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Microsoft Exchange Server 2016 Grundkurs: Fehlerbehebung, Sicherung und Wiederherstellung

Fehler mit eseutil beheben

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Von Zeit zu Zeit sollten Sie die Konsistenz Ihrer Exchange-Datenbanken überprüfen. Dazu steht Ihnen das altbekannte und bewährte Befehlszeilen-Tool "eseutil" zur Verfügen. Wie Sie dieses Tool optimal einsetzen, erklärt Ihnen dieses Video.
07:20

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen, wie Sie mit dem altbekannten Befehlszeilen-Tool "Eseutil" die Konsistenz Ihrer Exchange-Datenbanken überprüfen können. Was Sie dazu benötigen, ist ein Server mit Exchange Server 2016. Eseutil gehört zu den Bordmitteln von Exchange Server 2016, das heißt, Sie müssen hier keine zusätzlichen Installationen vornehmen. Wenn Sie eine Datenbank überprüfen wollen, dann verwenden Sie dazu nicht den Namen der Datenbank, sondern deren Datenbankdatei. Wenn Sie sich die Installation eines Exchange-Servers anzeigen lassen, ich öffne hier dazu den Explorer auf diesem Exchange-Server, finden Sie normalerweise Ihre Exchange-Datenbanken im Exchange-Installationsverzeichnis. Das Ganze hängt natürlich ab von der Umgebung, in der Sie Exchange installiert haben bzw. was Sie bei der Eingabe der Pfade Ihrer Datenbanken angegeben haben. Wenn Sie nicht wissen, in welchem Pfad denn die Datenbankdateien gespeichert sind, können Sie das am einfachsten mit "get-mailboxdatabase" abfragen mit der Option "fl" und dann filtern Sie nach der Variablen "path". Hier werden dann nur die Informationen für die Datenbank angezeigt, die einen Pfad beinhalten. Bei "EdbFilePath" finden Sie den Pfad der Datenbank, also hier das Verzeichnis "C: \Program Files\MicrosoftExchange Server\"... ..."V15\Mailbox\Mailbox Database...", der Name der Datenbank. Das ist der Standardpfad und den Namen der Transaktionsprotokolle. Eseutil ist ohnehin in den Standardpfad von Exchange eingetragen. Das heißt, wenn Sie "eseutil" eingeben, sollte hier bereits das Tool angezeigt werden. Ich beende Eseutil und kann jetzt in das Verzeichnis von der EDB-Datei wechseln. Dazu öffne ich der Einfachheit halber mit Cmd eine Befehlszeile innerhalb der Exchange-Verwaltungs-Shell, lösche den Bildschirm und wechsle jetzt eben in das Verzeichnis, in dem sich die Exchange-Datenbanken befinden. Wenn Sie nur den Anfangsbuchstaben eingeben, können Sie mit der Tab-Taste das Ganze ergänzen, dann geht das etwas schneller. Jetzt befinde ich mich im Verzeichnis der Datenbank und hier gibt es jetzt die "Mailbox Database 1325996934". Ich wechsle auch in das Verzeichnis dieser Datenbank und wenn ich mir hier mit der das Ganze anzeigen lasse, sehe ich hier die Datenbankdatei. Ich kann mit der Datenbankdatei so lange nichts anfangen, wie der Exchange-Informationsspeicherdienst gestartet ist bzw. solange die Datenbank bereitgestellt ist. Das heißt, heben Sie die Bereitstellung der Datenbank auf oder beenden Sie den Informationsspeicherdienst. Wenn Sie den Informationsspeicherdienst beenden, werden allerdings alle anderen Datenbanken auf dem Server ebenfalls aufgehoben. Das heißt, die Benutzer können nicht mehr mit Exchange arbeiten. Da es sich hier bei diesem Server um einen Testserver handelt, reicht es aus, wenn ich den Exchange-Informationsspeicherdienst mit "net stop msexchangeis" beenden lasse. Der Dienst ist jetzt erfolgreich beendet. Ich lasse mir noch einmal den Inhalt des Verzeichnis anzeigen und überprüfe jetzt zunächst mit "eseutil /mh", ob das Herunterfahren der Datenbank funktioniert hat. Dazu muss ich die Option "mh" eingeben und den Namen der Datenbank. Das kann ich aber hier in der Befehlszeile einfach markieren und mit der Eingabetaste in die Zwischenablage kopieren. Über die rechte Maustaste füge ich es wieder ein und kann jetzt eben die Datenbank überprüfen. Ich sehe hier jetzt, zunächst hat die Datenbank generell keine Probleme. Das heißt, die Datenbank funktioniert grundsätzlich. Wichtig ist, dass Sie überprüfen, ob die Datenbank sauber heruntergefahren wurde. Das sehen Sie hier bei "State". Hier muss auf jeden Fall "Clean Shutdown" stehen. Steht hier "Dirty Shutdown", sollten Sie den Informationsspeicherdienst neu starten bzw. die Bereitstellung der Datenbank wiederherstellen und das Ganze von vorne beginnen, denn es ist wichtig, dass hier "Clean Shutdown" steht, da nur so sichergestellt ist, dass alle Transaktionsprotokolle optimal in die Datenbank integriert wurden. Zwei weitere wichtige Optionen von Eseutil sind zunächst die Option "g" und die Option "k". Mit der Option "g" wird ebenfalls die Konsistenz der Datenbank überprüft und gleichzeitig wird die Integrität der Datenbankdatei getestet. Das Ganze wurde jetzt hier erfolgreich getestet. Die Datenbank ist also grundsätzlich in Ordnung. Wenn auch diese Option keinen Fehler gezeigt hat, können Sie das Ganze noch mit der Option "k" probieren. Hier wird die Checksumme der Datenbank überprüft. Auch hier sollten keine Fehler angezeigt werden. Wenn das Ganze generell funktioniert, können Sie schon recht sicher sein, dass die Datenbank in Ordnung ist. Für die Wartung einer Datenbank bzw. als Holzhammermethode für die Reparatur einer Datenbank hilft die Option "d". Bei der Option "d" findet eine Offline-Defragmentierung der Datenbank statt. Das heißt, alle freien Bereiche der Datenbank werden gelöscht. Dabei wird auch die Datenbankdatei später deutlich kleiner und fehlerhafte Datenbanktabellen, die ohnehin nicht mehr gelesen werden können, werden bei diesem Vorgang ebenfalls gelöscht. Sie sollten aber, bevor Sie einen solchen Vorgang durchführen, in jeden Fall die Datenbankdatei vorher wegsichern, damit [Sie] bei Problemen auf jeden Fall wieder die ursprüngliche Datei haben. Wenn Sie sich jetzt hier im Explorer, ich wechsle mal im Explorer in das Verzeichnis der Datenbankdatei, die Größe der Datenbank anzeigen lassen, sehen Sie, hat hier jetzt die Datenbank-Datei eine Größe von 253 MB. Können Sie auch in dieser Testumgebung davon ausgehen, dass der Speicherplatz deutlich verringert wird. In einer produktiven Umgebung können Sie davon ausgehen, dass hier teilweise eine Halbierung, teilweise sogar noch mehr Platz geschaffen werden kann. Ich lasse jetzt mal diese Datenbank einfach mal offline defragmentieren. Das Ganze dauert allerdings abhängig von der Größe der Datenbank etwas. Da es sich hier um eine Testumgebung handelt, geht das Ganze relativ schnell. In einer produktiven Datenbank die größer ist, können Sie davon ausgehen, dass ein solcher Befehl durchaus mehrere Stunden dauern kann. Der Befehl ist jetzt hier durchgeführt. Sie sehen hier auch schon die Größe der Datenbankdatei. Diese beträgt jetzt hier nur noch 90 MB. Bei diesem Vorgang wurden jetzt eben gleichzeitig alle fehlerhaften Tabellen aus der Datenbank entfernt. Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass auch in der neuen Exchange Server Version, Exchange 2016, das Tool Eseutil ein wertvolles Hilfsmittel dabei ist, um Probleme mit den Exchange-Datenbanken zu beheben.

Microsoft Exchange Server 2016 Grundkurs: Fehlerbehebung, Sicherung und Wiederherstellung

Lernen sie, wie Sie Exchange Server 2016 sichern und wiederherstellen können und erhalten Sie Unterstützung bei der Fehlerbehebung.

2 Std. 17 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:15.11.2016

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