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Erfolgreiche Kommunikation

Feedback-Dreisatz und Ich-Botschaften

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Manchmal muss man seinem Gesprächspartner Feedback geben. Aber wie? Solche Rückmeldung ist für viele Menschen ungewohnt. Deswegen sollten Sie einige Grundsätze beachten, die das Feedback annehmbar machen.
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Transkript

Rückmeldungen zu bekommen ist für viele Menschen ungewohnt. Deswegen sollte es gut gemacht werden - nämlich so, dass man es auch annehmen kann. Sonst macht es nämlich keinen Sinn. Ich mache es Ihnen mal in zwei Varianten vor und Sie entscheiden dann, welche Form Sie besser finden.Variante 1: "Nie springen Sie ein, wenn Not am Mann ist! Sie sind wirklich ein ganz schöner Egoist! Lassen Ihre Kollegen hier mal wieder alleine Feuerwehr spielen!" Oder Variante 2: "Das ist jetzt schon das dritte Mal seit unserer letzten Besprechung, dass Sie nicht zur Verfügung stehen, um in einer Krise zu helfen. Ist Ihnen bewusst, dass das auf Ihre Kollegen wahrscheinlich ziemlich unkollegial wirkt? Ich bitte Sie, prüfen Sie nochmal, ob Sie nicht doch eine Spätschicht einrichten können, diese Woche." Was funktioniert wohl besser? Die erste Form nennt man auch Du- oder Sie-Botschaften. Man spricht über den anderen, und zwar bevorzugt über dessen Eigenschaften und Persönlichkeit. Das Typische einer Du-Botschaft ist die generalisierende Anklage. Statt über konkretes Verhalten wird über die ganze Person gesprochen. In aller Regel löst das eine Verteidigungshaltung aus. Eine typische Reaktion auf Du-Botschaften beginnt mit den berühmten Worten, "Ja, aber..." Die zweite Form ist dagegen eine klassische Ich-Botschaft und die setzt sich aus drei Teilen zusammen. Erstens: der eigenen Wahrnehmung. Das sind konkrete Beobachtungen - etwas, das Sie gesehen, gehört oder erlebt haben. Zweitens: die Wirkung, die das Verhalten, das Sie beobachtet haben, möglicherweise hat, die Konsequenzen. Das können übrigens sachliche Konsequenzen sein oder auch emotionale. Schließlich drittens: ein konstruktiver Vorschlag. Damit Feedback hilfreich ist, sagen Sie ruhig, was der andere anders machen kann - oder auch muss. Hier spricht man oft von dem resultierenden Wunsch, weil man sich das dann gut merken kann. WWW: Wahrnehmung, Wirkung, Wunsch. Aber natürlich können Wünsche auch Erwartungen sein. Das Merkmal von Ich-Botschaften ist übrigens nicht, dass sie mit dem Wort "ich" anfangen. Oder ist der Satz "Ich finde, dass Sie ein ausgesprochener Trottel sind!" eine ausgesprochene Ich-Botschaft? Wohl kaum. Ich-Botschaften setzen sich also aus Ihrer Wahrnehmung, der Wirkung und Ihrem Wunsch zusammen. Das ist auch der sogenannte Feedback-Dreisatz. Lassen Sie mich zwei Beispiele für gelungenes Feedback geben. Statt z.B. zu sagen "Machen Sie doch nicht gleich so ein Gesicht!", weil ein Kollege die Stirn runzelt, als Sie ihm von einer Idee berichten, könnte das Feedback auch so aussehen: "Ich sehe, dass Sie die Stirn runzeln. Heißt das, Ihnen gefällt mein Vorschlag nicht? Bitte sagen Sie mir offen Ihre Meinung." Einem Kollegen, der einen dauernd unterbricht, könnte man natürlich sagen: "Sie lassen einen aber auch gar nicht zu Wort kommen. Nun lassen Sie mich doch endlich mal ausreden!" Oder: "Sie haben mich jetzt in unserem Gespräch schon mehrfach unterbrochen, ist Ihnen das aufgefallen? Das stört mich sehr und es erschwert unseren Austausch auch ziemlich. Bitte lassen Sie mich meinen Gedanken in Ruhe zu Ende bringen!" Annehmbares Feedback kommt nicht wie ein nasses Handtuch daher, das man dem anderen um die Ohren haut sondern wie ein weicher Mantel, in den der andere hineinschlüpfen kann. "Hey Lorenz, da bist du ja endlich! Sag mal, wenn du zu spät kommst und mit so einem Gesicht, da könnte man ja den Eindruck haben, du hast überhaupt keine Lust, hier mitzuwirken. Sag das doch in der Zukunft in der Planungsphase, dann können wir uns darauf einstellen. Aber schön, dass du jetzt da bist."

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1 Std. 41 min (33 Videos)
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Erscheinungsdatum:12.12.2013

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