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Microsoft Exchange Server 2016 Grundkurs: Fehlerbehebung, Sicherung und Wiederherstellung

Fehler mit der Exchange-Verwaltungsshell beheben

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Lassen Sie sich von Thomas Joos erklären, wie Sie anhand der Exchange-Verwaltungsshell Probleme in Exchange 2016 erkennen und auf einfache Weise mit wenigen Befehlen beheben können.
11:35

Transkript

In diesem Video zeige ich Ihnen, wie Sie in der Exchange-Verwaltungs-Shell Probleme in Exchange erkennen und unter Umständen leichter beheben können. Wenn Sie die Exchange-Verwaltungs-Shell geöffnet haben, könne Sie verschiedene Commandlets aufrufen, um zum Beispiel die einzelnen Exchange-Komponenten zu testen. Wenn Sie Datenbankverfügbarkeitsgruppen einsetzen, haben Sie zum Beispiel in der Exchange-Verwaltungs-Shell die Möglichkeit, die Replikation zwischen diesen Datenbankverfügbarkeitsgruppen zu testen. Dazu verwenden Sie den Befehl "Test-ReplicationHealth". Bei diesem Befehl wird eine Verbindung zu den einzelnen Datenbanken auf dem Exchange-Server hergestellt und anschließend wird überprüft, funktioniert denn die Replikation zwischen den verschiedenen Kopiedatenbanken auf den einzelnen Servern. Tauchen Fehler auf, so wie hier in diesem Beispiel, erhalten Sie eine umfassende Meldung, nach der Sie unter Umständen den Fehler schneller beheben können, wenn Sie den Fehler in einer entsprechenden Suchmaschine eingeben. Das heißt, wenn Sie den Verdacht haben, dass etwas in Ihrer Exchange-Umgebung oder den Datenbanken nicht stimmt bzw. wenn Sie überprüfen wollen, ob die Replikation funktioniert, testen Sie mit "Test-ReplicationHealth", ob alles funktioniert und starten Sie dann eine Fehlersuche, wenn Fehler auftauchen. Neben diesem Befehl stellt Exchange natürlich noch weitere Optionen zur Verfügung. Denn Sie können zum Beispiel auch nach den Fehlern filtern lassen. Dazu verwenden Sie jetzt zum Beispiel das gleiche Commandlet, nämlich "Test-ReplicationHealth", formatieren das Ganze in eine Liste und lassen sich nur Informationen zu Fehlermeldungen anzeigen, also "error". Das hat den Vorteil, dass Sie alle Fehler, die gefunden werden, untereinander erhalten und gezielt nach diesen Fehlern suchen können. Das Ganze können Sie natürlich auch mit anderen Commandlets kombinieren. Wenn Sie sich zum Beispiel mit "Get-DatabaseAvailabilityGroup" sich alle Datenbankverfügbarkeitsgruppen anzeigen lassen, können Sie nach den Servern filtern und anschließend diese gefilterten Server mit "Test-ReplicationHealth" überprüfen. Wenn sich Benutzer nicht performant verbinden können oder teilweise Benutzer überhaupt nicht mit Exchange verbunden werden können, haben Sie die Möglichkeit, in der Exchange-Verwaltungs-Shell die MAPI-Verbindungen zu testen. Dazu verwenden Sie das Commandlet "Test-MAPIConnectivity", geben als Option "-Server" an und dann den Server, für den Sie die Verbindung testen wollen. Das Ganze wird dann durchgeführt und für die einzelnen Postfachserver, hier für den angegebenen Server "X2K16", werden die Datenbanken überprüft. Hier auf dem Server gibt es jetzt nur diese eine Postfachdatenbank. Hier kann die MAPI-Verbindung fehlerfrei hergestellt werden. Das heißt, auf diesem Weg können Sie sehr schnell erkennen, gibt es Probleme bei der Verbindung über MAPI, wenn zum Beispiel mehrere Benutzer Probleme bei der Verbindung mit Exchange haben. Das Ganze können Sie natürlich auch für einzelne Benutzer testen. Dann verwenden Sie hier eben nicht die Option "-Server", sondern die Option "-Identity" und hier dann eben den Benutzer, den Sie testen wollen. Hier in dieser Testumgebung verwende ich jetzt zum Bespiel den Administrator. In einer produktiven Umgebung würden Sie dann eben den Benutzer verwenden, der hier Probleme hat, sich über Outlook an den Exchange-Server zu verbinden. Hier wird dann zum einen überprüft, auf welcher Postfachdatenbank ist denn hier das Postfach positioniert, das finden Sie auf diese Weise auch raus schnell und einfach, und ob die Verbindung erfolgreich hergestellt werden kann. Der Befehl ist aber nicht nur dazu in der Lage, die Verbindung zu MAPI über einen Exchange-Server oder einen Benutzer herzustellen, sondern natürlich auch direkt zu einzelnen Datenbanken. Wenn Sie in einer größeren Umgebung zum Beispiel mehrere Datenbanken zur Verfügung haben, können Sie diese mit "Get-MailboxDatabase" abfragen. Übergeben Sie das mit dem Pipe-Zeichen an das Commandlet "Test-MAPIConnectivity" und dann noch einmal als formatierte Liste, werden alle Postfachdatenbanken in der Organisation überprüft. Hier in dieser Umgebung gibt es nur eine Datenbank. Das heißt, es wird jetzt hier nur diese eine Datenbank getestet. In einer produktiven Umgebung würden jetzt hier eben alle Datenbanken abgefragt, das Ganze wird an das Commandlet übergeben und dann werden Tests für die einzelnen Datenbanken durchgeführt. Der erfolgreiche Test wird jetzt hier in dieser Zeile bei "Result" als "erfolgreich" angezeigt und so können Sie jetzt eben nach und nach Ihre verschiedenen Datenbanken oder Exchange-Server auf erfolgreiche MAPI-Verbindungen überprüfen. Neben den Verbindungsmöglichkeiten für die einzelnen Benutzer, können Sie in der Exchange-Verwaltungs-Shell auch den E-Mail-Fluss testen. Dazu verwenden Sie das Commandlet "Test-MailFlow". Mit den Optionen, die Ihnen zur Verfügung stehen, können Sie jetzt testen, ob die Kommunikation mit anderen Exchange-Servern funktioniert. Ich verwende jetzt hier zum Beispiel die Option "-SourceMailboxServer", gebe den Exchange-Server an, den ich testen möchte und lasse den Befehl ausführen. Es wird jetzt hier überprüft, funktioniert die generelle Kommunikation bezüglich der E-Mails auf diesem Server oder gibt es bereits grundlegende Probleme auf dem Server. Der Befehl zeigt jetzt hier keine größeren Probleme an. Das heißt, ich kann jetzt auch mit anderen Commandlets überprüfen, funktioniert denn der Mail-Ablauf auf dem Server fehlerfrei. Das Ganze teste ich hier mit "Get-TransportService" und übergebe das Ganze an das Commandlet "Get-Queue". Bei diesem Vorgang werden jetzt also die einzelnen Transportdienste abgefragt, werden an die Warteschlangeanzeige übergeben und so erkennen Sie relativ schnell, gibt es jetzt hier noch irgendwelche Nachrichten, die in den Warteschlangen sind und die nicht zugestellt werden können. Sie sehen, das Ganze funktioniert hier und die E-Mail-Zustellung auf diesem Exchange-Server bzw. in dieser Organisation funktionieren damit. In einer größeren Umgebung erkennen Sie hier natürlich jetzt verschiedene Exchange-Server und erkennen hier verschiedene Warteschlangen, ob diese funktionieren und ob Nachrichten in den Warteschlangen positioniert sind. Ein weiteres sehr wichtiges Commandlet für die Überprüfung von Exchange ist "Get-HealthReport". Über die Option "-Identity" geben Sie jetzt zunächst den Exchange-Server ein, den Sie überprüfen wollen, zum Beispiel mit "X2K16". Dann wird überprüft, ist auf dem Exchange-Server soweit alles in Ordnung, die einzelnen Dienste werden überprüft und hier sehen Sie über "Healthy" bzw. "Unhealthy", für welche Dienste es unter Umständen Probleme gibt und können gezielt nach Fehlerbehebungen für diese Dienste suchen. In diesem Zusammenhang gibt es natürlich noch das Commandlet "Test-ServiceHealth". Dieses spielt eine besondere Rolle für die Installation von Exchange, denn mit diesem Befehl erkennen Sie sehr schnell, welche Rollen auf einem Exchange-Server installiert sind, ob die notwendigen Dienste für diese Rollen gestartet sind, hier das sehen Sie hier mit "True", welche Dienste das denn sind und ob hier alles funktioniert. Das heißt, mit diesem Befehl können Sie sehr schnell auf einem Exchange-Server überprüfen, gibt es Probleme bezüglich der Exchange-Dienste. Sie können das Ganze zum Beispiel testen, indem Sie auf dem Server mit "net stop MSExchangeIS" den Informationsspeicherdienst beenden lassen. Ich habe mich hier verschrieben. Sobald der Informationsspeicherdienst beendet ist, können Sie mit "Test-ServiceHealth" überprüfen, ob das Commandlet den Fehler bereits erkennt. Abhängig von der Konfiguration von Exchange Server 2016 kann es natürlich sein, dass der Informationsspeicherdienst automatisch neu gestartet wird, wenn Exchange erkennt, dass der Dienst nicht funktioniert. Ich habe hier zwar eine Fehlermeldung erhalten, dass der Dienst nicht beendet werden konnte, aber eine erneute Überprüfung hat gezeigt, dass der Dienst ohnehin nicht gestartet ist. Wenn ich das Ganze jetzt mit "Test-ServiceHealth" überprüfe, wird wieder eine Verbindung zum Exchange-Server aufgebaut. Sie sehen hier, für die Postfachserverrolle wird jetzt angezeigt der Status "False" für die "RequiredServicesRunning" und das liegt daran, dass der Service für den Informationsspeicherdienst nicht gestartet ist. Sie können das Ganze natürlich auch über das Netzwerk testen. Wenn Sie die Option "-Server" verwenden und dann den Exchange-Server eingeben, können Sie das Ganze auch überprüfen, z. B. von einer Arbeitsstation mit Windows 10 aus, wenn Sie die Exchange Server 2016- Verwaltungstools installiert haben. Wie Sie hier sehen, ist der Dienst noch nicht gestartet und Sie könnten jetzt über das Netzwerk zum Beispiel eben auf einer Arbeitsstation mit Windows 10 den Informationsspeicherdienst in der PowerShell starten. Dazu verwenden Sie zum Beispiel den Befehl "Invoke-Command". Über "Invoke-Command" geben Sie den Namen des Servers ein, auf dem Sie den Befehl starten möchten. Ich möchte hier auf dem Server "X2K16" einen Service starten und hier in den geschweiften Klammern gebe ich den Befehl an, also "Start-Services" und dann eben "MSExchangeIS". Ich habe mich hier auch vertippt, der Befehl heißt nicht "Start-Services", sondern eben "Start-Service". Sie sehen, wenn Sie hier einen falschen Befehl eingeben, erhalten Sie sofort eine Rückmeldung von der PowerShell. D. h., es kann hier nichts schiefgehen und Sie erhalten noch eine Hilfe, was nicht funktioniert. Ich habe jetzt hier den richtigen Befehl eingegeben und jetzt wird hier eben überprüft, ob der Dienst gestartet werden kann. Ich kann das Ganze jetzt mit "Test-ServiceHealth" überprüfen lassen, ob das auch funktioniert hat. Sie sehen, das hat funktioniert. Das heißt, auf dem Exchange-Server ist jetzt wieder die "RequiredServicesRunning"-Option auf "True" gesetzt und alle Dienste sind gestartet. Zusätzlich können Sie den Status der einzelnen Dienste auf dem Server auch mit "Get-Service" abfragen. Ich lasse mir jetzt hier mal mit "Get-Service" und dann dem Platzhalter "exchange" alle Dienste auf einem Computer im Netzwerk anzeigen, nämlich dem Server "X2K16". Das Ganze funktioniert also auch problemlos von einer Arbeitsstation aus, auf der Sie die Exchange-Verwaltungstools installiert haben. Hier sehen Sie jetzt den Status der einzelnen Exchange-Dienste. Sie sehen Dienste, die beendet sind und können so also sehr schnell erkennen, warum ein Exchange-Server nicht funktioniert und das teilweise wesentlich schneller als in der grafischen Oberfläche. Lassen Sie uns noch einmal zusammenfassen. Sie können in der Exchange-Verwaltungs-Shell mit verschiedenen Commandlets schnell und einfach und ohne komplizierte Optionen überprüfen, ob Exchange-Dienste und -Funktionen korrekt funktionieren und können bei Fehlern unter Umständen die Dienste neu starten bzw. die Fehler besser eingrenzen.

Microsoft Exchange Server 2016 Grundkurs: Fehlerbehebung, Sicherung und Wiederherstellung

Lernen sie, wie Sie Exchange Server 2016 sichern und wiederherstellen können und erhalten Sie Unterstützung bei der Fehlerbehebung.

2 Std. 17 min (20 Videos)
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Erscheinungsdatum:15.11.2016
Laufzeit:2 Std. 17 min (20 Videos)

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