Calvinize V

Feinschliff mit Camera-Raw-Filter

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Calvin Hollywood stellt Ihnen in diesem Film eine Technik vor, die er schon lange in Verwendung hat. Die Technik basiert auf einem Ebenenstapel, der einen Feinschliff erhält. Herangezogen wird der Raw-Konverter.

Transkript

Anhand von diesem Bild möchte ich Euch jetzt eine Technik vorstellen, mit der ich jetzt schon seit ein paar Jahren arbeite. Und zwar basiert die Technik darauf, dass ich zum Beispiel hier einen Ebenenstapel hab'. Ihr seht, so hat das Bild im Original ausgesehen, dann sind so einige Ebenen dazugekommen. Jetzt möchte ich dem Bild einen Feinschliff verpassen. Dazu fasse ich jetzt alle Ebenen zusammen, mit dem Tastenkürzel SHIFT-ALT-STRG-E. Jetzt öffne ich diese Ebene in Camera Raw, also im Raw-Konverter. Es ist zwar ein JPEG, was ich hier habe, aber das macht dennoch Sinn, denn der Raw-Konverter hat einige Regler, die Photoshop eben nicht hat. Ich geh' mal ganz kurz rein über den "Camera Raw-Filter". Den gibt es jetzt schon seit Photoshop CC. Wenn Ihr ältere Versionen habt, zeige ich Euch gleich noch einen Plan B, und auch noch einen Plan C, falls Ihr eben nicht die aktuellste Version habt. Doch zuerst einmal: Was ist der große Vorteil? Warum soll ich jetzt eine beliebige Ebene in Camera Raw öffnen, wenn wir doch schon in Photoshop sind? In Camera Raw gibt es einige Regler, die viel einfacher handzuhaben sind, wie zum Beispiel hier der Weißabgleich. um nachträglich mal schnell einen Farblook hinzuzufügen. Dann gibt es noch Regler, wie wir sie in Photoshop nicht haben. Da denke ich zum Beispiel an den "Klarheit"-Regler, mit dem man die Details betonen kann. Dann gehen wir mal weiter, wir können hier eine Körnung hinzufügen, wir können eine Vignette hinzufügen. Wenn Ihr mal überlegt, wie lange das in Photoshop dauern würde, allein für die Vignette, eine Auswahl, die Auswahl umkehren, die Auswahl weichzeichnen, das geht hier alles viel, viel schneller. Es gibt hier einige Möglichkeiten in Camera Raw. Jetzt erstmal soll wichtig sein, dass die Möglichkeit besteht, eine Ebene in Camera Raw zu öffnen. Im praktischen Teil zeige ich Euch dann so ein paar Korrekturen von diesem Bild. Vor allem auch, warum ich diese Korrekturen mache. Dann haben wir hier jetzt diese zusammengefasste Ebene. Ich hab' Euch grade gezeigt, wie Ihr über den Camera Raw-Filter gehen könnt. Wenn Ihr eine ältere Version habt, dann könnt Ihr auch auf die Website von Russell Brown gehen. Die seht Ihr jetzt hier. Wenn Ihr da unten auf "Dr. Brown Skripts" klickt, und dann so ein bisschen nach unten scrollt, dann kommt Ihr irgendwann an ein Skript, das nennt sich "Edit Layers in ACR", also "Edit Layers in Adobe Camera Raw". Schaut Euch auf jeden Fall nochmal das Tutorial an. Da muss man eine Voreinstellung abändern, damit es funktioniert. Mit diesem Skript seid Ihr dann in der Lage, eine beliebige Ebene später noch in Raw zu öffnen. Das heißt, man klickt dann die Ebene an, und über "Datei", "Skripten" findet man dann, wenn man es importiert hat, hier das Skript "Edit Layers in ACR". Oder hier hab' ich es auch drin, "Adobe ACR Editor". So kann man auch eine beliebige Ebene in Raw öffnen. Wir starten die Praxis erst einmal damit, dass wir die ganzen Ebenen zusammenfassen mit dem Tastenkürzel SHIFT-ALT-STRG-E. Wir brauchen also ein Pixelbild. Jetzt kann ich diese Ebene nochmal in Camera Raw öffnen. Da ich die aktuellste Photoshop-Version habe, nutze ich natürlich den Camera Raw-Filter. Ich hab' Euch ja im Theorieteil gezeigt, wie Ihr das auch anders lösen könnt. In dem Fall nehme ich den Camera Raw-Filter, wandle aber die Ebene vorher in ein Smartobjekt um und wähle dann den Camera-Raw-Filter. Da gehen wir jetzt einfach mal rein. Ich werd' da jetzt so ein bisschen meine Korrekturen machen, beziehungsweise werd' Euch erklären, was hier die großen Vorteile sind. Meistens spiele ich als erstes in der Farbtemperatur. So kann ich ganz schnell sehen, wie ein Bild kühler und wärmer wird. Das geht in Photoshop zwar auch, aber da muss man meistens zwei Regler bedienen. Hier geht es relativ schnell, und ich füge jetzt mal mehr Wärme hinzu. Dann gehen wir mal weiter nach unten. Ich kann hier noch Belichtung, Kontrast und so weiter ändern. Diese Lichter- und Tiefen-Regler, die sind natürlich auch Gold wert, um ein bisschen den HDR-Look zu kreieren. Das ist aber eher etwas, was ich am Anfang mache, nicht am Ende. Am Ende kann man noch Feintuning machen. Ein Regler, den ich sehr gut finde, ist der Klarheit-Regler. Mit dem Klarheit-Regler erhöht man den Kontrast in den Mitten. Da kann man natürlich gerade bei solchen Bildern gerne das noch ein bisschen schmutziger machen. Es muss natürlich ein wenig zum Bildstil passen. Ein weiterer großer Vorteil ist dieser Bereich, der HSL/Graustufen-Bereich. Hier hat man viel mehr Farbabstufungen als in Photoshop. Wenn wir jetzt zum Beispiel an die Aquamarin- oder Lilatöne denken. Jeden einzelnen dieser Farbtöne kann ich im Farbton, in der Sättigung und in der Helligkeit ändern. Ganz ehrlich: So eine Einstellungsebene würde ich mir mal in Photoshop wünschen. Das ist die perfekte Einstellungsebene für eine Farbkorrektur. wo ich einfach auf verschiedene Farben zurückgreifen kann und die dann ganz schnell ändern. Dann gehen wir weiter, zum Beispiel in die Teiltonungen, die gehen in Photoshop eigentlich auch ganz gut, indem man die Tiefen etwas einfärbt. Das mach' ich hier jetzt mal. Ich mach' mal die Tiefen etwas gelblicher. Dann gibt's noch einen weiteren Dialog, das ist dieser Effekte-Dialog, gerade, was die Körnung angeht. Ich füge meinen Bildern gern eine leichte Körnung hinzu. Das geht in Photoshop auch, nur sehr schwer. Denn in Photoshop haben wir eigentlich nur ein Rauschen, das dann modifiziert werden muss. Und hier haben wir eine Körnung und können diese Körnung quasi wirklich im Detail steuern, von der Größe bis zur Unregelmäßigkeit. Das ist eigentlich eine tolle Sache. Ein weiterer Punkt ist auch die Vignette. Ich kann hier die Vignette hinzufügen, indem ich den Regler nach links bewege. Ich kann den Mittenwert ändern, die Rundheit und auch die weiche Kante. Alleine das würde in Photoshop sehr lange dauern, weil man da mit Auswahlen arbeiten muss und so weiter. Seid Ihr in der aktuellsten Photoshop-Version kommt dann noch der Radial-Filter dazu, der wirklich supergigantisch ist, eins meiner Lieblingswerkzeuge. Man zieht einen Kreis auf und kann dann bestimmen, was davon bearbeitet wird. In dem Fall nehme ich jetzt mal den inneren Bereich und kann jetzt nur auf den inneren Bereich verschiedene Einstellungen durchführen. Zum Beispiel nur die Klarheit in diesem Bereich drin ändern. Die Lichter, die Belichtung, und so weiter. So kann ich das Bild noch ein bisschen dynamischer machen. Ich kann auch noch einen neuen Kreis aufziehen und kann dann zum Beispiel sagen: Diesmal soll alles drum herum verändert werden, also außen. Und dann kann ich hier zum Beispiel ein bisschen mehr abdunkeln, um das Bild spannender zu machen. So hab' ich die Möglichkeit, in Camera Raw, was jetzt für mich wie eine große Einstellungsebene ist, viele Korrekturen durchzuführen. Ich hab' alles auf einer Ebene. Schaut Euch mal den Vorher-Nachher-Vergleich an, vorher...nachher, vorher...nachher. Das Bild ist in meinen Augen viel, viel besser. Wenn ich etwas ändern möchte, mit einem Doppelklick auf den Camera Raw-Filter kann ich jederzeit wieder reingehen und diese Korrekturen durchführen oder ändern oder was auch immer. Das ist ein großer Vorteil. Probiert's einfach mal aus, entweder mit dem Skript, mit dem Camera Raw-Filter, oder indem Ihr ein JPEG in Raw öffnet. Ich nutze das gerne am Ende für das Feintuning meiner Aufnahme und würde darauf auch nicht mehr verzichten wollen.

Calvinize V

Lassen Sie sich die 50 besten Tipps und Photoshop-Techniken von Calvin Hollywood rund um die Themen Body- und Porträtretusche, Looks, Lichteffekte, Farbspiele uvm. erklären.

6 Std. 57 min (50 Videos)
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