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Mitarbeiter entwickeln

Feedback-Gespräche

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Weiterentwicklung von Mitarbeitern braucht Feedback – positiv wie negativ. Anhand des Feedbacks lernt der Mitarbeiter, besser zu werden. Damit dies gelingt, muss eine Reihe von Voraussetzungen erfüllt sein.

Transkript

Im Rahmen Ihrer Entwicklung ist es für Mitarbeiter wichtig, sich immer wieder vor Augen zu führen, wo sie stehen. Wie weit sind sie bereits gekommen? Wo gibt es noch Schwachstellen? Wo verläuft die Entwicklung wie geplant? Wo verläuft sie langsamer, wo schneller? Welche Fehler treten im Arbeitsalltag auf? All das sind wichtige Fragen, die im Rahmen von Feedbackgesprächen beantwortet werden sollten. Und diese Fragen deuten darauf hin, dass Feedbackgespräche, im wohlverstandenen Sinne, zu gleich auch Kritikgespräche sind. Bevor ich danach Frage, was ein gutes Feedbackgespräch ausmacht, noch ein Hinweis zur Wortwahl. Das Wort "Kritikgespräch" klingt nach Rüge, nach Mahnung zur Fehlerkorrektur, ist also negativ besetzt. Im Vergleich dazu klingt das Wort "Feedback" neutral. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll schlicht von Feedbackgesprächen zu reden. Wenn der Chef und sein Mitarbeiter einander vertrauen, dann besteht im Rahmen von Feedbackgesprächen immer auch die Möglichkeit, Kritik zu äußern. Normalerweise gilt die Regel, dass man im Rahmen eines Feedbackgespräches zunächst positive Rückmeldungen gibt und erst danach etwaige kritische Punkte anspricht. In der Personalentwicklung kann es aus meiner Sicht aber durchaus sinnvoll sein, ein Feedbackgespräch zu führen, das ausschließlich der Kritik dient, wenn das nicht zur Regel wird. Wenn das Feedbackgespräch ein wirkungsvolles Instrument der Mitarbeiterentwicklung sein soll, dann sollten sie vor allem vier Punkte beachten, die ich Ihnen im Folgenden vorstelle. Punkt eins: Feedbackgespräche sollten regelmäßig geführt werden. Wenn Sie in einem definierten Entwicklungsprozess mit einem Mitarbeiter stecken, sollten Sie mindestens einmal im Monat die gemeinsame Zeit für ein solches Gespräch finden. Das bedeutet aber, zweitens, nicht, dass darüber hinausgehende Feedbackgespräche überflüssig wären. Ein Beispiel: Nehmen wir an, Sie hätten einem Mitarbeiter eine Aufgabe übertragen, die nicht Teil seiner Jobbeschreibung ist und damit auch nicht zu seinem alltäglichen Aufgabenkreis zählt. Diese Aufgabe hat der Mitarbeiter gut gelöst. Warten Sie in Fällen wie diesen nicht bis zum nächsten regelmäßigen Gespräch, sondern geben Sie Ihrem Mitarbeiter unmittelbar eine Rückmeldung. Das Gleiche gilt umgekehrt auch für Fälle, in denen ihr Mitarbeiter Fehler gemacht hat. Weisen Sie Ihren Mitarbeiter auf Fehler hin. Warten Sie auch hier nicht, bis zum nächsten turnusmäßigen Gespräch. Oftmals ist für beide Seiten eine unmittelbare Rückmeldung wirkungsvoller. Dritter Punkt: Gestalten Sie Ihre Feedbacks konkret. Notieren Sie sich Beispiele aus dem Arbeitsalltag, die geeignet sind, die Entwicklung von Fähigkeiten im positiven ebenso wie im negativen Sinn zu belegen. Eine allgemeine Aussage, wie "Sie haben sich schon recht gut entwickelt", klingt zwar schön, es fehlt aber der konkrete Anhaltspunkt, für Verhaltensänderungen. Formulierungen wie "Bei der Aufgabe XXX gestern, ist mir aufgefallen, dass sie sich am Punkt Y so und so verhalten haben." bieten solche konkreten Anhaltspunkte. Denken Sie auch unbedingt immer daran, dass Sie Ihre eigene Wahrnehmung zum Besten geben. Es lohnt sich daher zu prüfen, ob der Mitarbeiter Ihre Sichtweise teilt. Der vierte Punkt lautet: "Bleiben Sie am Ball." Verfolgen Sie den weiteren Gang der Dinge, um zu sehen, ob Ihre Feedbacks die gewünschte Wirkung hatten. Hat Ihr Mitarbeiter Ihre Anregungen aufgegriffen? Wenn ja, wie hat er sie genutzt? Haben sich Fragen ergeben? Gerade der letzte Punkt ist wichtig, denn bei Feedback gilt immer auch eines: Ob jemand ein Feedback annimmt, liegt letztendlich bei ihm selbst. Wenn Sie aber Ihr Feedback konkret formulieren und mit Beispielen ausschmücken, dann ist die Bereitschaft Ihres Mitarbeiters, dieses Feedback anzunehmen, sicherlich sehr hoch. Gerade dann, wenn wir uns gezielt unserer Weiterentwicklung widmen, sind wir oftmals sehr dankbar, wenn uns jemand dabei unterstützt.

Mitarbeiter entwickeln

Lernen Sie die Grundlagen, Spielregeln und Instrumente zur Entwicklung Ihrer Mitarbeiter kennen.

1 Std. 6 min (19 Videos)
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Erscheinungsdatum:17.02.2017

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