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Bradbury Building visualisieren mit Cinema 4D: texturieren, beleuchten und rendern

Farbwelt erzeugen

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Für ein harmonisches Rendering sollten Sie besonders auf die verwendeten Farben achten. Ein guter Ausgangspunkt ist die Beschäftigung mit Komplementärfarben und Farbfamilien.

Transkript

Ja bevor wir uns jetzt überlegen, wie das Ganze beleuchtet werden soll und welche Materialien wir brauchen, kann man sich vorweg auch schon mal Gedanken machen über die Farbwelt, in der das Ganze spielen soll. Und zwar haben wir ja hier bereits Farben vorliegen in der Szene, einfach dadurch, dass wir ja hier die Liebe Vieber, unser Fotomodel schon in dem Fahrstuhl stehen haben und sie natürlich Kleidung bereits anhat, die so ein bisschen erdfarben ist, würde ich mal das Ganze zusammenfassen, also viele Lederteile und Stoffe, die eher so im bräunlichen beigen Bereich angesiedelt sind, das heißt, das sollte man vielleicht schon einmal mit aufgreifen und natürlich im Hinterkopf haben, dass wir hier eine sehr große Fensterfläche haben im oberen Teil, also hier wahrscheinlich Himmel sehen werden und deswegen habe ich da schon einmal Ihnen ein Bild praktisch in den Daten dazugegeben, Sie können natürlich auch ein ganz anderes wählen, aber das ist etwas, was ich hier schon einmal fotografisch erstellt habe bei entsprechendem Wetter, kurz vor Sonnenuntergang war das, um so ein bisschen diese rötliche Färbung auch in die Wolken hineinzubekommen und auch ein bisschen eine dramatische Lichtstimmung dem ganzen hier schon mal einzuprägen. Da kommt natürlich schon eine ganze Menge zusammen, denn dieses Bild definiert ja praktisch auch schon aus welcher Richtung das Sonnenlicht kommen wird, was ja maßgeblich für unsere gesamte Szenebeleuchtung verantwortlich zeichnen wird. Also im Prinzip hier so etwas von rechts unten. Und deswegen hatte ich hier auch diesen Gang schon einmal so angelegt, dass wir also praktisch hier auch die Möglichkeit haben, gedanklich so einen Gang irgendwo fortzuführen, der vielleicht an einem Fenster oder an einer Türöffnung endet, durch die dann vielleicht auch noch mal Sonnenlicht hier frontal auf das Model kommen kann. Weil mein ursprünglicher Gedanke war, halt hier so eine Art ja Luftschiffstation aus dem Ganzen zu machen, das man praktisch so eine Art Raumhafen hat, hier also Besucher oder Passagiere ankommen und dann hier zu ihren Zeppelinen gehen zum Beispiel, war das ja alles so ein bisschen in diesem Steampunk-Thema hier gehalten ist oder zumindest so ein bisschen antik alles wirkt. Durch diese, ja verschnörkelten und Art Déco Elemente, die wir hier verbaut haben. Das heißt, die Wahl des Bildes, wenn Sie jetzt ein ganz anderes Himmelsbild auswählen wollen, hat natürlich ganz maßgeblich dann auch damit zu tun, wie Sie die Beleuchtung nachher anlegen möchten, also da kann es dann eventuell Abweichungen von dem geben, was ich Ihnen jetzt zeige, wenn Sie dann entsprechend einen anders beleuchteten Himmel verwenden. Aber dieser Himmel enthält ja nun auch schon einmal Farben und hier tauchen auch schon wieder diese rötlichen Töne auf, in Verbindung mit den bläulichen und den türkisenen Farben. Und naja, da gibt es so ein bisschen ein Zusammenspiel, was man vielleicht beachten muss, damit das Ganze nicht zu bunt nachher wird und eine gewisse Farbharmonie entsteht. Auch im Zusammenspiel mit unserem Modell und natürlich den ganzen anderen Oberflächen, die wir hier noch texturieren müssen. Und dabei kann einem helfen, einmal das Prinzip der Komplementärfarben. Wenn wir jetzt hier mal in dem Material, wo ich dieses Himmelsbild in den Farbekanal geladen habe, einfach mal das Farbrad hier als Medium auswählen, und dann entsprechend hier auch auf den Komplementärmodus schalten. Dann sieht man immer sehr schön, wenn man diesen Farbgreifer hier wegzieht, dass sich genau auf der gegenüberliegenden Seite ein zweiter platziert und entsprechend mitbewegt, der eben die Komplementärfarbe darstellt, zu der Farbe, die wir hier oben ausgewählt haben. Eine Komplementärfarbe ist also bezogen auf diesen Farbkreis hier, immer die Farbe, die praktisch den maximal möglichen Kontrast darstellt zu dieser anderen Farbe. Und Kontraste werden dann natürlich immer gern benutzt, wenn man Unterschiede deutlich machen möchte oder eben naja, eben einen Kontrast haben möchte, also einen Unterschied zwischen verschiedenen Objekten zum Beispiel, dass die sich allein schon durch diese Farbe voneinander besser trennen. Wenn jetzt zum Beispiel alles in Braun wäre, dann hätten wir ja viel mehr Mühe, die Objekte gegeneinander zu trennen, weil man dann eben mehr mit Helligkeiten arbeiten muss, also mit Licht und Schatten, um Tiefe in den Raum reinzubringen. Da können dann solche Komplementärfarben gezielt eingesetzt natürlich helfen, eben die Unterscheidbarkeit zwischen verschiedenen Objekten zu verstärken. Und da sieht man, wenn man jetzt vielleicht mal so ein Himmelsblau hier auswählt, im unteren Teil, dass sich entsprechend die Komplementärfarbe und das sehen wir hier unten an den beiden Farben, die ja hier schon in der Palette dargestellt werden, eher in diesem ja ockerfarbenen, bräunlichen Bereich ansiedelt. Und das kann man hier auch sehr schön beobachten, wenn man dann noch mal mit der Helligkeit arbeitet und man sieht, dass im Prinzip dieses bräunliche und das bläuliche Komplementärfarben zueinander sind. Das heißt, wenn wir hier in diesem Braunton bleiben und hier oben diesen bläulichen Himmel haben, dann haben wir alleine wegen dieser beiden Farben schon einen wunderbaren Komplementärkontrast, dem man halt immer mal wieder aufgreifen kann, wenn man möchte, aber aufgrund dieses eben maximal möglichen Farbkontrastes, macht es wenig Sinn, noch mehr solcher Kontraste in das Bild zu bringen. Also kann man natürlich machen, kommt ganz drauf an, auf die Bildwirkung, die man erzielen möchte, aber wir haben hier im Prinzip schon eine maximale Unterscheidung zwischen oben und unten, um das mal so platt auszudrücken, weil ja oben dieser Bereich hauptsächlich vom Himmel und unten eben hier viel von Mauern und Böden und so weiter eingenommen wird. Das heißt, wenn wir im unteren Teil hauptsächlich bei beiden beigen und bläulichen Farben bleiben und durch den Himmel eben so wie so vorgegeben eher bei dem bläulichen Farben, dann liegen wir eigentlich denke ich mal vielleicht in einem ganz spannenden Bereich, was die Farbgebung angeht. Das lässt sich immer wieder aufbrechen, wir haben es ja hier so einem Himmelsbildschirm gesehen, der Himmel ist ja nicht nur blau, sondern es sind natürlich Sättigungsunterschiede drin und Helligkeitsunterschiede drin und wir haben auch die Wolken, die auch wieder dieses rötliche aufgreifen, genauso könnte man auch jetzt hier zum Beispiel im Fußbodenmosaik oder ähnlichen Komponenten, dann vielleicht auch wieder bläuliche Färbungen auftauchen lassen oder eben Varianten davon. Aber der Sinn dieser ganzen Überlegung ist halt jetzt möglichst sich vorne weg ein Farbschema zu überlegen, um jetzt nicht völlig planlos Farben zu verteilen und drauf zu hoffen, dass das am Ende ein harmonisches Ganzes gibt. All das kann schon sehr sinnvoll sein, diese Komplementärfarbe hier zu berücksichtigen und dann vielleicht sogar auch, wir haben ja hier die Möglichkeit auch direkt Farben aus Bildern herauszuziehen. Also wenn wir jetzt hier mal hineingehen, zum Beispiel in unser Fotomodel-Bild, dann können wir ja auch hier solche Farbpicker verteilen, und dann an bestimmten Stellen Farben entnehmen, die dann auch wider, muss ein bisschen scrollen, wenn wir diesen Palettenbereich hier haben, dann hier auch wieder auftauchen eben als Farbe in so einem Koffer, die wir abspeichern. Um jetzt hier nicht so pixelgenau arbeiten zu müssen, lässt sich das Ganze auch ein bisschen stärker rastern hier, über dieses Mosaikfunktion, den wir hier oben haben. Und Sie sehen, das kann man nahezu stufenlos hier regeln, was auch durchaus Sinn macht, dass man gleich mal diese Feindetails einfach zusammenfasst zu einem vergrößerten Pixel und sich dann etwas konzentriert auf die Hauptfarbwerte, die es hier so gibt. Und so können wir jetzt hier mehrere Marker einfach mal verteilen, indem wir sagen, wir nehmen einmal so ein Beigeton, einmal so ein Braunton, dann vielleicht hier, Sie sehen hier ist auch so ein bisschen bläulich sogar schon drin in dem Weiß des Kleides, das kann man aufgreifen. Hier oben haben wir auch wieder, dann gibt es hier so solche Gelb- oder Goldtöne, die da auftauchen, auch das sicherlich etwas, was man hier einfach mal reingreifen kann. Dann ist die Tasche auch sehr charakteristisch, warum nicht, greifen wir auch hier mal das auf. Und vielleicht auch eine Markierung hier in dem etwas helleren Braunton. Das soll Erstmal genügen, ist ja für uns nur als Hilfestellung gedacht, um eben eine Farbpalette schon mal hier als Vorauswahl zu haben. Sie sehen, da sind jetzt Farben schon dabei, die sehr ähnlich sind. Kann man jetzt hier so ein bisschen sich sortieren, vielleicht nach Helligkeit. Farben wie schwarz oder weiß sind denke ich mal selbstverständlich, die unterliegen jetzt nicht so diesem Zwang einer Farbharmonie hier bilden zu müssen. Die können wir natürlich sowieso verwenden, alles was hell oder dunkel ist, auch verschiedene Sättigungen dieser Farben können wir problemlos verwenden. Und das würde ich jetzt einfach mal Farbwelt nennen. Und Sie sehen, das taucht dann hier auch in diesem Bereich auf, der hier hinten unter diesem Farbfeldertab versteckt ist, Mit einem Rechtsklick darauf können wir das zum Beispiel auch als Preset speichern lassen, oder etwas, ich versuche es mal ins Bild zu bringen, etwas tiefer in der Liste, kann man hier auch das Ganze als globales Farbfeld speichern, was ganz praktisch ist, damit man das zum Beispiel beim nächsten Start von Cinema wieder zur Verfügung hat oder auch sofort in anderen Materialien zur Verfügung hat und nicht dauernd das Ganze kopieren muss. Also hier könnten wir zum Beispiel sagen, das ist hier gerade selektiert, lass und das doch als globales Farbfeld speichern, das würde dann diese Farben hier praktisch ersetzen. Sagen wir "OK", sodass wenn man jetzt in ein anderes Material hineingeht, sieht man hier auch diese Farben auftauchen. Und könnte da jetzt zum Beispiel auch noch mal ergänzen die Farben, die wir hier in unserem Himmel haben. Gehen wir mal kurz hier zu meinem Himmel, den Sie wie gesagt dann auch in den Download-Dateien finden können. Und würde jetzt hier auch noch ein paar Farbwerte entnehmen, schauen wir mal, da haben wir auch wieder die Brauntöne. Geht dann sogar ein bisschen ins Orange rein, wie man hier sieht. Und hier eben so ein bisschen ja diese Pastell-Blautöne, die dann im unteren Teil hier ins Gelbliche sogar so ein bisschen gehen, so zum Beispiel. So und diese Farben können wir natürlich hier mit Drag and Drop einfach hinzufügen so an eine Stelle, wo wir denken, das könnte ungefähr dahinpassen, damit das so ein bisschen eine Ordnung vielleicht bekommt. Das man sagt, erst die Blautöne und dann diese bräunlichen Töne, ich glaube jetzt haben wir auch[Unverständlich] sofern alle hier eingepflegt, wenn ich das richtig sehe. Und könnte das entsprechend auch wieder als globales Farbfeld speichern, also praktisch Überspeichern, weil das jetzt noch mal mit den zusätzlich ergänzten Farben hier. Und das wäre jetzt so eine Farbwelt, an der man sich orientieren kann, die müssen wir jetzt nicht komplett ausreizen. Aber man sieht, wir schränken damit einfach uns selber so ein bisschen ein, also damit zum Beispiel keine Grüntöne drin oder keine kräftigen Gelbtöne oder gar Violet und schränken uns so ein bisschen ein, um ein bisschen eine Harmonie zu erhalten, wir haben ja schon gesehen, in den Komplementärfarben sind wir da auf einer ganz guten Spur und das wäre so ein bisschen Vorarbeit, die man leisten könnte anhand der Bilder, von denen wir jetzt schon wissen, dass die auf jeden Fall Bestandteil des Bildes oder des Renderings nachher sein werden.

Bradbury Building visualisieren mit Cinema 4D: texturieren, beleuchten und rendern

Erfahren Sie, was es mit physikalischem Rendering auf sich hat und realisieren Sie Ihr naturgetreues Modell mit Techniken für Beleuchtung, Material, Texturierung und Rendering.

6 Std. 19 min (32 Videos)
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Erscheinungsdatum:24.05.2017

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