Fotografieren mit der Lochkamera

Fertige Analogkamera aus Holz

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Wer seiner Geschicklichkeit nicht ganz vertraut, kann auch fertige Lochkameras kaufen. Unter all den Varianten, die das Internet bietet, wählt Uli Staiger hier die Kleinbild-Lochkamera "NOPO" aus, die er vorstellt und zeigt, wie das Gerät bedient wird. Außerdem nennt er ein paar marktgängige Filme, die sich zum Einsatz mit der NOPO eignen.
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Transkript

Natürlich macht das Spaß, sich so eine eigene Kamera zu bauen. Funktioniert, kann man manchen, muss man aber nicht. Sie können natürlich auch eine Kamera fix fertig kaufen. Da finden Sie entweder auf eBay jede Menge Angebote für teilweise richtig tolle Kameras. Also toll heißt in diesem Fall, dass sie sehr gut gebaut sind, dass sie tolle Spaltmaße haben, dass sie sehr maßhaltig sind, dass sie aus Metall sind. Es gibt aber auch solche Kameras, die das natürlich auch alles zutrifft, nur die ist aus Holz. Ganz schönes Ding, es macht Spaß damit zu arbeiten, obwohl ich sagen muss, dass man nötigst immer eine Rohrzange dabei haben sollte, weil diese Kurbeln hier, diese Spülen ein bisschen schwer zu bedienen sind. Trotzdem es macht Spaß mit dieser Kamera zu arbeiten, mit einer solchen NOPO zu arbeiten, spanischer Hersteller. Und es gibt nicht so fürchterlich viele Bedienelemente. Ich zeige Ihnen einfach die wichtigsten und auch wie man das Ding mit einem Film belädt. Fangen wir unten an. Unten sehen Sie das ganz normale Stativgewinde, das kleine Stativgewinde, hier ist ein Stück schwarzes Kleberwand. Schwarzes Kleberwand nehme ich immer dafür um auf jeden Fall auch diesen potenziellen Lichanfall hier zuzumachen. Also wenn sie nicht auf dem Stativ steht, sollte hier unten, finde ich, um ganz sicher zu sein, auch nochmal die Kamera abgeklebt werden. Das Nächste was wir brauchen, wir brauchen einen Film. Wir müssen die Kamera natürlich laden mit einem Film und das funktioniert bei der hier so: Ehrlich gesagt, ich habe ein Weilchen gesucht bis ich gefunden habe, wie man sie aufmacht. Es ist aber nicht so schwer, man muss es nur wissen. Man zieht als einfach hier den Deckel ab. Der ist mit einem Magneten gesichert, wie man hier sehen kann. Jetzt laden wir das mal mit dem Film. Das heißt, ich lege die Kamera mal ein bisschen auf die Seite. Ich stelle die mal hierher und wir gucken mal, wie das funktioniert. Sie können immer noch wählen zwischen eine ganz gossen Anzahl an verschiedene Schwarzweißfilme. Nicht mehr ganz so viel wie vor 10, 20 Jahren, aber doch gibt es noch eine ganze Menge. Zum Beispiel den hier. Mit dem habe ich fotografiert. Es ist ein sozusagen sehr gutmütiger Film, es ist der HP5, der seit einem Jahr HP5 Plus heißt, den gibt es auch schon ungefähr gefühlte 200 Jahren, nicht ganz aber schon sehr lange. 400 ISO, man kann ihn auch pushen auf 800, sogar auf 1600 und drüber, das heißt, Sie können mit dem Ding relativ viel anfangen. Wer mehr auf die Korn-Feinigkeit steht, der kann sich einen solchen Film besorgen. Das ist ebenfalls ein 400, gibt es auch als 100 ISO Film, dadurch ist er natürlich noch feinkörniger, ein sogenannter T-Max, der allerdings dann auch möglichst einen eigenen Entwickler, einen speziellen Entwickler benötigt, also haben sollte. Deswegen ich empfehle Ihnen, nehmen Sie das. Ich habe jetzt den T-Max in der Hand, lade den mal, spielt erstmal keine Rolle, mit was Sie fotografieren, ich möchte Ihnen erstmal zeigen, wie man überhaupt damit umgeht, wie man überhaupt einen solchen Film lädt. So, wie macht man das? Am besten ich ziehe die Kamera nochmal ab, damit wir genau wissen, wo vorne und hinten ist. Das hier ist vorne und das ist hinten, das heißt, hier hinten muss der Film vorbeilaufen quasi. Ich packe also hier den Film dran, so jetzt ist er hier hinten dran, und ziehe ihn ein Stückchen mal raus um ihn jetzt auf der Seite hier einzuspulen. Jetzt sehen Sie hier oben einen Pfeil mit Richtung. Das heißt, wenn ich da dann mal drehe, dann wird meinen Film eingespannt. Oder es passiert das, was mir jetzt gerade passiert ist. Es sieht so aus und in Wirklichkeit ist er nicht ganz drin. Ganz blöde Sache, also wenn Sie ihn einspulen, dann achten Sie bitte drauf, dass er auf jeden Fall hier richtig gut drin ist. Jetzt ist er drin und jetzt wird er auch transportiert. Genau so kann ich das jetzt nehmen und hier wieder reinstecken. Das hier, was wir hier sehen, ist natürlich jetzt belichtet. Damit können wir nicht mehr anfangen, also wenn ich den hier wieder reinstecke und jetzt weiter transportiere, dann, steht zumindest in der Bedienungsanleitung, sind es neun Rasterpunkte, eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun. Zur Sicherheit mache ich noch zwei, drei mehr und was man auch tun sollte, achten Sie bitte drauf, ob sich diese hintere Spule mitbewegt, dann wissen Sie, dass der Film aus der Patrone gezogen wird. Das ist es, Film ist geladen und wir können jetzt anfangen zu fotografieren. Die Auslösung ist bei der Kamera auch wirklich toll. Das heißt, ich brauche hier vorne nur zu drehen, ist mein Objektiv offen. Wenn in die entgegengesetzte Richtung gedreht, schließe ich es wieder. Also einfacher kann man es auch nicht haben. Nach der Belichtung transportiere ich meinen Film natürlich. Nicht vergessen, sonst gibt es eine Doppelbelichtung. Wenn Sie alles durch fotografiert haben, alle 36 Aufnahme, wobei man davon ausgehen kann, dass durch gewissen Ungenauigkeiten beim Transport, eher nur ungefähr 30 Aufnahme rauskommen, dann spulen Sie den einfach wieder zurück hier, bis er wieder ganz in der Patrone drin ist, machen die Kamera auf und können den Film entwickeln.

Fotografieren mit der Lochkamera

Erfahren Sie, wie eine Lochkamera funktioniert. Von der Konstruktion über die Film-Entwicklung bis zur digitalen Nachbearbeitung erfahren Sie, wie Bilder "ohne Objektiv" entstehen.

2 Std. 17 min (26 Videos)
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Erscheinungsdatum:27.07.2016

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