt werden, dann kann ich da auch gegensteuern, indem ich hier auf diesen Dodge-and-Burn-Ordner eine Farbtonsättigungsebene drauf mache. Die stelle ich erfahrungsgemäß auf -20. Das ist ein Wert, der sich bewährt hat. Wenn Ihr nachher merkt, dass diese Dodge-and-Burn-Ebenen immer heftiger auf dem Bild werden, weil ich natürlich sehr viele Kurven und Farbeinstellungen hier drüber habe, kann es auch helfen vielleicht einfach mal diesen Dodge-and-Burn-Ordner da drüber zu schieben und mal gucken, wie er dann reagiert. Ob das dann immer noch teilweise zu stark ist. Eine andere Sache ist die, da ich ja hier auf dieses Smartobjekt retuschiert habe, muss ich das auch noch mal prüfen. Wenn ich zum Beispiel das Bild hier drunter komplett neu entwickelt habe. Nehmen wir an, ich hatte vorher einen sehr, sehr warmen Look eigentlich, retuschiere auf dem Bild und gehe dann in einen sehr, sehr kühlen Look. In 99 Prozent der Fälle ist das nicht der Fall, aber es kann schon mal passieren, dass meine Retusche dann nicht so hundertprozentig passt, farblich. Wie ich anfangs schon sagte, nachschärfen sollte man sowieso auf gar keinen Fall tun, weil man ja die Poren hier schärfen würde und diesen Schärfegrad habe ich hier oben in der Retusche natürlich nicht drinnen. Sollte es da tatsächlich zu Farbverschiebungen kommen, was sehr unwahrscheinlich ist, kann ich aber auch gegensteuern, indem ich mir hier oben eine Farbtonsättigung drauf mache und die einfach ganz entsättige. Das heißt, dass dieses Material hier unten ganz grau wird und gegebenenfalls Farbstiche vor einer neuen Entwicklung rausgenommen werden. Das hat einen Einfluss maximal, wenn überhaupt, auf die feinsten, kleinsten Details im Bild, dass wenn ich zum Beispiel in einem Bild ganz, ganz feine Äderchen in den Augen hätte, wären die farblich natürlich auf dieser Ebene drauf. Diese Äderchen wären dann nicht mehr rot, sondern in dem Fall grau. Deswegen würde ich das noch mal durchprüfen, ob das auch alles stimmt. Wie gesagt, in 99 Prozent der Fälle klappt das wunderbar. Und dann schaue ich mir mal an, welche Korrekturen ich da noch vorgenommen habe. Das ist das Bild, was ich noch vor meinen Korrekturen hatte und so sieht es danach aus. Ich will mir hier Korrekturen reinmalen. Also, ich setze mich hin, gucke mir das Bild vielleicht auch von bisschen weiter weg vom Monitor an, um so einen Überblick zu kriegen, über Lichtstimmung und Blickführung und schreibe und male mir dann hier Korrekturen rein. So, hier habe ich mir die rein gemalt. Die sind zum Beispiel hier der Fuß, den möchte ich noch ein bisschen optimieren. Der Part ist mir dann irgendwie noch ein bisschen zu matschig und zu hell. Dann möchte ich hier unten, diesen Bereich möchte ich einen dunklen Verlauf drin haben, damit dieser Lichtfluss von oben, einfach deutlicher zu erkennen ist und ein harmonischeres Bild gibt. Das Gesicht hier möchte ich etwas aufhellen. Natürlich habe ich hier Schatten im Gesicht wegen dem Arm, aber nichtsdestotrotz möchte ich gerne etwas mehr den Blick aufs Gesicht lenken. Dann möchte ich hier noch den Oberschenkel etwas anpassen. Der Glanz, der jetzt da drauf ist, der gefällt mir auch noch nicht so hundertprozentig und möchte hier Sachen machen wie... Im Wasser die Mitten möchte ich noch etwas dunkler machen, damit ich eine andere Wasserhaptik bekomme noch. Dann möchte ich hier minimal diese Objektivwölbung noch korrigieren. Das Bild wirkt ja sehr weitwinklig, obwohl es gar nicht weitwinklig fotografiert ist. Das liegt natürlich an der Perspektive des Models und natürlich daran, dass sie da mit einem sehr starken Hohlkreuz liegt. Da möchte ich auch ein bisschen gegensteuern, indem ich das etwas verkleinere. Und ich möchte den gesamten Hintergrund auch noch ein bisschen dunkler haben, dass die Person im Vordergrund da mehr raus tritt. Dieser Korrekturen habe ich dann hier alle noch mal vorgenommen und wir sehen, da ist schon nicht sehr, sehr viel passiert, aber es ist von der Stimmung her schon ein deutlicher Unterschied. Ich bin viel fokussierter auf die Person, habe noch viel, viel mehr das Gefühl, die bekommt jetzt hier diese Mondlicht ab, und es wirkt einfach viel schöner und harmonischer. Jetzt gucken wir uns noch mal nur mal so im Vergleich das Vorher an. Das ist das Ausgangsmaterial und das ist nachher alles damit passiert. Es ist basierend auf sehr, sehr viel Kleinarbeit. Da gibt es jetzt nicht diesen Masterplan, wo man sagt, zack, ich knalle hier einen Filter drauf und dann passt das. Es ist sehr viel Feinarbeit da notwendig und ein sehr gutes Auge, dass man einfach so einen Look dann auch tatsächlich im Detail hinbekommt. Und damit haben wir jetzt aus einem eigentlichen Tagesschuss einen Nachtschuss im Mondlicht gemacht.

High-End-Retusche mit Photoshop: Day to Night

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1 Std. 50 min (25 Videos)
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Erscheinungsdatum:07.09.2017
Laufzeit:1 Std. 50 min (25 Videos)

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